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beyerdynamic drückt Bluetooth 6.0 unter die 100-Euro-Marke: MMX 100 wireless & MMX 130 wireless für Gamescom 2026

Von Peter Schloßnagel vor 16 Minuten

beyerdynamic bringt mit dem MMX 100 wireless und dem MMX 130 wireless zwei kabellose Gaming-Headsets, die dasselbe Feature-Set bieten, aber auf zwei verschiedene Bauweisen setzen: geschlossen für Abschirmung, offen für Räumlichkeit. Bluetooth 6.0, über 80 Stunden Akkulaufzeit und ein austauschbarer Akku – für 99 Euro (MMX 100 wireless) und 129 Euro (MMX 130 wireless). Premiere auf der gamescom 2026 in Köln.

Bluetooth 6.0 und 80 Stunden für unter 100 Euro

Die Specs der neuen Einstiegsmodelle lesen sich eher wie die eines Mittelklasse-Headsets: Bluetooth 6.0 fand sich bei beyerdynamic bisher nur im MMX 230 wireless (249 Euro). Das MMX 150 wireless (179 Euro) arbeitet noch mit Bluetooth 5.3.

Die neuen Modelle unterbieten beide im Preis und übertrumpfen beide bei der Akkulaufzeit: Über 80 Stunden stehen hier gegen 50 Stunden (MMX 150 wireless) und 60 Stunden (MMX 230 wireless). Dazu kommt beim MMX 100 wireless ein austauschbarer Akku – ein Feature, das beyerdynamic erst mit dem MMX 230 wireless eingeführt hat. Ob auch der MMX 130 wireless einen wechselbaren Akku besitzt, erwähnt die Pressemitteilung nicht.

Die Konnektivität ist für die Preisklasse komplett: Neben Bluetooth steht ein Low-Latency-USB-Dongle (USB-C, plus USB-A-Adapter) für PC, PlayStation und Switch bereit. Zusätzlich lassen sich beide Headsets per Analogkabel und per USB-Audio verbinden. Und sie lassen sich sogar während des Spielens laden. Das abnehmbare META VOICE Mikrofon kennt man bereits aus den teureren MMX-Modellen.

Geschlossen oder offen: Eine Frage der Hörpräferenz

Der MMX 100 wireless ist das geschlossene Modell für Gamer, die Abschirmung wollen. Störende Außengeräusche bleiben draußen, relevante Spielsounds lassen sich leichter orten – so das Versprechen. Mit 275 Gramm und Velours-Ohrpolstern soll er auch bei langen Sessions komfortabel bleiben. Für Kenner der beyerdynamic-Testhistorie auf kopfhoerer.de ein interessantes Detail: Die Vorgänger MMX 100 und MMX 200 wireless hatten Kunstleder-Polster, die im Test nach längeren Sessions zu Hitzestau führten. Der Wechsel auf Velours dürfte kein Zufall sein.

Der MMX 130 wireless setzt auf die offene Bauweise und das ist in dieser Preisklasse ungewöhnlich. Offene Gaming-Headsets mit Funk waren bisher Enthusiasten-Territorium. beyerdynamic verbaut hier einen titanbeschichteten 40-mm-Treiber und verspricht eine natürliche, räumliche Klangbühne; prädestiniert für Story Games, Open Worlds und RPGs, bei denen Atmosphäre und Sounddesign eine tragende Rolle spielen.

Die offene Konstruktion lässt außerdem Luft zirkulieren, was zusammen mit den atmungsaktiven Velours-Polstern und 265 Gramm Gewicht für ein luftiges Tragegefühl sorgen soll. Allerdings: Wer neben einer lauten Tastatur oder in geräuschvoller Umgebung spielt, profitiert eher vom geschlossenen MMX 100 wireless.

Was beyerdynamic nicht verrät

Die auffälligste Lücke in den technischen Daten: Codecs. beyerdynamic nennt die Bluetooth-Profile A2DP und HFP, aber kein Wort zu den Audio-Codecs. Bluetooth 6.0 unterstützt nativ LE Audio mit dem LC3-Codec – und das MMX 150 wireless (BT 5.3) beherrscht LC3 bereits. Ob die neuen Modelle ebenfalls LC3 oder nur SBC unterstützen, bleibt offen. Auch die Treibergröße des MMX 100 wireless wird nicht genannt. Der offene MMX 130 wireless hat 40 mm, der kabelgebundene Vorgänger MMX 100 ebenfalls. Impedanz, Mikrofon-Spezifikationen und eine IP-Schutzklasse fehlen in beiden Datenblättern.

Die Konkurrenz unter 100 Euro ist überschaubar: Wirklich gute kabellose Gaming-Headsets in diesem Preissegment sind selten. Das SteelSeries Arctis Nova 5 liegt knapp darüber, das JBL Quantum 250 drunter. Kein Wettbewerber bietet in dieser Klasse Bluetooth 6.0 oder über 80 Stunden Akkulaufzeit.

Gamescom 2026: Nur der MMX 100 wireless vor Ort

beyerdynamic ist als First Presenter der Indie Arena Booth auf der gamescom 2026 in Köln vertreten. Dort feiert der MMX 100 wireless seine Publikumspremiere. Besucher können das geschlossene Modell erstmals selbst testen. Der offene MMX 130 wireless folgt erst im Oktober.

Preis und Verfügbarkeit

Der beyerdynamic MMX 100 wireless erscheint am 1. September 2026 in Schwarz und Arctic White für 99 Euro (UVP). Der beyerdynamic MMX 130 wireless folgt im Oktober 2026 in denselben Farben für 129 Euro (UVP). Beide sind im beyerdynamic Online-Shop, bei Amazon und im Fachhandel erhältlich. Ersatzteile und Ohrpolster sind separat bestellbar.

Technische Daten im Vergleich (Herstellerangaben)

Merkmal MMX 100 wireless MMX 130 wireless
Typ Gaming-Headset, Over-Ear Gaming-Headset, Over-Ear
Bauweise geschlossen offen
Schallwandler dynamisch (Größe keine Herstellerangabe) dynamisch, 40 mm, titanbeschichtet
Übertragungsbereich 20 Hz – 20.000 Hz 20 Hz – 20.000 Hz
Bluetooth 6.0 (A2DP, HFP) 6.0 (A2DP, HFP)
Codecs keine Herstellerangabe keine Herstellerangabe
Weitere Verbindungen Low-Latency-USB-Dongle (USB-C), USB-Audio, Analogkabel (3,5 mm)
Reichweite Dongle: 10 m, Bluetooth: 15 m
Akkulaufzeit über 80 Stunden über 80 Stunden
Akku austauschbar ja keine Herstellerangabe
Laden während Nutzung ja ja
Mikrofon META VOICE, abnehmbar, mit Popschutz
Ohrpolster Velours, wechselbar Velours, atmungsaktiv, wechselbar
Gewicht 275 g 265 g
Farben Schwarz, Arctic White Schwarz, Arctic White
Impedanz keine Herstellerangabe keine Herstellerangabe
IP-Schutzklasse keine Herstellerangabe keine Herstellerangabe
Preis (UVP) 99 € 129 €
Verfügbarkeit ab 1. September 2026 Oktober 2026

beyerdynamic Gaming-Headsets bei kopfhoerer.de im Test

beyerdynamic MMX 200 wireless

Beyerdynamics erstes kabelloses Gaming-Headset überzeugt mit präzisem Klang und tollem Mikrofon, aber das fehlende Kabel für den Hybrid Mode und der Hitzestau bei längeren Sessions trüben den Gesamteindruck, getestet von Peter Schloßnagel.


beyerdynamic MMX 100

Geradliniges Gaming-Headset mit präziser Wiedergabe und gutem Mikrofon, aber der Lautstärkeregler und das mittelmäßige Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen nicht vollständig, getestet von Peter Schloßnagel.


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