Noise ist in Deutschland kaum bekannt – mit den Master Buds Open und einer Bose-Kooperation beim Klang startet...
Der österreichische Audiohersteller bietet mit LEWITT Space Replicator Free ab sofort eine kostenlose Version seines Monitoring-Plugins an. Die Software simuliert über Kopfhörer das Stereofeld eines akustisch behandelten Studios und erlaubt Mixchecks auf virtuellen Smartphone- und Laptop-Lautsprechern – ganz ohne teures Studio-Equipment. Über 800 Kopfhörer-Kompensationsprofile sollen für präzise Ergebnisse mit dem eigenen Kopfhörermodell sorgen.
Kopfhörer als Studio-Ersatz
LEWITT Space Replicator Free richtet sich an alle, die Musik produzieren oder abmischen, ohne Zugang zu einem akustisch optimierten Raum zu haben. Das dürfte eine Situation sein, die auf die meisten Homestudio-Nutzer zutrifft. Das Plugin simuliert über Kopfhörer das natürliche Stereofeld von Studiomonitoren, das beim Mischen mit Kopfhörern normalerweise fehlt. Anders als vergleichbare Lösungen ist Space Replicator nicht an bestimmte Kopfhörer-Hardware gebunden, sondern funktioniert mit vorhandenen Modellen. Die Kalibrierung erfolgt über eine Auswahl aus mehr als 800 hinterlegten Kompensationskurven direkt im Plugin.
Die kostenlose Version von Space Replicator ist ein kleines Geschenk an die Audio-Community“, sagt Moritz Lochner, Leiter des Produktmanagements bei LEWITT. „Wir hoffen, durch diese hochmoderne und dennoch benutzerfreundliche Lösung dazu beitragen zu können, die Workflows bei der Audioproduktion all jener zu verbessern, die keinen Zugang zu einem zuverlässigen Mixing-Studio haben.“
Was die kostenlose Version kann
LEWITT Space Replicator Free bündelt mehrere Funktionen aus der kostenpflichtigen Produktlinie. Mit dem sogenannten Studio A lässt sich der Kopfhörerklang für Mixing, Mastering und kritisches Hören in eine simulierte High-End-Studioumgebung verwandeln. Für die Praxis dürfte vor allem die Mixcheck-Funktion relevant sein: Per Knopfdruck simuliert das Plugin, wie ein Mix auf typischen Smartphone- und Laptop-Lautsprechern im Wohnzimmer klingt. Das ist ein Schritt, der klassischerweise physische Referenzlautsprecher erfordert.
Zusätzlich bietet LEWITT Space Replicator Free eine Kopfhörer-Simulation namens H-Pods, die laut LEWITT eine exakte Nachbildung eines weitverbreiteten In-Ear-Kopfhörers darstellt. Welches Modell konkret nachgebildet wird, nennt LEWITT in der Pressemitteilung nicht. Space Replicator lässt sich auch als eigenständige Anwendung ohne DAW starten und dann für alltägliches Musikhören, Filme oder Videos nutzen. Weder ein iLok-Dongle noch eine dauerhafte Internetverbindung sind für die Nutzung erforderlich.
Kostenlos, aber mit klaren Grenzen
Auf der Produktseite von LEWITT lässt sich der Funktionsumfang der beiden Bezahlversionen nachvollziehen. Essential (49 Euro) bietet zwei Mixing/Mastering-Studios, drei Räume für Mix-Übersetzungschecks, eine Live-Venue, drei Kopfhörer-Emulationen sowie sichere Pegelreserven und Auto-Bypass beim Rendern.
Die 99-Euro-Version Standard legt deutlich nach: sieben Studios, fünf Räume, zwei Live-Venues und acht Kopfhörer-Emulationen. Hinzu kommen Funktionen, die Essential fehlen, etwa ein transparenter Kopfhörermodus, Raum-EQ für jeden virtuellen Raum, Ambience-Steuerung, Output-EQ, eine Mischung aus Kopfhörerkompensation, L/R-Balance und speicherbare Nutzerpresets. Beide Bezahlversionen bieten zudem personalisierte binaurale Profile, ein Feature, dessen Verfügbarkeit in der Free-Version offen bleibt.
Zu den simulierten Räumen zählen in der Standard-Version unter anderem das Vienna Synchron Stage A und B, mehrere LEWITT-eigene Studios, ein Auto-Innenraum, der Watergate Club in Berlin und – als Kuriosität – ein „Nuclear Power Plant“. Essential-Nutzer bekommen davon eine kleinere Auswahl, darunter das Vienna Synchron Stage B, Auto, Watergate Club, Küche und Wohnzimmer. Bei den Kopfhörer-Emulationen (nicht zu verwechseln mit den 800+ Kompensationsprofilen) stehen in der Standard-Version acht Modelle bereit, darunter Nachbildungen bekannter Referenzkopfhörer wie des Sony MDR-7506 (Test) und des Audio-Technica ATH-M50x – erkennbar an den Codenamen H-7506 und H-M50x. Essential begnügt sich mit drei Emulationen.
Download und Verfügbarkeit
LEWITT Space Replicator Free steht ab sofort kostenlos zum Download bereit. Die Bezahlversionen kosten 99 Euro (Space Replicator) beziehungsweise 49 Euro (Space Replicator Essential).
→ Space Replicator Free – Download
→ Space Replicator – Produktseite
Versionsvergleich Essential vs. Standard (Herstellerangaben)
| Funktion | Essential (49 €) | Standard (99 €) |
| Mixing/Mastering-Studios | 2 | 7 |
| Räume für Mix-Übersetzungschecks | 3 | 5 |
| Live-Venues | 1 | 2 |
| Kopfhörer-Emulationen | 3 | 8 |
| Kopfhörer-Kompensationsprofile | 800+ | 800+ |
| Sichere Pegelreserven (Safe Headroom) | Ja | Ja |
| Auto-Bypass beim Rendern | Ja | Ja |
| Personalisierte binaurale Profile | Ja | Ja |
| Standalone-Modus | Ja | Ja |
| Transparenter Kopfhörermodus | Nein | Ja |
| Raum-EQ pro Raum | Nein | Ja |
| Raumambience-Steuerung | Nein | Ja |
| Output-EQ | Nein | Ja |
| Kopfhörerkompensation-Mix | Nein | Ja |
| L/R-Balance | Nein | Ja |
| Nutzerpresets | Nein | Ja |
| Preis | 49 € | 99 € |
Technische Daten (Herstellerangaben) – LEWITT Space Replicator Free
| Produkt | LEWITT Space Replicator Free |
| Typ | Virtuelles Monitoring-Plugin (VST/AU) und Standalone-App |
| Kopfhörer-Kompensationsprofile | über 800 |
| Kopfhörer-Simulation | H-Pods (Nachbildung eines verbreiteten In-Ear-Modells) |
| Mixcheck-Simulation | Smartphone- und Laptop-Lautsprecher |
| Studio-Simulation | Studio A |
| Standalone-Modus | Ja, auch ohne DAW nutzbar |
| Kopierschutz | Kein iLok erforderlich |
| Internetverbindung | Nicht erforderlich |
| Betriebssystem | keine Herstellerangabe |
| Plugin-Formate | keine Herstellerangabe |
| Preis Space Replicator Free | VST3, AAX und AU |
| Preis Space Replicator Essential | 49 € |
| Preis Space Replicator | 99 € |
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