Aiaiai TMA-2 – Studio Preset

Studio-Konfiguration des modularen Kopfhörersystems TMA-2 von Aiaiai

Unter den derzeit vier vorkonfigurierten Zusammenstellungen des modularen Kopfhörersystems TMA-2 von Aiaiai findet sich natürlich auch eine Variante für den Einsatz im Studio. Wir haben das Preset auf die spezifische Aufgabenstellung hin getestet.

Mit ihrem modularen Kopfhörersystem TMA-2 bereichern Aiaiai den Markt um einen ziemlich innovativen Ansatz: Denn der Kunde kann sich aus derzeit insgesamt 22 Komponenten (4 Treiber, 4 Kopfbügel, 7 Ohrpolster, 7 Kabel) sein Wunschsystem zusammenstellen. Wer das nicht will oder erstmal ein komplettes Basissystem haben möchte, greift auf eine der fertigen Konfigurationen, bei Aiaiai ‚Presets‘ genannt, zurück.

Speziell für’s Studio

Für das Studio-Preset verwenden Aiaiai den gepolsterten Kopfbügel H03, die mit dem Attribut „warm“ versehene Kapsel S03, das ohrumschließende Ohrpolster E04 in Verbindung mit dem Anschlusskabel C02 (Spiralkabel 1,5 – 3,2 Meter, inklusive Mini-Klinkenadapter).
Wie bei allen Modellen der TMA-2-Serie ist das Zusammenstecken der vier Bauteile mit wenigen Handgriffen erledigt. Der montierte Kopfhörer wirkt mit seiner matten, durchgängig schwarzen Optik ebenso seriös wie hochwertig und der Tragekomfort ist dank der guten Polsterung als sehr gut zu bezeichnen. Für den Einsatz im Rahmen von Ensembleaufnahmen, damit man also den Mitspieler nicht hört, dürfte die Außengeräuschdämpfung etwas gering sein, aber dafür gibt es ja auch Spezialisten.

Klang

Die Klangreproduktion, die von der S03-Kapsel zwischen die Ohrpolster gezaubert wird, ist dagegen ohne Einschränkung zum Verlieben: Über das gesamte Frequenzspektrum geht die Membran souverän und kraftvoll zu Werk, ohne dabei irgendwelche Überbetonungen oder Nervositäten zu zeigen. Tatsächlich habe ich wenig Kopfhörer erlebt, die eine so ausgewogene Balance zwischen ermüdungsfreiem und gleichzeitig präzisem Klang erreichen, wie die S03-Kapsel. Dabei liefert der Hörer im direkten Vergleich zum Vorgänger TMA-1, frequenztechnisch ein ähnliches Erlebnis, wie wenn im Kino der Vorhang nach der Werbung zur Seite aufgeht, um Platz für das Superbreitbild zu schaffen – beeindruckend. Zieht man allerdings einen extremen Hochtonsuchscheinwerfer wie beispielsweise dem Phonon SMB-02 als Referenz heran, zeigt sich, dass die Klangphilosophie bei Aiaiai immer noch einen Zeigerschlag weiter in Richtung Bass zeigt.

Gelungenes Preset

Die Studio-Preset-Zusammenstellung von Komponenten aus dem TMA-2-System darf man als komplett gelungen bezeichnen. Der Tragekomfort ist sehr gut, das Design und die haptische Qualität sind ebenfalls ausgezeichnet. Besonders aber der entspannte und gleichzeitig breitformatige Klang der S03-Kapsel können überzeugen. Sie ist im Hochtonbereich vielleicht nicht ganz so agil (und damit den Gehörnerv fordernd) wie etwa die S04- oder S01-Kapsel (oder auch meine Referenz, der Phonon SMB-02), ermöglicht damit aber stundenlanges, ermüdungsfreies Arbeiten.

Numinos
vor 4 Jahren von Numinos
  • Bewertung: 4.5
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Für sich genommen ist der Aiaiai TMA-2 – Studio Preset ein hervorragender Kopfhörer zu einem angemessenen Preis. Dass er gleichzeitig eine gute Plattform ist, um in das modulare TMA-2-System einzusteigen, macht die Sache noch besser.

Messdaten

Mehr Messdaten

Technische Daten

  • BauformOver-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Impedanz36,4 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)98,06 dB
  • Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf584,5 g
  • Gewicht mit Kabel261 g
  • Gewicht ohne Kabel195 g
  • Kabellänge150 cm

Lieferumfang

  • Adapter auf 6,35 mm
  • Tragetasche

Besonderheiten

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