ANZEIGE

Positive Grid Spark NEO Core

Smarte Gitarren-Kopfhörer mit Amp-Modeling

Kurz & knapp

Mit dem Positive Grid Spark NEO Core erhalten Gitarristen einen kabellosen, Over-Ear-Kopfhörer, der per App-Anbindung die Nutzung einer großen Auswahl von Gitarren-Amps und Effekten ermöglicht. Mit Sound-Presets, KI-Funktionen und Playback-Feature ermöglicht er ortsungebundenes Üben.

Vorteile:
  • kräftige Basswiedergabe
  • hohe passive Schallisolation
  • inklusive Amp-Modeling
  • Anbindung an Positive Grid Spark-App
  • Preset-Wahl und Lautstärkeregelung am Kopfhörer
  • Bluetooth-Anbindung
Nachteile:
  • kein Transportbeutel
  • keine Nutzung während des Ladevorgangs möglich
ANZEIGE

Der Positive Grid Spark NEO Core ist ein gut durchdachter smarter Kopfhörer für Gitarristen und Bassisten, die zum Üben nichts weiter nutzen möchten als ihr Instrument, einen Kopfhörer und ihr Smartphone. Dazu arbeitet der Spark NEO Core eng mit der Spark-App zusammen und verwendet das Verstärker- und Effekt-Modeling ausgewachsener Gitarren-Amps des Herstellers.

Usability, Tragekomfort und Klang können im Test durchweg überzeugen. Abstriche müssen nur beim Lieferumfang und der fehlenden Nutzung während des Ladevorgangs gemacht werden. Warum sich der Spark NEO Core besser als 99 % der Konkurrenz für mobiles und leises Üben eignet, erfahrt ihr im Test. Die entscheidenden Stichworte sind Klangerzeugung per integriertem DSP.

Smarter Kopfhörer und Sammlung von Gitarrenverstärkern zugleich

Im Positive Grid Spark NEO Core ist die gleiche DSP-Technik verbaut, die auch in Gitarren-Amps des Herstellers agiert. Sein Modeling-Feature ermöglicht die originalgetreue Nachbildung des Klangverhaltens von 33 Verstärkermodellen und 43 zusätzlichen Effekte zur Signalbearbeitung. Deren Berechnung findet direkt im Kopfhörer statt, was minimale Latenz garantiert.

ANZEIGE

Die Steuerung der Parameter erfolgt komfortabel via Smartphone. Dazu muss lediglich die für iOS und Android verfügbare kostenlose Spark App installiert werden. Presets lassen sich dann sowohl via Smartphone als auch direkt am Kopfhörer aufrufen. Soll zu Backing-Tracks gespielt werden, können diese vom Smartphone abgespielt und ertönen per Bluetooth-Wiedergabe im Kopfhörer. Wer seinen Gitarrenverstärker zu Hause nicht aufdreht, sondern lieber einen Kopfhörer einsteckt, findet im Positive Grid Spark NEO Core eine deutlich komfortablere und noch dazu ortsunabhängige Lösung.

Sparsamer Lieferumfang

Der Karton des Positive Grid Spark NEO Core ist nur spärlich gefüllt, weil das Gros seiner Features im Kopfhörer selbst sowie in der Spark App untergebracht sind. Allerdings hätte dem Kopfhörer zumindest ein Transportbeutel gutgetan. So ist neben einer Karte mit Hinweisen zur App-Installation lediglich ein stoffummanteltes USB-C-Kabel mit 89 cm Länge enthalten. Es dient zum Aufladen des integrierten Akkus, der mit einer Ladung etwa 6 bis 8 Stunden lang durchhält. Außerdem ermöglicht es das Kabel, Firmware-Updates von einem Computer auf den Kopfhörer zu übertragen.

ANZEIGE

Die Audioverbindung zwischen Kopfhörer und App wird mittels Bluetooth hergestellt. Das USB-C-Kabel kann also nicht zum Weiterreichen des Gitarrensignals an einen PC genutzt werden. Entsprechend eignet sich der Kopfhörer nicht als Ersatz für ein Audio-Interface. Als kleines Manko sei noch erwähnt, dass der Positive Grid Spark NEO Core während des Ladevorgangs nicht genutzt werden kann.

Material, Design und Technik

Das Äußere der geschlossenen Hörschalen und des Kopfbügels sind beim Positive Grid Spark NEO Core mit einem silikonartigen Bezug in Tolex-Optik versehen. Das erinnert an einen bekannten britischen Hersteller von Gitarrenverstärkern. Seine mattschwarzen Oberflächen mit stumpfer Haptik bilden eine harmonische Einheit. Bis auf das Herstellerlogo, eine zum Korrosionsschutz vergoldete Klinkenbuchse und sein silberner Federstahlbügel sind auch alle anderen Bauteile in mattem Schwarz gehalten. Das gibt dem Positive Grid Spark NEO Core einen schlichten und professionellen Look. Ein verstecktes farbliches Highlight befindet sich im Inneren der Hörschalen. Denn bei Nutzung ist von außen nicht zu sehen, dass sie mit einem dunkelroten Schutzstoff bespannt sind.

Technisch gesehen arbeiten im Positive Grid Spark NEO Core dynamische 40-mm-Treiber, die klanglich auf die wichtigsten Frequenzen von E-Gitarren und E-Bässen abgestimmt sind. Der von 20 Hz bis 20 kHz reichende Frequenzumfang deckt exakt den typischen menschlichen Hörbereich ab, sodass vom Gitarrenspiel klanglich nichts verloren geht.

Hoher Tragekomfort trifft praxisnahe Flexibilität

Mit einem Gewicht von 359 Gramm ohne Kabel liegt der Positive Grid Spark NEO Core wertig in der Hand, sorgt aber auf dem Kopf dennoch nicht für große Belastung. Das Kopfbandpolster verteilt das Gewicht. Die Größenverstellung seines Kopfbügels rastet satt ein und die Ohrpolster umgreifen die Ohrmuscheln eng und fest. Der kräftige Anpressdruck des Kopfhörers wird von seinen weichen Ohrpolstern gut aufgefangen. Beim Aufsetzen ist auf Anhieb klar, dass hier eine hohe passive Schallisolation von innen nach außen und andersherum geboten wird.

Besonders praktisch ist, dass die Arme der kipp- und schwenkbaren Hörschalen einklappbar sind, sodass der Positive Grid Spark NEO Core platzsparend zusammengefaltet werden kann. Seine Bedienelemente sind an der rechten Hörschale untergebracht. Dabei handelt es sich um einen Ein-/Aus-Schalter, der auch zur Bluetooth-Kopplung dient, sowie um zwei Taster für die Lautstärkesteuerung. Das ist übersichtlich und führt zu einer kinderleichten Bedienung. Dass sich der Instrumenteneingang auf der rechten Seite befindet, kommt in diesem Fall ausnahmsweise Rechtshändern zugute. Denn auf diese Weise bleibt der Kabelweg vom Instrument zum Kopfhörer kurz und behindert nicht beim Spielen.

Umfassende App-Features: von Sound-Presets bis KI-Suche

Nach der Audiokopplung des Kopfhörers mit dem Smartphone muss noch die Verbindung zwischen Kopfhörer und App hergestellt werden. Um den Positive Grid Spark NEO Core mit den Grundfunktionen der Spark App einsetzen zu können, ist nicht unbedingt eine Registrierung erforderlich – auch wenn die App zunächst diesen Anschein erweckt. Für das Smart Jam-Feature müssen aber zusätzliche Dateien heruntergeladen werden. Hier stehen neben Backing-Tracks auch passende Amp-Modelle und Effekte bereit, die auf Anhieb den gewünschten Sound liefern.

Als neue App-Funktion steht für registrierte Nutzer die Spark AI zur Verfügung. Sie ermöglicht das automatische Erstellen von Gitarrensounds. Per Voice Control kann auch ein interner Browser mit einer Aufgabe beschickt werden, wie etwa „Play AC/DC for me“. Ausgegeben werden dann Browser-Vorschläge, die zu passenden Sets von Akkorden, Tabs und den über 100.000 Community-Presets der ToneCloud führen. Außerdem ist die Akkordanalyse von Songs in Echtzeit möglich. Selbstverständlich sind auch ein Stimmgerät und ein Metronom mit an Bord der App, sodass es Gitarristen in ihren Übungs-Sessions an nichts mangelt. Zu den Funktionen der Spark App, auf die der Spark NEO Core keinen Zugriff hat, gehören dagegen das Smart Jam-Feature, der Looper und Video-Recordings.

Am Kopfhörer selbst kann zwischen vier Presets gewechselt werden, deren Modeling-Bestandteile direkt in ihm abgelegt werden und ihn so unabhängig von der Smartphone-App machen. Die gesamte Bedienung ist einfach und intuitiv, weil selbsterklärend. Das integrative Nebeneinander von Kopfhörer und App ist durchweg gelungen.

Massive Bässe, warme Mitten, dezente Höhen

Der Klang des Positive Grid Spark NEO Core überzeugt mich als Musiker auf Anhieb. Sein Sound ist warm und voll. Gerade die für Rock, Pop und Metal so wichtigen Mitten gibt er vollmundig und doch differenziert wieder. Das gesamte Klangbild ist basslastig und kraftvoll. Wer einen ausgewogen klingenden Kopfhörer erwartet, ist deshalb an der falschen Adresse. Insbesondere Bässe und Tiefbässe sind stark betont. Letztere setzt der Kopfhörer souverän und regelrecht massiv um, ohne dabei zu verzerren. Über allem sitzt ein dezenter Hochtonbereich, der gerade ausreichend detailreich ist, um das übrige Klangbild aufzuhellen.

Wenn man bedenkt, wie stark mitunter heutzutage der Klang von Instrumenten bearbeitet wird, um die Klangfülle einer modernen Musikproduktion zu erreichen, erstaunt das nicht. Denn durch sein Klangprofil verleiht der Spark NEO Core einer eingesteckten Gitarre sofort einen gewichtigen Sound, der an eine fertige Musikproduktion erinnert. Transienten werden im Bassbereich mit ordentlich Schub vorgetragen. Höhere Schlagzeug- oder Percussionschläge wirken eher warm als klinisch pointiert. Der Spark NEO Core kann Audio mit hoher Lautstärke ausgeben und bleibt auch dann verzerrungsarm. Das gesamte Klangbild erscheint im positiven Sinne dynamisch komprimiert. Obendrein ist seine passive Abschirmung gegenüber Außengeräuschen ebenso gelungen wie die Isolation nach außen.

Fazit

Der Positive Grid Spark NEO Core wurde für Gitarristen entwickelt, die ortsungebunden üben und deshalb auf einen Verstärker oder ein Audio Interface verzichten möchten. Der geschlossene Over-Ear-Kopfhörer überzeugt im Test mit seinem einfachen Handling, seinem Tragekomfort, sehr guter Isolation und einem auf E-Gitarren und E-Bässe abgestimmten Klangbild mitsamt integrierter DSP-basierter Klangerzeugung. Nicht zuletzt sind die Möglichkeit zum direkten Anschluss des Instruments und seine App-Anbindung gelungen. Die App bietet Musikern genau das, was sie für Über-Sessions benötigen – nämlich eine große Auswahl an Verstärkern und Effekten, um mit optimalem Sound zu spielen.

Minimale Kritikpunkte sind, dass kein Transportbeutel beiliegt und dass der Akku des Kopfhörers nicht während des laufenden Betriebs aufgeladen werden kann. Davon abgesehen ist der Positive Grid Spark NEO Core durchweg eine Empfehlung. Auch ohne ein Instrument zu spielen und den Kopfhörer mitsamt App nutzen zu wollen, können Freunde massiver Bässe hier zugreifen. Wer noch mehr Bewegungsfreiheit haben möchte, findet die im großen Bruder Positive Grid Spark NEO. Er kommt inklusive Instrumentensender und kann deshalb vollständig kabellos betrieben werden.

vor 6 Stunden von Carsten Kaiser
  • Bewertung: 4.75
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformOver-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 Hz – 20 kHz
  • Impedanz32 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)100 dB
  • Gewicht ohne Kabel363 g
  • Kabellänge89 cm

Lieferumfang

  • USB-C-Ladekabel

Kommentare sind geschlossen.

ANZEIGE