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AirPods mit Kamera geleakt: macOS-Code zeigt „AirPods Ultra“

Von Peter Schloßnagel vor 3 Stunden

In der Release-Candidate-Version von macOS Tahoe 26.7 ist ein Demovideo aufgetaucht, das AirPods mit Kamera zeigt.

Im Clip hält ein Mann ein Buch hoch. Die neuen AirPods mit Kamera erkennen den Titel und bieten über Visual Intelligence an, ihn für später zu speichern. Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman könnten die Ohrhörer unter dem Namen „AirPods Ultra“ bereits im September 2026 auf dem iPhone-18-Pro-Event erscheinen. Preis: noch unbekannt, Gerüchte sprechen von rund 299 US-Dollar.

Kein Gerücht mehr: macOS-Code zeigt AirPods mit Kamera

Das Video wurde von MacRumors-Contributor Aaron Perris im Code des macOS Tahoe 26.7 Release Candidate entdeckt. Also nicht in einer frühen Beta, sondern in einer Version, die kurz vor der Veröffentlichung steht. „With Visual Intelligence, your world becomes savable. See something you like? Just ask me to save it for later“, heißt es im Voiceover. Das Produkt trägt intern den Codenamen B790.

Neben dem Demovideo finden sich in macOS 26.7 auch Setup-Hinweise für Visual Intelligence auf den AirPods und eine Warnung, die erscheint, wenn Haare die Ohrhörer verdecken: „To get the most accurate information about things in your environment, make sure AirPods are not covered.“ All das deutet auf ein Produkt hin, das weit über die Konzeptphase hinaus ist.

AirPods mit Kamera – zwei Modelle, zwei Zeitpläne?

Apple entwickelt offenbar zwei Versionen der AirPods mit Kamera parallel. Das ursprüngliche Modell mit dem Codenamen B798 war für 2026 geplant, wurde laut Gurman aber auf Ende 2027 verschoben. Apple brauchte mehr Zeit für die KI-Modelle zur Objekterkennung. Daneben existiert das B790, das in der Entwicklung weiter fortgeschritten ist und möglicherweise schon im September neben iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und dem faltbaren iPhone Ultra vorgestellt wird. Worin sich die beiden Modelle technisch unterscheiden, ist bislang nicht bekannt.

Design und Technik: Infrarot statt Foto

Äußerlich sollen die AirPods mit Kamera den aktuellen AirPods Pro 3 ähneln, aber mit winzigen Infrarotkameras im Stiel – vergleichbar mit der IR-Kamera, die Apple seit Jahren für Face ID nutzt. Fotos oder Videos sollen sich damit ausdrücklich nicht aufnehmen lassen. Stattdessen liefern die Kameras Bilddaten an Siri und Visual Intelligence: Objekte identifizieren, Buchtitel lesen, kontextbasierte Erinnerungen setzen, Turn-by-Turn-Navigation beim Gehen verbessern.

Eine Status-LED soll signalisieren, wenn visuelle Daten an die Cloud gesendet werden – Apples Antwort auf die unvermeidliche Datenschutzdebatte. Ob die LED im Alltag tatsächlich sichtbar genug ist, um Menschen in der Umgebung zu informieren, bleibt abzuwarten. In Deutschland dürfte die Diskussion angesichts der DSGVO und der gesellschaftlichen Sensibilität gegenüber versteckten Kameras besonders intensiv ausfallen – Stichwort „Glassholes“, das Stigma, das Google Glass einst begleitete.

Gerüchte deuten auf einen neuen H3-Chip hin, der Latenz und Audioqualität gegenüber dem H2 der AirPods Pro 3 verbessern soll. Voraussetzung für die KI-Funktionen ist ein iPhone mit Apple Intelligence, also mindestens ein iPhone 15 Pro.

Meta Ray-Ban lässt grüßen, aber im Ohr

Apple ist nicht der erste Hersteller, der Kameras in Wearables steckt. Metas Ray-Ban Smart Glasses bieten seit 2023 Kameras für Fotos, Videos und KI-gestützte Objekterkennung, sichtbar als Brille, mit einer LED, die bei Aufnahmen leuchtet. Die AirPods mit Kamera verfolgen ein ähnliches Konzept, aber noch diskreter: Im Ohr statt auf der Nase, ohne sichtbares Objektiv. Das dürfte die Akzeptanz bei den Trägern erhöhen, die Skepsis der Umgebung aber verstärken.

Auch der Trend zu KI-In-Ears ist breiter als nur Apple: viaim kündigte kürzlich die Rise an. Das sind True-Wireless-Ohrhörer mit Always-on Listening, die Gespräche transkribieren und Aufgaben an KI-Tools weiterleiten. Apple geht mit der visuellen Ebene einen Schritt weiter, verzichtet aber auf ein dauerhaftes Mithören von Audio.

Preis und Verfügbarkeit der AirPods mit Kamera

Apple hat weder Preis noch Verfügbarkeit offiziell bestätigt. Das Produkt ist bislang nicht angekündigt, alle Informationen stammen aus macOS-Code und Brancheninsidern. Die aktuellen AirPods Pro 3 kosten 279 Euro UVP. Gerüchte deuten auf einen Preis von rund 299 US-Dollar für die Kamera-Version hin. Beim Namen schwankt Apple laut Berichten zwischen „AirPods Ultra“ und „AirPods Pro 4″.

Möglicher Launchtermin: September 2026, auf dem iPhone-18-Event. Bestätigt ist das nicht.

Bekannte und gemunkelte Daten der Apple AirPods mit Kamera

Typ True Wireless In-Ear mit Kamera (Gerücht)
Kamera Infrarot, im Stiel integriert (Gerücht)
KI-Funktionen Visual Intelligence, Siri (aus macOS-Code)
Chip möglicherweise H3 (Gerücht)
Codename B790 (aus macOS-Code)
Design ähnlich AirPods Pro 3, mit Kamera im Stiel (Gerücht)
Status-LED leuchtet bei Cloud-Datenübertragung (Gerücht)
Foto/Video nein, nur Bilddaten für Visual Intelligence (Gerücht)
Kompatibilität iPhone 15 Pro oder neuer (Apple Intelligence erforderlich)
Möglicher Name „AirPods Ultra“ oder „AirPods Pro 4″
Preis ~299 $ (Gerücht), kein Euro-Preis bekannt
Verfügbarkeit möglicherweise September 2026 (Gerücht)

Apple bei kopfhoerer.de im Test

Apple AirPods Pro 3

Die aktuelle Generation der Pro-In-Ears mit 2× stärkerem ANC, Foam-Tips in fünf Größen, Herzfrequenzsensor und IP57 – die Basis, auf der die Kamera-AirPods aufbauen sollen, getestet von Benjamin Otterstein.


Apple AirPods Pro 2

Vorgänger mit H2-Chip, adaptivem Transparenzmodus und herausragendem ANC – immer noch eine der besten TWS-Referenzen im Apple-Ökosystem, getestet von Peter Schloßnagel.


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