Die Oakley Meta Vanguard ist eine smarte Sportbrille mit klarer Ausrichtung auf Klang, Bewegung und Sicherheit. Besonders der für ein offenes Design sehr gute Sound macht sie zur idealen Lösung für Radfahrer, Läufer und Wintersportler. Wer eine funktionale AR-Brille für aktive Einsätze sucht, findet hier eine der aktuell überzeugendsten Optionen.
- sehr sicherer Sitz
- hochwertige Verarbeitung
- intuitive Sprachsteuerung & KI-Features
- stabile App-Anbindung
- Design sehr sportlich, wenig alltagstauglich
Inhaltsverzeichnis
Meta war lange vor allem eines: eine Software- und Plattform-Firma. Doch in den vergangenen Jahren hat sich der Konzern Schritt für Schritt aus der reinen App-Welt herausgewagt – und greift zunehmend selbst nach Hardware. Smartwatches, VR-Headsets und vor allem smarte Brillen markieren diesen Strategiewechsel deutlich.
Dabei verfolgt Meta einen cleveren Ansatz: Statt techniklastige Gadgets mit futurischem Look zu bauen, setzt man auf Kooperationen mit etablierten Marken wie Ray-Ban oder Oakley. Das Ziel ist klar: smarte Technik, die sich optisch nahtlos in den Alltag – oder beim Sport – einfügt und nicht sofort als Tech-Produkt erkannt wird.
Mit den Oakley Meta Vanguard treibt Meta diese Idee konsequent weiter. Die Smart Glasses wollen weniger modisches Statement und mehr funktionales Sport-Tool sein – mit offenem Soundsystem, integrierter Kamera und KI-Features, die genau dort unterstützen, wo klassische Kopfhörer oder Actioncams an ihre Grenzen stoßen. Ob das Konzept aufgeht und wie gut sich vor allem der Klang im offenen Design schlägt, zeigt unser Test.
Design & Verarbeitung
Die Oakley Meta Vanguard orientieren sich optisch an klassischen Sportbrillen und verzichten bewusst auf ein futuristisches Aussehen. Auf den ersten Blick wirkt die Brille wie ein typisches Oakley-Modell: markanter Rahmen, sportliche Linienführung und eine insgesamt sehr funktionale Anmutung. Genau das ist auch die große Stärke des Designs. Die Technik tritt in den Hintergrund und fügt sich in einen Look ein, den man von Radfahrern, Läufern oder Skifahrern ohnehin seit vielen Jahren kennt.
Der Rahmen ist an der Front vergleichsweise dünn ausgeführt. Er umfasst das Brillenglas nicht vollständig. Es ist nur eine Teileinfassung am oberen Rand. Das Glas gibt es in verschiedenen Farben, die sich auch nachträglich noch austauschen lassen. Nur an den Bügeln ist der Rahmen etwas stärker, was sich durch die integrierten Lautsprecher, Mikrofone und die Kamera erklärt.
Trotzdem wirkt die Brille nicht klobig oder überdimensioniert. Vielmehr unterstreicht die etwas massivere Bauweise den sportlichen Anspruch und wirkt nicht größer als eine übliche Sportbrille. Nur das Gewicht ist natürlich deutlich höher. Die Kamera ist dezent in der Mitte über der Nase integriert und fällt im Alltag kaum auf. Ein wichtiger Punkt für alle, die unauffällig filmen oder fotografieren möchten: Über der Kamera leuchtet stets ein Licht auf, wenn man fotografiert oder filmt – verdeckt man das Licht, wird die Kamera nicht aufnehmen.
Im Lieferumfang ist ein stabiles Etui enthalten, das gleichzeitig als Ladecase dient. Es schützt die Brille zuverlässig beim Transport und lädt sie unterwegs mehrfach auf. Das Etui selbst wird bequem per USB-C aufgeladen und macht einen sehr robusten Eindruck – ideal für Rucksack oder Sporttasche. Nur das Öffnen klappt mitunter nicht auf Anhieb, da Magnete den Deckel fixieren und es keine Einkerbung oder Ähnliches gibt, um nicht abzurutschen. Daneben ist noch eine normale Stoffhülle im Paket sowie mehrere Nasenflügel in verschiedenen Größen, um maximalen Tragekomfort zu gewährleisten.
Bedienung und App
Auch wenn die Oakley Meta Vanguard nicht wie eine High-Tech-Brille aussieht, ist sie es. Dazu gibt Meta auch allerlei Steuermöglichkeiten an die Hand. Bevor man jedoch im vollen Umfang loslegen kann, muss man sich zunächst die „Meta AI“-App auf das Smartphone laden. Ist die App installiert und geöffnet, wird direkt die Kopplung vorgeschlagen und während der Einrichtung wird ein Update automatisch installiert sowie eine kleine Einführung in die Bedienelemente gegeben.
An der Brille gibt es nämlich mehrere, die sich alle im rechten Bügel befinden. Direkt am Oakley-Symbol ist eine Touchoberfläche integriert, auf der man die Wiedergabe durch Tippen starten/pausieren oder die Lautstärke durch Wischen anpassen kann. An der Unterseite sind zwei Tasten. Die vordere breite Taste dient als Auslöser für Fotos (12 Megapixel) und Videos (3K bei 30 FPS), während sich die kleine Taste als nützliche Aktionstaste erweist. Ihr kann man namensgebend eine Aktion zuweisen: etwa den Start von Meta AI.
Die Sprachsteuerung ist eine weitere Steuermethode. Sie lässt sich nicht nur verwenden, um etwa die aktuelle Audiowiedergabe zu steuern. Sie kann auch Fotos und Videos aufnehmen oder allgemeine Fragen beantworten. Auch das Vorlesen von eingehenden WhatsApp-Nachrichten ist möglich sowie das Annehmen von Anrufen.
Klangqualität
Der Sound ist neben der Kamera ein zentrales Element der Oakley Meta Vanguard – und das nicht ohne Grund. Meta positioniert die Brille klar als Sportmodell und hat das Audiosystem gezielt gegenüber den Lifestyle-Varianten nachgeschärft. Laut Hersteller spielen die Vanguard rund 6 Dezibel lauter als die HSTN oder Ray-Ban, um auch bei starkem Fahrtwind – etwa beim Radfahren oder sogar beim Skifahren – zuverlässig hörbar zu bleiben. In der Praxis ist dieser Unterschied deutlich nachvollziehbar.
Selbst bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h sollen Audioinhalte hörbar bleiben. In unserem Test konnten bei mittlerer Windstärke (<30 km/h) alles sehr gut verstehen. Sprachinhalte wie Mitteilungsansagen, Podcasts oder Telefonate sind gut verständlich, was gerade beim Sport ein Vorteil ist.
Die Lautsprecher in den Bügeln liefern eine klare, fokussierte Wiedergabe, bei der Stimmen klar im Vordergrund stehen. Durch die optimale Ausrichtung der Lautsprecher ist sogar ein räumlicher Klang bei entsprechenden Inhalten sehr gut wahrnehmbar.
Auch bei Musik zahlt sich die höhere Maximallautstärke aus. Das Klangbild bleibt ausgewogen, ohne hörbar zu verzerren. Mitten und Höhen sind sauber abgestimmt, der Bass ist – gemessen am offenen Design – erstaunlich präsent, wenn auch physikalisch begrenzt. Statt auf maximalen Druck setzt Meta auf Kontrolle und Klarheit, was im sportlichen Einsatz deutlich sinnvoller ist.
Gerade in Kombination mit dem offenen Konzept entsteht so ein sehr überzeugender Kompromiss aus Klangqualität und Sicherheit. Die Umgebung bleibt jederzeit wahrnehmbar, während Audioinhalte auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig ankommen. Damit gehören die Oakley Meta Vanguard klanglich zu den aktuell stärksten offenen Audio-Lösungen in einer smarten Brille – und unterstreichen ihren klaren Fokus auf aktive Nutzer.
Fazit
Mit den Oakley Meta Vanguard zeigt Meta sehr klar, wohin die Reise bei smarten Brillen gehen soll. weg vom reinen Lifestyle-Gadget, hin zu einem funktionalen Sport-Tool. Der Fokus auf Kooperationen mit starken Marken zahlt sich aus, denn die Brille wirkt nicht wie ein technisches Experiment, sondern wie eine konsequent weiterentwickelte Sportbrille mit smartem Innenleben. Verarbeitung, Sitz und Ausstattung sind auf hohem Niveau, die Bedienung über App, Touchfläche und Sprachsteuerung gelingt intuitiv und zuverlässig.
Die größte Stärke bleibt jedoch der Klang. Für ein offenes Audiosystem liefern die Oakley Meta Vanguard eine überraschend hohe Lautstärke, sehr gute Sprachverständlichkeit und eine saubere Abstimmung, die selbst bei Wind und Bewegung überzeugt. Gerade beim Radfahren, Laufen oder auch beim Skifahren entsteht so ein echter Mehrwert gegenüber klassischen Kopfhörern, ohne die Wahrnehmung der Umgebung einzuschränken. Die Kamera ergänzt das Gesamtpaket sinnvoll und ist für schnelle Clips und Fotos aus der Ich-Perspektive mehr als brauchbar.
Das sehr sportliche Design schränkt den Einsatz im Alltag zwar ein, ist aber zugleich konsequent und ehrlich umgesetzt. Wer genau dieses Einsatzgebiet sucht, bekommt eine der derzeit ausgereiftesten AR-Brillen mit offenem Soundsystem von Meta.
Technische Daten
- BauformBrille
- Bauweiseoffen
- Gewicht ohne KabelBrille 66 g, Case 258 g
Lieferumfang
- Nasenflügel
- Transporthülle
- Ladecase














