Devialet Gemini II: Zwei neue Farben für True Wireless In-Ears
Die True Wireless In-Ears mit adaptivem ANC, aptX und Knochenleitung kosten ab 399 Euro.
Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht immer neuere und tollere Ideen zum Thema Hören im Allgemeinen und Kopfhörer im Speziellen auf den einschlägigen Crowdfunding-Portalen dem zahlungwilligen Spender (hier engl. „Backer“) vorgestellt werden. Inzwischen können wir uns ein gewisses Schmunzeln nicht mehr verkneifen, wenn wir Sätze lesen wie „das wird das Hören, wie wir es kennen, revolutionieren“ oder „das ist das Beste zum Thema Kopfhörer, das es auf dem Markt geben wird“.
Wie viele Projekte dann schließlich das Licht der Welt erblicken und nicht wegen „unlösbarer Vertriebsprobleme“ samt der Spenderkohle im Nirvana verschwinden, lässt sich dann meist locker an einer Hand abzählen.
Wir werden in naher Zukunft genau nachforschen und auch die Produkte, die es geschafft haben, unter die Lupe nehmen.
An dieser Stelle möchten wir nur kurz das deutsche Startup Bragi mit den Dash in Erinnerung rufen, das hohe Wellen geschlagen hat und, inzwischen am Markt, mit allerlei Problemen zu kämpfen hat. Von unzuverlässigen und anfälligen Sensoren ist da die Rede oder gar von schlechter Soundqualität. Also leider wieder nichts mit dem besten und tollsten Kopfhörer, den die Welt je gesehen hat. Achja: Bragi hatte damals auf Kickstarter sensationelle 3.390.551 US Dollar (!) eingenommen.
Produkte können selten 100% perfekt sein, davon weiß ein jeder Hersteller ein Liedchen zu singen, aber wer trotz Millionen im Rücken, Key-Features einfach streicht, erntet am Ende nicht nur Spott und Hohn, sondern verliert auch das Vertrauen der (potentiellen) Kunden. Bitte nicht falsch verstehen, Innovation ist richtig und wichtig. Und dank Crowdfunding lassen sich Ideen, die es wert sind, in die Realität umzusetzen auch durchaus schnell durchsetzen. Aber fast alle Start-ups versprechen nicht weniger als den „Durchbruch“, und meist bleibt eben nur heiße Luft übrig.
Da tun uns ja fast schon die alten, etablierten Kopfhörerhersteller leid, die mit ihrem Jahrzehnte langen Know-How wieder nur einen klassischen Kopfhörer auf den Markt werfen, der einfach solide gebaut ist und nach derzeitigem Stand der Technik einfach nur gut klingt. Punkt. Und das sollten wir einfach zu schätzen wissen. Nicht mehr und nicht weniger.

Trotz über 3 Millionen US Dollar Kapital kein befriedigendes Produkt auf den Markt gebracht: The Dash von Bragi

Nun buhlt das nächste Projekt um eine Finanzspritze: Nura will Over-Ear- und In-Ear-Kopfhörer vereinen und misst per Testton, wie der perfekte Sound klingen soll.
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