Technologie aus den Topmodellen, aber für 295 US-Dollar: Der Grado Signature S150 ist das bislang günstigste Modell der Signature Line und kommt mit einem neu entwickelten 44-mm-S-Treiber, abnehmbaren Bronze-Kabeln und einem einteiligen ABS-Gehäuse. Die Auslieferung des offenen Kopfhörers soll laut Hersteller Anfang November 2026 beginnen.
Neuer Treiber: 44 Millimeter statt 52
Herzstück des Grado Signature S150 ist ein 44-mm-S-Treiber, der hier zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Seine Membran besteht aus einem Papier-Komposit und basiert auf der Technik der größeren 52-mm-S-Treiber im HP100 SE (2.495 US-Dollar) und im S950 (2.195 US-Dollar). Speziell für das kleinere Format abgestimmt wurde die Variante laut Hersteller allerdings neu.
Klanglich verspricht der Hersteller viel Klarheit und Detail bei vollem Körper. Selbst für einen offenen Kopfhörer soll der Bass sauber und artikuliert ausfallen. Das sind Herstellerangaben; ein Test steht aus.
Mit 38 Ohm und 104 dB bei 1 mW sollte der Treiber auch an einfachen Quellen laufen.
Bilder: Grado
Kabel zum Abnehmen, Gehäuse aus einem Stück
Beim Grado Signature S150 sitzen an beiden Hörmuscheln 3,5-mm-Buchsen. Mitgeliefert wird das neue Signature-Bronze-Kabel, das leichter, weicher und flexibler sein soll als frühere Grado-Kabel. Am anderen Ende steckt ein 3,5-mm-Klinkenstecker, ein 6,3-mm-Adapter liegt bei. Wer eine andere Steckerform braucht, kann den Kopfhörer laut Hersteller mit alternativen Kabelterminierungen bestellen.
Das ist bemerkenswert, denn bei der kürzlich vorgestellten Classic Series bleibt es beim fest montierten Kabel.
Neu ist auch das Gehäuse: ein einteiliger Akustikkörper aus ABS-Kunststoff in mattem Schwarz. Er soll leicht und formstabil sein und dennoch erkennbar nach Grado aussehen.
Komfort: 220 Gramm, gepolstertes Kopfband, tauschbare Pads
Der Grado Signature S150 wiegt 220 Gramm, das Kopfband ist mit Leder gepolstert und enthält ein flexibles Stahlband, mit dem sich der Anpressdruck einstellen lässt. Dazu kommen mattschwarze Polymer-Gimbals, Höhenverstellstäbe aus Edelstahl und verstärkte Verbindungsblöcke. Die Hörmuscheln lassen sich nur kontrolliert drehen.
Als Ohrpolster liegen die F-Cushions mit akustischen Schlitzen bei, die Teil der Klangabstimmung sind. Alle Grado-Polster passen ebenfalls. Die neue Kopfbandeinheit gibt es separat, etwa zum Nachrüsten kompatibler älterer Modelle.
Bild: Grado
Wo der S150 in der Familie steht
Der Grado Signature S150 erweitert die Signature Line nach unten. Zu ihr gehören bislang unter anderem HP100 SE, S950, S750 und S550. Der S750 war im Herbst 2025 noch für 1.695 US-Dollar gestartet.
Preislich landet der Neuling damit im Bereich der klassischen Modelle: Die bisherigen x-Modelle lagen laut unserer Classic-Series-News im deutschen Handel zwischen etwa 100 und 400 Euro. Ohne deutschen Preis für den S150 lässt sich das aber nur grob einordnen.
295 Dollar, Auslieferung ab November
Der UVP des Grado Signature S150 liegt bei 295 US-Dollar. Die Vorbestellung läuft, der Versand soll Anfang November 2026 starten. Einen Euro-Preis nennt Grado; sobald beides vorliegt, ergänzen wir es hier. Vorbestellen lässt sich der Kopfhörer direkt beim Hersteller Grado.
Technische Daten (Herstellerangaben)
| Wandlerprinzip | Dynamisch |
| Bauweise | Offen |
| Bauform | On-Ear |
| Treiber | 44 mm S-Treiber, Papier-Komposit-Membran |
| Driver Matching | 0,05 dB |
| Frequenzgang | 16 Hz bis 34 kHz |
| Klirrfaktor (THD) | < 0,3 % bei 100 dB |
| Schalldruck (1 mW) | 104 dB |
| Impedanz | 38 Ohm |
| Gewicht | 220 g (keine Angabe, ob mit Kabel) |
| Gehäuse | Einteilig, ABS-Kunststoff, mattschwarz |
| Kabel | Signature Bronze, abnehmbar; Länge: keine Herstellerangabe |
| Anschluss am Kopfhörer | Zweimal 3,5 mm (Mini) |
| Anschluss an der Quelle | 3,5 mm, 6,3-mm-Adapter im Lieferumfang |
| Ohrpolster | F-Cushion |
| UVP | 295 US-Dollar |
| Verfügbarkeit | Vorbestellung, Versand ab Anfang November 2026 |
Grado bei kopfhoerer.de im Test
Grado SR80e: Leichtgewichtiger offener On-Ear-Kopfhörer
Bewertung: 3.9 / 5
„Der Grado SR80e ist ein solider Kopfhörer, der sich in allen Genres gut schlägt“
→ Zum Test


