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Bose-Technologie in einem Skullcandy-Kopfhörer – und zwar nicht irgendwelche: Der Skullcandy Crusher 1080 ANC ist das erste Nicht-Bose-Produkt mit Bose QuietControl ANC, Bose TrueSpatial und der Bose WaveForm Audio Engine. Gleichzeitig bringt er Skullcandys patentierten Crusher Sensory Bass in überarbeiteter Form mit. Dazu LE Audio mit Auracast, bis zu 60 Stunden Akkulaufzeit und Bluetooth 5.3. Preis: 249,99 Euro, Versand ab Ende Juli.
Drei Bose-Premieren in einem Skullcandy
Der Skullcandy Crusher 1080 ANC ist das zweite Produkt aus dem „Sound by Bose“-Programm, bei dem Skullcandy Bose-Audiotechnologie lizenziert – nach den Method 360 ANC (Test) und Method 540 ANC Earbuds vom Frühjahr 2026.
Während andere Marken wie Motorola oder Noise ebenfalls an dem Programm teilnehmen, beansprucht der Skullcandy Crusher 1080 ANC laut Hersteller drei Premieren: Er ist der erste Kopfhörer außerhalb des Bose-Portfolios mit Bose QuietControl (adaptives ANC mit sechs Mikrofonen, das Passform und Umgebung in Echtzeit analysiert), mit Bose TrueSpatial (Head-Tracked Spatial Audio, das Musik wie über ein Lautsprecherpaar vor dir positioniert) und mit der Bose WaveForm Audio Engine (hält die Klangbalance über alle Lautstärkepegel konsistent).
Dazu kommt Bose SpeechClarity für Telefonate – das gab es allerdings bereits bei anderen Sound-by-Bose-Partnern.
Warum das relevant ist: Den Vorgänger Crusher ANC 2 haben wir bei kopfhoerer.de mit 3,75 von 5 Sternen getestet – klanglich stark, beim ANC aber nur Mittelfeld. Die Geräuschunterdrückung arbeitete vor allem in tiefen Frequenzen und fiel in den Mitten schnell ab. Genau hier setzt die Bose-Kooperation an: QuietControl verspricht eine breitbandige, adaptive Unterdrückung, wie man sie bisher nur von Bose-Kopfhörern ab 300 Euro aufwärts kennt.
Crusher Bass: Überarbeitet, nicht nur lauter
Der patentierte Crusher Sensory Bass, ein Dual-Treiber-System aus Vollbereichstreibern und dedizierten Bassmotoren, die tiefe Frequenzen physisch spürbar machen, ist seit über einem Jahrzehnt das Alleinstellungsmerkmal der Serie. Der Skullcandy Crusher 1080 ANC ist die siebte Generation. Das Dilemma war bisher: Je mehr Bass, desto mehr litt die Audioqualität. Laut SoundGuys hat Skullcandy die Treiber grundlegend überarbeitet: Eine steifere „Live Edge“-Membran soll gleichmäßiger schwingen und Verzerrungen reduzieren, während eine neu geschlossene rückseitige Akustikkammer die passive Isolation und Klarheit verbessert.
Die Regelung funktioniert wie gewohnt: stufenlos über das Drehrad an der linken Ohrmuschel, über die Skullcandy App oder per Sprachbefehl. Dazu gibt es drei Preset-Modi (Musik, Film, Podcast) und einen anpassbaren 5-Band-EQ. Das sind mehr Bänder als Bose selbst bei seinen eigenen Modellen bietet.
LE Audio, Auracast und was sich sonst geändert hat
Der Sprung von Bluetooth 5.2 auf 5.3 klingt zunächst nach wenig, aber LE Audio mit Auracast-Support ist ein substanzielles Upgrade gegenüber dem Vorgänger, der nur SBC und AAC unterstützte. Auracast ermöglicht die gleichzeitige Audioübertragung an mehrere Empfänger, etwa für gemeinsames Hören oder öffentliche Audiostreams an Flughäfen und in Museen. Welche klassischen Bluetooth-Codecs der Skullcandy Crusher 1080 ANC zusätzlich unterstützt, nennt Skullcandy auf der Produktseite nicht.
Auch bei der Bedienung hat sich etwas getan: Statt der Tastensteuerung des Vorgängers sitzt nun ein Joystick an der rechten Ohrmuschel des Skullcandy Crusher 1080 ANC, dessen Funktionen sich über die App umbelegen lassen. Multipoint, Google Fast Pair, Wear Detect mit Auto-Off und ein regelbarer Stay-Aware-Modus (Transparenz) gehören ebenfalls zur Ausstattung. Das Gewicht liegt mit 374 Gramm allerdings spürbar über den 332 Gramm des Crusher ANC 2.
Statt Hardcase liegt dem Skullcandy Crusher 1080 ANC eine Rolltop-Tasche bei, die sich per Clip am Rucksack befestigen lässt. Skullcandy reagiert damit offenbar auf Kundenfeedback zu sperrigen Cases.
Preis und Verfügbarkeit
Der Skullcandy Crusher 1080 ANC ist ab sofort auf skullcandy.eu bestellbar, der Versand in Europa startet Ende Juli. Die UVP liegt bei 249,99 Euro (279,99 $ in den USA). Vier Farben stehen zur Wahl: True Black, Candy (Pink), Primer (Beige) und Cement (Grau). Gegenüber dem Crusher ANC 2 (UVP 229,99 €) sind das 20 Euro Aufpreis. Und das für Bose QuietControl, TrueSpatial, WaveForm, LE Audio und überarbeitete Treiber!
Technische Daten des Skullcandy Crusher 1080 ANC (Herstellerangaben)
| Typ | Wireless Over-Ear (geschlossen) |
| Treiber | 36 mm + dedizierte Crusher-Basstreiber |
| Impedanz | 36 Ω ± 15 % |
| Schalldruckpegel | 122,1 ± 2 dB (bei 100 Hz / 0,190 V) |
| Frequenzgang | 20 Hz – 20.000 Hz |
| ANC | Bose QuietControl (adaptiv, 6 Mikrofone) |
| Spatial Audio | Bose TrueSpatial (Head Tracking) |
| Audio Engine | Bose WaveForm |
| Bluetooth | 5.3 |
| LE Audio / Auracast | Ja |
| Codecs (klassisch) | keine Herstellerangabe |
| Akkulaufzeit | bis zu 60 Std. (ANC aus) / 50 Std. (ANC an) |
| Schnellladen | 10 Min. = 4 Std. Wiedergabe |
| Multipoint | Ja |
| Google Fast Pair | v3.3 |
| Wear Detect / Auto-Off | Ja |
| EQ | 3 Presets (Musik/Film/Podcast) + 5-Band Custom |
| Transparenzmodus | Stay-Aware (regelbar) |
| Klangpersonalisierung | Personal Sound (Hörtest) |
| Low-Latency-Modus | Ja |
| Kabelanschluss | 3,5-mm-Klinke (Kabel im Lieferumfang) |
| Gewicht | 374,2 g |
| IP-Schutz | keine Herstellerangabe |
| Farben | True Black, Candy, Primer, Cement |
| Preis | 249,99 € (UVP) |
| Verfügbarkeit | Bestellbar, Versand ab Ende Juli 2026 |
Skullcandy bei kopfhoerer.de im Test
Skullcandy Crusher ANC 2
Die Skullcandy Crusher ANC 2 sind eine gelungene Weiterentwicklung. Klanglich weiß der Crusher ANC 2 durchaus zu gefallen – sein sensorischer Bass sucht seinesgleichen. Weniger gelungen sind das nur mittelmäßige Noise Cancelling sowie der Transparenzmodus.
Skullcandy Method 360 ANC
Sporttaugliche TWS mit hybridem ANC und Audiotuning von Bose.
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