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JBL Live 780NC

Stylischer Over-Ear mit sattem Klang und beeindruckender Ausdauer

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Kurz & knapp

Der JBL Live 780NC ist ein waschechter Allrounder: modernes Design in sieben Farben, ein satter, basslastiger Klang und eine App, die keine Wünsche offenlässt. Mit bis zu 80 Stunden Akkulaufzeit hängt er selbst deutlich teurere Konkurrenten ab, dazu kommen Bluetooth 6.0, LDAC, Auracast und Multipoint. Kleinere Abstriche gibt es beim Tragekomfort sowie beim ANC, das solide, aber nicht referenzklasse-tauglich arbeitet. Für rund 180 Euro ein sehr starkes Gesamtpaket.

Vorteile:
  • Modernes, frisches Design in sieben Farbvarianten
  • Hochwertige Verarbeitung für diese Preisklasse
  • Kräftiger Klang mit sattem Bass
  • Bluetooth 6.0 inklusive LDAC und Auracast
  • Sehr umfangreiche App
  • Hervorragende Akkulaufzeit
  • Multipoint und Auto-Pause
Nachteile:
  • Straffer Anpressdruck auf Dauer ermüdend
  • Kopfpolster könnte dicker sein
  • Schwitzige Ohren nach längerem Tragen
  • Kein USB-Audio-Streaming
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Mit dem Live 780NC richtet sich JBL an alle, die moderne Technik, kräftigen Klang und ein auffälliges Design miteinander verbinden möchten. Der kabellose Over-Ear-Kopfhörer positioniert sich zwischen der günstigeren Tune-Serie und den Premium-Modellen der Tour-Familie. Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 179,99 Euro verspricht JBL eine adaptive Geräuschunterdrückung, Bluetooth 6.0 samt LDAC-Unterstützung sowie Auracast, Multipoint und eine Akkulaufzeit, die selbst deutlich teurere Konkurrenten unter Druck setzt.

Wie schlägt sich der Live 780NC im Alltag? Im ausführlichen Praxistest zeigt sich schnell: JBL setzt auf maximalen Hörspaß sowie maximale Flexibilität.

Verarbeitung und Design

Auf den Punkt: Hochwertiger Ersteindruck trotz Kunststoffgehäuse. JBL setzt auf eine durchdachte Materialwahl, saubere Metalldetails und sieben Farbvarianten, die bewusst aus der Masse herausstechen.


Bereits beim ersten Auspacken hinterlässt der JBL Live 780NC einen hochwertigen Eindruck. Zwar dominiert Kunststoff das Gehäuse, doch Materialwahl und Verarbeitung wirken durchdacht. Die verschiedenen Oberflächen verleihen dem Kopfhörer eine angenehme Wertigkeit, während sauber eingepasste Metallkomponenten zusätzliche Stabilität vermitteln.

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Wir packen ihn für dich aus! In diesem Unpacking-Video zeigen wir dir Lieferumfang und Design des Kopfhörers.

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Mehr Informationen


Optisch hebt sich JBL bewusst von der oft eintönigen Konkurrenz ab. Statt ausschließlich Schwarz anzubieten, gibt es den JBL Live 780NC in sieben modernen Farben (Blau, Sand, Grün, Lila, Orange, Weiß und Schwarz). Unser grünes Testmodell wirkt frisch, trendig und jugendlich, ohne dabei übertrieben auffällig zu sein.

Damit spricht JBL vor allem eine jüngere Zielgruppe an, ohne auf eine erwachsene Gestaltung zu verzichten.

Tragekomfort

Auf den Punkt: Leicht und zunächst komfortabel, doch der straffe Anpressdruck macht sich nach etwa einer Stunde bemerkbar. Die Kunstlederpolster wärmen sich an heißen Tagen schnell auf. Die Ohrpolster sind austauschbar.


Mit rund 260 Gramm gehört der JBL Live 780NC zu den leichteren Over-Ear-Kopfhörern seiner Klasse. Die weich gepolsterten Ohrpolster schmiegen sich angenehm an die Ohren an und sorgen zunächst für einen komfortablen Sitz.

Im Langzeittest zeigt sich jedoch eine Schwäche: Der Anpressdruck fällt vergleichsweise straff aus. Während kürzere Hörsessions problemlos möglich sind, macht sich nach etwa einer Stunde ein spürbarer Druck bemerkbar. Eine Pause genügt anschließend zwar, dennoch wäre ein etwas großzügiger gepolsterter Kopfbügel sowie ein geringerer Anpressdruck wünschenswert gewesen.

An heißen Sommertagen erwärmen sich zudem die Kunstlederpolster relativ schnell. Das ist zwar kein Alleinstellungsmerkmal des JBL, fällt im Sommerbetrieb aber durchaus auf.

Die Ohrpolster lassen sich austauschen, der Akku dagegen nicht so einfach, wie es Marshall oder Sennheiser zeigen. Hier sollte besser der JBL Support kontaktiert werden.

Bedienung

Auf den Punkt: Bewährte Kombination aus Touch-Steuerung und physischen Tasten. Nach kurzer Eingewöhnung lassen sich alle Funktionen blind bedienen.


JBL kombiniert klassische Tasten mit einer Touch-Steuerung. Diese Mischung funktioniert im Alltag ausgesprochen gut und zuverlässig.

Die rechte Ohrmuschel besitzt eine berührungsempfindliche Oberfläche, über die sich Musikwiedergabe, Telefonate oder der Sprachassistent steuern lassen. Ergänzend sitzen an den Ohrmuscheln mehrere physische Bedienelemente, die dank eines klar definierten Druckpunkts zuverlässig reagieren: Der Power Button, der als Schieberegler auch den Pairing-Modus aktiviert. Ein Schalter zur Regelung der Lautstärke sowie eine separate Taste für den schnellen Wechsel zwischen Active Noise Cancelling und dem Transparenzmodus.

Dieses Bedienkonzept ist nichts neues, bewährt und nach kurzer Eingewöhnung lassen sich sämtliche Funktionen blind bedienen.

Ausstattung

Auf den Punkt: Bluetooth 6.0, Multipoint, LE Audio, Auracast und Auto-Pause in dieser Preisklasse – das ist außergewöhnlich. Der optionale JBL SMART Tx Wireless-Transmitter erweitert die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich.


Bereits auf dem Datenblatt zeigt sich, dass JBL den Live 780NC großzügig ausgestattet hat. Neben Bluetooth 6.0 gehören Multipoint, LE Audio, Auracast, Auto-Pause und eine umfangreiche App zum Funktionsumfang. Damit bietet der Over-Ear zahlreiche Features, die man sonst häufig erst in höheren Preisregionen findet.

Im Alltag arbeiten diese Funktionen zuverlässig und tragen dazu bei, dass sich der Kopfhörer angenehm unkompliziert nutzen lässt. Besonders der schnelle Wechsel zwischen Smartphone und Notebook über Multipoint spart im täglichen Einsatz Zeit und funktioniert im Test ohne nennenswerte Verzögerungen. Zudem ist er kompatibel mit dem JBL SMART Tx Wireless-Transmitter (separat erhältlich). Dieser Audiosender kann prinzipiell an alles angeschlossen werden, das Audio per USB oder Miniklinke ausgibt.

JBL Headphones App

Auf den Punkt: Eine der umfangreichsten Kopfhörer-Apps der Klasse. 10-Band-EQ, Personi-Fi-Hörtest, Spatial Sound 3.0, Relax Mode und Latenzmodus machen sie zum echten Allrounder, der keine Wünsche offenlässt.


Die kostenlose JBL Headphones App für Android und iOS gehört zu den größten Pluspunkten des Live 780NC. Die Oberfläche ist nicht nur schick, sondern auch übersichtlich gestaltet und ermöglicht den Zugriff auf nahezu sämtliche Funktionen des Kopfhörers. Und das sind wirklich eine Menge. Sie aufzuzählen und zu erklären, wäre fast schon ein Testbericht für sich.

Daher zeigt euch dieses Video, was die JBL Headphones App leistet:

Highlights der JBL Headphones App

Herzstück der App sind die zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten für die aktive Geräuschunterdrückung. Neben der automatischen Regelung lassen sich Intensität und Transparenzmodus individuell konfigurieren.

Darüber hinaus bietet die App mehrere Klangprofile sowie einen vollwertigen 10-Band-Equalizer. Wer lieber selbst Hand anlegt, kann eigene Presets erstellen und dauerhaft speichern. Klanglich lässt sich der ohnehin bassbetonte Charakter des JBL Live 780NC dadurch sehr gut an persönliche Vorlieben anpassen.

Ein weiterer Pluspunkt ist Personi-Fi. Dabei führt die App einen kurzen Hörtest durch und erstellt anschließend ein individuelles Klangprofil, das sich am persönlichen Hörvermögen orientiert. Der Effekt fällt je nach Nutzerin oder Nutzer unterschiedlich stark aus, sorgt aber durchaus für einen individuelleren Höreindruck.

Ebenfalls integriert ist ein räumlicher Audiomodus (Spatial Sound 3.0 genannt), der Musik und Filme etwas luftiger wirken lässt. In der Praxis konnte mich dieser bei Musik allerdings nicht hundertprozentig überzeugen, da vieles zu verwaschen klingt.

Für konzentriertes Arbeiten oder entspannte Stunden bietet JBL zusätzlich einen sogenannten Relax Mode. Hier lassen sich Naturgeräusche wie Regen, Meeresrauschen oder Waldatmosphäre kombinieren und per Timer abspielen.

Praktisch ist außerdem die Möglichkeit, zwischen einer niedrigen Latenz für Videos oder einer möglichst hohen Klangqualität zu wählen. Wer häufig Filme oder Serien schaut, profitiert von der verbesserten Lippensynchronität.

Insgesamt zählt die JBL Headphones App zu den umfangreichsten Anwendungen ihrer Klasse und bietet deutlich mehr Möglichkeiten, als man bei einem Kopfhörer dieser Preiskategorie erwarten würde.

Bluetooth 6.0, LDAC und Auracast

Auf den Punkt: Stabile Verbindung, schnelle Kopplung, LDAC für Android-Nutzerinnen und -Nutzer. iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer bleiben auf AAC beschränkt.


Kabellos setzt JBL auf den aktuellen Bluetooth-6.0-Standard. Im Test überzeugte die Verbindung durch hohe Stabilität und eine schnelle Kopplung mit Smartphone, Tablet und Notebook.

Für Android-Nutzerinnen und -Nutzer besonders interessant ist die Unterstützung des hochauflösenden LDAC-Codecs. Damit können kompatible Geräte Musik mit deutlich höherer Datenrate übertragen als über die Standard-Codecs SBC oder AAC. Wer Streaming-Dienste in hoher Qualität nutzt oder lokale Hi-Res-Dateien besitzt, profitiert von der besseren Übertragungsqualität.

Zusätzlich unterstützt der JBL Live 780NC LE Audio und Auracast. Letzteres eröffnet interessante Möglichkeiten (nicht nur) innerhalb des JBL-Ökosystems. So lässt sich beispielsweise Musik von kompatiblen Lautsprechern wie dem Flip 7 oder Go 5 direkt auf den Kopfhörer übertragen. Wie unkompliziert das im Alltag funktioniert, konnten wir mangels passender Boxen nicht testen.

Zudem könnt ihr in der App nach Auracast-Sendern suchen und euch direkt damit verbinden. Per Auracast Dongle am Mac ging das nach einigen nicht nachvollziehbaren Versuchen aber dann doch problemlos.

Auch kabelgebunden flexibel

Neben der kabellosen Nutzung legt JBL ein USB-C-auf-3,5-mm-Kabel bei. Dadurch lässt sich der JBL Live 780NC problemlos an Notebooks, HiFi-Komponenten oder portable Audioplayer anschließen.

Anders als bei manchen Konkurrenzmodellen bleiben die intelligenten Funktionen auch im Kabelbetrieb erhalten. Voraussetzung ist allerdings, dass der Kopfhörer eingeschaltet bleibt. Active Noise Cancelling, Transparenzmodus und die digitale Klangverarbeitung stehen somit weiterhin zur Verfügung.

Multipoint und Auto-Pause

Auf den Punkt: Multipoint funktioniert im Test reibungslos zwischen Smartphone und Notebook. Das Auto-Pause Feature bei Abnehmen des Kopfhörers arbeitet zuverlässig.


Zu den angenehmsten Komfortfunktionen gehört Multipoint Bluetooth. Der JBL Live 780NC kann gleichzeitig mit zwei Geräten verbunden sein und wechselt automatisch zwischen ihnen.

Im Test funktionierte das Zusammenspiel zwischen Smartphone und Notebook problemlos. Eingehende Anrufe werden unmittelbar erkannt, während nach Gesprächsende automatisch wieder die Musikwiedergabe des zweiten Geräts fortgesetzt wird.

Ebenso zuverlässig arbeitet die integrierte Trageerkennung. Sobald der Kopfhörer abgenommen wird, pausiert die Wiedergabe automatisch. Nach dem erneuten Aufsetzen wird die Musik innerhalb weniger Sekunden fortgesetzt.

Akkulaufzeit

Auf den Punkt: Bis zu 80 Stunden ohne ANC, 50 Stunden mit ANC. Fünf Minuten Schnellladen reichen für vier Stunden Wiedergabe. Aber: kein USB-C-Ladekabel im Lieferumfang, kein USB-Audio-Streaming.


Eine der größten Stärken des JBL Live 780NC ist zweifellos seine enorme Ausdauer. JBL gibt eine Laufzeit von bis zu 80 Stunden ohne ANC beziehungsweise 50 Stunden mit aktivierter Geräuschunterdrückung an.

Diese Werte erwiesen sich im Praxistest als durchaus realistisch. Selbst bei täglicher Nutzung musste der Kopfhörer erst nach etwa einer Woche wieder ans Ladegerät. Wer überwiegend mit deaktiviertem ANC hört, wird sogar noch deutlich länger auskommen.

Auch beim Schnellladen überzeugt der JBL. Bereits fünf Minuten an der Steckdose liefern Energie für rund vier Stunden Musikwiedergabe. Damit reicht oft schon eine kurze Ladepause vor dem Verlassen des Hauses.

Im direkten Wettbewerbsvergleich schlägt sich der JBL Live 780NC hervorragend. Modelle wie der Sony WH-1000XM6 oder die AirPods Max bieten bei aktivierter Geräuschunterdrückung eine deutlich kürzere Laufzeit. Nur wenige Konkurrenten – etwa der Sennheiser Momentum 5 Wireless – halten noch länger durch.

Gerade Vielfliegerinnen und Vielflieger oder Pendlerinnen und Pendler profitieren von dieser enormen Ausdauer. Die Kombination aus langer Akkulaufzeit und Schnellladefunktion gehört aktuell zu den größten Kaufargumenten des JBL Live 780NC.

Apropos laden: Ein USB-C-Ladekabel liegt dem JBL nicht bei. Heißt aber auch im Umkehrschluss: Der JBL bietet kein USB-C-Audio-Streaming. Verlustfrei (weil analog) geht’s nur per oben erwähntem Kabel.

Active Noise Cancelling

Auf den Punkt: Tieffrequente Geräusche werden wirkungsvoll reduziert, Stimmen und höhere Frequenzen bleiben leise wahrnehmbar. Gutes ANC für die Mittelklasse, kein Vergleich zur Referenzklasse. Adaptives ANC beeinflusst das Klangbild leicht.


Mit dem JBL Live 780NC verspricht der Hersteller adaptives Active Noise Cancelling, das sich automatisch an die jeweilige Umgebung anpasst. Im Alltag funktioniert das zuverlässig, auch wenn der Kopfhörer in dieser Disziplin nicht an die Spitzenmodelle des Marktes heranreicht.

Vor allem tieffrequente Störgeräusche werden wirkungsvoll reduziert. Das monotone Brummen von Klimaanlagen, Bus- und Zugmotoren oder Flugzeugkabinen verlieren deutlich an Präsenz und rücken angenehm in den Hintergrund. Gerade auf Reisen oder im Großraumbüro sorgt das für eine spürbar entspanntere Hörumgebung.

Anders sieht es bei mittleren und hohen Frequenzen aus. Gespräche in der Umgebung, Tastaturgeräusche oder Durchsagen bleiben weiterhin hörbar, wenn auch merklich abgeschwächt. Wer hier das Maß aller Dinge benötigt, der muss zu Modellen wie den Sony WH-1000XM6, den Bose QuietComfort Ultra Headphones 2 Gen oder die Apple AirPods Max greifen, die insgesamt einfach breitbandiger filtern.

Während des Tests fiel zudem ein leichtes Grundrauschen (Noise Floor) des ANC auf. Es bewegt sich zwar auf einem unkritischen Niveau und verschwindet während der Musikwiedergabe praktisch vollständig, in sehr ruhigen Umgebungen bleibt es jedoch wahrnehmbar.

Unterm Strich liefert JBL eine gute bis sehr gute Geräuschunterdrückung für die Mittelklasse. Sie erfüllt ihren Zweck zuverlässig, ohne jedoch das Niveau der deutlich teureren Premium-Konkurrenten zu erreichen.

Was im Praxistest auffällt: Wird per App das adaptive ANC samt automatischer Kompensation hinzugeschaltet, wird das Klangbild etwas weniger basslastig.

Ambient Aware

Auf den Punkt: Der Transparenzmodus ist für den Alltag ausreichend, wirkt im Vergleich zu Premium-Modellen etwas künstlicher. Die individuelle Einstellung über die App ist ein echter Pluspunkt.


Ebenso wichtig wie eine gute Geräuschunterdrückung ist inzwischen ein überzeugender Transparenzmodus. JBL nennt diese Funktion Ambient Aware.

Die Umsetzung gelingt insgesamt ordentlich. Außengeräusche werden verstärkt und ermöglichen es, Gespräche zu führen oder den Straßenverkehr wahrzunehmen, ohne den Kopfhörer abzusetzen.

Im direkten Vergleich mit Premium-Modellen wirkt die Wiedergabe allerdings etwas weniger offen und künstlicher. Stimmen erhalten einen leicht mittigen Charakter und werden von einem dezenten Eigenrauschen begleitet. Für den täglichen Einsatz reicht die Qualität dennoch vollkommen aus.

Besonders praktisch: Über die JBL Headphones App lässt sich individuell einstellen, wie stark Umgebungsgeräusche zugelassen werden sollen. So lässt sich der Transparenzmodus an die persönlichen Vorlieben anpassen.

Telefonie

Auf den Punkt: Mehrere Beamforming-Mikrofone übertragen die eigene Stimme auch bei Wind und Umgebungslärm klar verständlich, die Gegenseite klingt gut, wenn auch leicht künstlich. Der Sidetone lässt sich in der App individuell anpassen.


Auch bei Telefonaten hinterlässt der JBL Live 780NC einen positiven Eindruck. JBL setzt auf mehrere Mikrofone mit Beamforming-Technologie, die Sprache gezielt erfassen und gleichzeitig störende Umgebungsgeräusche reduzieren.

Im Test wurde die eigene Stimme von Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern durchweg gut verstanden. Windgeräusche sowie typische Hintergrundgeräusche im Straßenverkehr oder im Café werden wirkungsvoll abgeschwächt, sodass Gespräche angenehm verständlich bleiben.

Auf der Gegenseite überzeugt ebenfalls eine gute Sprachqualität. Stimmen werden klar und angenehm voll wiedergegeben, wirken jedoch stellenweise etwas künstlich und leicht komprimiert. Für Telefonate oder Videokonferenzen spielt das allerdings kaum eine Rolle.

Ein praktisches Detail der JBL-App ist die Möglichkeit, den sogenannten Sidetone individuell anzupassen. Dabei lässt sich einstellen, wie stark die eigene Stimme während eines Telefonats auf den Kopfhörer zurückgeführt wird. Gerade in lauten Umgebungen erleichtert das ein natürliches Sprechgefühl.

Klang

Auf den Punkt: Kraftvoll, warm und unterhaltsam – JBL steht zum eigenen Signature Sound. Druckvoller Bass, natürliche Mitten, zurückhaltende Höhen. Per EQ gut anpassbar. Kabelgebunden etwas präziser.


Bereits nach wenigen Takten wird klar, dass JBL beim Live 780NC nicht auf dezente Wärme setzt. Stattdessen orientiert sich der Hersteller an seiner eigenen Klangsignatur, die bewusst dynamischer und emotionaler abgestimmt ist als die klassische Harman-Kurve der Konzernmutter.

Das Ergebnis ist ein Klangbild, das sofort klar macht: Hier steht Spaß im Vordergrund.

Der Tieftonbereich gehört eindeutig zu den größten Stärken des JBL Live 780NC. Bässe reichen tief hinab, entwickeln ordentlich Druck und verleihen modernen Produktionen eine ordentliche Portion Fundament.

Dabei bleibt der Bass zwar überwiegend kontrolliert, neigt bei besonders basslastigen Titeln aber dazu, schwammiger zu wirken und in den unteren Mittenbereich einzustrahlen.

Gerade bei elektronischer Musik oder aktuellen Chartproduktionen vermittelt diese Abstimmung aber ein angenehm körperliches Klanggefühl.

Mir ist diese Abstimmung aber zu basslastig, weswegen ich im Equalizer auf das Studio-Preset gewechselt habe. Das klingt sauberer und der Bass setzt immer noch seine markante Duftnote.

Stimmen werden klar, präsent und gut verständlich wiedergegeben, ohne jemals aufdringlich zu wirken. Egal ob Podcasts, Hörbücher oder Singer-Songwriter – Stimmen besitzen ausreichend Volumen und lassen sich jederzeit mühelos verfolgen. Bei tiefen, sonoren Sängern, kann es allerdings passieren, dass sie in den Bass „einstrahlen“ (sofern nicht mit dem EQ gezähmt), was sie etwas unausgewogen darstellen lässt. Gleichzeitig behalten Gitarren, Klaviere oder Streicher genügend Eigenständigkeit, sodass das Klangbild nie matschig oder überladen wirkt.

Im Hochton verfolgt JBL einen bewusst zurückhaltenden Ansatz. Scharfe S-Laute, aggressive Gitarren oder harte Synthesizer werden angenehm entschärft.

Das reduziert die Gefahr von Hörermüdung erheblich und macht den JBL Live 780NC besonders langzeittauglich. Auch nach mehreren Stunden wirkt der Klang niemals unangenehm oder übertrieben brillant.

Wer allerdings regelmäßig hochauflösende Jazz-, Klassik- oder Akustikaufnahmen hört, wird feststellen, dass Obertöne und feine Raumdetails weitaus zurückhaltender dargestellt werden als bei analytisch abgestimmten Kopfhörern. Hier fehlt dem JBL die letzte Portion Luftigkeit und Feinzeichnung.

Für einen geschlossenen Over-Ear baut der JBL Live 780NC eine angenehm breite Bühne auf. Instrumente lassen sich sauber voneinander unterscheiden, ohne dass der Klang künstlich auseinandergezogen wirkt.

So punktet der Live 780NC mit einem musikalischen Gesamtcharakter, der viele junge Hörerinnen und Hörer vermutlich stärker anspricht als Menschen, die eher eine nüchtern-analytische Wiedergabe bevorzugen.

Klang im Kabelbetrieb

Auf den Punkt: Kabelgebunden präziser und detailreicher, der warme Grundcharakter bleibt erhalten. Das beigelegte Kabel ist mit 120 Zentimetern für den Sofabetrieb zu kurz.


Wer den JBL Live 780NC per USB-C-auf-Klinke-Kabel nutzt, wird mit einer nochmals etwas präziseren Wiedergabe belohnt. Instrumente wirken klarer voneinander getrennt, feine Details treten etwas stärker hervor und der Hochton gewinnt leicht an Transparenz.

Der grundsätzliche Klangcharakter bleibt dabei erhalten: warm, druckvoll und angenehm entspannt. Wer häufiger stationär am Laptop oder HiFi-System hört, sollte den Kabelbetrieb daher durchaus einmal ausprobieren. Einziges Manko: Das Kabel ist mit 120 Zentimetern für’s gemütliche Lümmeln auf dem Sofa definitiv zu kurz.

Fazit

Mit dem JBL Live 780NC beweist der Hersteller eindrucksvoll, dass ein guter Over-Ear-Kopfhörer nicht zwangsläufig 300 Euro oder mehr kosten muss. Für knapp 180 Euro erhält man ein stimmiges Gesamtpaket, das in nahezu allen Disziplinen überzeugt und sich nur wenige echte Schwächen leistet.

Besonders gefallen haben im Test das frische Design, die moderne Ausstattung und die enorme Akkulaufzeit. Bluetooth 6.0, LDAC, Auracast, Multipoint sowie die ausgezeichnete JBL Headphones App sorgen dafür, dass der JBL Live 780NC technisch auf dem neuesten Stand ist. In dieser Preisklasse findet man nur selten einen ähnlich umfangreichen Funktionsumfang.

Klanglich verfolgt JBL einen bewusst modernen Ansatz und macht gerade bei dem JBL Live 780NC einmal mehr deutlich, dass dies auch immer eine persönliche Geschmacksfrage ist. Der kräftige Bass, die angenehm präsenten Mitten und die entspannten Höhen machen den Kopfhörer zum idealen Begleiter für Pop, Rock, Hip-Hop oder elektronische Musik. Wer dagegen mehr Neutralität oder höchste Detailauflösung für Klassik und akustische Aufnahmen sucht, findet im Premiumsegment passendere Alternativen.

Beim Active Noise Cancelling liefert der JBL Live 780NC eine gute bis sehr gute Vorstellung. Tieffrequente Geräusche werden wirkungsvoll reduziert, während Stimmen und höhere Frequenzen noch leise wahrnehmbar bleiben. Für den täglichen Einsatz im Büro, Zug oder Flugzeug reicht die Leistung vollkommen aus, an die Referenzklasse von Sony, Bose oder Apple reicht sie jedoch nicht heran.

Auch beim Tragekomfort gibt es kleine Einschränkungen. Der recht straffe Anpressdruck macht sich nach längeren Hörsessions bemerkbar, weshalb der JBL Live 780NC nicht zu den bequemsten Over-Ears seiner Klasse zählt. Aber das ist auch ein Stück weit abhängig von der eigenen Kopfgröße.

Unterm Strich bietet JBL ein hervorragend ausgestattetes Gesamtpaket mit hoher Alltagstauglichkeit. Wer einen modernen Wireless-Kopfhörer mit kraftvollem Klang, vielen Funktionen und außergewöhnlicher Akkulaufzeit sucht, erhält hier einen der interessantesten Vertreter der gehobenen Mittelklasse.

FAQ

Wie gut ist das ANC des JBL Live 780NC?

Das aktive Noise Cancelling des JBL Live 780NC arbeitet zuverlässig und reduziert vor allem tieffrequente Störgeräusche wie Klimaanlagen oder Zugmotoren wirkungsvoll. Bei mittleren und hohen Frequenzen, etwa Stimmen oder Tastaturgeräuschen, bleibt ein Rest wahrnehmbar. Für den Alltag im Büro, Zug oder Flugzeug reicht die Leistung vollkommen aus, an die Referenzklasse von Sony, Bose oder Apple reicht sie jedoch nicht heran.

Wie lange hält der Akku des JBL Live 780NC?

JBL gibt bis zu 80 Stunden ohne ANC und bis zu 50 Stunden mit aktiver Geräuschunterdrückung an. Im Praxistest erwiesen sich diese Werte als realistisch. Bereits fünf Minuten Schnellladen liefern rund vier Stunden Wiedergabezeit. Damit gehört der JBL Live 780NC zu den ausdauerndsten Kopfhörern seiner Klasse.

Unterstützt der JBL Live 780NC LDAC?

Ja. Der JBL Live 780NC unterstützt LDAC, womit Android-Nutzerinnen und -Nutzer mit kompatiblen Geräten Musik mit deutlich höherer Datenrate übertragen können als über SBC oder AAC. iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer bleiben auf AAC beschränkt, da iOS LDAC nicht unterstützt.

Kann man den JBL Live 780NC auch kabelgebunden betreiben?

Ja. Im Lieferumfang ist ein USB-C-auf-3,5-mm-Kabel enthalten. Im Kabelbetrieb bleiben ANC, Transparenzmodus und die digitale Klangverarbeitung erhalten, sofern der Kopfhörer eingeschaltet ist. Ein USB-C-Audio-Streaming ist nicht möglich. Klanglich gewinnt der JBL Live 780NC im Kabelbetrieb an Präzision und Detailauflösung.

Wie ist der Tragekomfort des JBL Live 780NC?

Mit rund 260 Gramm gehört der JBL Live 780NC zu den leichteren Over-Ear-Kopfhörern seiner Klasse. Die weich gepolsterten Ohrpolster sorgen zunächst für einen angenehmen Sitz, der Anpressdruck fällt jedoch vergleichsweise straff aus. Nach etwa einer Stunde macht sich ein spürbarer Druck bemerkbar. An heißen Tagen erwärmen sich die Kunstlederpolster zudem relativ schnell.

Lohnt sich der JBL Live 780NC für seinen Preis?

Für knapp 180 Euro bietet der JBL Live 780NC ein außergewöhnlich umfangreiches Paket: Bluetooth 6.0, LDAC, Auracast, Multipoint, eine hervorragende App und eine Akkulaufzeit, die deutlich teurere Konkurrenten übertrifft. Klanglich steht Hörspaß im Vordergrund, weniger Neutralität oder analytische Detailauflösung. Wer einen alltagstauglichen Wireless-Kopfhörer mit kraftvollem Klang und maximaler Funktionsvielfalt sucht, bekommt hier eines der stärksten Angebote der gehobenen Mittelklasse.

Technische Daten des JBL Live 780NC (Herstellerangaben):

Bauform
Over-Ear, geschlossen, ohrumschließend
Treiber
40 mm dynamisch, Verbundmembran
Frequenzbereich
10 Hz bis 40 kHz
Empfindlichkeit
98 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
Impedanz
32 Ohm
Mikrofone
6 Mikrofone, True Adaptive ANC 2.0; davon 2 Beamforming-Mikrofone für Telefonie (Perfect Calls 2.0)
Bluetooth
6.0, 2,4 GHz
Bluetooth-Profile
A2DP V1.4.0, AVRCP V1.6.3, HFP V1.9.0
Codecs
SBC, AAC, LDAC, LE Audio
Akkulaufzeit
bis zu 80 Stunden ohne ANC, bis zu 50 Stunden mit ANC
Schnellladung
5 Minuten Laden für 4 Stunden Wiedergabe
Ladezeit
ca. 2 Stunden für volle Ladung
Gewicht
260 Gramm
Audiokabellänge
120 cm (USB-C auf 3,5 mm, im Lieferumfang)
App-Unterstützung
JBL Headphones App für iOS und Android
Kompatibel mit
JBL SMART Tx Wireless-Transmitter (separat erhältlich)

vor 3 Stunden von Peter Schloßnagel
  • Bewertung: 4.5
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformOver-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)10 Hz bis 40 kHz
  • Impedanz32 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)(1 kHz / 1 mW) 98 dB
  • Gewicht ohne Kabel260 g
  • Kabellänge120 cm

Lieferumfang

  • USB-C-auf-Miniklinkenkabel
  • Tragebeutel

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