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Apple hat die AirPods Max 2 Anfang April als neue Version auf den Markt gebracht (zur News). Zentrales Upgrade ist der H2-Chip, der Features wie Adaptive Audio, Conversation Awareness und verbesserte Geräuschunterdrückung ermöglicht. Die Reparaturexperten von iFixit haben das neue Modell nun vollständig zerlegt und kommen zu einem Ergebnis, das wenig überrascht, aber trotzdem zum Nachdenken anregt.
H2-Chip als einzige wesentliche Neuerung
Der direkte Vergleich im Teardown ist eindeutig: Die AirPods Max 2 sind im Inneren nahezu identisch mit dem Originalmodell aus dem Jahr 2020. Akku, Treiber, Kopfband, Bedienelemente und die Anordnung aller Bauteile entsprechen den Vorgängergenerationen. Selbst das Öffnungsverfahren hat sich nicht verändert. iFixit konnte die neue Generation problemlos anhand der Reparaturanleitung für das erste Modell zerlegen.
Die einzige nennenswerte Änderung im Inneren ist der Wechsel vom H1 auf den H2-Chip in beiden Ohrmuscheln. Dieser Prozessor-Sprung bringt die AirPods Max technisch auf das Niveau der aktuellen AirPods Pro (Test) und ermöglicht softwarebasierte Funktionen, die über reine Klangverbesserungen hinausgehen. Für Käufer, die auf Apple AirPods (Kaufberatung) setzen wollen, liegt der Mehrwert gegenüber dem Vorgänger damit ausschließlich in diesem Chip-Upgrade.
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Bekannte Schwachstellen bleiben unbehandelt
Besonders kritisch fällt die Bewertung rund um ein seit Jahren bekanntes Problem aus: die Kondensationsbildung in den Ohrmuscheln. Bei feuchten Umgebungsbedingungen kann sich Feuchtigkeit im Inneren der Cups ansammeln und langfristig die Elektronik schädigen. iFixit findet im aktuellen Modell keinerlei konstruktive Maßnahmen, die diesem Problem entgegenwirken, obwohl Apple seit dem Launch der ersten Generation 2020 ausreichend Zeit und Rückmeldungen aus dem Feld gehabt hätte.
Hinzu kommt, dass Apple trotz eines Verkaufspreises von 579 Euro weiterhin weder Ersatzteile noch offizielle Reparaturanleitungen für die AirPods Max 2 bereitstellt. Auch Akku und USB-C-Anschluss (die Komponenten mit der höchsten Verschleißwahrscheinlichkeit) sind nur nach aufwendiger Demontage zugänglich. Wer sich mit Over-Ear-Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung beschäftigt, weiß: Gerade bei Premium-Produkten in dieser Preisklasse ist Langlebigkeit ein zentrales Kaufargument.
Reparierbarkeit bleibt bei 6 von 10 Punkten
Positiv hebt iFixit hervor, dass Ohrpolster und Kopfband nach wie vor vergleichsweise unkompliziert abnehmbar sind und Werkzeuge sowie einzelne Bauteile generationsübergreifend kompatibel sein dürften. Das ist aus Nachhaltigkeitsperspektive kein schlechter Ausgangspunkt. Da Apple das grundlegende Design jedoch nicht überarbeitet hat, übernehmen die AirPods Max 2 den Reparierbarkeits-Score des Vorgängermodells unverändert: sechs von zehn Punkten.
iFixit macht in seiner Analyse deutlich, dass Apple mit vergleichsweise geringem Aufwand erhebliche Verbesserungen erzielen könnte. Würde das Unternehmen Bauteile und Anleitungen über sein Self-Service-Repair-Programm zugänglich machen und Akku sowie USB-C-Port konstruktiv leichter erreichbar gestalten, ließe sich die Lebensdauer der Kopfhörer deutlich verlängern. Für alle, die Kopfhörer eigenständig reparieren möchten, bleibt die Situation also unverändert unbefriedigend.
Den vollständigen Teardown mit Video hat iFixit auf seiner Website veröffentlicht: ifixit.com
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