Wandler und Verstärkerelektronik von Smartphones, Tablets und Laptops sind nicht explizit für audiophilen Klanggenuss konzipiert, sondern folgen eher dem Stand der Technik, den man bei gegebener Größe, Stromverbrauch und nach Preisvorgabe in diesen Geräten unterbringen kann.

Ultrasone verfolgt mit dem kombinierten Kopfhörerverstärker und DA-Wandler namens Panther hingegen genau das Ziel einer hochwertigen Tonausgabe für analoge und digitale Signalquellen. Das hochwertig verarbeitete Gerät ist dabei für den mobilen Einsatz konzipiert und kann entsprechend über einen integrierten Akku mit Strom versorgt werden. Aber der Panther soll nicht nur für bessere Ergebnisse sorgen, sondern auch den Einsatz hochwertiger Kopfhörer ermöglichen, die typischerweise eher für den Heimgebrauch bestimmt sind.

Das Gerät hat in etwa die Größe einer flachen 2,5-Festplatte und ist in einem leichten Metallgehäuse untergebracht (110 Gramm), wobei der eingebaute Akku (3.000 mAh) volle Mobilität für bis zu 20 Stunden gestattet – der Ladevorgang beziehungsweise die Stromversorgung erfolgt über eine dedizierte Micro-USB-Buchse.

Im Fokus der Konstruktion stehen Klangqualität und Formatkompatibilität. Technisch wartet der Panther mit dem hochwertigen DA-Wandler AKM 4490 auf und unterstützt Auflösungen von bis zu 32 Bit/384 kHz und Direct Stream Digital bis DSD256. Dabei können eingangsseitig digitale Signalquellen über einen OTG-Micro-USB-Anschluss über mitgelieferte Adapter auf Lightning, USB-C und USB-A sowie ein Analogeingang (Miniklinke) genutzt werden. Der Kopfhörerverstärker selbst bietet 3,5-mm- und symmetrische 2,5-mm-Ausgänge, etwa für eine Kombination mit dem Ultrasone Saphire. Dabei wird das Signal knackfrei eingeblendet. Für den Verstärker gibt der bayrische Hersteller eine Kompatibilität von 16 bis 300 Ohm an.

Praxis

Die Handhabung ist geradlinig: Über die mitgelieferten Anschlusskabel wird das Quellgerät analog oder digital angeschlossen. Der versenkte Lautstärkeregler dient dem knackfreien Ein- und Ausschalten sowie der Wahl der Eingangsquelle, was durch eine mehrfarbige LED visualisiert wird. Zudem lässt sich durch Mehrfachklick eine Höhenabsenkung für spezifische Kopfhörer aktivieren. Auch an eine Ausschaltautomatik hat der Hersteller gedacht. Reichen die Pegelreserven nicht, kann rückwärtig noch eine feste 6-dB-Pegelanhebung aktiviert werden. In Kombination mit einem Laptop erhält man ein flaches Zubehör, das hoch auflösende Tondateien aller Art abspielen kann – eben das, was weder Laptop-, Tablet- und Smartphone ab Werk nicht in dieser Auflösung leisten. Weniger praktisch ist die nicht stationäre Kombination mit einen Smartphone: Panther, Telefon und kabelgebundener Kopfhörer sind eben weniger einfach zu verstauen und aufgrund der zusätzlichen Verkabelung auch unbequemer transportierbar und fehleranfälliger.

Die tatsächliche Spieldauer hängt von der Nutzung des DA-Wandlers ab, der zusätzlich zum Vorverstärker Strom beansprucht. Digital gespeist ergeben sich etwa 15 Stunden Nutzungsdauer für den Panther, während man über den Miniklinkeneingang tatsächlich auf die volle Spieldauer von 20 Stunden kommt. In Kombination mit einem Laptop übernimmt dieses natürlich die Stromversorgung über USB.

Klang

Am Klang gibt es nicht auszusetzen. Im Gegenteil: Der Panther bietet ausreichende Pegelreserven und kommt mit unterschiedlichsten Kopfhörern klanglos zurecht. Eine Färbung kann ich nicht erkennen. Der Kopfhörerverstärker ist so neutral, transparent und rauscharm, wie man es sich wünscht. Kurz: Man hört die Klangquelle und den gewünschten Kopfhörer durch einen hervorragenden Wandler!

Neben zahlreichen Titeln auf einem iPhone 8 nutzte ich für die Wiedergabe unkomprimierter Audiodateien ein MacBook Pro. Für hochauflösende Dateien kam dabei Audirvana (zum Test) zum Einsatz (384 kHz Dateien und DSD 256). Der Wandler gibt die Titel anstandslos und unterbrechungsfrei wieder. Die Detailauflösung ist sehr hoch, die Dynamik beeindruckend – insbesondere im kritischen pianissimo. Den vollen Mehrwert erkennt man natürlich insbesondere mit hochwertigen Kopfhörern, in meinem Fall dem Edition 15 Veritas (zum Test) des gleichen Herstellers.

Fazit: Ultrasone Panther
von Ulf Kaiser

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Der Ultrasone Panther ist ein Kopfhörerverstärker/DA-Wandler, der audiophilen Ansprüchen zweifelsfrei gerecht wird. Ultrasone adressiert dabei vor allem Anwender, die unkomprimierte hochauflösenden Klangquellen ausgeben möchten, wahlweise über spezialisierte Streamingdienste und Laptops. Auch mit Smartphones versteht sich der Panther bestens und verleiht den Geräten ein hochwertiges Backend beziehungsweise symmetrischen Kopfhörern das nötige Frontend.

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Technische Daten

Bauform
Verstärker
Gewicht ohne Kabel
110 g

Lieferumfang

  • 1 Audiokabel
  • 4 USB-Adapterkabel

Besonderheiten

  • Ausgangsleistung: >350mW (PO/32Ω), >950mW (BAL/32Ω)
  • SNR: > 115dB (USB OTG), >101dB (Line-In)
  • Abtastrate: 32 kHz-384 kHz/32bit
  • Unterstützte DSD: 128, 256, 64
  • Impedanz: 16Ω - 300Ω
  • Batterie: 3000mAh
  • Batterielaufzeit: >15h (USB OTG), >20h (Line-In)
  • Ladezeit: 3-4 hours
  • Produkt-Maße: 115,6mm x 55,6mm x 12mm
  • Eingänge: 3.5mm Line-In, Micro USB Charging Port, Micro USB OTG
  • Ausgänge: 2,5mm symmetrisch, 3,5mm unsymmetrisch
  • DAC Chip: AKM 4490
  • Anschlusskabel: AUX, Lightning, Micro-USB, USB-A, USB-C

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