WXA-70A und WXC-70A: Yamaha rüstet seine kompakten Streaming-Geräte deutlich auf
Yamahas neue Streaming-Geräte packen HiFi-DAC in ein Rackfach-Format.
McIntosh bringt seinen ersten Streaming-Vorverstärker: Der CS7500 vereint Netzwerk-Player, Quad-Balanced-32-Bit-DAC, Phono-Stufe (MM/MC), HDMI ARC und Kopfhörerausgang mit Crossfeed-Technologie in einem einzigen Chassis – für 16.000 Euro. Roon Ready, Spotify Connect mit Lossless, TIDAL Connect mit Max, Qobuz Connect, AirPlay und Google Cast sind ab Werk an Bord. Erhältlich ab sofort über den autorisierten Fachhandel.
Bislang mussten McIntosh-Kunden für eine vergleichbare Konfiguration mindestens zwei Geräte kombinieren – etwa den Vorverstärker C55 zusammen mit dem Netzwerk-DAC DS200. Der CS7500 fasst beide Funktionen zusammen und richtet sich an Hörer, die eine hochwertige Stereo-Kette mit separater Endstufe betreiben, aber nicht auf integriertes Streaming verzichten wollen. Eine eingebaute Endstufe gibt es nicht, passive Lautsprecher benötigen weiterhin eine externe Leistungsstufe.
Die Streaming-Plattform übernimmt der Hersteller vom kürzlich vorgestellten MSA5500, dem ersten integrierten Streaming-Verstärker der Marke. Qobuz Connect, Spotify Connect (inklusive Spotify Lossless) und TIDAL Connect (inklusive TIDAL Max) laufen direkt auf dem Gerät – das Smartphone dient nur noch als Fernbedienung, der Audiostream läuft ohne Umweg über Handy-Hardware. Dazu kommen Apple AirPlay, Google Cast und die Roon-Zertifizierung als Roon Ready und Roon Tested. Das Netzwerk lässt sich per Ethernet oder Dualband-WLAN (2,4 und 5 GHz) anbinden.
Kabellos empfängt der CS7500 über Bluetooth 5.0 mit AAC, Qualcomm aptX HD und aptX Adaptive. Letzterer passt Bitrate und Latenz dynamisch an die Verbindungsqualität an. Was bei einem 16.000-Euro-Gerät ins Auge fällt: LDAC und aptX Lossless fehlen. Wer von einem Sony- oder Android-Gerät in höchster Bluetooth-Qualität streamen will, stößt hier an eine Grenze. Ob das in der Praxis relevant ist, hängt vom Nutzungsprofil ab. Die meisten CS7500-Besitzer dürften ohnehin auf WLAN-basiertes Streaming setzen, wo die volle Auflösung ohne Codec-Beschränkungen anliegt.
Die Anschlussausstattung liest sich wie ein Inventar einer gut sortierten HiFi-Kette. Sechs analoge Eingänge stehen bereit: zwei symmetrische XLR, drei unsymmetrische Cinch und ein konfigurierbarer Phono-Eingang für MM- und MC-Tonabnehmer mit einstellbarer Kapazität, Impedanz und Verstärkung (40 bis 64 dB in fünf Stufen). Auf der Digitalseite gibt es zwei Koaxial- und zwei optische Eingänge, einen USB-B-Anschluss (PCM bis 32 Bit/384 kHz, DSD bis DSD512, DXD bis 384 kHz), einen MCT-Eingang für McIntosh-eigene SACD-Transporte und einen HDMI-ARC-Eingang für TV-Audio. Dolby- und DTS-Mehrkanalton wird dabei automatisch auf Stereo heruntergemischt.
Ausgangsseitig bietet der CS7500 zwei Paar symmetrische XLR- und zwei Paar unsymmetrische Cinch-Ausgänge mit variablem Pegel, dazu einen Cinch-Ausgang mit festem Pegel. Das zweite Ausgangspaar lässt sich für einen Mono- oder ein Paar Stereo-Subwoofer konfigurieren. Ein Home-Theater-PassThru-Modus ermöglicht die Einbindung in ein Heimkino-Setup.
Für kopfhoerer.de-Leser besonders relevant: Der CS7500 besitzt einen 6,35-mm-Kopfhörerausgang mit High-Drive-Schaltung und McIntosh‘ Headphone Crossfeed Director (HXD). HXD mischt einen kleinen Anteil des jeweils gegenüberliegenden Kanals ein, um die bei Kopfhörern typische strikte Kanaltrennung abzumildern und ein natürlicheres, lautsprecherähnliches Klangbild zu erzeugen. Die Funktion ist abschaltbar. In Verbindung mit dem Quad-Balanced-DAC und der aufwendigen Vorverstärkersektion stellt der Verstärker damit auch eine potenzielle Schaltzentrale für anspruchsvolle Kopfhörer-Setups dar.
Die Digital-Analog-Wandlung übernimmt ein 32-Bit-DAC mit acht Kanälen in Quad-Balanced-Konfiguration: Je vier DAC-Kanäle arbeiten pro Stereo-Seite zusammen, um Rauschen und Verzerrungen zu reduzieren. McIntosh gibt einen Klirrfaktor von 0,005 % und einen Signal-Rausch-Abstand von 100 dB an – Messwerte, die in diesem Preissegment erwartet werden dürfen.
Optisch bleibt der CS7500 unverkennbar McIntosh: schwarze Glasfront, grün hinterleuchtetes Logo, blaue VU-Meter mit Zeigern (zeigen hier den Ausgangspegel des Vorverstärkers an), zwei massive Drehregler für Eingangs- und Lautstärkewahl. Das Chassis besteht aus spiegelpoliertem Edelstahl unten und gebürstetem schwarzem Titan-Edelstahl oben. Mit 44,5 × 15,2 × 43,2 cm und 11,3 kg hat der CS7500 klassische HiFi-Rack-Maße.
Mit 16.000 Euro spielt der CS7500 in einer Liga, in der sich auch der Esoteric N-05XE (ca. 13.000 US-Dollar) bewegt – ein Netzwerk-DAC-Vorverstärker mit Kopfhörerverstärker, der ähnlich breit aufgestellt ist. Ebenfalls in Reichweite: Streaming-Lösungen von Linn und Naim, die ihr jeweiliges Ökosystem mitbringen. Der Hersteller positioniert den CS7500 dabei klar als Einstieg in das hauseigene Separates-System: Wer heute mit dem CS7500 beginnt, kann die Endstufe später nach Bedarf aufstocken – vom kompakten MC312 bis zu Mono-Blöcken.
Der CS7500 ist ab sofort über den autorisierten Fachhandel erhältlich. Der Preis liegt bei 16.000 Euro (UVP) bzw. 12.500 US-Dollar. Weitere Informationen auf mcintoshlabs.com.
| Typ | 2-Kanal-Streaming-Vorverstärker, Solid State |
| DAC | Quad Balanced, 8 Kanäle, 32 Bit / 384 kHz PCM / DSD512 |
| Klirrfaktor (THD) | 0,005 % |
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz (+0/–0,5 dB), 15 Hz – 100 kHz (+0/–3 dB) |
| Signal-Rausch-Abstand | 100 dB (High Level) |
| Max. Ausgangsspannung | 16 V RMS (sym.) / 8 V RMS (unsym.) |
| Analoge Eingänge | 2 × XLR (sym.), 3 × Cinch (unsym.), 1 × Phono (MM/MC umschaltbar) |
| Digitale Eingänge | 2 × Koaxial, 2 × Optisch, 1 × USB-B, 1 × MCT, 1 × HDMI ARC |
| Streaming | Qobuz Connect, Spotify Connect (Lossless), TIDAL Connect (Max), AirPlay, Google Cast, Roon Ready/Tested |
| Bluetooth | 5.0 (AAC, aptX HD, aptX Adaptive) |
| Netzwerk | Ethernet, WLAN Dualband (2,4 / 5 GHz) |
| Ausgänge (variabel) | 2 × XLR, 2 × Cinch |
| Ausgang (fest) | 1 × Cinch |
| Kopfhörerausgang | 6,35 mm, High Drive, HXD (Headphone Crossfeed Director) |
| Phono-Verstärkung | 40 / 46 / 52 / 58 / 64 dB (wählbar) |
| USB-Abtastraten | PCM: 32 Bit / 44,1 – 384 kHz; DSD64 – DSD512; DXD 352,8 / 384 kHz |
| Koaxial/Optisch | 24 Bit / 44,1 – 192 kHz |
| Leistungsaufnahme | 30 W |
| Abmessungen (B × H × T) | 44,5 × 15,2 × 43,2 cm |
| Gewicht | 11,3 kg |
| Preis (UVP) | 16.000 € / 12.500 USD |
| Verfügbarkeit | ab sofort |
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