Die Nothing Headphone (a) stellen optisch einen Blickfang dar und sind flexibel per Bluetooth, USB-C- und 3,5-mm-Audiokabel einsetzbar. Weitere Vorteile: eine ausdauernde, schnellladefähige Akkutechnik, eine sehr stabile Funkverbindung und der Hi-Res-Codec LDAC. Außerdem verfügen die kraftvoll abgestimmten Bluetooth-Hörer über Surround Sound, einen Transparenzmodus und eine Geräuschunterdrückung (ANC), die sich vor allem im tieffrequenten Bereich als wirkungsvoll erweist. In Kauf genommen werden muss dagegen ein Lautstärkeverlust beim 8-Band-EQ und eine stärkere Wärmeentwicklung an den Ohren.
- Hörer gemäß IP52 staub- und wasserbeständig
- Akkulaufzeit und Schnellladefunktion
- Sprachverständlichkeit (außer in lauten Umgebungen)
- Multipoint-Verbindungen
- 3,5-mm- und USB-C-Audioeingang
- unterstützen AAC und LDAC
- Lautstärkeverlust beim „fortgeschrittenen“ EQ
- minimalistische Bügelpolsterung
- stärkere Wärmeentwicklung an den Ohren
Als zweites Over-Ear-Modell der Londoner Company orientieren sich die Nothing Headphone (a) bewusst am eigenständigen Design der Nothing Headphone (1) aus dem Vorjahr, wobei mit einer bunten Farbauswahl in Gelb, Pink, Weiß und Schwarz gezielt ein junges Publikum angesprochen werden soll. Unterschiede bestehen sowohl bei der Materialauswahl als auch beim Ausstattungspaket, was sich in einem günstigeren Preis widerspiegelt. Welche Stärken und Schwächen die Headphone (a) besitzen, beleuchten wir in diesem Test.
- @ Nothing
Design und Tragekomfort
Die Nothing Headphone (a) bringen 311 Gramm auf die Waage und sind gemäß IP52 staub- sowie wasserbeständig verarbeitet, was bei Over-Ears selten anzutreffen ist. Allerdings ist das Modell primär aus Kunststoff gefertigt, da auf eine Aluminiumkonstruktion wie bei den Nothing Headphone (1) verzichtet wurde. Die Auslieferung erfolgt dabei herstellertypisch in einer plastikfreien Verpackung.
Der Sitz ist weder stramm noch locker beschaffen, wodurch im mobilen Einsatz ausreichend Halt für einen Zwischenspurt besteht. Indem die rechteckigen Schalen kipp- und schwenkbar sind, besteht in Kombination mit der elastisch dehnbaren Bügelkonstruktion eine hohe Anpassungsfähigkeit. Zumal die stufenlose Größeneinstellung ein breites Spektrum von filigranen bis zu großen Köpfen abdeckt. Allerdings ist der schmale Bügel eher minimalistisch gepolstert, was sich bei längeren Einsätzen leider negativ bemerkbar macht. Durch die geschlossene Bauform und Ohrpolster, die ziemlich passgenau abdichten, staut sich nach einer gewissen Zeit zudem Wärme, was ein gelegentliches Ablüften erforderlich macht.
Nothing Headphone (1)
Mit dem Nothing Headphone (1) lieferte das Tech-Start-up Nothing eines der aufregendsten Audio-Highlights des Jahres 2025. In Kooperation mit KEF entwickelt, vereint der Over-Ear-Kopfhörer guten Klang, clevere Funktionen und ein außergewöhnliches Design.
Akkulaufzeit
Bei gehobener Lautstärke lässt sich mit den Nothing Headphone (a) eine stattliche Laufzeit von mehr als 135 Stunden erreichen, wenn das AAC-Format genutzt wird. Ist die Geräuschunterdrückung in der Maximaleinstellung aktiv, sind bis zu 90 Stunden möglich. Während eine fünfminütige Schnellladung zum Beispiel am Smartphone Kapazität für knappe acht Stunden (ohne ANC) bereitstellen kann, sind die Hörer recht flott nach 95 Minuten wieder vollständig aufgeladen.
Alternativ zum Bluetooth-Betrieb ist eine kabelgebundene Nutzung möglich, und zwar wahlweise analog über den 3,5-mm- oder digital über den USB-C-Anschluss. Da in beiden Fällen die Elektronik aktiv ist, stehen jeweils die Geräuschunterdrückung und der Transparenzmodus zur Verfügung. Per USB-C-Kabel, das sowohl zum Laden als auch für die Audioübertragung dient, sind zusätzlich die Bedienelemente einsatzbereit. Dabei unterstützen die Over-Ears unter macOS bis zu 24Bit/96kHz und werden direkt erkannt. Ein Miniklinkenkabel liegt den Hörern ebenfalls bei.
Bluetooth Specs
Neben Bluetooth 5.4 unterstützen die Nothing Headphone (a) Multipoint-Verbindungen mit zwei Geräten sowie Google Fast Pair und Microsoft Swift Pair. An Audiocodecs stehen SBC, AAC und LDAC zur Auswahl. Darüber hinaus zählt noch ein Low-Latency-Modus zur Ausstattung, der die Synchronität zwischen Bild und Ton beim Gaming oder Serienschauen erhöht.
Einen sehr stabilen Eindruck vermittelt die Funkverbindung. Während der Testphase konnten im Innenbereich aussetzerfrei mehrere Räume auf zwei Etagen durchlaufen werden. Zudem ließen sich im Garten problemlos mehr als 30 Meter überbrücken.
Ein gelungenes, zugängliches Bedienkonzept
Mit dem multifunktionalen Rollelement, einem Taster und dem Paddle erfolgt die Steuerung intuitiv und ist schnell verinnerlicht. Per App anpassbar ist allerdings nur der Taster, ansonsten ist die Belegung fix vorgegeben. Dabei regelt der „Roller“ (Drehregler) geradezu selbsterklärend die Lautstärke. Allerdings kann das Element auch wie ein Taster gedrückt werden, wodurch sich die Wiedergabe steuern lässt. Außerdem ist durch ein kurzes Gedrückthalten ein Umschalten zwischen ANC– und Transparenzmodus möglich, was um den Standardbetrieb erweitert werden kann.
- Gelungenes Bedienkonzept: Mit dem multifunktionalen Rollelement, einem Taster und dem Paddle erfolgt die Steuerung intuitiv.
Das Paddle der Nothing Headphone (a) ist ebenfalls auf der horizontalen Ebene beweglich und dient zum Vor- oder Zurückspringen, kann bei vielen Medienplayern aber auch zum Spulen der Wiedergabeposition eingesetzt werden. Darüber hinaus lassen sich Anrufe abwickeln. Ergänzend kann der Taster zweifach belegt werden, um die Kamera vom Smartphone auszulösen, die Mikrofontechnik stumm zu schalten oder um durch die EQ-Voreinstellungen zu wechseln. Zuweisbar ist zudem der Sprachassistent, was unter Nothing OS auch eine Einbindung von ChatGPT ermöglicht, oder die Geräuschkontrolle. Ein kleiner, eingelassener Bluetooth-Taster auf der rechten Schaleninnenseite aktiviert außerdem bei Bedarf den Pairing-Modus.
Nothing X App
Die Geräuschkontrolle der App-Anbindung (Android und iOS) beinhaltet mit „Niedrig“, „Mittel“ und „Hoch“ einen dreistufigen ANC-Modus zur manuellen Anpassung und ein adaptives Noise Cancelling. Der Transparenzmodus ist hingegen nicht einstellbar.
Mehrere Optionen bietet auch die Klangregelung durch einen „einfachen“ EQ mit drei Achsen und einen 8-Band-EQ für „fortgeschrittenes“ Soundtuning. Beim „einfachen“ EQ stehen mit „Balance“, „Mehr Bass“, was der Standardeinstellung entspricht, „Mehr Höhen“ und „Stimme“ vier Voreinstellungen zur Auswahl, wobei auch eine individuelle Einstellung vorgenommen werden kann.
Mehr Möglichkeiten für eigene Presets bietet der 8-Band-EQ, wobei beim „fortgeschrittenen“ EQ leider ein Lautstärkeverlust zu bemerken ist. Darüber hinaus soll eine EQ-Bibliothek entstehen, über die diverse Presets aus der Community oder von kooperierenden Künstlerinnen und Künstlern nutzbar sind. Des Weiteren steht mit der Bass-Enhance-Funktion ein hilfreiches Werkzeug bereit, das den Bassbereich automatisch in zwei Intensitätsstufen verstärken kann. Auf ein individuelles Klangprofil wie bei den Nothing Headphone (1) muss jedoch verzichtet werden.
Über die App lassen sich zudem Multipoint-Verbindungen, der Low-Latency-Modus und Spatial Audio zuschalten. Außerdem steht eine Suchfunktion zur Verfügung, die beim Auffinden der Hörer behilflich sein kann, indem Geräusche ausgegeben werden. Abschließend sind noch Firmware-Aktualisierungen möglich und auf entsprechenden Android-Geräten kann zusätzlich LDAC eingerichtet werden.
Sprachverständlichkeit beim Telefonieren
Drei KI-gestützte Mikrofone sorgen bei den Nothing Headphone (a) für eine klare, deutliche Sprachübertragung. Was gut gelingt, ist die Filterung von Windgeräuschen im Freien, da für die Gegenseite selbst bei stärkeren Böen nur ein leichtes Säuseln zu hören ist, während die eigene Stimme einwandfrei zu verstehen bleibt. Bei lauten Umgebungsgeräuschen ist hingegen erkennbar, dass während des Sprechens eine Unterdrückung erfolgen soll, was momentan jedoch noch mit einer zu großen Verzögerung umgesetzt wird. Hierdurch ist die Verständlichkeit nach Redepausen zunächst beeinträchtigt, was durch ein Firmware-Update noch behoben werden müsste.
Geräuschunterdrückung (ANC) und Transparenzmodus
Bereits in der niedrigen Stufe erweist sich das hybride Noise Cancelling der Nothing Headphone (a) im tieffrequenten Bereich als effektiv, was sich bis zur Maximaleinstellung kontinuierlich weiter steigert. Die Wirksamkeit des hohen ANC-Modus, der ein knapp mittelstarkes Grundrauschen besitzt, kann die rauschärmere, adaptive Variante dabei nicht erreichen, was auch auf den mittleren und oberen Frequenzbereich zutrifft. Während Stimmen mit einer mittleren Intensität abgeschwächt werden, fallen die Ergebnisse im hochfrequenten Bereich unterschiedlich aus. Vogelgezwitscher erscheint beispielsweise kaum vermindert, wohingegen Tastaturgeräusche im Nahfeldbereich gut erkennbar reduziert werden. Aufgefallen ist darüber hinaus, dass sich sowohl die Geräuschunterdrückung als auch der Transparenzmodus durch eine Bassanhebung auf den Klang auswirken.
Im Umgebungsmodus erfolgt eine saubere Verstärkung, wodurch bei pausierender Wiedergabe problemlos Durchsagen verfolgt und Gespräche geführt werden können. Außerdem wird während der Beschallung eine bessere Außenwahrnehmung ermöglicht. Auch im Transparenzmodus besteht ein nicht ganz mittelstarkes Rauschen.
CMF by Nothing Headphone Pro
Die CMF by Nothing Headphone Pro bieten für unter 100 € beeindruckenden Klang, modernes Design, LDAC, Hybrid-ANC und bis zu 100 Stunden Laufzeit.
Spatial Audio
Für eine räumlichere Wiedergabe stehen mit dem Konzert- und Theatermodus zwei Optionen zur Wahl, und zwar statisch umgesetzt (ohne Headtracking). Dabei verlagert sich die virtuelle Bühne im Konzertmodus etwas tiefer in den Raum hinein, wodurch die Darstellung an Weite gewinnt und bei Live-Alben in der Tat mehr Konzertatmosphäre aufkommen lässt. Der Theatermodus soll hingegen die Klanglandschaft eines Kinos nachbilden, was bei actionreicher Filmkost aktuell jedoch zu Verzerrungen im Bassbereich führen kann.
Sound
Die speziell entwickelten, dynamischen 40-mm-Treiber der Nothing Headphone (a) sind kraftvoll abgestimmt und ermöglichen eine recht weitläufige Wiedergabe. Obwohl die Basswiedergabe durchaus über Substanz verfügt, ist der Tiefbass nicht wuchtig geraten, wodurch ein strammer, gut definierter Höreindruck besteht. Wer ein mächtigeres Bassfundament bevorzugt, kann die Bass-Enhance-Funktion nutzen, was auch bei cluborientierten Produktionen tadellos funktioniert. Im Gegensatz dazu bietet die Voreinstellung „Balance“ eine ausgewogenere, noch weiträumigere Darstellung mit einer schlankeren Basswiedergabe als bei der spaßbezogeneren Standardeinstellung („Mehr Bass“).
Der zurückhaltendere Mittenbereich wirkt gut strukturiert und lässt auch bei komplexeren Arrangements kein Gefühl der Enge aufkommen. Im Gegenteil, angesichts der Preisklasse erscheint der Hörraum für geschlossene Over-Ears recht großzügig bemessen, was für eine detailreiche, präzise Darstellung genutzt wird. Dies kommt beispielsweise der Ortung von Schritten oder Schüssen beim Gaming zugute, während Gesangsstimmen, gesprochene Inhalte oder Filmdialoge von einer klaren Sprachverständlichkeit profitieren.
Einen präsenten Eindruck vermittelt die Höhenwiedergabe der Nothing Headphone (a), ohne übermotiviert in Erscheinung zu treten. Bei höheren Lautstärkepegeln kann es ab und zu zwar ein wenig im Ohr kitzeln, anstrengend oder aufdringlich wirken die oberen Lagen jedoch nicht. Das gilt auch für Zischlaute, die weder besonders sanftmütig noch prägnant abgebildet werden und das Gehör nicht zu sehr fordern.
Nothing Ear (3)
Transparenter Look, recyceltes Aluminium und ein Lade-Case mit integriertem Mikrofon: Die Nothing Ear (3) sind nicht nur ein Hingucker, sondern auch im Alltag praktisch. Ob Musik, Calls oder Sport – die In-Ears liefern starken Sound und smarte Extras.
Fazit
Neben dem markanten Design können sich die Nothing Headphone (a) durch vielseitige Einsatzmöglichkeiten per Bluetooth, USB-Audio und Kabel auszeichnen. Verbesserungspotential besteht beim Tragekomfort durch die etwas spärliche Bügelpolsterung und eine ausgeprägtere Wärmeentwicklung an den Ohren.
Ansonsten punkten die Bluetooth Over-Ears mit einer beachtlichen Akkulaufzeit, einem intuitiven Bedienkonzept und einer wetterfesten Verarbeitung. Auch die kraftvolle, relativ weitläufig angelegte Klangwiedergabe ist stimmig und überzeugt. Zum Release bestehen zwar noch ein paar Unstimmigkeiten wie der Lautstärkeverlust beim 8-Band-EQ oder die zu spät reagierende Geräuschunterdrückung beim Telefonieren, was durch ein Firmware-Update aber zu beheben wäre.
FAQ: Häufige Fragen zu den Nothing Headphone (a)
Wie lange hält der Akku?
Mehr als 135 Stunden bei AAC-Nutzung ohne ANC – mit aktivierter Geräuschunterdrückung bis zu 90 Stunden. Schnellladen ist möglich: 5 Minuten Laden = 8 Stunden Wiedergabe.
Können die Kopfhörer auch kabelgebunden genutzt werden?
Ja, wahlweise analog per 3,5-mm-Klinke oder digital per USB-C. Auch im Kabelbetrieb bleiben ANC und Transparenzmodus aktiv.
Sind die Nothing Headphone (a) wasserfest?
Sie sind nach IP52 staub- und wasserbeständig – für Over-Ears ungewöhnlich, aber ausreichend für den mobilen Einsatz.
Welche Bluetooth-Codecs werden unterstützt?
SBC, AAC und LDAC (auf Android-Geräten). Ein Low-Latency-Modus reduziert zudem die Verzögerung beim Gaming und Serienschauen.
Gibt es Spatial Audio?
Ja, zwei Modi: Konzertmodus (mehr Weite) und Theatermodus (Kino-Simulation). Beide arbeiten statisch ohne Headtracking.
- 159,00 € *Zum Angebot
Technische Daten
- BauformOver-Ear
- Bauweisegeschlossen
- Wandlerprinzipdynamisch
- Gewicht mit Kabel328 g
- Gewicht ohne Kabel311 g
Lieferumfang
- USB-C-Lade- und Audiokabel
- 3,5-mm-Audiokabel
- Transportbeutel
Besonderheiten
- in Schwarz, Weiß, Weiß/Geld und Weiß/Pink erhältlich
- BT-Version: 5.4
- BT-Codecs: SBC, AAC, LDAC



























