Die Nothing Ear (3a) sind auf Hörspaß getrimmt, überzeugen angesichts der Preisklasse mit einer breitbandigen Geräuschunterdrückung und setzen sich durch das schlanke, transparente Design optisch von der Masse ab. Neu ist ein integrierter Flashspeicher für Anrufmitschnitte und kurze Audio-Aufnahmen in erstaunlich guter Qualität, die sich im Anschluss über die Nothing X App bearbeiten und transkribieren lassen.
- Bequemer Sitz
- Hörer und Case gemäß IP54 staub- und wasserbeständig
- Sprachverständlichkeit (außer in lauten Umgebungen)
- Multipoint
- Low-Lag-Modus
- Integrierter Speicher für Medien- und Gesprächsmitschnitte
- Unterstützen AAC und LDAC
- Lautstärkeverlust beim „fortgeschrittenen" EQ
- Kein USB-Ladekabel im Lieferumfang
- Kein manuelles Ein- und Ausschalten möglich
Das Ausstattungspaket der Nothing Ear (3a) weckt Neugierde. Neben Bluetooth 6.0, LDAC und einer adaptiven Geräuschunterdrückung stehen Aufnahmefunktionen für Gespräche und kurze Audio-Clips zur Verfügung, und zwar direkt über die Hörer. Welche Optionen die Mitschnitte bieten und wie sich die neuen Nothing-Hörer im Alltag schlagen, beleuchtet unser Test.
Design
Der Formfaktor bleibt den Nothing Ear (a) treu, auch wenn das Lade-Case rundlicher und damit noch etwas hosentaschenfreundlicher ausfällt. Vorteile bestehen bei der Schutzklasse, da das Case identisch zu den Hörern gemäß IP54 staub- und wasserbeständig verarbeitet ist. Außerdem werden die Ear (3a) mit einem zusätzlichen Paar Silikon-Eartips in XS ausgeliefert und sind neben Schwarz, Weiß sowie Gelb auch in Pink erhältlich.
- Die Nothing Ear (3a) gibt’s in Gelb, Schwarz, Weiß und Pink.
Akkulaufzeit
Auf den Punkt: Die Nothing Ear (3a) laufen laut Hersteller bis zu zehn Stunden ohne beziehungsweise sechs Stunden mit aktivem ANC, das Case liefert rund drei Vollladungen nach, ein Ladekabel fehlt allerdings im Lieferumfang.
Nothing zufolge können die Ear (3a) eine Laufzeit von zehn Stunden erreichen, wenn der AAC-Codec genutzt wird. Im ANC-Betrieb sind sechs Stunden angegeben, was realistisch erscheint. Darüber hinaus können die Hörer im Case etwa drei Mal vollständig aufgeladen werden bis eine externe Stromquelle benötigt wird. Während eine fünfminütige Schnellladung Kapazität für eine gute Stunde bereitstellt, sind die In-Ears nach 55 Minuten komplett aufgetankt. Darüber hinaus lässt sich die Akkureserve des Cases über den USB-C-Anschluss innerhalb von 75 Minuten wieder herstellen. Drahtloses Laden unterstützt das Case allerdings nicht und auch auf ein Ladekabel wurde beim Lieferumfang verzichtet.
Vergleich: Nothing Ear (a) und Nothing Ear (3a)
Auf den Punkt: Gegenüber den Ear (a) bringen die Ear (3a) statisches Spatial Audio, Aufnahmefunktionen, größere Treiber, den 8-Band-EQ und effizienteres ANC mit Bluetooth 6.0 mit, während Multipoint, Codec-Auswahl und Low-Lag-Modus gleich bleiben.
Neue Funktionen stellen ein statisches Spatial Audio sowie das Mitschneiden von Medien und Gesprächen dar. Außerdem verfügen die Ear (3a) über noch größere Treiber und haben den „fortgeschrittenen“ 8-Band-EQ im Gepäck. Effizienter arbeitet darüber hinaus die Geräuschunterdrückung, zumal das Nachfolgemodell auf den Bluetooth-Standard 6.0 geupdatet wurde.
Identisch ist hingegen die Unterstützung von Multipoint-Verbindungen mit zwei Geräten sowie Microsoft Swift Pair und Google Fast Pair. Auch der Low-Lag-Modus für den Gaming-Einsatz und Videos ist geblieben, was ebenfalls auf die Auswahl an Audiocodecs mit SBC, AAC und LDAC zutrifft.
Nothing Ear (a)
Leichte, handliche True Wireless In-Ears mit personalisiertem ANC und LDAC.
Bedienung
Auf den Punkt: Die drucksensitive Stielsteuerung deckt Wiedergabe, Telefonate, Titelsprung, ANC-Umschaltung und Aufnahmestart ab, nur ein manuelles Ein- und Ausschalten der Hörer ist nicht vorgesehen, weshalb das Case stets nötig bleibt.
Die drucksensitive Stielsteuerung reagiert ohne Versatz und ermöglicht ab Werk ein Steuern der Wiedergabe, das Abwickeln von Telefonaten sowie ein Vor- oder Zurückspringen zur Titelnavigation. Abgedeckt ist zudem ein Umschalten zwischen ANC- und Transparenzmodus, was sich über die App um den Grundmodus erweitern lässt. Außerdem zählt zum Standardrepertoire das Starten und Stoppen der Aufnahmefunktion direkt über die Hörer. Per App ist alternativ auch eine Lautstärkeregelung, der Sprachassistent oder ein Stummschalten der Mikrofone auswählbar. Ergänzend lassen sich über ein Nothing Phone noch ChatGPT und Essential News einbinden.
Nicht unterstützt wird dagegen ein manuelles Ein- und Ausschalten der Hörer, wodurch das Case stets benötigt wird. Wie bereits bei den Ear (a) ist jedoch eine einseitige Nutzung im Single-Modus möglich und eine Trageerkennung vorhanden, die sich nach Bedarf über die App ab- und zuschalten lässt.
Nothing X App
Auf den Punkt: Die App bietet drei statische sowie einen adaptiven ANC-Modus, einen einfachen und einen 8-Band-EQ, Community-Presets, Suchfunktion, Passformtest und Firmware-Updates, wobei der 8-Band-EQ derzeit noch mit Lautstärkeverlust kämpft.
Über die gut strukturierte App-Anbindung (Android und iOS) stehen mit „Niedrig“, „Mittel“ und „Hoch“ drei statische ANC-Modi, eine adaptive ANC-Betriebsart und ein allgemeiner Transparenzmodus zur Auswahl. Umfangreich ausgestattet ist bei den Nothing Ear (3a) auch die Klangregelung, die sich in einen „einfachen“ EQ mit drei Achsen für den unteren, mittleren und oberen Frequenzbereich und einen „fortgeschrittenen“ EQ mit acht Bändern unterteilt. Aufgefallen ist jedoch, dass beim 8-Band-EQ ein Lautstärkeverlust besteht, was durch ein Update noch behoben werden müsste. Praktisch ist hingegen, dass diverse Presets aus der Community eingebunden werden sollen. Auf die regelbare Bass-Enhance-Funktion der Ear (a) wurde allerdings verzichtet.
Eine Suchfunktion kann durch das Abspielen von Geräuschen beim Auffinden der Hörer behilflich sein, während der Passformtest beim Ausprobieren der unterschiedlichen Eartip-Größen unterstützt. Darüber hinaus lassen sich über die App Firmware-Updates durchführen und auf entsprechenden Android-Geräten kann zusätzlich LDAC aktiviert werden.+
Gespräche und Medienwiedergabe mitschneiden
Auf den Punkt: Der interne Flashspeicher zeichnet rund zwei Stunden Audio in beeindruckender Qualität auf, begrenzt einzelne Clips aus Urheberrechtsgründen auf 60 Sekunden und kündigt Gesprächsmitschnitte vorab transparent an.
Der integrierte Flashspeicher ermöglicht eine Aufzeichnungsdauer von etwa zwei Stunden, sodass sich entweder zahlreiche kleine Audioschnipsel während der Wiedergabe oder längere Online-Meetings sowie Telefonate aufnehmen lassen. Dabei sind die Audioschnipsel auf maximal 60 Sekunden begrenzt, um die Urheberrechte nicht zu verletzen. Allerdings kann der Aufnahmebeginn zum Beispiel in die Vergangenheit versetzt werden, um die gerade aufgeschnappte Buchempfehlung im Podcast noch zu erwischen, ohne zurückspulen zu müssen. Total genial!
Beim Mitschneiden von Gesprächen erfolgt vorab eine Ankündigung, sodass niemand unwissentlich aufgezeichnet wird, und die Option besteht, das Meeting oder Telefonat zu verlassen. Außerdem soll die Funktion nur zur Verfügung stehen, wenn die EU-Datenschutzbestimmungen lokal erfüllt sind, was bisher in Frankreich, Deutschland und der Schweiz zutrifft. Zur Überprüfung ist eine Anmeldung innerhalb der App notwendig. Darüber hinaus gibt Nothing an, dass die Aufnahmefunktionen den internationalen Datenschutzstandards ISO 27001, ISO 27701 sowie EN 18031 entsprechen und alle gängigen Kommunikationsplattformen wie WhatsApp, FaceTime, Google etc. sowie Mobilfunkgespräche unterstützt werden.
Die Aufzeichnungen besitzen eine beeindruckend hohe Qualität und können anschließend über die App als WAV-Datei gesichert, kopiert oder geteilt werden. Auch eine Bearbeitung oder das Transkribieren in unterschiedlichen Qualitätsstufen ist möglich. Bisher sind sämtliche Funktionen kostenlos nutzbar, jedoch ist das Pro-Modell zeitlich auf drei Monate befristet. Hierbei werden die Daten beim Transkribieren oder Zusammenfassen auf dem Server eines KI-Anbieters in Paris verarbeitet, sollen jedoch weder gespeichert noch zum Trainieren von KI-Modellen genutzt werden.
Sprachverständlichkeit beim Telefonieren
Für eine klare und deutliche Sprachübertragung sorgen bei den Nothing Ear (3a) drei KI-gestützte Mikrofone pro Seite. Selbst bei stärkeren Böen im Freien bleibt die eigene Stimme tadellos zu verstehen, da Windgeräusche größtenteils gefiltert werden und sich beim Gegenüber lediglich durch ein leichtes Säuseln im Hintergrund bemerkbar machen. Bei lauten Umgebungsgeräuschen unterliegt die Abschwächung allerdings Schwankungen, was die Verständlichkeit beeinträchtigen kann.
Geräuschunterdrückung (ANC) und Transparenzmodus
Auf den Punkt: Dank breitbandigerer Ausrichtung unterdrückt das ANC Stimmen und Baulärm spürbar besser als beim Vorgänger und landet im oberen Mittelfeld, wirkt sich allerdings mit einer leichten Bassanhebung auf den Klang aus.
Durch die breitbandigere Ausrichtung schneidet das Noise Cancelling vor allem bei Stimmen und komplexen Quellen wie Straßen- oder Baulärm eindeutig besser als beim Vorgängermodell ab. Die Ear (3a) erreichen zwar keine Spitzenwerte, reihen sich insgesamt aber mit einer wirksamen, alltagstauglichen Abschwächung im oberen Mittelfeld ein. Dabei ist in der Maximaleinstellung ein Grundrauschen wahrnehmbar, das aber nicht übermäßig stark ausfällt. Schade ist nur, dass sich der ANC-Modus auf den Klang auswirkt, da gegenüber dem Grundmodus eine Bassanhebung erfolgt.
Im Transparenzmodus muss zwar ein mittelstarkes Rauschen in Kauf genommen werden, jedoch werden Außengeräusche recht intensiv verstärkt. Insofern lassen sich bei pausierender Wiedergabe problemlos Gespräche führen oder Durchsagen verfolgen. Darüber hinaus steigert sich die Außenwahrnehmung während der Beschallung merklich.
Spatial Audio
Auf den Punkt: Das statische Spatial Audio ohne Headtracking weitet die virtuelle Bühne angenehm für Live-Mitschnitte, Filme und Games, verliert aber an Stimmennatürlichkeit und kann bei bassstarker moderner Musik verzerren.
Das statisch umgesetzte Spatial Audio (ohne Headtracking) bietet eine räumlichere Wiedergabeoption mit Stärken und Schwächen. Im Vergleich zum Grundklang rückt die virtuelle Bühne etwas tiefer in den Raum hinein, wodurch sich die Darstellung weitet und beispielsweise bei Liveübertragungen oder einem Konzert-Mitschnitt mehr Atmosphäre transportiert. Ansprechende Ergebnisse lassen sich zudem im Film- und Gaming-Bereich erzielen, auch wenn die Stimmendarstellung etwas an Natürlichkeit verliert. Als problematisch erscheinen dagegen moderne Musikstile, da der Bassbereich verzerren kann. Außerdem ist die Funktion nicht mit der Klangregelung kombinierbar.
Sound
Auf den Punkt: Die 12-mm-Treiber liefern satten, bassbetonten Spaß mit warmen, klaren Mitten und wohldosierten, unaufdringlichen Höhen, wobei cluborientierte Titel im Tiefbass etwas mächtig geraten können.
Die Nothing Ear (3a) sind mit großen, dynamischen 12-mm-Treibern für eine satte, massive Basswiedergabe ausgestattet, die den Spaßfaktor eindeutig in den Fokus stellt. Dabei wirken die Ear (3a) nochmals bassstärker als die Ear (a), was zu den eigenen Hörgewohnheiten passen sollte. Der Tiefbass erscheint bei cluborientierten Titeln etwas mächtig geraten, sodass eine leichte Absenkung mehr Druck erzeugen kann. Ansonsten funktioniert das gehaltvolle Bassfundament aber einwandfrei und harmoniert medienübergreifend gut.
Der Mittenbereich wirkt recht warm, aber sauber und klar. Trotz der Klangfülle mangelt es weder an Details noch an Durchsetzungsvermögen. Außerdem ist eine gutmütige Grundausrichtung erkennbar, die Stimmen gefällig und körperreich ohne jegliche Aufdringlichkeit wiedergibt. Darüber hinaus vermittelt die Stimmenwiedergabe einen entspannten Eindruck und ist gut verständlich, wodurch das Gehör bei Hörbüchern und Podcasts nicht schnell ermüdet.
In den oberen Lagen ist Kraft vorhanden, die jedoch nicht über das Ziel hinausschießt, sondern wohldosiert erscheint. Härte und Schärfe sind selbst bei höheren Lautstärkepegeln nicht zu befürchten. Auch Zischlaute werden eher defensiv abgebildet, was empfindlichen Ohren zugutekommen dürfte. Gleichzeitig gelingt es der Höhenwiedergabe das Klangbild vorteilhaft zu öffnen, wodurch die bassstarke Performance keinen stumpfen oder eindimensionalen Eindruck vermittelt.
Fazit
Spaßbetont abgestimmt, zeichnen sich die Nothing Ear (3a) durch eine warme, satte Wiedergabe aus. Stark umgesetzt sind die Aufnahmefunktionen mit physischem Flashspeicher, durchdachtem Konzept und einer bemerkenswerten Qualität. Auch die Geräuschunterdrückung erweist sich dank der breitbandigen Ausrichtung als effektiv und liefert ordentliche Ergebnisse ab. Verbesserungspotenzial besteht beim Telefonieren in einer lauten Umgebung und beim 8-Band-EQ durch den Lautstärkeverlust. Ansonsten bieten die bassbetonten Eyecatcher ein stimmiges Gesamtpaket!
FAQ
Wie lange hält der Akku der Nothing Ear (3a)?
Mit dem AAC-Codec sind laut Hersteller bis zu zehn Stunden möglich, bei aktivem ANC sind es rund sechs Stunden. Das Ladecase liefert etwa drei weitere Vollladungen nach.
Sind die Nothing Ear (3a) wasserdicht?
Hörer und Case sind gemäß Schutzklasse IP54 staub- und spritzwasserbeständig, was für Sport und Alltag ausreicht, aber kein vollständiges Untertauchen erlaubt.
Was kann die neue Aufnahmefunktion der Nothing Ear (3a)?
Der integrierte Flashspeicher zeichnet rund zwei Stunden Audio auf, etwa kurze Clips bis 60 Sekunden oder längere Gespräche und Meetings, die sich über die Nothing X App sichern, bearbeiten und transkribieren lassen.
Was unterscheidet die Nothing Ear (3a) von den Nothing Ear (a)?
Die Ear (3a) bringen statisches Spatial Audio, die neuen Aufnahmefunktionen, größere Treiber, einen 8-Band-EQ und effizienteres ANC mit Bluetooth 6.0 mit, während Multipoint und Codec-Unterstützung gleich geblieben sind.
Unterstützen die Nothing Ear (3a) LDAC?
Ja, neben SBC und AAC wird auch LDAC unterstützt, was sich auf kompatiblen Android-Geräten in der App aktivieren lässt.
Was kosten die Nothing Ear (3a)?
Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 99 Euro.
Technische Daten der Nothing Ear (3a) (Herstellerangaben):
- Bauform
- In-Ear, True Wireless
- Treiber
- 12 mm, dynamisch, 32 Ω
- Bluetooth
- Version 6.0
- Codecs
- SBC, AAC, LDAC (Hi-Res Audio zertifiziert)
- Active Noise Cancellation
- bis zu 45 dB, wirksam bis 5 kHz
- Schutzklasse (Hörer und Case)
- IP54
- Akkulaufzeit Hörer (ohne ANC)
- bis zu 10 Stunden
- Akkulaufzeit Hörer (ANC aktiv)
- bis zu 6 Stunden
- Akkulaufzeit mit Case (ohne ANC)
- bis zu 42 Stunden
- Akkulaufzeit mit Case (ANC aktiv)
- bis zu 25 Stunden
- Schnellladung
- 5 Minuten für ca. 1 Stunde Wiedergabe
- Ladezeit vollständig (USB-C)
- ca. 70 Minuten
- Kabelloses Laden
- nicht unterstützt
- Gewicht Hörer
- 9,06 g (4,53 g pro Seite)
- Gewicht Case
- 40,92 g
- Gesamtgewicht
- 49,98 g
- Preis (UVP)
- 99 €
- Farben
- Schwarz, Weiß, Gelb, Pink
- 99,00 € *Zum Angebot
Technische Daten
- BauformIn-Ear
- Bauweisegeschlossen
- Wandlerprinzipdynamisch
- Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 Hz - 40.000 Hz
- Impedanz32 Ohm
- Gewicht ohne Kabelje 4,5, Case 42 g
Lieferumfang
- Eartips in vier Größen (XS, S, M, L)
- Lade-Case






































