Bluetooth-Codecs – einfach erklärt

Bluetooth-Codecs erklärt: SBC, AAC, aptX, LDAC & LC3

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Immer wieder lesen wir in den Herstellerbeschreibungen von Bluetooth-Kopfhörern allerlei kryptische Abkürzungen, wenn es um die Klangqualität geht. Auch wir erwähnen in unseren Tests die unterstützten Codecs und listen sie auf. SBC, AAC, aptX, LDAC oder LC3 werden besonders häufig genannt.

Doch was steckt hinter diesen Abkürzungen, und worin unterscheiden sich die einzelnen Codecs? Wir erklären die wichtigsten Grundlagen und geben euch eine Entscheidungshilfe für den nächsten Kopfhörerkauf.


Das Wichtigste in Kürze: Ein Bluetooth-Codec bestimmt, wie eure Musik auf dem Weg zum Kopfhörer komprimiert wird. Er funktioniert aber nur, wenn Smartphone und Kopfhörer ihn beide unterstützen. Wer ein iPhone nutzt, muss sich kaum Gedanken machen, denn iPhones übertragen Musik ohnehin nur per SBC und AAC. Wer zukunftssicher kaufen will, achtet auf LE Audio mit LC3: Der neue Standard verbessert unter anderem die Klangqualität bei Telefonaten und ermöglicht Funktionen wie Auracast.


Ein kurzer Blick auf Bluetooth

Wir alle benutzen Bluetooth täglich wie selbstverständlich, ohne genauer zu wissen, wofür der Name eigentlich steht. Benannt ist die Technik nach dem dänischen König Harald Blauzahn, der Teile von Norwegen und Dänemark vereinte. Das Logo ist das Monogramm seiner Initialen aus den altnordischen Runen für „H“ und „B“. Bluetooth überträgt Daten drahtlos, und für Audio gibt es verschiedene Übertragungsverfahren und Codecs, die festlegen, wie Audiodaten komprimiert und übertragen werden.

Bluetooth wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und liegt inzwischen in Version 6.3 vor. Wichtig zu wissen: Die Versionsnummer allein sagt nichts über die Klangqualität aus. Sie beschreibt vor allem Reichweite, Stabilität, Energieverbrauch und welche Funktionen technisch möglich sind, etwa LE Audio.

Für die Audioübertragung sind zwei Bereiche relevant: Bluetooth Classic und Bluetooth Low Energy (Bluetooth LE). Die klassische Bluetooth-Audioübertragung basiert auf Bluetooth Classic, das neuere LE Audio nutzt dagegen Bluetooth Low Energy. Für LE Audio wurde unter anderem der neue Audiocodec LC3 entwickelt.

Bluetooth hat Profil(e)

Zur Übertragung von Audio gibt es bei Bluetooth sogenannte Profile. Sie legen fest, welche Funktionen zwischen zwei Geräten möglich sind und wie diese miteinander kommunizieren.

Für die Musikübertragung ist vor allem das A2DP (Advanced Audio Distribution Profile) relevant. Es ermöglicht die Übertragung von Stereo-Audio in deutlich höherer Qualität als die Profile für Sprachkommunikation. Das AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) ist für die Steuerung der Wiedergabe zuständig und ermöglicht Befehle wie „Play“, „Pause“ oder „nächster Titel“.

HSP (Headset Profile) und HFP (Hands-Free Profile) sind für Sprachkommunikation und Telefonie gedacht. Praktisch jeder Bluetooth-Kopfhörer nutzt HFP, sobald das Mikrofon aktiv ist, etwa bei Anrufen oder Videocalls. In diesem Moment schaltet der Kopfhörer automatisch vom Musik- auf das Telefonprofil um. Der Klang wird dann spürbar schlechter und läuft oft nur noch in Mono. LE Audio verbessert das deutlich, da hier auch bei aktivem Mikrofon eine bessere Audioqualität möglich ist.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Profil und Codec: Das Profil legt fest, welche Art der Kommunikation möglich ist. Der Codec bestimmt dagegen, wie die Audiodaten für die Übertragung codiert und komprimiert werden.

Was macht ein Codec?

Ein Codec (kurz für „Coder“ und „Decoder“) legt fest, wie Audiodaten für die Übertragung codiert und beim Empfänger wieder decodiert werden. Da Musik als digitale Audiodaten viel Übertragungsbandbreite benötigt, reduzieren Codecs die Datenmenge durch Komprimierung. Fast alle Bluetooth-Codecs arbeiten dabei verlustbehaftet: Ein Teil der ursprünglichen Audiodaten wird entfernt, um die Datenrate zu verringern. Wie gut das gelingt, unterscheidet sich von Codec zu Codec.

Entscheidend ist: Sender und Empfänger müssen denselben Codec unterstützen, damit er genutzt werden kann. Unterstützt ein Smartphone beispielsweise LDAC, der Kopfhörer aber nicht, fallen beide Geräte automatisch auf einen gemeinsamen Codec zurück, im Zweifel auf SBC.

Alle Bluetooth-Codecs im Überblick:

Codec Max. Datenrate Max. Auflösung Typisch zu finden bei
SBC bis ca. 328 kbit/s 16 Bit / 48 kHz praktisch allen Bluetooth-Audiogeräten (Basisstandard)
AAC ca. 256 kbit/s (Apple) 16 Bit / 44,1 kHz (Apple) iPhone, iPad, AirPods, Beats
LC3 variabel, je nach Konfiguration bis 24 Bit / 48 kHz LE-Audio-fähigen Geräten, neueren Android-Smartphones
LC3plus variabel, je nach Anwendung bis 24 Bit / 96 kHz Gaming, professionellen Audioanwendungen
aptX bis 384 kbit/s 16 Bit / 48 kHz vielen Android-Geräten
aptX HD 576 kbit/s 24 Bit / 48 kHz vielen Android-Geräten
aptX Low Latency bis ca. 352 kbit/s 16 Bit / 48 kHz älteren Geräten, für Gaming und Video optimiert
aptX Adaptive dynamisch bis 24 Bit / 96 kHz aktuellen Snapdragon-Smartphones und kompatiblen Kopfhörern
aptX Lossless dynamisch 16 Bit / 44,1 kHz (verlustfrei möglich) Geräten mit Snapdragon Sound
LDAC bis 990 kbit/s (stufenweise auf 660 oder 330 kbit/s reduzierbar) 24 Bit / 96 kHz Android-Geräten ab Android 8, vielen Kopfhörern
LHDC je nach Version unterschiedlich bis 24 Bit / 192 kHz einzelnen Android-Herstellern, vor allem aus China
Samsung SSC-UHQ dynamisch, geräteabhängig bis 24 Bit / 96 kHz Galaxy Buds mit kompatiblen Galaxy-Smartphones

Die Standards: SBC, AAC und LC3

SBC

SBC (Low Complexity Subband Codec) ist der Standard-Audiocodec für die klassische Bluetooth-Audioübertragung über A2DP. Er arbeitet verlustbehaftet und benötigt für Codierung und Decodierung vergleichsweise wenig Rechenleistung. SBC ist lizenzfrei und wird deshalb von praktisch jedem Bluetooth-Audiogerät unterstützt. Er überträgt bis zu ca. 328 kbit/s bei 16 Bit und 48 kHz. Damit ist SBC so etwas wie der gemeinsame Nenner: Selbst wenn ein Smartphone oder Kopfhörer keine weiteren Codecs wie AAC, aptX oder LDAC beherrscht, bleibt SBC als grundlegende Option.

AAC

AAC (Advanced Audio Coding) ist ein verlustbehafteter Audiocodec aus der MPEG-Familie und wurde als effizientere Alternative zu älteren Formaten wie MP3 entwickelt. AAC spielt vor allem im Apple-Ökosystem eine wichtige Rolle: iPhones, iPads, AirPods und viele Beats-Kopfhörer nutzen AAC für die klassische Bluetooth-Audioübertragung. Datenrate und Qualität hängen von der jeweiligen Implementierung ab. Auf Android-Smartphones kann die Qualität der AAC-Übertragung je nach Hersteller und Gerät schwanken.

LC3 und LE Audio

LC3 (Low Complexity Communications Codec) ist der verpflichtende Standardcodec für LE Audio, das auf Bluetooth Low Energy basiert. Er ist auf eine effiziente Übertragung ausgelegt und soll auch bei niedrigen Datenraten eine gute Audioqualität liefern. Die geringere Datenrate kann zudem den Energieverbrauch senken. LC3 ersetzt SBC allerdings nicht grundsätzlich: SBC bleibt der Standardcodec für die klassische Übertragung über A2DP, LC3 kommt bei Übertragungen über LE Audio zum Einsatz.

LE Audio bringt neben LC3 weitere Funktionen mit, darunter Multi-Stream Audio für mehrere synchronisierte Audioströme sowie Auracast. Damit lässt sich ein Audiosignal gleichzeitig an beliebig viele kompatible Kopfhörer senden, etwa um den Ton eines Fernsehers mit mehreren Personen im selben Raum zu teilen oder um Durchsagen am Flughafen direkt auf die eigenen Kopfhörer zu übertragen. Auch Hörgeräte gehören zu den Anwendungsbereichen von LE Audio.

LC3plus

LC3plus ist ein von Fraunhofer IIS entwickelter Schwester-Codec von LC3. Er ist auf besonders geringe Latenz, hohe Robustheit und hochauflösende Audioübertragung bis 96 kHz ausgelegt und wird unter anderem für Gaming und professionelle Audioanwendungen eingesetzt. Anders als LC3 ist LC3plus nicht Teil des Bluetooth-LE-Audio-Standards, sondern als ETSI-Standard für drahtlose Kommunikation spezifiziert.

Qualcomm: aptX und seine Varianten

aptX ist eine von Qualcomm entwickelte Familie von Audiocodecs für die drahtlose Audioübertragung. Der ursprüngliche aptX-Codec arbeitet verlustbehaftet und überträgt mit einer festen Datenrate von 352 bzw. 384 kbit/s bei 16 Bit und 48 kHz. aptX und aptX HD sind seit 2023 Teil des Android-Betriebssystems und deshalb auf vielen Android-Geräten verfügbar, auch ohne Qualcomm-Chip. Die neueren Varianten aptX Adaptive und aptX Lossless setzen dagegen Qualcomm-Hardware voraus.

aptX HD

aptX HD ist eine Weiterentwicklung des klassischen aptX für die Übertragung von 24-Bit-Audio. Der Codec unterstützt Abtastraten bis 48 kHz und arbeitet mit einer festen Datenrate von 576 kbit/s. Die höhere Bittiefe bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Musik hörbar besser klingt. Auch Aufnahme, Kopfhörer und weitere Faktoren spielen eine Rolle.

aptX Low Latency und aptX Live

aptX Low Latency (aptX LL) wurde für Anwendungen entwickelt, bei denen eine möglichst geringe Verzögerung zwischen Bild und Ton wichtig ist, etwa beim Gaming oder bei Filmen. Die Variante gehört inzwischen zu den älteren aptX-Technologien. Für neuere Geräte setzt Qualcomm vor allem auf aptX Adaptive, das ebenfalls niedrige Latenzen ermöglicht. aptX Live wurde für professionelle Anwendungen wie drahtlose Mikrofone und Live-Übertragungen entwickelt und spielt bei Bluetooth-Kopfhörern kaum eine Rolle.

aptX Adaptive

aptX Adaptive passt die Übertragung flexibel an die jeweilige Nutzung und die Bedingungen der Funkverbindung an und unterstützt Auflösungen bis 24 Bit und 96 kHz. Anders als die klassischen aptX-Varianten kann der Codec seine Datenrate dynamisch verändern, etwa um bei schlechter Verbindung die Stabilität zu erhöhen oder beim Gaming eine geringere Latenz zu ermöglichen. Qualcomm hat aptX Adaptive 2018 vorgestellt (zur Newsmeldung).

aptX Lossless

aptX Lossless baut auf aptX Adaptive auf und ist Teil von Qualcomms Audioplattform Snapdragon Sound. Der Codec ermöglicht unter geeigneten Bedingungen eine verlustfreie Übertragung in CD-Qualität mit 16 Bit und 44,1 kHz. Verschlechtern sich die Funkbedingungen, wechselt die Übertragung automatisch in einen verlustbehafteten Modus. Voraussetzung ist, dass Abspielgerät und Kopfhörer Snapdragon Sound mit aptX Lossless integriert haben. Qualcomm hat aptX Lossless 2021 vorgestellt (zur Newsmeldung).

Hi-Res-Codecs der Hersteller: LDAC, LHDC und Samsung SSC

LDAC

LDAC ist ein von Sony entwickelter, verlustbehafteter Bluetooth-Audiocodec und seit Android 8 fester Bestandteil des Betriebssystems. Entsprechend verbreitet ist er bei Android-Smartphones und vielen Kopfhörern, nicht nur von Sony. LDAC unterstützt Audio mit bis zu 24 Bit und 96 kHz und erreicht eine Datenrate von bis zu 990 kbit/s.

Diesen Wert schafft LDAC allerdings nur bei sehr guten Funkbedingungen: Im automatischen Modus reduziert das Smartphone die Datenrate bei Bedarf auf 660 oder 330 kbit/s, um die Verbindung stabil zu halten. Eine hohe Datenrate bedeutet zudem nicht automatisch hörbar besseren Klang. Sie beschreibt zunächst nur, wie viele Audiodaten maximal übertragen werden können.

LHDC

LHDC (Low Latency and High-Definition Audio Codec) wurde von Savitech entwickelt und ist ein weiterer hochauflösender Bluetooth-Codec. Ähnlich wie LDAC überträgt LHDC Audio mit hoher Datenrate und unterstützt je nach Version Auflösungen bis 24 Bit und 192 kHz. Die einzelnen LHDC-Versionen unterscheiden sich in Übertragungsmodi und Datenraten. Verbreitet ist der Codec vor allem bei einzelnen Android-Herstellern, insbesondere aus China.

Samsung Seamless Codec (SSC)

Der Samsung Seamless Codec ist Samsungs eigener Bluetooth-Audiocodec und für Geräte des Galaxy-Ökosystems optimiert. Die aktuelle Variante SSC-UHQ ermöglicht eine Übertragung mit bis zu 24 Bit und 96 kHz. Die Unterstützung ist allerdings eng an bestimmte Gerätekombinationen gebunden: Bei den aktuellen Galaxy Buds4 steht SSC-UHQ nur zusammen mit ausgewählten Galaxy-Smartphones zur Verfügung.

Wichtig: Hi-Res heißt nicht verlustfrei

Mit Ausnahme von aptX Lossless arbeiten alle hier vorgestellten Bluetooth-Codecs verlustbehaftet, auch LDAC, LHDC und SSC-UHQ trotz ihres Hi-Res-Labels. Lossless-Streams von Musikdiensten wie Apple Music oder Tidal kommen über Bluetooth deshalb in aller Regel komprimiert am Kopfhörer an. Einzige Ausnahme ist aptX Lossless, das bei guter Verbindung CD-Qualität verlustfrei überträgt. Hi-Res-Dateien jenseits von 16 Bit und 44,1 kHz werden über Bluetooth immer komprimiert.

Bluetooth-Codecs am PC und Mac

Auch Computer unterstützen nicht jeden Bluetooth-Codec. Windows 11 beherrscht für die klassische Bluetooth-Audioübertragung SBC, AAC und aptX. LDAC und aptX HD werden ab Werk nicht unterstützt. LE Audio mit LC3 ist möglich, setzt aber passende Hardware und Treiber voraus.

Aktuelle Macs mit Apple-Chip übertragen per SBC und AAC. LDAC und aptX werden nicht unterstützt. Ältere Intel-Macs beherrschten zusätzlich aptX.

Latenz: wichtig für Gaming und Video

Neben der Klangqualität spielt bei manchen Anwendungen die Latenz eine Rolle, also die Verzögerung zwischen Bild und Ton. Beim Musikhören fällt sie kaum auf, bei Gaming oder Videos kann sie aber zu spürbar asynchronem Bild und Ton führen. Codecs wie aptX Low Latency, aptX Adaptive oder LC3plus wurden gezielt für solche Anwendungen entwickelt.

Wer besonders viel Wert auf minimale Latenz legt, etwa für kompetitives Gaming, ist mit einem Gaming-Headset oft besser bedient. Diese nutzen häufig einen eigenen 2,4-GHz-USB-Dongle statt einer klassischen Bluetooth-Verbindung, was in der Regel eine geringere und stabilere Latenz ermöglicht. Konkrete Millisekunden-Werte hängen stark vom jeweiligen Gerät und der Umgebung ab. Verlässliche Angaben findet ihr in unseren einzelnen Kopfhörer- und Headset-Tests.

Welcher Bluetooth-Codec ist der beste?

Der beste Codec bringt nichts, wenn Smartphone und Kopfhörer ihn nicht beide unterstützen. Zudem ist der Codec nur einer von mehreren Faktoren für die Klangqualität: Auch der Kopfhörer selbst, die Qualität der Audiodatei und die Funkverbindung spielen eine wichtige Rolle.

Als grobe Orientierung: Wer ein iPhone oder iPad nutzt, kann bei der Codec-Wahl entspannt bleiben. Apple-Geräte übertragen Musik per SBC und AAC. Ein Kopfhörer mit LDAC- oder aptX-Logo bringt hier keinen klanglichen Vorteil, da die Verbindung ohnehin über AAC läuft. Wichtiger sind eine gute AAC-Umsetzung und insgesamt hochwertige Hardware.

Praktisch alle aktuellen Android-Smartphones beherrschen LDAC, viele zusätzlich aptX und aptX HD. aptX Adaptive und aptX Lossless gibt es dagegen nur bei Geräten mit passender Qualcomm-Hardware. Welche Codecs euer Smartphone unterstützt und gerade nutzt, seht ihr in den Entwickleroptionen unter den Bluetooth-Einstellungen. Als zusätzliches Kriterium lohnt sich ein Blick auf LE Audio und LC3, da sich der Standard langfristig durchsetzen dürfte.

Zwei weitere Praxispunkte sind beim Kauf wichtig: Bei manchen Kopfhörern steht LDAC im Multipoint-Betrieb, also bei gleichzeitiger Verbindung mit zwei Geräten, nicht zur Verfügung. Außerdem können hohe Datenraten die Akkulaufzeit verkürzen. Beides ist stark modellabhängig.

In unseren Kopfhörer-Tests prüfen wir stets, welche Codecs ein Modell unterstützt, und ordnen ein, wie relevant das für den jeweiligen Einsatzzweck ist. Eine Übersicht empfehlenswerter Modelle findet ihr in unseren Bestenlisten.

Häufige Fragen zu Bluetooth-Codecs

Welcher Bluetooth-Codec ist der beste?

Den einen besten Codec gibt es nicht. Entscheidend ist, welche Codecs Smartphone und Kopfhörer gemeinsam unterstützen, denn nur diese können genutzt werden. Hohe Datenraten wie bei LDAC oder aptX HD bringen zudem nur dann etwas, wenn die Funkverbindung stabil ist.

Kann das iPhone LDAC oder aptX?

Nein. iPhone und iPad übertragen Musik per Bluetooth über SBC und AAC. Ein Kopfhörer mit LDAC oder aptX bringt am iPhone daher keinen klanglichen Vorteil, die Verbindung läuft über AAC.

Wie sehe ich, welcher Codec gerade genutzt wird?

Bei Android-Smartphones zeigen die Entwickleroptionen den aktiven Bluetooth-Codec an. Diese schaltet ihr frei, indem ihr in den Einstellungen unter „Telefoninfo“ siebenmal auf die Build-Nummer tippt. Manche Kopfhörer-Apps zeigen den Codec ebenfalls an. Am iPhone lässt sich der Codec nicht anzeigen.

Überträgt Bluetooth Musik verlustfrei?

In der Regel nicht. Fast alle Bluetooth-Codecs arbeiten verlustbehaftet, auch LDAC und aptX HD. Einzige Ausnahme ist aptX Lossless, das unter guten Funkbedingungen CD-Qualität verlustfrei überträgt. Lossless-Streams von Musikdiensten kommen über Bluetooth also meist komprimiert am Kopfhörer an.

Klingt ein Kopfhörer mit neuerer Bluetooth-Version besser?

Nicht automatisch. Die Bluetooth-Version sagt nichts über den verwendeten Codec aus. Neuere Versionen verbessern vor allem Stabilität, Reichweite und Energieverbrauch. Für den Klang sind Codec, Kopfhörer und Aufnahme wichtiger.

Warum klingt mein Kopfhörer bei Telefonaten schlechter?

Sobald das Mikrofon aktiv ist, wechseln viele Bluetooth-Kopfhörer vom Musikprofil A2DP auf das Telefonprofil HFP. Der Klang wird dann spürbar schlechter und läuft oft nur noch in Mono. LE Audio mit dem Codec LC3 verbessert das deutlich.

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