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JBL Bar 800MK2

Flexible Soundbar mit abnehmbaren, kabellosen Surround-Lautsprechern

Kurz & knapp

Die JBL Bar 800MK2 ist ein klarer Bruch mit den kleineren MK2-Modellen. Dank, kräftigem Subwoofer und sauberer Einmessung per App liefert sie ein überraschend überzeugendes Raumklangerlebnis. Optisch bleibt sie funktional, klanglich geht sie jedoch einen großen Schritt Richtung echtes Heimkino.

Vorteile:
  • sehr überzeugender, echter Surround-Effekt
  • flexible, abnehmbare Rear-Lautsprecher
  • kräftiger Subwoofer mit tiefem Bass
  • einfache Einmessung per App
  • umfangreiche Streaming- und Anschlussausstattung
Nachteile:
  • Design weiterhin rein funktional
  • Surround-Lautsprecher müssen regelmäßig geladen werden
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Einleitung

Mit der JBL Bar 800MK2 verlässt JBL das Konzept der reinen All-in-One-Soundbar. Zwar ähnelt sie den kleineren Modellen optisch, technisch verfolgt sie jedoch einen völlig anderen Ansatz: echte Surround-Lautsprecher, die wahlweise an der Soundbar verbleiben oder kabellos hinter der Sitzposition platziert werden können. Damit richtet sich die JBL Bar 800MK2 klar an Nutzer, die echtes Heimkino-Feeling wollen, aber auf ein klassisches AV-Receiver-Setup und riesige Boxentürme verzichten möchten.


JBL Bar 500MK2 im Test

Soundbar mit zusätzlichem Subwoofer für mehr Tiefbass und echtes Heimkino-Feeling.


Design & Verarbeitung

Optisch bleibt die JBL Bar 800MK2 dem seit Jahren etablierten Soundbar-Stil treu. Schwarz, sachlich, funktional – einen echten Hingucker holt man sich damit nicht ins Wohnzimmer. Dafür präsentiert sich das System als solide, unaufgeregte Komplettanlage, die sich problemlos in nahezu jedes Wohnambiente integriert. JBL setzt auch hier vollständig auf Kunststoff, eine Stoffbespannung kommt nicht zum Einsatz. Das wirkt nicht luxuriös, ist aber zweckmäßig und robust.

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Die Soundbar selbst misst 854 × 52 × 128 Millimeter und bringt rund 5 Kilogramm auf die Waage. Sie ist damit kompakter als die Bar 300MK2 und Bar 500MK2, wirkt aber durch das höhere Gewicht und die breitere Bauform spürbar massiver. Unter dem Fernseher bleibt sie dennoch angenehm unauffällig und eignet sich sowohl für die Platzierung auf dem Lowboard als auch für die Wandmontage. Passende Montagehalterungen inklusive Befestigungsmaterial liegen dem Lieferumfang bereits bei, sodass keine zusätzlichen Zubehörkäufe nötig sind.

Das prägende Designelement sind die abnehmbaren Surround-Lautsprecher. Diese messen jeweils 169 × 52 × 128 Millimeter und wiegen nur rund 0,7 Kilogramm pro Stück. Seitlich an der Soundbar angedockt erweitern sie zunächst die Frontbreite, lassen sich aber mit einem Handgriff abnehmen und kabellos im Raum hinter der Sitzposition platzieren. JBL legt hierfür passgenaue Abdeckungen bei, die die Kontaktflächen an Soundbar und Lautsprechern schützen. Das ist ein kleines, aber sehr durchdachtes Detail, das den häufigen Wechsel zwischen Front- und Surround-Betrieb alltagstauglich macht und allzu groben Verschleiß der Kontakte verhindert.

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Der Subwoofer entspricht in Abmessungen und Bauform dem Modell der Bar 500MK2. Mit 325 × 400 × 325 Millimetern und einem Gewicht von rund 8,1 Kilogramm bleibt er vergleichsweise kompakt, liefert aber dennoch ausreichend Volumen für kräftigen Tiefbass. Optisch tritt auch er bewusst zurück und fügt sich unauffällig ins Setup ein.

Bedienung & Ausstattung

Bei der JBL Bar 800MK2 geht JBL in einigen Punkten über das hinaus, was die kleineren Modelle bieten. Zwar bleiben Grundkonzept und Bedienlogik vertraut, der Funktionsumfang ist jedoch klar auf echtes Surround Setup ausgelegt. Neben den kapazitiven Touchtasten auf der Soundbar liegt eine klassische Fernbedienung bei, über die sich Lautstärke, Klangmodi, Basspegel und Quellen direkt steuern lassen.

Zentrale Rolle spielt erneut die JBL One App, die bei der JBL Bar 800MK2 unverzichtbar ist. Über sie erfolgt nicht nur die Einrichtung und Firmware-Verwaltung, sondern vor allem die Einmessung der abnehmbaren Surround-Lautsprecher. Der Vorgang ist einfach gehalten: Lautsprecher im Raum positionieren, Kalibrierung starten – das System passt Laufzeiten und Pegel automatisch an. Der Unterschied ist hörbar und sorgt dafür, dass der Surround-Effekt deutlich präziser und geschlossener wirkt als ohne Einmessung.

Die Hauptmerkmale sind die abnehmbaren, kabellosen Surround-Lautsprecher. Diese können seitlich an der Soundbar verbleiben, um die Frontbühne zu verbreitern, oder klassisch hinter der Sitzposition aufgestellt werden. Darüber hinaus lassen sie sich auch in einem anderen Raum platzieren – etwa in der Küche oder im Arbeitszimmer. JBL bietet dafür eine eigene Option innerhalb der App, mit der sich die Lautsprecher gezielt als separate Wiedergabequelle nutzen lassen, ohne dass man etwas im Wohnzimmer verpasst. Das macht die JBL Bar 800MK2 nicht nur zum Heimkino-System, sondern auch zu einer flexiblen Multiroom-Lösung.

Die Surround-Lautsprecher werden entweder direkt an der Soundbar oder per USB-C geladen. Für beide Betriebsarten liegen passende Abdeckungen bei, die die Kontaktflächen schützen – ein kleines, aber sehr praxisnahes Detail, gerade bei häufigem Umsetzen der Lautsprecher.

Zur Anschlussausstattung zählen HDMI mit eARC, ein zusätzlicher HDMI-Eingang mit HDR-Passthrough für HDR10+ und Dolby Vision, ein optischer Digitaleingang sowie Bluetooth 5.3 und WLAN 6. Im Gegensatz zu den kleineren MK2-Modellen besitzt die JBL Bar 800MK2 zusätzlich einen Ethernet-Port, was vor allem bei instabilen WLAN-Umgebungen ein echter Vorteil ist.

Auch bei den Streaming-Funktionen ist das System vollständig ausgestattet: Chromecast, Spotify Connect, AirPlay 2, Tidal Connect und Roon Ready werden unterstützt. Mittels Google Home-Lautsprecher oder Apples HomePod ist sogar eine Sprachsteuerung möglich.

Klang

Klanglich setzt sich die JBL Bar 800MK2 deutlich von den kleineren MK2-Modellen ab – und das im positiven Sinne. Durch die abnehmbaren, korrekt eingemessenen Surround-Lautsprecher entsteht ein echtes, geschlossenes Rundum-Erlebnis, das weit über virtuelle Lösungen hinausgeht. Effekte kommen klar von der Seite und von hinten, der Klang löst sich vollständig von der Soundbar und füllt den Raum überzeugend.

Dolby Atmos und DTS Virtual:X profitieren spürbar vom realen Surround-Aufbau. Geräusche werden sauber im Raum verteilt, Übergänge zwischen Front-, Seiten- und Rear-Kanälen wirken stimmig und homogen. Besonders bei Filmen mit ausgeprägtem Sounddesign entsteht ein immersiver Eindruck, der deutlich näher an klassischen Mehrkanal-Systemen liegt als bei herkömmlichen Soundbars.

Die Höhenebene ist wahrnehmbar, bleibt aber realistisch eingeordnet. Effekte wie Regen oder Umgebungsatmosphäre werden leicht von oben wahrgenommen, ohne dass tatsächlich der Eindruck entsteht, sie kämen direkt von der Decke. Genau hier zeigt sich die Grenze einer Soundbar-Lösung ohne dedizierte Deckenlautsprecher. Dennoch: Für ein System dieser Bauart ist die Atmos-Wiedergabe überraschend überzeugend und sorgt für zusätzliche Tiefe und Offenheit im Klangbild.

Der Subwoofer spielt eine zentrale Rolle im Gesamteindruck. Mit einem Tiefgang bis etwa 35 Hz liefert er kräftigen, kontrollierten Bass, der Actionsequenzen spürbar unterstützt. Explosionen haben Gewicht, Soundtracks bauen Druck auf, ohne ins Dröhnen abzurutschen. Im Zusammenspiel mit den Surround-Lautsprechern entsteht ein sehr rundes, kinotaugliches Klangfundament.

Dialoge bleiben dabei jederzeit klar verständlich und sauber im Center verankert. Stimmen setzen sich auch in hektischen Szenen gut durch, ohne künstlich hervorgehoben zu wirken. Das trägt maßgeblich dazu bei, dass die JBL Bar 800MK2 auch über längere Filmabende hinweg angenehm klingt.

Alltag & Langzeiteindruck

Im Alltag zeigt sich die JBL Bar 800MK2 erfreulich unkompliziert – trotz ihres deutlich umfangreicheren Setups im Vergleich zu den kleineren Modellen. Hat man sich einmal für eine Platzierung der abnehmbaren Surround-Lautsprecher entschieden und die Einmessung durchgeführt, arbeitet das System zuverlässig im Hintergrund, ohne ständige Aufmerksamkeit einzufordern.

Besonders praktisch ist die Flexibilität der Rear-Lautsprecher. Für den Filmabend werden sie hinter der Sitzposition aufgestellt, im normalen TV-Alltag oder bei Platzmangel lassen sie sich schnell wieder an der Soundbar andocken oder sogar in einem anderen Raum nutzen. Die App-gestützte Umschaltung funktioniert dabei reibungslos und macht den Wechsel zwischen Surround- und Alltagsbetrieb erstaunlich komfortabel.

Im Langzeitbetrieb überzeugt die JBL Bar 800MK2 durch ihren ausgewogenen, nicht ermüdenden Klang. Auch bei längeren Sessions bleibt der Sound angenehm und kontrolliert. Der kräftige Subwoofer sorgt dafür, dass man seltener zur Fernbedienung greifen muss, um „mehr Druck“ einzustellen – das System klingt bereits bei moderaten Lautstärken voll und präsent.

Ein Punkt, den man im Blick behalten sollte, ist das Lade-Management der Surround-Lautsprecher. Zwar halten sie mehrere Filmabende durch, gelegentliches Nachladen ist jedoch notwendig. Dank der Möglichkeit, sie direkt an der Soundbar oder per USB-C zu laden, lässt sich das im Alltag gut organisieren.

Fazit

Die JBL Bar 800MK2 markiert einen klaren Wendepunkt innerhalb der MK2-Generation. Während Bar 300MK2 und Bar 500MK2 noch stark auf virtuelle Klanglösungen setzen, liefert die JBL Bar 800MK2 dank abnehmbarer, kabelloser Surround-Lautsprecher ein überraschend überzeugendes, echtes Raumklangerlebnis. In Kombination mit dem kräftigen Subwoofer entsteht ein Klangbild, das deutlich näher an klassischen Heimkino-Systemen liegt als an typischen All-in-One-Soundbars.

Optisch bleibt JBL seiner Linie treu und setzt weiterhin auf ein funktionales, schwarzes Design ohne große Akzente. Das mag kein Hingucker sein, unterstreicht aber den Anspruch als praktische Komplettanlage, die sich problemlos ins Wohnzimmer integriert. Entscheidender ist ohnehin, was akustisch geboten wird – und hier überzeugt die JBL Bar 800MK2 mit sauberer Einmessung, flexibler Nutzung der Rear-Lautsprecher und einem Bassfundament, das Actionfilmen und Soundtracks spürbaren Nachdruck verleiht.

Natürlich gibt es auch Einschränkungen: Die Höhenabbildung von Dolby Atmos bleibt systembedingt eher angedeutet, und die Surround-Lautsprecher müssen regelmäßig geladen werden. Dennoch überwiegen die Vorteile klar. Wer echtes Surround-Feeling sucht, ohne sich mit AV-Receivern, Lautsprecherkabeln und komplexer Konfiguration beschäftigen zu wollen, findet in der JBL Bar 800MK2 eine der stimmigsten und überraschendsten Lösungen ihrer Klasse.

Kurz gesagt: Die JBL Bar 800MK2 ist kein Designobjekt, sondern ein durchdachtes Heimkino-Werkzeug – flexibel, klangstark und fair bepreist. Für viele Wohnzimmer dürfte sie genau die richtige Balance aus Komfort und echtem Kinoerlebnis treffen.

vor 2 Minuten von Benjamin Otterstein
  • Bewertung: 4
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformLautsprecher
  • BauweiseSoundbar
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)35 Hz bis 20 kHz
  • Gewicht ohne KabelSoundbar ca. 5.000 g, je Surround-Lautsprecher ca. 700 g, Subwoofer ca. 8.100 g

Lieferumfang

  • Fernbedienung
  • HDMI-Kabel
  • Wandhalterung
  • Stromkabel

Besonderheiten

  • Treiber Soundbar: 6 Racetrack-Treiber 44 x 80 mm, 2 Hochtöner 1 Zoll (25 mm)
  • Treiber Surround-Lautsprecher: 2 Racetrack-Driver 44 x 90 mm
  • Treiber Subwoofer: 10 Zoll (260 mm)
  • Verbindung: Bluetooth 5.3, WLAN 6 (2,4 GHz, 5 GHz), HDMI (eARC)
  • Codecs: MPEG 1 Layer 2/3, MPEG 2 Layer 3, MPEG 2.5 Layer 3, A2DP v1.3, AVRCP v1.5
  • Audioausgabe: Dolby Atmos, DTS Virtual:X
  • Konnektivität: Chomecast, Spotify Connect, AirPlay 2, Tidal Connect, Roon Ready
  • Anschlüsse: HDMI (2x), Optical, USB (nur Wartung)
  • Abmessungen: 854 x 52 x 128 mm (Soundbar), 169 x 52 x 128 mm (Abnehmbare Surround-Lautsprecher), 325 x 400 x 325 mm (Subwoofer)
  • Extras: Multibeam 3.0, Sound-Kalibrierung, JBL One App, Sprachsteuerung via Google Assistant oder Siri, HDR-Passthrough für HDR10+ & Dolby Vision

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