Sony Inzone H6 Air: Open-Back-Gaming-Headset mit MDR-MV1-Treibertechnologie
Sony Inzone H6 Air: Erster Open-Back der Inzone-Linie. Die Treibertechnologie stammt direkt vom Profi-Kopfhörer MDR-MV1.
Dies ermögliche völlig neue Anwendungsfälle und verändere zukünftig die Art, wie Menschen Audio erleben und sich mit ihrer akustischen Umwelt vernetzen – heißt es weiter.
„Mit fast einer Milliarde Audiogeräten, die im vergangenen Jahr ausgeliefert wurden, ist Audio der größte Bluetooth-Markt“, sagt Mark Powell, CEO der Bluetooth SIG. „Die Einführung von LE Audio ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Gemeinschaft von Bluetooth-Entwicklern Technologien und Produktinnovationen vorantreibt sowie die Bereitstellung noch besserer und leistungsfähigerer Audio-Produkte mit Bluetooth ermöglicht.“
Bluetooth Audio soll künftig zwei Betriebsarten unterstützen: Während LE Audio auf Bluetooth Low Energy (LE) basiert, arbeitet Classic Audio weiterhin mit Bluetooth Classic. LE Audio ermöglicht die Entwicklung ähnlicher Audioprodukte und Anwendungsfälle wie Classic Audio, führt aber gleichzeitig neue Funktionen ein, um deren Leistung zu steigern und ganz neue Nutzungsszenarien zu ermöglichen.
LE Audio soll einen neuen hochwertigen, aber auch stromsparenden Audio-Codec enthalten. LC3 biete somit hohe Qualität auch bei niedrigen Datenraten und werde Entwicklern eine enorme Flexibilität bieten. So können sie bessere Kompromisse zwischen wichtigen Produkteigenschaften wie Audioqualität und Stromverbrauch eingehen.
„Umfangreiche Tests haben gezeigt, dass LC3 die Audioqualität gegenüber dem in Classic Audio enthaltenen SBC-Codec verbessern wird und das bei einer 50 Prozent niedrigeren Bitrate“, sagt Manfred Lutzky, Leiter Audio für Kommunikation am Fraunhofer IIS. „Entwickler nutzen diese Energieeinsparungen, um Produkte mit längerer Akkulaufzeit zu entwickeln. Wenn die aktuelle Akkulaufzeit bereits ausreicht, können sie stattdessen die Größe des Geräts durch den Einsatz kleinerer Batterien reduzieren.“
Multi-Stream-Audio ermöglicht die Übertragung mehrerer unabhängiger, aber völlig synchronisierter Audioströme zwischen einer Audioquelle, beispielsweise einem Smartphone, und einem oder mehreren Audio-Ausgangsgeräten.
„Entwickler verwenden die Multi-Stream-Audio-Funktion, um die Leistung von Produkten wie drahtlosen Kopfhörern weiterzuentwickeln“, sagt Nick Hunn, CTO von WiFore Consulting und Vorsitzender der Bluetooth SIG Hearing Aid Working Group. „So können sie beispielsweise ein besseres Stereo-Erlebnis bieten. Dies erlaubt auch die reibungslose Nutzung von Sprachassistenten-Diensten sowie den nahtlosen Wechsel zwischen mehreren Audioquellen.“
LE Audio soll zudem Hörgeräte dank geringem Energieverbrauch in hoher Klangqualität mit Multi-Stream-Funktionalität unterstützen. Bluetooth Audio hat laut eigenen Angaben einem großen Teil der Weltbevölkerung erhebliche Vorteile gebracht, indem es überhaupt erst drahtloses Telefonieren und Hören ermöglichte. LE Audio soll die Entwicklung von Hörgeräten mit Bluetooth ermöglichen, die der wachsenden Zahl von Menschen mit Hörverlust alle Vorteile von Bluetooth-Audio bieten sollen.
„LE Audio wird einer der bedeutendsten Fortschritte für die Benutzer von Hörgeräten und Hörimplantaten sein“, sagt Stefan Zimmer, Generalsekretär der European Hearing Instrument Manufacturers Association (EHIMA). „Die EHIMA-Ingenieure haben ihr Fachwissen eingebracht, um das Klangerlebnis insbesondere für schwerhörige Menschen zu verbessern. Die meisten neuen Smartphones und Fernseher werden innerhalb weniger Jahre für hörgeschädigte Nutzer in gleicher Qualität nutzbar sein.“
Mit LE Audio kündigt die Bluetooth SIG ebenfalls Broadcast Audio an. Mit dieser Funktion soll ein Sender Töne an eine unbegrenzte Anzahl von Empfängern übertragen können.
Die Bluetooth-Audiofreigabe soll sowohl persönlich als auch standortbezogen erfolgen können. Mit der persönlichen Audiofreigabe sollen Menschen ihr Bluetooth-Audioerlebnis mit anderen Menschen in ihrer Umgebung teilen können, zum Beispiel Musik von einem Smartphone mit Familie und Freunden. Dank ortsbezogenem Audio Sharing sollen öffentliche Einrichtungen wie Flughäfen, Bars, Fitnessstudios, Kinos oder Konferenzzentren nun Bluetooth Audio nutzen können, um das Besuchererlebnis zu verbessern.
„Location Based Audio Sharing hat das Potential die Art und Weise, wie wir die Welt um uns herum erleben, zu verändern“, sagt Peter Liu von der Bose Corporation und Mitglied des Board of Directors der Bluetooth SIG. „Zum Beispiel können Passanten selbstständig den Ton von stillen Fernsehern in öffentlichen Einrichtungen empfangen. Einrichtungen wie Theater und Hörsäle bieten eine Audio-Übertrag für Besuchern mit Hörverlust an oder stellen die Tonspur in mehreren Sprachen zur Verfügung.“
Die Bluetooth-Spezifikationen für LE Audio werden voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2020 veröffentlicht. Weitere Informationen über LE Audio unter: https://www.bluetooth.com/leaudio/
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