Beats Fit Pro

Sportliche True Wireless In-Ears mit Apple AirPods Pro Technologie

Die Apple AirPods Pro (zum Test) sind ohne Frage sehr gute True Wireless In-Ears. Wer aber in den Genuss des vollen Funktionsumfangs dieser Kopfhörer kommen will, muss dazu zwingend auch Apple Hardware nutzen. Apple-Tochter Beats schickt nun mit den Beats Fit Pro Kopfhörer ins Rennen, die sowohl für iOS als auch für Android gleichermaßen geeignet sein sollen. Sind die Beats Fit Pro also die besseren Apple AirPods Pro?

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Lieferumfang und Haptik

Die in Schwarz, Weiß, Grau und Violett erhältlichen Beats Fit Pro kommen in einer nachhaltigen Verpackung, in der neben dem Lade-Case samt In-Ears noch drei auswechselbare Silikon-Ohrpassstücke (S, M, L), ein USB-C-Ladekabel und die üblichen Schriftstücke samt Beats-Aufkleber Platz finden. Zudem pusht der Hersteller seinen Musikstreaming-Dienst Apple Music mit einem beigelegten Code im Gegenwert von drei Monaten.

In Sachen Verarbeitung hinterlässt dieses Modell (wieder) einen hervorragenden Eindruck – hier gibt es nichts zu meckern. Das trifft auch auf das Lade-Case zu, dass sich wie eine Art Schmuckkästchen allerdings kaum mit einer Hand öffnen lässt. Hier findet man die Pairing-Taste sowie die Lademulden für die In-Ears. Auf der Vorderseite informiert eine Status-LED über den Ladestand, während auf der Rückseite der USB-C-Anschluss sitzt.

An den Hörern selbst fehlt eine solche Anzeige, aber ein Statuston signalisiert den zuneige gehenden Akku. Und während die kostenlose Beats App für Android den Lade-Status der Hörer als auch des Cases darzustellen vermag, bleibt iOS-Usern nur die Möglichkeit, das Batterie-Widget entsprechend einzurichten. Leider unterstützt das Case kein kabelloses Laden.

Dank IEC-Norm 60529 sind die Fit Pro IPX4 klassifiziert und entsprechend schweiß- und wasserabweisend. Das trifft nicht auf das Lade-Case zu, so dass beachtet werden muss, dass die In-Ears stets trocken eingesetzt werden müssen, da es sonst zu Defekten kommen kann. Zudem überrascht uns, dass Beats, die die Kopfhörer für sportliche Aktivitäten vermarkten, nicht eine höhere Zertifizierung spendiert hat. Mit ihnen schwimmen gehen oder schnell mal unterm Wasserhahn reinigen? Das geht nicht. Wer explizit darauf Wert legt, muss sich bei der Konkurrenz, wie beispielsweise Jabra (zur Testübersicht) oder JBL (zur Testübersicht) umsehen.

Tragekomfort

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Dank der Ohrbügel (Wingtips) finden die Kopfhörer sicheren Halt in der Ohrmuschel. Dazu muss man die Beats Fit Pro mit einer leichten Drehbewegung in die Ohren einsetzen und den Bügel etwas herunterdrücken, so dass dieser Halt in der Concha findet. Mit dem passenden Ohreinsatz wird so zudem eine sehr gute Außenabschottung erreicht, das passive Noise Cancelling ist daher entsprechend hoch. Schade ist, dass die Auswahl der Ohrpassstücke lediglich auf die drei Größen S, M und L begrenzt ist, bei einem Preis von knapp 230 Euro hätte ich hier mehr erwartet. Das können andere Hersteller selbst bei günstigeren Modellen besser.

In der Praxis zeigt sich, wie gut die Ohrbügel funktionieren: Auf unserer Bike-Teststrecke oder beim Laufen musste ich die Ohrhörer nicht nachdrücken. Aufgrund ihrer Bauform stehen die Kopfhörer leicht aus den Ohren heraus, enge Mützen sorgen daher für ein Druckgefühl. Schritthall sowie Windgeräusche haben die Beats Fit Pro noch befriedigend im Griff.

Akku-Laufzeit

Laut Herstellerangaben besitzen die Beats Fit Pro bis zu sechs Stunden Wiedergabezeit mit eingeschaltem Noise Cancelling, ohne sind es sieben. Das Lade-Case vermag die Kopfhörer weitere drei Mal zu laden, so dass sich in der Theorie also eine Gesamtlaufzeit von 24 Stunden ergibt. In der Praxis stimmen diese Werte nicht ganz; wir kamen auf rund fünf Stunden und 20 Minuten bei gehobener Lautstärke. Aber dies hängt eben von vielen Faktoren wie Temperatur oder Lautstärke ab. Der Energiekick per Schnellladefunktion, hier „Fast Fuel“ genannt, schafft in fünf Minuten im Lade-Case 60 Minuten Spielzeit, während ein kompletter Ladevorgang der In-Ears rund drei Stunden benötigt.

Bluetooth

Beats verrät leider nichts über die aktuelle Bluetooth-Version und funkt – wenig überraschend – mit den Codecs SBC sowie AAC. Die Funkstrecke (Bluetooth-Klasse 1) bleibt in unseren Praxistests im Freifeld bis ungefähr 35 Meter stabil, in geschlossenen Räumen riss die Verbindung selbst beim Stockwerkwechsel im gegenüberliegenden Zimmer (bei ca. 100 qm) nicht ab.

Beats Fit Pro und iOS

Das initiale Pairing erfolgt per Öffnen des Cases oder per Button-Druck, und schon erscheint ein animiertes Pop-up des Gehäuses und der Ohrhörer samt Einrichtungsaufforderung. Während Apple-User die darauffolgenden Konfigurationsmöglichkeiten einfach im Bluetooth-Menü unter „Einstellungen“ erledigen können, müssen Android-Nutzer auf die App zurückgreifen.

In den Systemeinstellungen können sodann Dinge wie Namensänderung, Geräuschkontrolle, Steuerung, Passtest für die Ohreinsätze oder die automatische Ohrerkennung konfiguriert werden. Auch mit welchem Gerät sich die Fit Pro wieder verbinden sollen, kann hier eingestellt werden. Der nahtlose Wechsel gelingt hiermit also genauso elegant, wie es die Apple AirPods 3 (zum Test) können. 3D-Audio, die Fixierung des Mikrofons auf einen der beiden Ohrhörer sowie diverse Infos finden sich hier ebenso.

Beats Fit Pro und Android

Ist die kostenlose App „Beats“ installiert, kann mit dem Öffnen des Cases (oder per Knopfdruck) das initiale Pairing gestartet werden – Beats nennt das „One Touch Pairing“. Im Gegensatz zu den Beats Studio Buds (zum Test) gibt es hier aber kein Google Fast Pair. Ansonsten finden sich hier natürlich so einige Funktionen, die iOS-User ebenfalls an Bord haben. Dazu zählt der Passtest der Ohreinsätze, die Konfiguration der Hörmodi oder die Möglichkeit, die Firmware entsprechend zu aktualisieren. Auch die Fixierung des Mikros (siehe oben) oder ANC mit nur einem Ohrhörer sind möglich.

Leider zieht hier der Hersteller nicht gleich mit der Apple-Plattform: Spatial Audio mit Head Tracking, Audio-Sharing mit mehreren Kopfhörern oder das sekundenschnelle Umschalten zwischen Abspielern beherrscht auch dieses Modell nicht.

Eingeschränkte Bedienung

Die Formgebung der Beats Fit Pro wirkt wie die der Studio Buds, lediglich erweitert um die Silikonfinnen: Die sich verjüngenden Stege tragen das markante Firmenlogo und sind für die Steuerung zuständig. Auch hier sind Touch- und Wischgesten Fehlanzeige, es muss klassisch gedrückt werden. Vor allem bei der Aktivierung des ANCs schiebt man sich dadurch die kleinen Knospen ein stückweit ins Ohr.

Anscheinend will uns der Hersteller nicht überfordern, deshalb bleibt die Steuerung bei den Beats Fit Pro ähnlich konservativ wie bei den Studio Buds: Wiedergabe, Pause, Anrufe annehmen oder ablehnen erfolgen per einfachen Druck, Track vor per Doppel-Tab, Track zurück per dreifachem Tab und der Wechsel zwischen Noise Cancelling, Transparent- sowie normalem Modus erledigt man per Drücken und Halten. Als Apple-Nutzer war’s das aber noch nicht ganz, denn wer innerhalb eines Liedes vor- oder zurückspulen möchte, kann dies auch tun. Android-User müssen auf dieses nützliche Feature verzichten.

Während es bei den Studio Buds nicht möglich war, die Lautstärke zu ändern, geht dies nun endlich bei diesem Modell. Man muss sich nur entscheiden, ob per Drücken und Halten ANC oder die Lautstärke geändert werden soll … sorry, aber das können andere Hersteller besser!

Der Klang der Beats Fit Pro

Wer auf die Klangsignatur von Beats steht, wird auch mit diesem Modell seine helle Freude haben. Der Bass der Beats Fit Pro ist wieder angehoben und drückt wohlig warm mit leichten Definitionsschwächen ins Ohr. Die Tonalität ist daher leicht schwammig, 808-Kicks und -Basslines lassen sich dennoch gut bestimmen. Darüber betten sich die Mitten, die leicht zurückgenommen wirken. Vocals arbeiten die In-Ears daher nicht so plakativ heraus. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass Mittenlastiges (E-Gitarren, Lead-Synths) nicht schneidend und daher nicht gehörermüdend wiedergegeben werden.

Ähnliches bei den Höhen: Diese erscheinen ebenfalls leicht zurückgenommen, so dass Zisch-Laute nicht nerven. Andersherum sorgt das dafür, dass es den Beats Fit Pro an dieser gewissen Spritzigkeit fehlt, die obertonreiche Musik strahlen lässt.

Äußerst erfreulich ist, dass es klanglich kaum einen Unterschied macht, ob das Noise Cancelling oder der Transparenzmodus an oder aus ist. Der adaptive Equalizer, der nur aktiv ist, wenn beide Modi deaktiviert sind, passt die unteren und mittleren Frequenzen laut Hersteller in Echtzeit an den Sitz der Kopfhörer an. Hier konnten wir klanglich aber nur minimale Unterschiede feststellen.

Schalten wir 3D-, bzw. Spatial Audio samt dynamischem Head Tracking ein, ändert sich das Klangbild entsprechend. Bei reinen Stereo Tracks klingt’s schon mal verwaschen im Bass, Inhalte in 5.1, 7.1 oder Dolby Atmos erzeugen natürlich eine Art Räumlichkeit, die man gut oder schlecht finden kann – das muss jeder für sich entscheiden.

So gut ist das Noise Cancelling (ANC) und der Transparenzmodus der Beats Fit Pro

Gespannt waren wir, wie gut Apples Tochter die adaptive Geräuschunterdrückung umgesetzt hat. Und obwohl in den Beats Fit Pro dieselbe Kerntechnologie wie in den Apple AirPods Pro steckt, packt in unseren Ohren hier das Noise Cancelling nicht ganz so effektiv zu. Tiefe Frequenzen werden schön ausgelöscht, während die oberen Mitten und Hochtönendes gedämpft ans Ohr dringen. Keine Frage, das ANC dieser Kopfhörer arbeitet gut, und gerade in lauten Umgebungen kann man sich so in eine angenehme Ruhezone zurückziehen. Gleichwohl dringt bei absoluter Stille ohne Medienwiedergabe ein leichtes Rauschen ans Ohr.

Dieses Rauschen wird verstärkt, wenn der Transparenzmodus aktiviert wird. Was Beats respektive Apple hier auszeichnet ist die Natürlichkeit. Leicht eingeschränkt in den Höhen bleiben Bahndurchsagen oder Gespräche stets verständlich.

Telefonieren mit den Beats Fit Pro

Unsere Testanrufe und Video-Calls ließen kaum Wünsche offen. Selbst bei strömenden Regen attestierte unser Gegenüber eine hervorragende Sprachverständlichkeit. Andersherum zeigten sich unsere Gesprächspartner klar und verständlich!

Beats Fit Pro und Apple AirPods Pro: die Unterschiede

Sind die Beats Fit Pro die besseren Apple AirPods Pro? Das mag sich der ein oder andere zurecht fragen, schließlich kommt bei beiden Kopfhörern Apples H1-Chip zum Einsatz. Klanglich haben für uns die Apple AirPods Pro leicht die Nase vorne, da sie in unseren Ohren etwas musikalischer klingen und auch das ANC eine Spur effektiver arbeitet.

Dafür sitzen die Beats Fit Pro dank Wingtips deutlich sicherer im Ohr, und wer die Farbe Weiß satthat, kann seine Ohren Schwarz, Grau oder Violett „schmücken“. Großes Manko für eine UVP von knapp 230 Euro: Das Lade-Case der Beats kann nicht via Ladematte kabellos betankt werden.

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Pete Schloßnagel
vor 5 Monaten von Pete Schloßnagel
  • Bewertung: 4
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Wer auf die Klangsignatur von Beats steht und dazu einen aktiven Lifestyle pflegt, kann hier bedenkenlos zugreifen: Die Beats Fit Pro klingen gut und sitzen mit passendem EarTip samt Silikonfinne supersicher im Ohr. Das Noise Cancelling sowie der Transparenzmodus sind dem Hersteller ebenso gelungen! Abzüge gibt’s dagegen bei den etwas eingeschränkten Steuerungsmöglichkeiten sowie am reduzierten Feature-Set für Android User.

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Gewicht ohne Kabelje 5,6 g, Case 55,1 g
  • Kabellänge15 cm

Lieferumfang

  • 3 Paar Ohrpassstücke (S, M, L)
  • USB-C-Kabel

Besonderheiten

  • in Schwarz, Weiß, Grau und Violett erhältlich
  • BT-Codecs: SBC, AAC
  • Autopause-Funktion

11 Antworten auf “Beats Fit Pro”

  1. Avatar Sebastian sagt:

    Danke für den imformativen Test.
    Ich habe mir die Beats Fit Pro gekauft und Sie gefallen mir sehr Gut im Audio Bereich. Leider kann ich Sie nur eingeschränkt mit Teams und dem Windows PC nutzen. Sofern das Hands Free Protokoll genutzt wird, ist der Sound super Schlecht.

    Ich fürchte ich muss Sie deswegen zurück geben. Bin aber noch unschlüssig, welche InEars ich stattdessen nutzen soll…

    • Redaktion Redaktion sagt:

      Danke für diese Info! Leider gibt es viele Kopfhörer, die mit MS Teams nicht klingen. Das liegt aber wohl definitiv an Microsoft. Nicht umsonst können Hersteller ihre Kopfhörer für Microsoft Teams zertifizieren lassen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! 😉 Vielleicht hilft folgender Tipp (ohne Gewähr): In Google Chrome in einem Inkognito-Tab Teams öffnen. Einigen soll das wohl geholfen haben.

  2. Avatar Joachim Zoll sagt:

    Ich habe die Earpods von Apple seit Jahren genutzt, die ein gutes Sounderlebnis mit ausgewogenen Höhen, Mitten und Bässen haben.
    Nun wollte ich das mit den neuen Beats Fit pro verbessern.
    Die Kopfhörer kamen, wurden ausprobiert und fielen duch. Ein völlig unausgewogenes Klangbild wenig Bässe, ganz viel Höhen und Mitten, es war schrecklich. Ich nahm an, das die Kopfhörer defekt waren und tauschte sie aus.
    Heute, 01.03.2022 kamen die Ersatzkopfhörer. Das gleiche miese Klangerlebnis.Ich habe immer wieder den gleichen Song mit den alten Earpods und den Beat Fits pro gehört.
    Es war überraschend wie sehr die alten Earpods im Klangbild herausstachen gegenüber den schecklich schrillen Beat Fits pro!
    Im Ergebnis schicke ich nun die Beat Fits Pro endgültig zurück und kaufe mir die neuen Earpods von Apple, damit ich weiter die Musik geniessen kann.
    Schade, aber der Eindruck aus den tests und den veröffentlichungen war völlig anders, als die Hörrealitöt des Beat Fits Pro.

    • Redaktion Redaktion sagt:

      Das klingt ganz nach falschen Ohrpassstücken! Die Beats Fit Pro sind In-Ears und klingen nur, wenn sie im Hörkanal sauber abdichten. Tun sie das nicht, fehlen Bässe. Das passt exakt zu Ihren Beschreibungen! Ich höre gerade über die Beats Fit Pro Musik und das Klangbild ist genau so, wie im Test beschrieben. Allerdings greife ich immer auf Ohrpassstücke in XL zurück, nur dann schließen sie sauber in den Ohren ab. Leider liefert Beats diese Kopfhörer nur mit Ear Tips in S, M und L aus.

  3. Avatar Peter sagt:

    Hallo Herr Schloßnagel!
    Ich finde es toll, dass hier mal ein Vermerk zum Druck durch eine enge Mütze angeführt ist. Genau dieses Problem des Druckes durch die Haube/Mütze habe ich auch bei meine Teufel Air Sports.
    Welche Geräte können Sie für die Verwendung mit einer engen Mütze empfehlen?
    Ich muss leider fast immer eine Haube tragen, da leider am Kopf sehr empfindlich bin.
    Danke vorab für die Antwort.

  4. Als Inhaber von kopfhörerer-reparatur.de und Erfahrung kann ich sagen, dass die Beats Fit Pro ideal zum Laufen und Trainieren im Fitness studio sind.
    Sie schmiegen sich gut an die meisten Ohren und halten fest.
    Für beats Fans ein gute Alternative zu den Airpods.

  5. Avatar DerKopfHörer sagt:

    Guter Test!
    Es wäre noch interessant zu wissen in was für einem Gebäude Bluetooth getestet wurde: Fertighaus mit MinimalSteingröße plus Schalenverdämmung nehme ich an, denn im Massivhaus (25cm Beton +) kann Bluetooth 5.0 mit 2 Raumwänden dazwischen nicht mal den AAC-Codec aufrecht erhalten. Was mich zum nächsten Punkt bringt:

    Die Kopfhörer unterstützen leider tatsächlich nur die beiden Apple-Codecs. AAC ist nun wirklich von (vor-)gestern und man glaubt es kaum: Kein (!) Wireless Apple Kopfhörer unterstützt Apples ALAC oder FLAC; dabei ist dieser MasterStandard mittlerweile ja selbst bei Apple eingeführt worden. Das muss für den Preis definitiv drin sein. Allerdings vermute ich stark, dass die doch viel zu arg dick aufgetragenen Bässe (Dr. Dre ist ja wohl bekanntlich schon lange schwerhörig gewesen) einfach vertraglich beim Kauf als „do not touch that signature feature“ fixiert wurden.

    Vergleicht man das Klangbild unter Tidal HiFi oder auch Deezer mit den XM4 vom Marktführer Sony, wird man schnell kreidebleich; zu gewaltig der qualitative Unterschied.
    Da sich die XM4 mit dem automatischen ANC leider selbst ins Knie (oder Ohr) schießen und Jabra Headphones unheimlich oft baldige Defekte aufweisen plus Apple mit seinem genial-verfluchten, verflucht-genialen Ökosystem hier mit der Integration punktet, fällt die Wahl am Ende doch leicht:

    Für „in-ears“ und HipHop, Techno oder Pop gibt es derzeit kein besseres rundumPaket. Nach oder Beethoven kann man damit ebenso vergessen wie zeitgenössischen Jazz oder Piano. Später im Jahr erscheinen die neuen PodsPro2, vermutlich mit WiFi, als Vorgriff auf die von Tim Cook bestätigte Brille, die ohnehin einen anderen Standard als Bluetooth benötigt. Da diese aber an der 300€-Grenze angesiedelt sein werden, dürfte der übersteuerte Bass und die fehlenden Hoch-Mitten sowie die beschnittene Brillianz der Höhen (was eher dem Codec geschuldet ist als dem Basstreiber) zu verschmerzen sein. Zumal die Zielgruppe Apples eher 14 – 34 treffen soll.

    Wer doch mehr Wert auf Klangqualität als flawless Kompatibilität legt ist mit den aktuellen Jabra oder natürlich den XM4 (mit deaktivierter Stimmerkennung und ANC Off) natürlicher besser bedient; es sind einfach die erwachseneren Kopfhörer, ganz ohne Hip sein zu wollen verrichten sie ihren Dienst.

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