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Vom FCC-Filing bis zur Fußball-WM: Die Beats 360 waren schon lange sichtbar

Von Peter Schloßnagel vor 2 Stunden

Auf Amazon UK sind kurzzeitig Produktseiten der Beats 360 aufgetaucht – einem komplett neuen Over-Ear von Apples Kopfhörer-Tochter, der mit IPX4-Wasserschutz, 1,75-fach stärkerem ANC als der Beats Studio Pro und wechselbaren Mesh-Polstern antritt. Die Listings wurden inzwischen entfernt, doch Reddit-Nutzer haben die Daten gesichert. US-Preis laut den Einträgen: 299 US-Dollar. Ein deutscher Preis ist noch nicht bekannt.

AirPods-Max-Design trifft Sport-Tauglichkeit

Das Design der Beats 360 erinnert an die AirPods Max (Test), aber mit einem entscheidenden Unterschied: Du kannst nicht nur die Polster selbst tauschen. Sowohl die Ohrmuschel-Kissen als auch das Kopfband lassen sich wechseln. Im Lieferumfang sind „Performance Knit“-Polster aus Strickstoff enthalten, separat wird eine „UltraPlush“-Variante angeboten. Das ist ein klarer Schritt Richtung Nachhaltigkeit und Individualisierung. Abgenutzte Polster werden ersetzt statt entsorgt, und die Farbe lässt sich nachträglich ändern.

IPX4 macht die Beats 360 zu den ersten schweiß- und spritzwassergeschützten Over-Ears von Beats. Der Beats Studio Pro hat keine IP-Zertifizierung, und auch die AirPods Max verzichten darauf. Für Fitness-Fans ist das ein relevantes Feature: Over-Ears mit IPX4 sind nach wie vor selten.

Die Polster bestehen aus „akustisch entwickeltem“ Memory-Schaum und sollen sich komfortabel über die Ohren legen. Die Beats 360 lassen sich zusammenfalten (fold-flat) und werden mit einer gewebten Ripstop-Stofftasche geliefert. Es gibt also keine starre Schatulle wie beim AirPods Max.

ANC, Klang und Konnektivität

Das Noise Cancelling soll bis zu 1,75-mal stärker sein als beim Beats Studio Pro, der bei kopfhoerer.de mit 4,75 von 5 Punkten überzeugte und dessen ANC von Tester Ralf Willke als „zum Besten, was der Markt derzeit bietet“ eingestuft wurde. Wenn Beats hier nochmal deutlich drauflegt, wird es spannend.

An Bord sind Personalised Spatial Audio mit dynamischem Head Tracking, ein Transparenzmodus und KI-gestützte Beamforming-Mikrofone für Telefonate. One-Touch-Pairing funktioniert sowohl mit Apple als auch mit Android. Hier folgt Beats der plattformoffenen Strategie, die bereits den Studio Pro auszeichnete. Bedient wird über physische Tasten an der Rückseite beider Ohrmuscheln: Lautstärkewippe, Multifunktionstaste, Ein/Aus und Listening-Mode-Taster.

Die Akkulaufzeit wird als „ganztägig mit ANC« beschrieben, eine exakte Stundenangabe fehlt allerdings. Der Studio Pro schafft bis zu 40 Stunden ohne ANC und rund 24 Stunden mit. Ob die Beats 360 hier mithalten oder darüber liegen, bleibt offen.

Was die Listings nicht verraten

Bluetooth-Version, Codecs, Treibergröße und Gewicht – all das fehlt in den geleakten Produktbeschreibungen. Der Studio Pro unterstützt SBC und AAC, aber kein aptX oder LDAC. Ob die Beats 360 hier nachlegen, etwa mit LC3 über Bluetooth LE Audio, ist unklar, wir denken, dass auch hier wieder (leider) alles beim alten bleiben wird. Auch ob USB-Audio wie beim Studio Pro unterstützt wird, geht aus den Listings nicht hervor.

Multipoint war ein Schwachpunkt des Studio Pro – ob die Beats 360 echtes Multipoint beherrschen, ist ebenfalls nicht dokumentiert.

Nicht ganz überraschend: FCC, macOS-Code und Fußball-Stars

Völlig aus dem Nichts kommt der Leak nicht. Bereits im Mai 2026 tauchte ein FCC-Filing mit einem runden Over-Ear-Design auf. Im Juli wurden die Kopfhörer an WM-Spielern wie Lamine Yamal, Lee Kang-in und Antonee Robinson gesichtet. Offensichtlich war das ein gezielter Teaser von Beats. Und in der macOS Tahoe 26.7 Release Candidate entdeckte MacRumors den Codenamen B518, der zu den Beats 360 passt. Die Amazon-Listings sind damit das bisher deutlichste Zeichen, dass der Launch unmittelbar bevorsteht.

Preis und Einordnung

299 US-Dollar setzen die Beats 360 deutlich unter die AirPods Max 2 (549 US-Dollar) und knapp unter die ursprüngliche UVP des Studio Pro (349,95 US-Dollar / 399,95 Euro). Allerdings ist der Studio Pro inzwischen auf Straßenpreise ab rund 160 Euro gefallen. Ein deutscher Preis für die Beats 360 ist nicht bekannt. Bei Beats-Produkten liegt die Euro-UVP typischerweise leicht unter der Dollar-Umrechnung (der Studio Pro startete bei 399,95 Dollar / 399,95 Euro). Vier Farben sind als Kopfhörer gelistet: Black, Cloud, Pink und Sky. Zusätzlich gibt es Polster-Listings in Navy und Volt.

Ein Marktstart steht nicht fest. Dass die Listings bereits live waren, deutet auf einen baldigen Launch hin. Möglicherweise werden sie im Rahmen der erwarteten Apple-Keynote im September 2026 vorgestellt.

Geleakte Daten im Überblick (laut Amazon UK, unbestätigt)

Produkt Beats 360
Typ Over-Ear, geschlossen, kabellos
ANC ja, bis zu 1,75× stärker als Beats Studio Pro
Transparenzmodus ja
Spatial Audio Personalised Spatial Audio mit dynamischem Head Tracking
Schutzklasse IPX4 (schweiß- und spritzwassergeschützt)
Akkulaufzeit „ganztägig mit ANC“ (keine exakte Stundenangabe)
Bluetooth keine Angabe im Leak
Codecs keine Angabe im Leak
Treiber keine Angabe im Leak
Gewicht keine Angabe im Leak
Mikrofon Beamforming mit KI-gestützter Geräuschunterdrückung
Polster wechselbar (Ohrmuscheln + Kopfband), Memory-Schaum, Performance Knit im Lieferumfang
Bauform faltbar (fold-flat)
Anschluss USB-C (Kabel nicht im Lieferumfang)
Kompatibilität Apple und Android, One-Touch-Pairing
Farben Black, Cloud, Pink, Sky (Navy und Volt nur als Polster gelistet)
Lieferumfang Kopfhörer mit Performance-Knit-Polstern, Ripstop-Stofftasche, Garantiekarte, Quick Start Guide
Preis 299 US-Dollar (kein deutscher Preis bekannt)
Marktstart unbekannt (Listings deuten auf baldigen Launch)

Beats bei kopfhoerer.de im Test

Beats Studio Pro

Beats hat mit dem Studio Pro einen sehr gut klingenden und funktional überzeugenden Over-Ear herausgebracht – in entscheidenden Punkten dem AirPods Max überlegen, klanglich ebenbürtig und deutlich attraktiver im Preis, getestet von Ralf Willke.


Beats Fit Pro

True-Wireless-In-Ears mit Ohrbügeln für sicheren Sitz beim Sport – ANC, Transparenzmodus und Apple-Integration inklusive, getestet von der kopfhoerer.de-Redaktion.


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