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Aufgesetzt und angehört: Philips Hyprlite

Von Ralf Willke vor 3 Jahren

Earbuds fürs Norm-Ohr

Superleicht und toller Sound. Die Wunschliste für den Earbuds-Kauf ist zumeist klar und deutlich. Zum unverbindlichen Preis von 24 Euro 99 bietet Philips mit dem Hyprlite ein solches Produkt, das vom Versprechen her eigentlich jeder kaufen sollte. Wir haben die Buddys mal eingesteckt und angehört.

Für Jedermann sind die Hyprlite Buds schon daher nicht, weil Ohr-Ergonomie und -Hörer einigermaßen passgenau gearbeitet werden sollten. Da das Nacharbeiten am Ohr eher aufwändig erscheint, muss die angeborene Gehörgang-Physionomie dem Gegenstück des Ohrstöpsels entsprechen. Wir sagen es so: wem die altbekannten Apple-Ear-Pods passten, dem sollten auch die Philips-Hyperlites  genehm sein. Die freundlich unaufwändig gestaltete Verpackung gibt zügig ein Ohrhörerpäärchen frei, das mit dünnem, gummierten 1,2-Meter-Kabel aufwartet, dessen gewinkelter Mini-Klinkenstecker zugentlastend konstruiert ist.

Es gibt eine einfache Steuerung, welche beim iPhone den Player auf Pause setzt und ein Telefongespräch annimmt sowie wieder beenden lässt.

Die Buds selber sind „nice designed“, es gibt verarbeitungstechnisch nichts zu mäkeln, und die beworbenen 12,12 mm Neodym-Treiber weisen sichtbar ausgebildete Schallaustrittsöffnungen auf. Eine Besonderheit ist hier eine „Bassrohr“ genannte Austrittsöffnung, die auf den Knorpel gerichtet ist.

Klang

Die glücklicherweise mit Rechts und Links ausgezeichneten Buds klingen im oben beschriebenen Norm-Ohr überraschend neutral. 80er-Jahre Pop-Produktionen wie Scritti Politti zeichnen den Bass wahrnehmbar ab. In den oberen Mitten hört das geübte Ohr eine gewisse Penetranz, was überall da, wo Becken abgebildet werden, schon einmal ein wenig störend wirken kann.

Angenehm ist, dass Philips hier auf das übermäßige Puschen des Basses verzichtet hat. So wird der Klang nicht übermäßig zugemulmt. Freunde harter elektronischer Tracks werden sich aber eh keine Earbuds gönnen, um einen Wumms im Solar Plexus zu erleben.

Was mit den Hyperlites definitiv geht, ist seine Playlist unterwegs zu genießen, wenn Pop und Rock aus den 80ern bis heute auf dem Programm steht. Ein Problem ist aber schwererer Rock bis Metal. Gitarrenwände werden bei den Earbuds schnell unangenehm, als ob die Flimmerhärchen mit dem Rasentrimmer angegangen werden.

Gut geht aber Sprache, ein Hörspiel, auch Jazz und Klassik, wenn es als Untermalung gedacht ist, dies wird mit den Hyperlites überraschend angenehm abgespielt.

Und, kaufen?

Als Gebrauchshörer für unverbindliche 25 EUR ergeben die Philips Hyperlights Sinn. Der Sound ist – gemessen am Preis – ordentlich. Wer unterwegs Sound auf den Ohren braucht und mit den rudimentären Steuerungsmöglichkeiten leben kann, macht hier nichts falsch.

Ton:

• Akustiksystem: Offen
• Frequenzgang: 9 bis 23.000 Hz (Herstellerangaben)
• Magnettyp: Neodym
• Empfindlichkeit: 105 dB
• Lautsprecher-Durchm.: 12,2 mm
• Maximale Eingangsleistung: 30 mW
• Impedanz: 16 Ohm
• Kabellänge: 1,2 m
• Anschluss: 3,5 mm

Weitere Infos: Philips Hyprlite Website

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