Weniger Platz, kaum weniger Anlage: Nubert nuControl X-c und Nubert nuPower D-c packen Streaming, Plattenspieler-Anschluss und kräftige Verstärkerleistung in zwei Geräte, die jeweils nur 27 Zentimeter breit sind. Die kompakten Neuzugänge der Ambient Line kosten 1.390 Euro und 1.090 Euro, ausgeliefert wird ab Kalenderwoche 48. Dein Regal wird es überleben.
Große Anlage, kleines Regal
Klassische HiFi-Komponenten sind breit, schwer und wollen Platz. Genau da setzt die neue Ambient Line an: Sie bringt die Optik der Vollformat-Geräte nuControl X-2 und nuPower A-2 in ein kompakteres Gehäuse. Silber gebürstetes Aluminium trifft auf schwarzes Glas, eine silberne Kante rahmt die Front ein.
Die Arbeitsteilung ist schnell erklärt: Die Nubert nuControl X-c ist die Zentrale. Sie nimmt Musik von Streamingdiensten, Plattenspieler, Fernseher oder USB-Stick entgegen und passt den Klang an deinen Raum an. Die Nubert nuPower D-c ist der Kraftprotz dahinter und versorgt deine Lautsprecher mit der nötigen Leistung.
Nubert nuControl X-c (links) und nuPower D-c | Bilder: Nubert
Die Zentrale: Quellen, Streaming und Phono an Bord
Die Nubert nuControl X-c ist eine Vorstufe: Sie sammelt alle Quellen, regelt die Lautstärke und bereitet das Signal für die Endstufe auf. Für die Klangbearbeitung sorgt ein DSP, ein digitaler Signalprozessor, der Klangkorrekturen berechnet. Hochwertige Analog-Digital-Wandler, ESS-Digital-Analog-Wandler (die Bausteine, die Datenströme in hörbares Signal übersetzen) und eine Signalverarbeitung mit 32 Bit bilden die technische Grundlage.
Für Plattenspieler gibt es einen MM/MC-Phonovorverstärker, passend für die beiden gängigen Tonabnehmer-Bauarten Moving Magnet und Moving Coil. Er sitzt auf einer eigenen, abgeschirmten Audioplatine. So lassen sich auch Schallplatten mit den Möglichkeiten der digitalen Klanganpassung verbinden.
Nubert nuControl X-c | Bilder: Nubert
Das Anschlusspaket: ein analoger Cinch-Eingang, optische und koaxiale Digitaleingänge, HDMI eARC (der Rückkanal, über den der Fernseher seinen Ton liefert), USB-DAC (der Rechner als Quelle) und USB-Host (für Speichersticks). Über USB nimmt die Vorstufe PCM-Signale, das klassische unkomprimierte Digitalformat, mit bis zu 384 kHz und 24 Bit entgegen.
Per WLAN, Ethernet und Bluetooth aptX HD (ein Bluetooth-Codec für höhere Klangqualität) kommt die Musik ins Gerät. Unterstützt werden Deezer, Qobuz, Tidal mit Tidal Connect, Spotify Lossless, Roon Ready und Apple AirPlay 2. Tidal Connect, Roon Ready und AirPlay 2 schicken die Wiedergabe direkt aus der jeweiligen App an die Vorstufe. Lokale Server und USB-Speicher erweitern die Auswahl; ein Kopfhörerverstärker mit 6,3-Millimeter-Anschluss an der Front erlaubt Musikgenuss ohne Lautsprecher.
Bedienen kannst du die nuControl X-c über das 12-Zentimeter-Touchdisplay, eine Infrarot-Fernbedienung mit Aluminiumfront oder die App Control X.
Zur Einordnung: Der Sennheiser HDV 820 (ca. 2.399 Euro) und der Focal Arche sind reine Wandler-Verstärker für Kopfhörer, die über analoge Ausgänge auch als Vorstufe dienen können. Streaming und Raumkorrektur bringen sie nicht mit.
Nubert nuPower D-c | Bilder: Nubert
Raum anmessen, Heimkino ausbauen
Mit X-Room Calibration Advanced passt die nuControl X-c die Wiedergabe an deinen Hörraum an. Du misst per App ein, die App berechnet daraus Korrekturfilter (digitale Filter, die raumbedingte Klangfehler ausgleichen sollen) und überträgt sie an die Vorstufe. Weitere Klangparameter stellst du nach Geschmack selbst ein.
Im Heimkino decodiert die Vorstufe Dolby Atmos und DTS:X, zwei Raumklangformate mit Höhenkanälen, bis zur Konfiguration 7.1.4: sieben Lautsprecher auf Ohrhöhe, ein Subwoofer und vier Höhenlautsprecher. Dafür stehen vier analoge Ausgangskanäle (Front links und rechts, Center, Subwoofer) sowie bis zu acht Funkkanäle über X-Connect Surround bereit, eine Funkübertragung zu kompatiblen Lautsprechern wie den nuZeo-Modellen. Die Frontkanäle liegen über XLR oder Cinch an. Stereo- und Surroundsysteme konfigurierst du getrennt.
Die Kraft: 2 × 250 Watt im 27-Zentimeter-Gehäuse
Die Nubert nuPower D-c arbeitet nach dem Class-D-Prinzip, einem Schaltverstärker, der besonders effizient arbeitet. Verbaut ist Class-D-Technik des Herstellers Hypex (nCore); in der Eingangssektion kommen Burr-Brown-Operationsverstärker zum Einsatz, Bauteile, die das ankommende Signal aufbereiten.
Im Stereobetrieb liefert die Endstufe 2 × 250 Watt Dauerleistung an 4 Ohm. Gebrückt, also mit zusammengeschalteten Kanälen, sind es 1 × 400 Watt an 4 Ohm. Mit zwei Geräten entsteht ein Twin-Mono-System: Jeder Lautsprecher bekommt seine eigene Endstufe.
Eingänge gibt es als Cinch und XLR, dazu Anschlüsse für die Lautsprecherpaare A und B. Mit dem Drehregler an der Front wählst du Eingang und Lautsprecher. Trigger-Ein- und -Ausgang schalten mehrere Komponenten gemeinsam. Der optionale Adapter nuConnect trXS bindet die Endstufe in ein X-Connect-Funksystem ein; ein USB-Stromausgang versorgt ihn auch im Standby, sodass er die Endstufe bei Bedarf aufwecken kann.
Preis und Verfügbarkeit
Die Nubert nuControl X-c kostet 1.390 Euro, die Nubert nuPower D-c 1.090 Euro, jeweils pro Stück inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten. Vorgestellt werden beide Modelle am 6. November 2026, die Auslieferung ist für Kalenderwoche 48 geplant.
Wer vorher hören will: Nach der ersten Präsentation auf der HIGH END Vienna zeigt sich das Duo bei den Mitteldeutschen HiFi-Tagen 2026 in Leipzig erstmals im Zusammenspiel, gemeinsam mit der nuVero nova 9.
Für wen passt das?
Das Duo richtet sich an alle, die eine hochwertige Stereoanlage oder ein Heimkino planen und dafür wenig Platz haben: Plattenspieler, Streaming und Fernseher laufen an einem Gerät zusammen, die Endstufe lässt sich später verdoppeln, und eine Raumkorrektur gibt es gleich dazu.
Weniger sinnvoll ist es, wenn du ausschließlich Kopfhörer nutzt: Der Kopfhörerausgang ist ein nettes Extra, aber kein Grund für diese Preisklasse. Passendere Geräte findest du in unserer Bestenliste der Kopfhörerverstärker, DACs und DAPs.
Technische Daten (Herstellerangaben)
| Modell | Nubert nuControl X-c | Nubert nuPower D-c |
| Typ | Streaming-Vorstufe mit DSP-Klangmanagement | Class-D-Endstufe |
| Preis (pro Stück, inkl. MwSt., zzgl. Versand) | 1.390 Euro | 1.090 Euro |
| Breite | 27 cm | 27 cm |
| Höhe, Tiefe, Gewicht | keine Herstellerangabe | keine Herstellerangabe |
| Wandlung | Analog-Digital-Wandler, ESS-Digital-Analog-Wandler, 32-Bit-Signalverarbeitung | keine Herstellerangabe |
| Eingänge | analog Cinch, optisch, koaxial, HDMI eARC, USB-DAC, USB-Host, MM/MC-Phono | Cinch, XLR |
| Ausgänge | 4 analoge Kanäle (Front links/rechts über XLR oder Cinch, Center, Subwoofer), bis zu 8 Funkkanäle (X-Connect Surround), Kopfhörer 6,3 mm | Lautsprecherpaare A und B, Trigger-Ausgang, USB-Stromausgang |
| Netzwerk und Streaming | WLAN, Ethernet, Bluetooth aptX HD, Deezer, Qobuz, Tidal (Tidal Connect), Spotify Lossless, Roon Ready, Apple AirPlay 2 | nicht zutreffend |
| USB-Wiedergabe | PCM bis 384 kHz, 24 Bit | nicht zutreffend |
| Raumkorrektur | X-Room Calibration Advanced | nicht zutreffend |
| Raumklang | Dolby Atmos, DTS:X, bis 7.1.4 (bis zu 12 Kanäle) | nicht zutreffend |
| Leistung | nicht zutreffend | 2 × 250 Watt Dauerleistung an 4 Ohm (Stereo); 1 × 400 Watt Dauerleistung an 4 Ohm (gebrückt); an 8 Ohm: keine Herstellerangabe |
| Bedienung | 12-cm-Touchdisplay, Infrarot-Fernbedienung mit Aluminiumfront, App Control X | Drehregler an der Front (Eingang und Lautsprecher) |
| Besonderheiten | Stereo- und Surroundsysteme getrennt konfigurierbar | Twin-Mono mit zwei Geräten; optionaler Adapter nuConnect trXS für X-Connect-Funk |
| Auslieferung | Kalenderwoche 48 (geplant) | Kalenderwoche 48 (geplant) |
FAQ: Kurz erklärt
Brauche ich zur Nubert nuControl X-c zwingend die Nubert nuPower D-c?
Nein. Eine Vorstufe steuert nur das Signal; Lautsprecher brauchen dahinter aber Leistung. Die Frontkanäle der nuControl X-c liegen laut Hersteller über XLR oder Cinch an, dort lässt sich also eine Endstufe anschließen. Alternativ funkt die Vorstufe an kompatible Aktivlautsprecher wie die nuZeo-Modelle. Die nuPower D-c ist damit der passende, aber nicht der einzig mögliche Partner.
Was bringt die Raumkorrektur X-Room Calibration Advanced?
Jeder Raum färbt den Klang: Möbel, Wände und Aufstellung verändern, wie Musik beim Hörer ankommt. Die Raumkorrektur misst das per App ein und rechnet Filter, die solche Einflüsse ausgleichen sollen. Wie stark der Effekt in deinem Wohnzimmer ausfällt, hängt vom Raum ab; geprüft haben wir das Duo noch nicht.
Ähnliche Produkte bei kopfhoerer.de im Test
Das Duo hatten wir noch nicht im Test. Zusammen kosten die beiden Geräte 2.480 Euro; im ähnlichen Preisumfeld liegen zwei hochwertige Kopfhörerverstärker mit Wandler und Vorstufenfunktion:
Sennheiser HDV 820: Audiophiler, stationärer Kopfhörerverstärker mit XLR-Ausgängen
Bewertung: 4.6 / 5
„Dabei klingt es tatsächlich in jeder Lautstärke gut.“
→ Zum Test
Focal Arche: Audiophiler stationärer Kopfhörerverstärker
Bewertung: 4.5 / 5
„Arche liefert eine pure transparente Verstärkung“
→ Zum Test






