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Ortofon O2

DJ-Kopfhörer von der namenhaften Tonabnehmer-Schmiede

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Kurz & knapp

Der Ortofon O2 wartet leider nicht mit einer leichten, DJ-freundlichen Abstimmung auf, sondern schlicht mit einem unausgewogenen Klangbild. Und das in einer Preisklasse, in der man durchaus schon Ansprüche an den Klang haben darf, die Mitbewerber wie beispielsweise Shure, AKG oder Sennheiser mit Leichtigkeit erfüllen.

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Ortofon haben sich im Bereich Tonabnehmer fraglos einen sehr guten Namen gemacht. Ob ihnen das auch mit dem DJ-Kopfhörer O2 gelingt?

Der O2 ist ein dynamischer, ohrumschließender Kopfhörer, der mit der DJ-freundlichen Mechanik von einklapp- und wegdrehbaren (ca. 60° Grad) Ohrmuscheln aufwarten kann. Dass es sich um einen DJ-Kopfhörer handelt, der auf die kraftvolle Verstärkung durch ein externes Mischpult angewiesen ist, zeigt die niedrige Impedanz von 64 Ohm. Auch das Gewicht ist mit 346 Gramm durchaus als bullig zu bezeichnen. Das Anschlusskabel ist leider nicht austauschbar sondern fest mit dem linken Ohrhörer verbunden.

Die Außengeräuschabschirmung des Kopfhörers ist befriedigend. Allerdings bleibt aufgrund der ovalen Treiberchassis – zumindest bei meiner Kopfform – unterhalb der Ohrläppchen eine kleine, unabgeschirmte Lücke. Der Tragekomfort ist gut, wenngleich sich nach einiger Zeit die 346 Gramm unweigerlich bemerkbar machen.
Nicht so gut ist dagegen die klangliche Inszenierung, die der Ortofon O2 liefert: Zwar wirkt der Bassbereich angenehm druckvoll und voluminös, erreicht man das akustische Mittelfeld und die Höhen, verblassen die Präsenz und der Durchsetzungswille sehr schnell und es beginnt topfig zu klingen. Diese Unausgewogenheit im Bereich der mittleren und hohen Frequenzen geht natürlich auch auf Kosten der Differenziertheit im Stereofeld, so dass der O2 das ihm zugeführte Musikmaterial wenig plastisch zu präsentieren vermag.

Schuster bleib’ bei Deinen Leisten, lautet ein Sprichwort, das sich im Fall des O2 zwingend aufdrängt. Denn während sich die Nadeln von Ortofon an den Turntables weltweit bewährt haben, kann der O2 leider weitaus weniger überzeugen. Gerade wenn man beispielsweise den preisgleichen Shure SRH750DJ (mein Favorit in der hundert Euro-Klasse) im direkten Vergleich heranzieht, zeigt sich, wie hölzern und unausgewogen der O2 gerade in den Mitten und Höhen aufspielt. Das sage ich als aktiver DJ und im Wissen darum, dass leicht abgemilderte Mitten und Höhen beim Auflegen in lauten Umgebungen durchaus angenehm sind.

Fazit

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Topics:

DJ klappbar

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Über den Autor:

Von Numinos
Editor

Numinos ist Produzent, DJ und Autor. Wenn er nicht gerade im Studio oder der DJ-Booth sitzt, seziert er Audio-Hard- und Software für u.a. Bonedo, Groove und Kopfhoerer.de. Außerdem unterrichtet er am Institut für Populäre Musik der Folkwang Universität.

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