Bose legt seine offenen Flaggschiff-Ohrhörer neu auf: Die Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) behalten die charakteristische Manschettenform des Originals, bringen aber einen neu entwickelten Treiber mit mehr Bass und Lautstärke, einen neuen Kino-Modus mit Bose TrueSpatial, kabelloses Laden und erstmals Snapdragon Sound mit aptX Adaptive. Bei der reinen Akkulaufzeit pro Ladung bleibt es bei bis zu 9 Stunden wie beim Vorgänger, die Case-Reserve legt aber spürbar zu.
Erhältlich sind die Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) ab dem 1. Oktober 2026 für 299,95 Euro, Vorbestellungen bei MyBose sind ab sofort möglich.
Bilder: Bose
Bewährtes Cuff-Design, neu abgestimmter Klang
Die erste Generation der Ultra Open Earbuds (Test) hat kopfhoerer.de mit 4 von 5 Sternen bewertet und vor allem für das komfortable, druckfreie Cuff-Design gelobt. Kritikpunkte waren fehlende Bässe im Vergleich zu klassischen In-Ears, keine Multipoint-Verbindung und kein kabelloses Laden. Genau an diesen Punkten setzt die zweite Generation an: Ein neu entwickelter Treiber soll tiefere Bässe und mehr Lautstärke liefern als das erste Modell, das Ladecase unterstützt nun kabelloses Laden, und mit Bluetooth Core 5.4 kommt auch Multipoint-Konnektivität für zwei gleichzeitig verbundene Geräte hinzu – zwei der größten Schwachpunkte des Vorgängers sind damit laut Herstellerangaben behoben.
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OpenAudio-Technologie: Klang ohne Knochenschall, ohne ANC
Wie beim Vorgänger basiert das Hörerlebnis der Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) auf Bose OpenAudio: Ein Schallwandler in Kombination mit einer präzise abgestimmten akustischen Konstruktion soll Klang gezielt zum Ohr leiten, ohne ihn wie bei Knochenschall-Kopfhörern über Vibrationen zu übertragen und ohne ihn wie bei geschlossenen Kopfhörern nach außen abzudichten. Die digitale Signalverarbeitung Bose SoundDesign kümmert sich um das Verhältnis von Klarheit und Bass. Ein aktives Noise Cancelling gibt es dem offenen Design geschuldet weiterhin nicht. Wer Umgebungsgeräusche bewusst ausblenden will, ist bei den Ultra Open Earbuds an der falschen Adresse, wer sie bewusst wahrnehmen möchte, dagegen genau richtig.
Neuer Kino-Modus mit Bose TrueSpatial
Für Video- und Podcast-Inhalte führt Bose einen neuen Cinema-Modus mit der hauseigenen TrueSpatial-Technologie ein, der eine breitere, immersivere Klangbühne bei den Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) erzeugen soll, während Dialoge zentriert und klar bleiben sollen. Ob sich das tatsächlich wie im Kino anfühlt, wird unser Test klären. Bemerkenswert ist aber, dass Bose diesen Modus ausdrücklich für alle Inhaltsquellen bewirbt, nicht nur für spezielle Spatial-Audio-Formate.
Snapdragon Sound und SpeechClarity für Anrufe
Neu für die Ultra-Reihe ist die Unterstützung von Snapdragon Sound mit aptX Adaptive, das auf kompatiblen Android-Geräten höhere Audioqualität, geringere Latenz und stabilere Verbindungen verspricht. Für Telefonate setzt Bose auf die proprietäre SpeechClarity-Technologie: Ein zusätzliches Mikrofon samt Sprachaufnahmeeinheit in jedem Earbud soll die eigene Stimme gezielt von Hintergrundgeräuschen trennen, ohne dabei künstlich oder dünn zu klingen. Im Test der ersten Generation war die Anrufqualität mit spürbarem Rauschen noch ein Kritikpunkt, den Bose damit gezielt adressiert.
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Design-Update, mehr Akku und ein Blick aufs Datenblatt
Am grundsätzlichen Formfaktor ändert sich nichts, wohl aber im Detail: Ein überarbeitetes Metallic-Element mit abgeschrägter Kante und glänzendem Finish soll die Optik im Alltag aufwerten, das neu gestaltete Ladecase lässt sich laut Bose angenehmer öffnen und schließen und steht dank integrierter Silikonfüße von selbst aufrecht. Laut Datenblatt wiegt ein Earbud 10 Gramm, das Ladeetui 50 Gramm, bei Abmessungen von 1,77 × 1,89 × 2,77 cm pro Earbud und 2,68 × 4,75 × 6,60 cm fürs Etui. Im Lieferumfang enthalten sind die Earbuds selbst, das Transportetui mit Ladefunktion, eine Kurzanleitung und ein Sicherheitsblatt.
Bei der Akkulaufzeit nennt das Datenblatt differenziertere Werte als die ursprüngliche Pressemitteilung: bis zu 9 Stunden im Standardmodus, bei aktiviertem Bose-360-Grad-Sound (also Spatial Audio) sinkt der Wert auf 5 Stunden – exakt dieselbe Aufteilung wie bei der ersten Generation, ein echter Fortschritt bei der reinen Wiedergabedauer ist das also nicht. Zugelegt hat dagegen die Ladecase-Reserve: Die Earbuds lassen sich laut Datenblatt insgesamt bis zu 28,5 Stunden über das Case aufladen, macht abzüglich der ersten Ladung rund 19,5 zusätzliche Stunden aus dem Case – etwas mehr als die rund 21 Stunden Gesamtlaufzeit mit aktiviertem Spatial Audio der ersten Generation. Zehn Minuten Schnellladung sollen für bis zu 2 Stunden Wiedergabe reichen. Bose testet diese Werte nach eigener Methodik bei einer festen Lautstärke von -75 dBA; wie stark die reale Nutzungsdauer abweicht, hängt wie immer von der individuellen Nutzung ab. Farblich gibt es die Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) in Schwarz oder Rauchweiß, dazu limitiert – je nach Verfügbarkeit – in Kirsch-Schokolade, Olivgrün und Himmelrosa.
Google Find Hub: erst per Update?
Die ursprüngliche Pressemitteilung nennt Google Find Hub als Funktion, die für beide neuen Modelle erst nach dem Marktstart per Firmware-Update nachgereicht wird, zusammen mit integriertem Alexa+ und einem Shortcut für Apple Music. Das technische Datenblatt zu den Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) führt unter „Konnektivität” dagegen bereits Google Find Hub und zusätzlich Find My Android als vorhandene Funktionen auf, ohne Update-Hinweis. Alexa+ und der Apple-Music-Shortcut tauchen im Datenblatt nicht auf. Das spricht dafür, dass zumindest diese beiden Funktionen wie in der PM beschrieben erst nachträglich per Update kommen, während der Status von Find Hub zum Verkaufsstart unklar bleibt.
Preis und Verfügbarkeit
Die Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) sind ab dem 1. Oktober 2026 für 299,95 Euro erhältlich, in Schwarz oder Rauchweiß sowie limitiert in Kirsch-Schokolade, Olivgrün und Himmelrosa. Exklusive MyBose-Vorbestellungen sind bereits ab dem 17. September 2026 auf Bose.de möglich.
Technische Daten der Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) (Herstellerangaben)
| Modell | Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) |
| Typ | Offener Ohrhörer, Cuff-Design, ohne ANC |
| Treiber | Neu entwickelt (mehr Bass und Lautstärke als 1. Generation) |
| Sprachqualität | Bose SpeechClarity (KI-gestützte Sprachisolierung) |
| Besondere Modi | Cinema-Modus mit Bose TrueSpatial, Auto Volume |
| Hörmodi | Kein Noise Cancelling; Stereo, Bose-360-Grad-Sound, Kinomodus |
| Bluetooth | Core 5.4, Multipoint (2 Geräte) |
| Codecs | SBC, AAC, aptX (Snapdragon Sound) |
| Pairing | Google Fast Pair |
| Google Find Hub | per Firmware-Update |
| Akkulaufzeit (Standardmodus) | bis zu 9 Std. |
| Akkulaufzeit (mit Bose-360-Grad-Sound) | bis zu 5 Std. |
| Akkulaufzeit (Earbuds + Ladecase gesamt) | bis zu 28,5 Std. |
| Schnellladung | 10 Min. = bis zu 2 Std. Wiedergabe |
| Laden | Kabellos (neu), Ladecase steht aufrecht |
| Abmessungen Earbud (B×H×T) | 1,77 × 1,89 × 2,77 cm |
| Abmessungen Etui (B×H×T) | 2,68 × 4,75 × 6,60 cm |
| Gewicht | 10 g pro Earbud, 50 g Ladeetui |
| Lieferumfang | Earbuds, Transportetui mit Ladefunktion, Kurzanleitung, Sicherheitsblatt |
| App-Funktionen | 3-Band-EQ, Auto Volume, Shortcut-Konfiguration, Bluetooth-Geräteverwaltung, Firmware-Updates |
| Shortcuts | Spotify Tap, nativer Sprachassistent, Bose-Immersive-Audio-Wechsel |
| Geplant per Firmware-Update (laut PM) | Alexa+, Apple-Music-Shortcut (ggf. auch Google Find Hub) |
| Farben (Standard) | Schwarz, Rauchweiß |
| Farben (limitiert, je nach Verfügbarkeit) | Kirsch-Schokolade, Olivgrün, Himmelrosa |
| Preis | 299,95 € |
| Verfügbarkeit | ab 1. Oktober 2026 (Vorbestellung ab 17. September) |
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