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Apple AirPods 3

Version 3 der erfolgreichsten True Wireless EarBuds

Die neuen Apple AirPods 3 klingen ordentlich und bieten dank aktualisierter Hardware eine enge Verzahnung mit iPhone, iPad und Macs.

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Seit Erscheinen des Vorgängers (zum Test) vor ca. 2,5 Jahren ist einiges auf True-Wireless-Kopfhörer-Markt passiert. Dass Apple mit den AirPods 3 erneut die Verkaufszahlen in diesem Segment anführen wird, kann unter anderem dieser Test zeigen.

Wir berichteten vor ungefähr einem Jahr darüber (zur News): Apples Marktanteile auf dem schnell wachsenden Markt für drahtlose Ohrhörer sanken zuletzt. Zugleich stiegen die Verkäufe, so dass der Hersteller mit 35 % mehr als ein Drittel der Marktanteile für sich verbuchen konnte. Erschwinglichere Alternativen wie die von Soundcore (zur Übersicht) oder Samsung (zur Übersicht) setzen Apple dabei mit erstaunlichem Preis-Leistungs-Verhältnis unter Druck.

Aber wir müssen gar nicht in die Glaskugel blicken, um zu erkennen, dass mit Version 3 ein Kandidat den Markt betritt, der erneut für Traumumsätze sorgen dürfte. Und das sicherlich nicht, weil Apple mit den AirPods 3 besonders günstige Kopfhörer vorgestellt hätte. Hier spielt nicht nur die große Markenaffinität eine ganz besondere Rolle, sondern auch der der Claim „It Just Works“: Apple-Produkte sind bekannt dafür, einfach zu funktionieren – ohne Konfigurationsstress, ohne auch nur einen Blick in das Manual werfen zu müssen.

Lieferumfang

In der gewohnt schicken, vollständig recycelbaren Kartonage treffen wir auf Erwartbares: die Kopfhörer, das Lade-Case, ein 105 cm langes USB-C auf Lightning-Kabel sowie die üblichen Schriftstücke. Was uns nicht wirklich fehlt: der über Dekaden lieb gewonnene Aufkleber mit dem prägnanten Logo des Herstellers.

Design

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Auf den ersten Blick sehen die Apple AirPods 3 aus wie die Apple AirPods Pro (zum Test). Die langen Touch-sensitiven Stiele der Vorgänger wurden gestrichen und durch die auf Druck reagierende kurzen Stiele der AirPods Pro ersetzt. Die kleinen „Bohnen“, die die Treiber enthalten, sind etwas kleiner als die der Pro. Sie sind daher auch um ein Gramm leichter. Im Vergleich zu den nach wie vor erhältlichen Apple AirPods 2 (zum Test) bringen die neuen somit eine Gewichtsersparnis von einem halben Gramm mit sich.

Das Lade-Case wurde im Vergleich zum Vorgänger ebenfalls überarbeitet. Es ist nun aufgebaut wie das der Pros und wiegt knapp 38 Gramm. Das von Apple getaufte MagSafe Case kann daher nicht nur via Kabel, sondern auch auf Qi zertifizierten Matten oder mit dem hauseigenen MagSafe Ladegerät betankt werden. Letzteres passt dank Magnet im Lade-Case der AirPods perfekt aufeinander.

Tragekomfort

Apple bleibt der grundlegenden Bauform der Vorgänger treu und verzichtet bei den neuen AirPods 3 auf Ohrpassstücke, wie wir sie von den AirPods Pro kennen. Stattdessen werden sie wie bisher in den Ohren „eingehängt“, was der klassischen EarBuds-Bauform entspricht. Einhergehend damit dürfte es auch bei diesem Modell wieder so einige User geben, die mit dieser Passform gar nicht zurechtkommen.

Wenn die AirPods allerdings gut sitzen, tun sie das ohne Druckgefühl und mit angenehmer Luftigkeit. Letzteres bedeutet: Die Abschottung von der Außenwelt ist nicht sonderlich hoch, ihr passives Noise Cancelling daher gering.

Dank des geringen Gewichts von je 4,28 Gramm vergisst man die Apple AirPods 3 rasch in den Ohren.

Bedienung

Gesteuert werden die Apple AirPods 3 per Drucksensoren an den Stielen. Damit ändern sich – verglichen mit den Vorgängern – auch die Bedienmöglichkeiten und sind quasi identisch mit denen der AirPods Pro. Durch einmaliges Drücken wird Musik abgespielt oder pausiert, ein Anruf angenommen oder beendet. Ein zweifacher Druck springt einen Titel weiter, „dreimal drücken“ einen Titel zurück und durch langes Drücken wird Siri aktiviert.

Wie bei den AirPods 3 ist die Bedienung genauso reaktionsschnell und zügig verinnerlicht. Eine Umbelegung oder gar Erweiterung der Befehle ist nicht vorgesehen. Das bleibt den AirPods Pro vorbehalten. Einzig das Mikrofon kann für reinen Monobetrieb auf einen der Ohrhörer fixiert werden.

Wie bei den Vorgängern und den AirPods Pro, vermissen wir (immer noch) die Möglichkeit, die Lautstärke direkt an den Kopfhörern ändern zu können. Auch hier bleibt einem also der Griff zum Smartphone oder der Ruf nach Siri nicht erspart.

Klang

Auch die dritte Generation der AirPods baut wieder auf den hauseigenen H1-Chip auf, kommt mit Bluetooth 5.0 und setzt als einzigen hochwertigen Codec AAC ein. Zudem werkelt nun auch hier der aus den größeren AirPods bekannte Adaptive EQ. Dieser passt den Sound in Echtzeit dank innen verbauter Mikrofone automatisch an.

AAC ist zwar hochauflösend, komprimiert aber dennoch, so dass sämtliche verlustfreie Titel des Apple-Music-Kataloges (ALAC – Apple Lossless Audio Codec) eben nicht verlustfrei gehört werden können. Das würde man allerdings von einem Hersteller, der die entsprechende Hard- sowie Software bereitstellt, auch erwarten dürfen. Aber so lange die hauseigenen Kopfhörer nur mit AAC arbeiten, so lange bleiben sie auch inkompatibel zu allem, was unkomprimiert gehört werden könnte. Aber lassen wir die Kirche im Dorf: Die AirPods waren nie Feingeister im audiophilen Sinne. Wer wirklich wert legt auf reinsten Klang, sollte besser zu einem kabelbetriebenen Kopfhörer greifen.

Die neuen Apple AirPods 3 machen klanglich alles richtig: Das Frequenzbild ist ausgewogen, der neue Low-Distortion-Treiber sorgt dabei für eine schöne Balance. Bässe spielen kräftig, präzise und nicht zu dominant auf. Dabei werden sie tonal stets verzerrungsfrei wiedergegeben – auch bei hohen Lautstärken.

Die Mitten setzen sauber darauf auf und arbeiten Stimmen präsent heraus. Zum Glück schneiden hier energiereiche Lead-Instrumente aber nicht ins Gehör – ungewollte Schärfen konnten wir nicht ausmachen. Zusammen mit dem smoothen Top End sorgt das für stundenlanges ermüdungsfreies Hören.

Schallereignisse lassen sich zudem präzise orten, die Klangbühne ist zwar bauartbedingt recht eng, dennoch gelingt Apple hier eine gute Balance aus Weite und Tiefe.

Verglichen mit den Apple AirPods 2 klingen die neuen feiner, aufgeräumter und allgemein einfach präsenter.

Alles prima also? Nicht ganz, denn für unseren Geschmack dürfte der Höhenbereich etwas feiner zeichnen, bzw. mehr Strahlkraft besitzen. Auch klingen die AirPods 3 bei hoher Lautstärke nicht mehr so ausgewogen, leicht topfig und neigen bei einigen Titeln zum Quäken.

3D-Audio mit den Apple AirPods 3

Inzwischen ist Spatial Audio, auch „3D-Audio“ genannt, bei vielen großen Streaming-Anbietern angekommen. Apple sprang schon sehr früh auf diesen Zug, und im Herbst 2020 wurde 3D-Audio zusammen mit iOS 14 für Filme und Serien freigegeben. Inzwischen hat der Hersteller durch eine Zusammenarbeit mit Dolby auch das eigene Musikportfolio um entsprechende Dolby-Atmos-Titel erweitert.

Im Gegensatz zu normalen Kopfhörern, die alle auch 3D-Audio unterstützen, erweitern die Apple AirPods 3 (wie die Apple AirPods Pro sowie Apple AirPods Max) diese Funktion um ein dynamisches Headtracking. Die verbauten Beschleunigungssensoren und Gyroskopen folgen der Kopfbewegung, so dass sich die Sounds mitbewegen. Drehen wir also den Kopf beim Filmeschauen nach links, wandert der Klang nach rechts, bleibt aber stets relativ zum Bildschirm.

Was einem besser gefällt, muss jeder für sich entscheiden. 3D-Audio mit Headtracking mag zwar beeindruckend klingen, aber nicht bei allen Musiktiteln ergibt das auch einen Sinn. Uns gefielen reine Stereo-Mixes nicht selten einfach besser, da es durch Spatial Audio gerne mal verwaschener und unpräziser klingen kann.

Telefonieren mit den Apple AirPods 3

Die Sprachqualität war in der Vergangenheit schon sehr gut, dank neuem AAC-ELD-Sprach-Codec des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS klingt’s noch hochwertiger. Da der Codec die volle Audiobandbreite (20 Hz bis 20 kHz) unterstützt, kann man hier zurecht von einer „Full-HD Sprachübertragung“ sprechen. Die eigene Stimme klingt natürlich und präsent, unser Gegenüber hatte nie Probleme – auch unter lauten Bedingungen. Zusammen mit einem speziellen Akustikgewebe, das Apple über die eingebauten Mikrofone „gezogen“ hat, werden Windgeräusche zudem ordentlich unterdrückt.

Was die AirPods 3 sonst noch können

Die neue Generation unterstützt natürlich ebenfalls Audio Sharing. Kompatible Apple- und Beats-Kopfhörer können von einem Zuspieler mit Audioinhalten versorgt werden. Natürlich darf auch die beliebte Auto-Pausenfunktion nicht fehlen, die hier wieder erwartungsgemäß hervorragend funktioniert. Apple hat den AirPods 3 eine IPX4-Zertifizierung spendiert – auch dem MagSafe Lade-Case. Und schließlich hat auch die Akkulaufzeit zugelegt. Statt 24 Stunden mit den AirPods 2, sind nun 30 Stunden drin. Mit einer Ladung spielen die AirPods 3 nun sechs, und damit eine Stunde länger als die Vorgänger. Dank Schnellladeoption reichen fünf Minuten im Case sodann für eine zusätzliche Stunde Hörspaß.

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Pete Schloßnagel
vor 1 Monat von Pete Schloßnagel
  • Bewertung: 4.38
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Die neuen Apple AirPods 3 leisten sich keine Patzer. Zwar mögen einige mäkeln, dass die knapp 200 Euro teuren Kopfhörer ohne Noise Cancelling daherkommen. Wer dieses Feature aber bisher (auch bei seinen alten AirPods) nicht vermisst hat, hat auch jetzt keinen Grund dazu. Denn ansonsten bietet die dritte Generation neue und sinnvolle Funktionen, wie z.B. den neuen Sprach-Codec zum Telefonieren, die Headtracking-Funktion oder aber die aufgepumpte Akkulaufzeit. Klanglich können die AirPods 3 ebenfalls überzeugen: Ihr Sound ist harmonisch und ausgewogen, zwar nicht im audiophilen Sinne, die breite Masse dürfte hier aber nichts zu beanstanden haben. Auch wenn sie im Vergleich zu den Vorgängen teurer geworden sind: Wir sind sicher, dass Apple mit den AirPods 3. Generation wieder einen Verkaufshit landen wird.

Technische Daten

  • BauformEarBuds
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Gewicht ohne Kabelje 4,28 g, Case ca. 38 g
  • Kabellänge105 cm

Lieferumfang

  • USB-C auf Lightning-Kabel
  • Lade-Case

Eine Antwort zu “Apple AirPods 3”

  1. Avatar photona sagt:

    Das ist eine wenig hilfreiche und sehr subjektiv gefärbte Rezension, finde ich. Wie kann man so viele Punkte für „Handling“ bzw. „Funktion“ vergeben, wo man an den Zahnbürstenköpfen doch nicht einmal die Lautstärke regeln kann? Verstehe ich nicht. Und trotz eher mittelmäßiger Klangeigenschaften fast volle Punktzahl für den Sound? Wird dann die Punkteskala für die um Längen erwachsener klingenden in ears von Bose, Sennheiser oder Sony verlängert bzw. gibt es einen geheimen Faktor, der die Punktebewertung bei Produkten dieser Marke automatisch erhöht? Und wie ist es um die Kompatibilität mit anderen Zuspielen bestellt? (TV, Android, BT Transmitter)…

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