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AKG N5 Hybrid

Vielseitige, bassbetonte True Wireless In-Ears mit adaptivem ANC und 2,4-GHz-Dongle

Kurz & knapp

Besonders an den AKG N5 Hybrid ist, dass sie sowohl per Bluetooth als auch latenzarm über den USB-C-Dongle betrieben werden können. Der 2,4-GHz-Dongle ermöglicht darüber hinaus eine hochauflösende Wiedergabe, was bei Geräten, die keine hochwertigen Audiocodecs unterstützen, Vorteile bietet und das Einsatzspektrum erweitert. Schade ist nur, dass das Umschalten zwischen Bluetooth und Dongle im dualen Betrieb etwas umständlich erscheint und Abstriche bei der App gemacht werden müssen.

Vorteile:
  • Hörer IP54 und Case IP52 zertifiziert
  • latenzarme, hochauflösende Funkverbindung via USB-C-Dongle
  • Schnellladefunktion
  • Case unterstützt drahtloses Laden (Qi)
  • Sprachverständlichkeit
  • Multipoint-Verbindungen
  • optionale Gehörschutzfunktion
Nachteile:
  • recht unübersichtliche und fehlerhafte App
  • LDAC nicht mit Hörprofil und Spatial Audio kombinierbar
  • etwas umständliches Umschalten bei dualen Verbindungen
  • Touch-Steuerung nicht individuell anpassbar
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Neben Bluetooth 5.3 und LDAC sind die AKG N5 Hybrid sowohl mit einer adaptiven Geräuschunterdrückung als auch mit einem regelbaren ANC- und Umgebungsmodus ausgestattet. Während sich mit Personi-Fi 2.0 ein individuelles Hörprofil erstellen lässt, ist die Mikrofontechnik der kabellosen In-Ears Zoom zertifiziert. Insgesamt sechs Mikrofone und die eingesetzte ENC-Technologie (Environmental Noise Cancellation) sollen auch bei Telefonaten eine klare Sprachverständlichkeit gewährleisten.

Design und Tragekomfort

Die AKG N5 Hybrid sind gemäß IP54 staub- sowie wasserbeständig verarbeitet und bieten einen recht stabilen Sitz, der auch sportliche Aktivitäten ermöglicht. Gut umgesetzt wurde, dass der Dongle direkt im Lade-Case Platz neben den Hörern findet. Zumal das Case ebenfalls geschützt ist und die Anforderungen der IP52-Norm erfüllt. Nicht so recht ins Bild passt hingegen, dass der Deckel bei unserem Testgerät über etwas Spiel verfügt und beim Transport klappern kann.


AKG N9 Hybrid

Vielseitige, laufstarke Bluetooth Over-Ears mit adaptivem ANC und 2,4-GHz-Dongle.

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Akkulaufzeit

Bei gehobener Lautstärke erreichen die AKG N5 Hybrid im Bluetooth-Betrieb eine Laufzeit von elf Stunden, wenn das AAC-Format genutzt wird. Wer die Geräuschunterdrückung in der Maximaleinstellung einsetzt, kann etwa acht Stunden einplanen. Darüber hinaus stellt eine fünfzehnminütige Schnellladung Kapazität für knappe fünfeinhalb Stunden (ohne ANC) bereit, während die Hörer nach 40 Minuten vollständig aufgetankt sind. Per Dongle soll die Laufzeit den Herstellerangaben zufolge im Standardbetrieb bei viereinhalb und im ANC-Modus bei vier Stunden liegen.

Im Case können die AKG N5 Hybrid insgesamt zwei Mal vollständig aufgeladen werden bis eine externe Stromquelle benötigt wird. Über das mitgelieferte USB-C auf USB-A-Ladekabel ist die Akkureserve dabei in einer Stunde und 45 Minuten wieder hergestellt. Alternativ ist auch ein drahtloses Laden via Qi möglich.

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Bluetooth Specs

Ergänzend zum Bluetooth-Standard 5.3 unterstützen die AKG N5 Hybrid Multipoint-Verbindungen mit zwei Geräten gleichzeitig sowie Google Fast Pair und Microsoft Swift Pair. An Audiocodecs zählen SBC, AAC und LDAC zur Ausstattung. Außerdem ist noch ein latenzreduzierter Video-Modus vorhanden.

Die Bedienung der AKG N5 Hybrid

Ungewöhnlich ist, dass die Touch-Steuerung über die App nicht an die eigenen Vorlieben angepasst werden kann. Anstelle dessen stehen mit „Umgebungskontrolle“, „Wiedergabe“ und „Lautstärke“ drei vorgefertigte Profile für zwei Hörer zur Auswahl. Ab Werk sind die Umgebungskontrolle und Wiedergabesteuerung zugewiesen, wodurch keine Möglichkeit besteht, die Lautstärke zu regeln. Ein Manko, das sich derzeit auch nicht beheben lässt, da ansonsten auf die Umgebungskontrolle oder Wiedergabesteuerung verzichtet werden müsste. Eigene Anpassungsmöglichkeiten stellen daher eine sehr wünschenswerte Option für ein Update dar.

Die AKG N5 Hybrid unterstützen eine einseitige Nutzung im Single-Betrieb und verfügen über eine Trageerkennung, die sich per App nach Bedarf ab- oder zuschalten lässt. Nicht vorgesehen ist dagegen ein manuelles Ein- und Ausschalten der Hörer über die Touch-Oberflächen, wodurch das Case stets benötigt wird.

AKG Headphones App

Mit „Studio“, „Bass“, „Club“, „Extreme Bass“, „Vocal“ und „Jazz“ stellt die Klangregelung der App-Anbindung (Android und iOS) sechs vorkonfigurierte Settings zur Auswahl. Eigene Einstellungen lassen sich hingegen über einen 10-Band-EQ vornehmen, die als Presets gespeichert werden können. Außerdem kann ein Hörtest absolviert werden, der das Hörvermögen von linkem und rechtem Ohr separat analysiert, um auch Disbalancen auszugleichen. Allerdings ist die Klangpersonalisierung leider nicht mit LDAC kompatibel, was auch auf Spatial Audio zutrifft. Darüber hinaus lässt sich ein dynamischer EQ für geringe Lautstärkeeinstellungen aktivieren oder die L/R-Balance in jeweils 16 Schritten anpassen. Auch ein Gehörschutz kann eingerichtet werden, wodurch der maximale Ausgabepegel auf unter 85 Dezibel begrenzt wird.

Viel Flexibilität bietet die Umgebungsgeräuschkontrolle der App, welche sowohl einen adaptiven als auch einen manuellen ANC-Modus mit sieben Intensitätsstufen zur Verfügung stellt. Auch der Ambient-Aware-Modus ist in sieben Stufen anpassbar, während sich die TalkThru-Funktion wahlweise per Taster oder Sprache steuern lässt. Über die SilentNow-Funktion besteht zudem die Möglichkeit, die Geräuschunterdrückung für ein stilles Nickerchen zu nutzen, indem ein Vorlauf und die gewünschte Schlafenszeit eingestellt wird. Anschließend klingelt ein Wecker.

Gleich mehrere Optionen dienen zum Anpassen der Gesprächssituation beim Kommunizieren. Sowohl für das Gegenüber als auch für die eigene Stimme bestehen jeweils drei Spracheinstellungen, ergänzt von einer regelbaren Mithörfunktion und einem automatischen Schallpegel-Optimierer. Des Weiteren verfügt die App über einen Passform-Test und eine Suchfunktion, die durch einen lauten Piepton beim Auffinden der Hörer behilflich sein kann. Abschließend lassen sich noch Firmware-Aktualisierungen für Hörer und Dongle vornehmen.

Aufgefallen ist jedoch, dass die umfangreiche App-Ausstattung etwas unübersichtlich strukturiert erscheint, zumal die Handhabung teilweise umständlich ist. Eine Art Sackgasse stellt beispielsweise die Klangpersonalisierung dar, welche fehlerhaft eingebunden ist. Da das Hörprofil nicht dauerhaft gespeichert wird, sondern regelmäßig neu generiert werden muss, ist das umständliche Handling besonders ärgerlich und erfordert viel Geduld!

Der 2,4-GHz-Dongle in der Praxis

Der USB-C-Dongle ermöglicht eine latenzarme Funkverbindung, wodurch sich insbesondere beim Gaming, aber auch bei Online-Meetings oder beim Filmeschauen die Synchronität von Bild und Ton erhöht. Außerdem können Geräte, die keine hochwertigen Codecs unterstützen, für eine hochauflösende Klangwiedergabe genutzt werden. Problemlos erkannt wurde der Dongle unter Android, macOS und iPadOS, was bei Apple-Geräten mit einem Lightning-Anschluss auch mithilfe eines „Lightning auf USB 3 Kamera-Adapters“ funktioniert. Herstellerseitig werden Computer, Laptops, Smartphones und Tablets als kompatibel angegeben.

Bei einer dualen Verbindung besteht Verbesserungspotenzial beim Umschalten. Wenn zum Serienschauen auf dem Laptop eine Funkverbindung per Dongle besteht und parallel eine Bluetooth-Verbindung auf dem Smartphone aufgebaut wird, um auf die Klangregelung der App zugreifen zu können, ist auf dem Laptop kein Ton mehr zu hören, obwohl die Serie weiterläuft. Um das Problem zu beheben, muss manuell wieder zurück auf den Dongle geschaltet werden. Nahtlos ist auch ein zwischenzeitlicher Wechsel zum Telefonieren auf das Smartphone nicht möglich, da die Tonausgabe jedes Mal umgestellt werden muss.

Sprachverständlichkeit beim Telefonieren

Ausgestattet mit drei Mikrofonen pro Seite bieten die AKG N5 Hybrid eine klare, deutliche Sprachübertragung. Darüber hinaus filtert die eingesetzte ENC-Technologie (Environmental Noise Cancellation) Windgeräusche im Freien recht zuverlässig, auch wenn eine leichte Verzögerung besteht. Lautere Hintergrundgeräusche sind von der Gegenseite zwar zu hören, aber in einer merklich abgeschwächten Form, wodurch die eigene Stimme vordergründig übertragen wird und verständlich bleibt.

Interessant ist die Option, einen Hörer als Mikrofon nutzen zu können. Hierdurch soll die Privatsphäre beim Telefonieren mehr geschützt werden, was jedoch nur in einer ruhigeren Umgebung funktioniert. Trotz mehrerer Einstellungsmöglichkeiten fällt die Übertragung der eigenen Stimme recht leise aus. Bei einer belebten Kulisse kann es zudem schwierig werden, das Gegenüber über einen Hörer zu verstehen.

Geräuschunterdrückung (ANC), Ambient-Aware-Modus und TalkThru-Funktion

Das Noise Cancelling der AKG N5 Hybrid reduziert vor allem den tieffrequenten Außenbereich wirksam. Stimmen wirken dagegen eher abgedämpft, wobei sich die Ergebnisse durch die Kompensationsfunktion sowohl im mittleren als auch im oberen Frequenzbereich verbessern lassen. Während die adaptive Geräuschunterdrückung mit einer gewissen Verzögerung recht rauscharm arbeitet, steigt das Grundrauschen im manuellen Modus ab der vierten Stufe kontinuierlich bis zu einer knapp mittleren Stärke an. Deutlich sind dabei die Auswirkungen auf den Klang, da der Bassbereich in beiden ANC-Modi gut erkennbar verstärkt wird.

Der Umgebungsmodus kann in den unteren Stufen eingesetzt werden, um ein Gespräch zu führen, wenn die Wiedergabe pausiert. Während der Beschallung lässt sich die Außenwahrnehmung hingegen in den höheren Einstellungen verbessern. Das Grundrauschen erreicht dabei eine mittlere Stärke. Höher fällt das Rauschen bei der TalkThru-Funktion aus, die eine noch intensivere Verstärkung bietet und als eine Art Hörhilfe fungieren kann.

Spatial Audio

Für eine räumlichere Medienwiedergabe stehen mit „Film“, „Musik“ und „Gaming“ drei Optionen zur Auswahl. Was gut funktioniert, ist, dass der Musik-Modus bei Live-Alben mehr Konzertatmosphäre vermittelt, indem die Bühne etwas tiefer in den Raum hinein rückt. Zusätzliche Breite erhält die Darstellung im Gaming-Modus, wodurch ein intensives Abtauchen ins Spielgeschehen begünstigt werden kann. Dagegen wirken die Resultate im noch weiter zurückgesetzten Film-Modus recht diffus und hallig, worunter die Sprachverständlichkeit bei Dialogen leidet.

Sound

Die AKG N5 Hybrid sind spaßbezogen abgestimmt und verfügen über dynamische 10-mm-Treiber mit DLC-beschichteten Membranen (Diamond-Like Carbon). Charakteristisch ist eine kraftvolle Basswiedergabe, die Substanz besitzt, aber nicht weich, sondern stramm und definiert wirkt. Auch cluborientierte Produktionen werden mit dem gewünschten Druck wiedergegeben, obwohl der Tiefbass fast ein bisschen mächtig erscheint.

Einen ansprechend weitläufigen Eindruck vermittelt der Mittenbereich. In einer entspannten Atmosphäre lädt die saubere und konturierte Darstellung zum bewussten Hören ein, wodurch sich mühelos Details entdecken lassen. Gleichzeitig ist Durchsetzungsfähigkeit im mobilen Einsatz vorhanden, ohne dass ein anstrengender, zu energischer Höreindruck besteht. Das gilt auch für die warme Stimmenwiedergabe, die sich durch eine klare Sprachverständlichkeit auszeichnen kann.

In den oberen Lagen ist ebenfalls Kraft vorhanden, wobei ein frischer, knackiger Klangeindruck besteht, der Akzente setzt. Was im gewöhnlichen Hörbereich gut funktioniert, kann bei höherer Lautstärke jedoch als ein wenig harsch empfunden werden, da die Höhenwiedergabe mit steigendem Wiedergabepegel etwas an Balance verliert. Das kann sich auch in einer prägnanteren Abbildung von Zischlauten widerspiegeln.

Fazit

Die kraftvoll und spaßorientiert abgestimmten AKG N5 Hybrid punkten mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten per Bluetooth und 2,4-GHz-Dongle. Auch die Ausstattung der wetterfesten True Wireless In-Ears ist umfangreich, zumal die Mikrofontechnik mit einer klaren, deutlichen Sprachübertragung überzeugt. Verbesserungspotenzial besteht hingegen bei der teilweise etwas umständlichen Handhabung. Insbesondere die AKG Headphones App erscheint recht unübersichtlich und funktioniert aktuell nicht fehlerfrei. Vermisst werden kann darüber hinaus eine individuelle Anpassungsmöglichkeit bei der Touch-Steuerung.

vor 1 Tag von Maike Paeßens
  • Bewertung: 4.25
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 Hz–40 kHz
  • Impedanz16 Ohm

Besonderheiten

  • in Schwarz und Weiß in erhältlich
  • BT-Version: 5.3
  • BT-Codecs: SBC, AAC, LDAC

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