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SBC, aptX und AAC: Bluetooth-Standards einfach erklärt

Wir alle nutzen Bluetooth wie selbstverständlich, ohne genauer zu wissen, was all diese Begriffe eigentlich bedeuten. Unser Ratgeber hilft euch dabei, beim Kauf den Durchblick zu behalten.

Von Redaktion vor 2 Jahren
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Immer wieder lesen wir in den Herstellerbeschreibungen von Bluetooth-Kopfhörern allerlei kryptische Abkürzungen, wenn es um die Klangqualität geht. Und auch wir erwähnen in unseren Tests die verwendeten Codecs und listen diese meist auf. SBC, aptX oder AAC werden häufig genannt. Dass diese unterschiedlich stark eure Musik komprimieren, wisst ihr vielleicht schon. Aber welcher Codec ist besser? Wir wollen euch in dieser kurzen und knappen Übersicht eine Entscheidungshilfe geben.

Kurze Vorgeschichte

Bevor wir aber kurz auf die jeweiligen Codecs eingehen, gibt’s hier zunächst einen Exkurs, denn wir alle benutzen Bluetooth täglich wie selbstverständlich ohne genauer zu wissen, wofür es eigentlich steht. Klar, Bluetooth (benannt nach dem dänischen König Harald Blauzahn, der Teile von Norwegen und Dänemark vereinte, das Logo ist das Monogramm der altnordischen Runen „B“ und „H“) überträgt Daten über Funk. Damit die Übertragung möglichst sparsam stattfinden kann, muss die Leistungsaufnahme sowie die Rechenleistung möglichst gering sein. Das reichte für die ersten Bluetooth-Anwendungen dann auch dicke aus – Musikübertragung aber war zunächst nicht das Hauptziel der drahtlosen Übertragungstechnik in der ersten Generation.

Aber Bluetooth ist kein starrer Standard, er definiert sich eher immer wieder neu durch neue Versionen. So sind wir inzwischen bei Version 5 angekommen. Die Einführung eines speziellen Low-Energy-Profils senkt den Energieverbrauch deutlich und ermöglicht so längeres Musikhören. Dieses Profil, auch „Bluetooth Low Energy“, „Bluetooth LE“ oder „BLE“ genannt, ist eine Funktechnik, die unabhängig entwickelt und bereits 2009 als optionaler Teil der Bluetooth-Version 4.0 veröffentlicht wurde. Bluetooth Low Energy ist aber nicht rückwärtskompatibel, sodass Bluetooth-Geräte zusätzlich BLE unterstützen müssen.

Bluetooth hat Profil(e)

Zur Übertragung von Audio wurde Bluetooth zunächst nur in Verbindung mit Headsets verwendet. Sogenannte „Profile“ regeln die stark in ihrem Frequenzgang einschränkten Audio-Streams: „HSP“ bedeutet „Headset Profile“, und kümmert sich um grundlegende Funktionen, die für eine reibungslose Kommunikation zwischen Headset und Device wichtig sind. Das Profil „HFP“ (für „Hands free Profile“) ist leicht aufgebohrt und definiert die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Mobiltelefon und über eine im Auto installierte Freisprecheinrichtung. Wenn ihr also die beiden Abkürzungen in den technischen Spezifikationen lest, ist das nichts Besonderes und sagt auch nichts über die Übertragungsqualität eurer Musik aus.

Wichtiger sind da schon die beiden folgenden Profile, die „A2DP“ und „AVRCP“ heißen. Ersteres, das „Advanced Audio Distribution Profile“, ermöglicht erst die Übertragung von zwei unterschiedlichen Kanälen, also Stereo, mit einer erheblich besseren Codierung als „HSP“ und „HFP“. Das „Audio/Video Remote Control Profile“, kurz „AVRCP“, ist nur für die Steuerung zuständig: Es sendet Befehle wie „Play“, „Pause“ oder „Skip Title“ vom Kopfhörer an euer Smartphone.

Profile müssen von beiden Seiten unterstützt werden, damit sie funktionieren und sie bringen alle beteiligten technischen Geräte an einen Tisch, damit alle nach den gleichen Regeln spielen. Über die Qualität des Spiels entscheidet aber der Codec!

Bluetooth hat Klasse

Zwar hängt die tatsächlich erzielbare Reichweite bei Bluetooth-Verbindungen von vielen Faktoren ab (Bauform, Umgebung, etc.), generell kann man diese (Reichweite) aber in drei Klassen einteilen: Klasse 1 sendet mit maximal 100 Milliwatt und schafft im Freien bis zu 100 Meter Reichweite. Klasse 2 arbeitet nur mit 2,5 Milliwatt, seine Reichweite beträgt im Freifeld bis zu 50 Meter unter Idealbedingungen, 10 Meter sind aber weitaus realistischer. Klasse 3 ist die stromsparendste Variante: Hier wird nur 1 Milliwatt benötigt, dafür reicht’s aber nur für wenige Meter (bis zu 10 Meter bei Sichtkontakt). Generell ist weniger immer wünschenswert, das schont den Akku.

Was macht so ein Codec eigentlich?

Im Bereich „Bluetooth“ kümmern sich Codecs um die Komprimierung von Audiosignalen. Die digitalen Signale werden in verschiedene Frequenzbänder aufgeteilt, und diese werden dann abhängig von seinem Signalpegel codiert. Das spart eine Menge Platz, ist aber so verlustbehaftet, dass ihr das unter Umständen auch hören könnt.

Und hier gilt Gleiches wie bei den Profilen: Beide Seiten, Sender und Empfänger, müssen den Codec unterstützen.

SBC

SBC, auch „Low Complexity Subband Codec“ genannt, ist Teil des Bluetooth-Profils „A2DP“ (siehe oben). Seine (verlustbehaftete) Komprimierung stellt vergleichsweise geringe Anforderungen an die Hardware und braucht daher nur wenig Rechenleistung. Die Verwendung des Codes SBC ist lizenzfrei, daher findet er häufig Verwendung. Die Sound-Qualität ist, wenn hohe Bitraten geliefert werden, gut, verliert aber schnell an Qualität, wenn der Empfänger schwach ist oder Hindernisse (z.B. Mauern, Luft, Entfernung) zwischen den Devices liegen. Seine maximale Samplerate beträgt 48 kHz (meist wird aber nur 44,1 kHz genutzt), bei 16 Bit und bei einer Datenrate von max. 345 kb/s.

LC3 & LC3plus

Die Bluetooth Special Interest Group hatte im Rahmen der CES 2020 in Las Vegas die nächste Generation von Bluetooth Audio angekündigt (wir berichteten). „LE Audio“ heißt die neue Version und soll die Bluetooth-Audioleistung verbessern und eine erweiterte Unterstützung für Hörgeräte sowie Audio Sharing bieten. LE Audio enthält einen neuen Audiocodec, den Low Complexity Communications Codec (LC3). Dieser soll den alten aus dem Classic Audio bekannten SBC Codec (s.o.) ablösen. LC3 bietet eine hohe Qualität auch bei niedrigen Datenraten und unterstützt Abtastraten bis 48.000 Hz sowie Samplingraten bis 24 Bit. Der erweiterte LC3plus Codec geht noch einen Schritt weiter und unterstützt 24Bit/96kHz.

aptX

aptX wurde bereits in den 80er Jahren an der Queen Universität in Belfast entwickelt, später gekauft von dem Technologieunternehmen CSR, die 2015 wiederum von Qualcomm gekauft wurden. Der Codec ist nicht kostenfrei, wer es in seinen Geräten benutzen will, muss Lizenzgebühren zahlen. Der Hersteller mag vielen von euch ein Begriff sein, wenn der Name „Snapdragon“ fällt: Dieser Prozessor steckt in sehr vielen Android-Smartphones, somit beherrschen sie auch aptX. Der Vorteil des Codecs ist seine fixe Bitrate von 354 kbit/s, eine bessere Komprimierungsleistung (also eine niedrigere Kompressionsrate) und eine daraus resultierende bessere Klangqualität. Dies setzt aber zwingend voraus, dass sämtliche Geräte, die im Spiel sind, den Bluetooth-Zusatzstandard EDR – „Enhanced Data Rate“ beherrschen, der eine Bitrate von bis zu 2,1 Mbit/s bietet. Keine Angst, eigentlich alle Kopfhörer beherrschen EDR, ein Blick auf die technischen Daten oder die Anfrage an den Hersteller sollte euch da ebenfalls Gewissheit verschaffen!

aptX HD

Noch besser wird’s mit dem Anhängsel „HD“. Mit einer Abtastrate von 48 kHz und einer Auflösung von 24 Bit liegt die Qualität theoretisch über der der CD. Zusätzlich gibt es ein geringeres Aussetzer-Risiko. Aber: Smartphones und Kopfhörer mit aptX HD sind immer noch recht selten, der PX von Bowers & Wilkins (zum Test) oder der Beyerdynamic Aventho Wireless (zum Test) unterstützen diesen Codec.

aptX Low Latency, aptX Live

Qualcomm entwickelt seine Codecs ständig weiter und inzwischen gibt’s einige Varianten, die alle auf gewisse Anwendungsgebiete zugeschnitten sind. Die Low-Latency-Variante soll bei zeitkritischen Anwendungen wie Spiele oder Filme für eine perfekte Synchronität sorgen. aptX Live adressiert vor allem Live-Anwendungen auf der Bühne, die bei einem Zusammenspiel von kabellosen Mikrofonen und Kopfhörern auf extrem niedrige Latenzzeiten angewiesen sind.

aptX Adaptive

Im Herbst 2018 hat Qualcomm den neuen Codec aptX Adaptive vorgestellt (zur Newsmeldung). Der Vorteil dieser Weiterentwicklung ist seine automatische Anpassung von Kompressionsraten, wenn unterschiedliche Anwendungsfälle vorliegen. Da die Audioübertragung bei Telefonaten weniger zeitkritisch ist als beim mobilen Gaming oder Netflix streamen, kann aptX Adaptive selbstständig die optimale Kodierung vornehmen.

aptX Lossless

Anfang September 2021 berichteten wir über Qualcomms neuen Codec „aptX Lossless“ (zur Newsmeldung). Diese Weiterentwicklung auf Basis des aptX Adaptive Codecs ist Teil der Anfang 2021 vorgestellten Snapdragon Sound-Audioplattform (zur Newsmeldung). aptX Lossless kann auf verlustfreie CD-Audioqualität – je nach Qualität der Bluetooth-Verbindung – hochskalieren, der Nutzer kann zwischen verlustfreiem CD-Audio (44,1 kHz) und verlustbehaftetem 24-Bit-Audio (96 kHz) wählen. Der Codec arbeitet mit Qualcomms „Bluetooth High Speed Link-Technologie“ zusammen, um den erforderlichen Datendurchsatz zu gewährleisten. Nur so sollen Datenraten von bis zu 1 Mbit/s erreicht werden können, in überlasteten Funkumgebungen sollen diese aber problemlos auf 140 Kbit/s herunterskaliert werden können, um Audio-Aussetzer oder Störungen zu minimieren und ein konsistentes und zuverlässiges Hörerlebnis zu gewährleisten.

AAC – Advanced Audio Coding

Entwickelt wurde dieser Codec von der Motion Picture Experts Group (MPEG) und soll der hochwertige Nachfolger von MP3 sein, da genauere Fehlerbehebungs- und effizientere Codierungsalgorithmen Audiomaterial besser komprimieren. Auch hier werden Lizenzgebühren fällig, dafür unterstützt AAC sogar bis zu 48 Spuren, was ihn für Surround-Anwendungen einsetzbar macht. Apple setzt beispielsweise auf AAC bei ihren mobilen Endgeräten, während ihre Computer aptX unterstützen.

LDAC

Sony hat mit dem LDAC eine Technologie entwickelt, die mit einer maximalen Übertragungsrate von 990 kBit/s High-Res-Audio-Inhalte übertragen kann. Eine Tiefe von 24 Bit und eine Sampling-Rate von 96 kHz reizt aktuell das technisch Machbare aus, leider findet sich dieser Codec aktuell nur in wenigen Produkten. So unterstützen u.a. die Sony WH-1000XM5, die Huawei FreeBuds 5i oder die Soundcore Space A40 by Anker als eine der wenigen diesen Übertragungs-Codec.

LHDC

Der LHDC (-Codec) wurde von der Savitech Corp. entwickelt und erlaubt wie LDAC von Sony hochwertiges Audiostreaming mit geringer Latenzzeit. Er unterstützt bis zu 24 Bit und 96 kHz Audio mit einer Bitrate von bis zu 900 kbps. Unter anderem unterstützen die OnePlus Buds Pro 2 diesen hochauflösenden Codec.

Samsung UHQ-BT

Auch Samsung hat an der Codec-Schraube gedreht und mit UHQ-BT einen Algorithmus im Programm, der wie Sony bis zu 24 Bit und 96 kHz unterstützt. Aber auch hier gilt: Weit verbreitet ist UHQ-BT nicht, wer sich aber ausschließlich im Samsung-Kosmos bewegt, könnte mit dem Bluetooth-Kopfhörer Level One Pro in Kombination mit einem Samsung Smartphone glücklich werden.

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20 Antworten auf “SBC, aptX und AAC: Bluetooth-Standards einfach erklärt”

  1. Hallo liebes Kopfhörer Team,
    Möchte dieselbe Musik von einem Handy Musik auf zwei Earpads hören.
    Ich bin zufällig auf eure Seite gestoßen.
    Problem: UGREEN Transmitter baut keine Dual-Verbindung zu zwei – Bluetooth Earpads (TOZO) auf, nicht möglich, schaltet bei Verbindungaufbau um, immer nur auf einem Paar zu hören.
    Das Handy ist ein Redmi Note 10 5G.
    Habe nachdem ich eure Hinweise gelesen habe den Verdacht, es sind die unterschiedlichen oder fehlenden Codex, die das verhindern.
    Wäre ein entscheidender Hinweis für zukünftige Anschaffungen, wenn sie mir dazu Erklärungen geben könnten.
    Besten Dank
    Mit freundlichem Gruß
    W.V.

    • Redaktion sagt:

      Um welchen UGREEN Transmitter handelt es sich genau? Und auch die genaue Modellbezeichnung der TOZO Kopfhörer wäre ebenfalls noch wichtig. Wobei bei fehlender Codec-Unterstützung (aptX) auf AAC oder SBC zurückgeschaltet wird. SBC kann jedes Handy, jeder Kopfhörer und jeder Bluetooth Transmitter.

    • Redaktion sagt:

      Evtl. noch ein Tipp: den UGREEN Stick mehrere Male auf Werkseinstellungen zurücksetzen.

  2. Udo Hennings sagt:

    Hallo,
    ich bin technisch nicht so versiert!
    Meine Frage:
    Ich möchte mir 2 Geräte von Sony kaufen.
    Passen diese zusammen?
    Kopfhörer WH-CH510 und einen Walkman NWE393R.CEW
    Für eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Udo Hennings

    • Redaktion sagt:

      Hallo Udo, nein die beiden sind nicht kompatibel. Der WH-CH510 ist ein reiner Bluetooth Kopfhörer, während der NWE393R.CEW nur mit Miniklinkenkabel betrieben werden kann. Dem Walkman fehlt Bluetooth.

  3. Norbert L. Muth, M.A. sagt:

    Hallo,

    Sie schreiben in Bezug auf Bluetooth 4.0: „Die Einführung eines speziellen Low-Energy-Profils senkt den Energieverbrauch deutlich und ermöglicht so längeres Musikhören.“

    Das ist technisch falsch. Mit Bluetooth 4.0 ist eine zweite Funktechnologie als neue Bluetooth-Variante „LowEnergy“ für das „Internet der Dinge“ eingeführt worden. Die bisherige Funktechnologievariante wurde in Bluetooth-Classic umbenannt. Bluetooth-Classic und Bluetooth-LowEnergy können nicht miteinander kommunizieren, da es zwei grundverschiedene Funktechniken sind, die beide lediglich der Frequenzbereich 2,4GHz mit WLAN, Microwellenherd, Funksteurungen und vielem anderen teilt.

    Allerdings kann die Funkvariante LowEnergy bis inklusive Version 5.1 keinerlei Audio übertragen, sodaß Kopfhörer und Lautsprecher weiterhin die stromfressende alte Bluetooth-Classic-Variante benutzen müssen.

    Lediglich Hörgeräte können eine von Apple und GN-Resound entwickelte proprietäre Modifikation von Bluetooth-LE zur Übertragung von Audio von iPhones in Hörgräte nutzen. Die so modifizerten Hörgeräte nennen sich MFi-Hörgeräte.

    Erst mit der Bluetooth-Version 5.2 wurde der Bluetooth-LowEnergy Variante eine optionale Audio-Fähigkeit ermöglicht. Nachdem sich diese Audiofähigkeit erst „BLE Audio“ nannte, wurde sie im Sommer 2022 neu als Auracast bezeichnet.

    Ein Problem von BLE Audio alias Auracast ist, dass nicht nur der Kopfhörer einen neuen Bluetooth 5.2 Chip mit Auracast-Option benötigt, sondern auch ein neues Smartphone mit ebensolchem Chip notwendig wird, mit dem über eine spezielle App der Kopfhörer auf den gewünschten Audiostream eingestellt werden muss.

    Die Kopfhörer müssen aber mit dem Smartphone über eine herstellerspezifische App gepaired sein, sodass jeder Teilnehmer über so ein neues Smartphone verfügen muss. Das heißt, es treten Kosten für neue Kopfhörer und ein brandneues High-End Smartphone auf.

  4. Yücel Yüzgün sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe folgendes echt nerviges Problem…seit meinem Kauf eines Xiaomi Poco F2 Pro funktionieren alle meine vorhandenen und auch die neu gekauften Bluetooth Kopfhörer nur zu 50 % heißt Musik höre ich nur auf einem Kopfhörer 🙁 ich habe mich mit den Codecs beschäftigt und als letztes habe ich mir Kopfhörer mit einem aptxhd Codec gekauft leider ohne Erfolg. Kann mir irgendjemand weiterhelfen denn der Support bei xiaomi ist dürftig und im Netz erfährt man sonst auch nicht viel.

    Vielen Dank im Voraus.

    Beste Grüße.

    Yücel

  5. Dirk sagt:

    Snapdragon im Handy bedeutet noch lange nicht, das auch Aptx unterstützt wird, so verstehe ich eure obige Aussage jedoch.
    Ich würde das anders formulieren, um Fehlkäufen ncht Vorschub zu leisten!
    Ansonsten gute Infos.

  6. Max sagt:

    Hallo an die Redaktion,
    Ich suche over ear Blootooth Kopfhörer im oberen Preissegment (150-300 Euro) und habe aber nur ein Samsung galaxy A5 2016 mit Bluetooth: Aktiv: A2DP, HID, OPP
    Passiv: AVRCP, HFP, HSP, PBAP, SAP, HID, OPP, PAN.
    In ein paar Jahren würde ich mir erst ein neues Handy kaufen wollen.
    Wäre ein Kauf von Dali IO-4 oder Bowers & Wilkins PX5 überhaupt sinnvoll?

    • Redaktion sagt:

      Hi Max,

      das A5 2016 kann nur SBC. Das ist zwar schade, aber wenn du dem SBC-Codec klanglich nicht zufrieden bist, könntest du immer noch die Kopfhörer analog anschließen. Und wenn dann eine Neuanschaffung eines Smartphones ansteht, könntest du gezielt nach aptX-HD-fähigen Geräten suchen. Dieser Codec wäre ja vom Dali sowie B&W abgedeckt.

  7. Leon123 sagt:

    Hallo Redaktion,
    habe mir die neuen JBL CLUB ONE´s bestellt, diese bieten A2DP 1.3, AVRCP 1.5, HFP 1.6 aber wie ich es verstanden habe kein SBC, AAC, aptX, aptX HD. Können sie damit mit anderen anbietern mithalten oder handelt es sich um veraltete Technik?

    • Redaktion sagt:

      Guten Morgen Leon123,

      nein, die Bluetooth-Profile sind schon in Ordnung so. Aber generell macht JBL kaum bis gar keine Angaben zum verbauten Codec. Mindestens einen Codec muss ein Bluetooth-Kopfhörer schon haben, sonst wäre es nicht möglich, ihn mit einem Smartphone, etc. zu verbinden. Wir gehen davon aus, dass die JBL Club One nur den SBC-Codec verbauten haben.

  8. iDau sagt:

    Danke für die tolle Übersicht – dadurch habe ich mich tatsächlich mal mit den Standards beschäftigt, die mir zu Hause zur Verfügung stehen. Da wäre einmal ein Bluetooth-Adapter am Fernseher der Bluetooth 5.0 und aptX-LL unterstützt und natürlich mein iPhone mit AAC um Musik zu hören.

    Kennt Ihr eigentlich einen Over-Ear Kopfhörer (vielleicht mit Noise Cancelling) der für beide Bereiche geeignet wäre?

  9. Micha sagt:

    FastStream-Codecs fehlt hier noch in der Sammlung die Erklärung. Wird z.B. im Creative BT-W2 Bluetooth Audio USB Transceiver verwendet.

  10. Michael sagt:

    LDAC wird mittlerweile von Fiio BTR3 und Huawei bei den neueren Smartphones unterstützt. Ich besitze das P10. Die Kombination klingt damit erheblich besser.

  11. Matthias sagt:

    weiß jemand, in welchem Verhältnis die Codecs zu Bluetootj 5.0 stehen? BT 5.0 lässt ja Übertragungsraten bis zu 2MB zu, bei niedrigem Energiebedarf. Macht das die Codecs dann nicht überflüssig?

  12. Fairplay sagt:

    Hallo danke für eure Erklärung Darstellung hier!
    Könnt ihr mir eine Frage dazu beantworten, genau danach hatte ich gesucht:

    „Apple setzt beispielsweise auf AAC bei ihren mobilen Endgeräten, während ihre Computer aptX unterstützen.“

    Das heißt also das man mit dem Smartphone (Android, Snapdragon) bei AAC kodierte Musik, kein Aptx hat, wenn natürlich das Headset das auch unterstützt??

    Mit freundlichen Grüßen!

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