Musik hören und trotzdem mitbekommen, dass der Bus kommt: Genau das versprechen die vivo Buds Clip. Die Clip-On-Earbuds sitzen außen am Ohr statt im Gehörgang, wiegen nur 5,2 Gramm pro Seite und kosten 179 Euro (UVP). In Deutschland sind sie ab sofort erhältlich.
Bild: vivo
Offen statt abgedichtet
Klassische In-Ears dichten den Gehörgang ab. Das ist prima zum Abtauchen, aber weniger prima, wenn du im Straßenverkehr unterwegs bist oder im Büro nicht jede Ansprache überhören willst. Open-Ear-Modelle gehen den umgekehrten Weg: Sie bleiben vor dem Gehörgang und lassen die Umgebung durch.
Genau auf dieses Prinzip setzen die vivo Buds Clip. Gespräche, Durchsagen und Motorengeräusche bleiben hörbar, während Musik oder ein Telefonat laufen. Nach Angaben des Herstellers sind es die ersten Clip-On-Earbuds der Marke für den europäischen Markt.
Wie viel Klang geht offen?
Open-Ear-Systeme haben es technisch schwer: Ohne Abdichtung im Ohr gehen schnell Bass und Feinheiten verloren. Die vivo Buds Clip setzen deshalb auf einen 12-mm-Dynamiktreiber (die klassische Lautsprecher-Bauweise im Miniformat) mit zwei Magneten, einer parallel angeordneten Doppel-Schwingspule und einer PU-Membran. Das Ziel: kräftige Bässe, natürliche Stimmen und klare Höhen auch im offenen Design.
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Für die Übertragung unterstützen die vivo Buds Clip LDAC, einen Bluetooth-Codec, der mehr Daten pro Sekunde durchlässt als die Standardverfahren. Sie sind außerdem Hi-Res-Wireless-Audio-zertifiziert. Abgestimmt wurde der Klang im vivo Golden Ears Acoustics Lab. Wer selbst Hand anlegen will, nutzt den individuell anpassbaren 10-Band-Equalizer. Dazu kommt vivo Spatial Audio mit vier Raumklang-Modi: Theatre, Concert Hall, Recording Studio und Live Concert.
Eine Besonderheit zur Treibergröße der vivo Buds Clip: Die Pressemitteilung nennt 12 mm, die Produktseite führt zusätzlich einen „11 mm High-Resolution-Treiber“ auf. Wir halten uns an die 12 mm aus der Pressemitteilung und haben die Abweichung in der Tabelle vermerkt.
EarFun Clip 2
Bequeme Open-Ears mit LDAC und KI-Übersetzung.
Drei Modi für jede Lage
Die vivo Buds Clip bieten drei Audiomodi, die auf unterschiedliche Umgebungen abgestimmt sind:
- Balanced ist für das alltägliche Hören zu Hause oder im Büro gedacht.
- Vocal Enhancement passt die mittleren und hohen Frequenzen dynamisch an lautere Umgebungen an, damit Stimmen, Gespräche und Podcasts verständlich bleiben.
- Leakage Prevention kombiniert gerichtete Schallübertragung mit Algorithmen, damit in Bibliotheken, Büros oder Aufzügen möglichst wenig Schall nach außen dringt. Adaptive Volume regelt zusätzlich die Lautstärke nach, wenn sich die Umgebungsgeräusche ändern.
Fürs Telefonieren arbeiten in den vivo Buds Clip zwei Mikrofone mit Beamforming (sie richten ihre Empfindlichkeit auf die Stimme aus) und KI-Geräuschunterdrückung mit einem VPU-Mikrofon zusammen, das Schwingungen über die Knochenleitung aufnimmt. So sollen störende Umgebungsgeräusche bei Meetings, im Café oder unterwegs sinken.
Leicht, wetterfest, ausdauernd
Jeder Hörer wiegt rund 5,2 Gramm. Für den sicheren Halt sorgt eine flexible Brücke aus Nickel-Titan-Memory-Legierung. Das klingt nach Raumfahrt, soll aber schlicht dafür sorgen, dass die Clips sitzen bleiben, ohne beim langen Tragen zu drücken. Beide Hörer sind identisch aufgebaut und passen an jedes Ohr. Nach IP55 sind die Buds staub- und wassergeschützt, laut Hersteller also auch für Alltag und Sport geeignet. Optisch hat sich das Design von Perlmutt inspirieren lassen: Eine Abdeckung erzeugt je nach Blickwinkel unterschiedliche Lichtreflexe.
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Beim Akku nennt der Hersteller bis zu 10 Stunden Musikwiedergabe pro Ladung und bis zu 42 Stunden mit Zwischenladungen im Ladecase. Zehn Minuten am Kabel reichen für bis zu drei Stunden Musik.
Die vivo Buds Clip lassen sich zudem mit bis zu drei Geräten gleichzeitig verbinden, auch aus verschiedenen Ökosystemen, etwa Smartphone, Tablet und Computer. Kommt während der Verbindung mit dem Computer ein Anruf aufs Smartphone, lässt er sich annehmen; danach springt die Audioausgabe zurück. Bedient wird per Doppeltippen, dreifachem Tippen, Gedrückt Halten und Wischen. Die Trageerkennung pausiert die Wiedergabe, sobald ein Hörer abgenommen wird. Mit vivo Smartwatches lassen sich die Buds zusätzlich verknüpfen.
Zum Einordnen beim Gewicht: Die Huawei FreeClip 2 bringen laut unserem Test 5 Gramm pro Hörer auf die Waage, die Anker Soundcore AeroClip 2 rund 6,35 Gramm. Mit 5,2 Gramm gehören die vivo Buds Clip also zu den Leichtgewichten dieser Bauform; wie sie im Alltag klingen und sitzen, kann erst ein Test zeigen.
Was sind die Vorteile von Open-Ear-Kopfhörern?
Egal, ob ihr Sportler, täglicher Pendler oder einfach jemand seid, der eine Möglichkeit sucht, Musik unterwegs zu genießen, offene Kopfhörer könnten die perfekte Lösung für euch sein.
Preis und Verfügbarkeit der vivo Buds Clip
Die vivo Buds Clip kosten 179 Euro (UVP) und sind ab sofort in Deutschland erhältlich. Laut Pressemitteilung gibt es sie in Aurora Purple, Moonlight White und Stardust Black; im Online Store waren beim Redaktionsstand allerdings nur Aurora Purple und Stardust Black wählbar. Im Lieferumfang liegen laut Produktseite die Buds Clip und ein USB-Kabel. Gekauft wird direkt im Online Store von vivo.
Für wen sich die vivo Buds Clip lohnen
Wer im Alltag, im Büro oder auf dem Weg dorthin Musik und Telefonate nutzen will, ohne sich von der Umgebung abzuschotten, liegt mit dieser Bauform richtig. Wer dagegen Lärm konsequent ausblenden möchte, ist mit einem In-Ear mit aktiver Geräuschunterdrückung besser bedient, denn offene Hörer schirmen systembedingt nicht ab. Einen Überblick über getestete Alternativen bietet unsere Bestenliste der besten Open-Ear-Kopfhörer.
Technische Daten vivo Buds Clip (Herstellerangaben)
| Typ | Open-Ear-Earbuds im Clip-On-Design, kabellos |
| Treiber | 12 mm Dynamiktreiber, zwei Magnete, parallele Doppel-Schwingspule, PU-Membran (die Produktseite nennt zusätzlich einen 11-mm-High-Resolution-Treiber) |
| Codecs | LDAC, Hi-Res Wireless Audio zertifiziert (weitere Codecs: keine Herstellerangabe) |
| Bluetooth-Version | keine Herstellerangabe |
| Audiomodi | Balanced, Vocal Enhancement, Leakage Prevention |
| Equalizer | individuell anpassbarer 10-Band-Equalizer |
| Spatial Audio | Theatre, Concert Hall, Recording Studio, Live Concert |
| Mikrofone | zwei Mikrofone mit Beamforming und KI-Geräuschunterdrückung, VPU-Knochenleitungsmikrofon |
| Mehrgerätenutzung | bis zu drei Geräte gleichzeitig |
| Bedienung | Doppeltippen, dreifaches Tippen, Gedrückt Halten, Wischen; Trageerkennung |
| Akkulaufzeit | bis zu 10 Stunden (Hörer), bis zu 42 Stunden mit Ladecase |
| Schnellladen | 10 Minuten Laden für bis zu 3 Stunden Wiedergabe |
| Gewicht | 5,2 g pro Hörer (Ladecase: keine Herstellerangabe) |
| Schutzklasse | IP55 |
| Material Brücke | Nickel-Titan-Memory-Legierung |
| Farben | Aurora Purple, Moonlight White, Stardust Black (im Online Store zum Redaktionsstand nur Purple und Black) |
| Lieferumfang | Buds Clip, USB-Kabel (laut Produktseite) |
| Preis (UVP) | 179 Euro |
| Verfügbarkeit | ab sofort in Deutschland |
Zwei Fragen, die Einsteiger stellen
Was unterscheidet Open-Ear von In-Ear?
Open-Ear-Hörer sitzen außen am Ohr und verschließen den Gehörgang nicht. Du hörst Musik und Umgebung gleichzeitig, was im Straßenverkehr und im Büro hilfreich ist. Dafür fehlt die Abschirmung gegen Lärm, wie sie In-Ears mit Noise Cancelling bieten. Mehr dazu liefert unser Ratgeber zu den Vorteilen von Open-Ear-Kopfhörern.
Brauche ich für LDAC ein bestimmtes Smartphone?
LDAC funktioniert nur, wenn auch dein Zuspieler den Codec unterstützt; das steht im Datenblatt deines Smartphones. Ohne LDAC-Unterstützung greift die Verbindung auf ein Standardverfahren zurück. Welche weiteren Codecs die Buds beherrschen, nennt die Pressemitteilung nicht.
Ähnliche Open-Ears bei kopfhoerer.de im Test
Preislich im selben Bereich bewegen sich Clip-Modelle, die wir bereits getestet haben: Die Soundcore AeroClip 2 stehen in unserer Tabelle mit 179,99 Euro, für die FreeClip 2 und die LinkBuds Clip lagen die gelisteten Angebote zuletzt laut den Testseiten zwischen rund 140 und 200 Euro.
Anker Soundcore AeroClip 2: Open-Ear-Clips mit LDAC, IP57, ca. 6,35 g pro Hörer
Bewertung: 4.6 / 5
„Die Anker Soundcore AeroClip 2 sind ein gelungenes Update eines ohnehin guten Vorgängers.“
→ Zum Test
Huawei FreeClip 2: Open-Ear-Clips mit 5 g pro Hörer, IP57, Codecs LC3, AAC und L2HC
Bewertung: 4.5 / 5
„Bei den FreeClip 2 setzt Huawei auf signifikante Verbesserungen in fast allen Bereichen.“
→ Zum Test
Sony LinkBuds Clip: Open-Ear-Clips mit ca. 6,4 g pro Hörer, IPX4, SBC und AAC
Bewertung: 4.5 / 5
„solide, gut klingende, anmutige und ausgereifte Open-Ears“
→ Zum Test








