Yurbuds Inspire 100 for Woman

Günstiger Sport-Kopfhörer für Frauen

Zuletzt aktualisiert:

Kurz & knapp

Das Preis-Leistungverhältnis ist top. Die Inspire 100 Kopfhörer machen einen soliden, stabilen Eindruck und erfüllen meines Erachtens voll ihren Zweck. Sie sind besonders geeignet für Leute, denen es überwiegend um den Sport geht und die den Sound vor allem als motivierende Begleitung brauchen. Für echte Musik-Freaks ist der nicht ganz so satte Klang vielleicht nicht ausreichend.

Affiliate-links:

Mit "*" gekennzeichnete Preise sind Affiliate Links. Diese Werbelinks helfen uns bei der Finanzierung unserer Seite. Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision, der Preis bleibt für euch aber immer gleich. Vielen Dank für eure Unterstützung!

Bisher scheiterten die wenigen Versuche, mich von kleinen Kopfhörern zu überzeugen. Entweder fielen mir die Stöpsel dauernd raus oder mein Ohr schmerzte schon nach wenigen Minuten. Also joggte ich bislang ohne Musik.

Jetzt also wieder ein Versuch. Diesmal mit den Sportkopfhörern von Yurbuds, extra für Frauenohren. Beim rechten Ohrstöpsel musste ich ein paar Mal nachjustieren, dann saßen die Sport Earphones sehr gut. Kein Druck in der Ohrmuschel. Der schweißfeste Kunststoff ist sehr weich und passt sich gut an.

Design

Das Hellblau sieht zwar sportlich und wahrscheinlich auch feminin aus, erinnert mich aber an die Farben bei Ärzten oder in Apotheken, ich hätte es lieber knalliger. Aber das ist eine reine Äußerlichkeit, die nicht weiter stört.
Kennzeichnung rechts, links, leicht zu erkennen. Man kann auch als Kopfhöreranfänger nicht viel falsch machen.

Sound

Im höheren Bereich (sowohl beim Schlagzeug als auch bei Gitarrenriffs) gut. Und bei handgemachter Musik, in der sich nicht so viele Instrumente überlagen – wie zum Beispiel Cure – sehr gut. Insgesamt aber etwas blechig. Ich hatte den Eindruck, dass im Bassbereich kein satter Sound rüberkommt.

Nebengeräusche

Man hört in den Musikpausen, dass das Kabel sich bewegt, während der Musik aber nicht. Trifft man andere Jogger hört man deren Gruß so gerade eben, hängt aber schlicht auch davon ab, wie laut der Sound ist, mit dem man unterwegs ist.
Fazit: Ich bin zum ersten Mal mit Musik gelaufen und gleich mehr gelaufen als sonst. Und durch die vorgegeben Beats auch schneller. Die Kopfhörer haben nicht genervt, nicht gedrückt und sind nicht aus dem Ohr gerutscht, auch wenn es sich zwei- oder dreimal so anfühlte und ich sie sicherheitshalber noch einmal neu gesteckt habe.

Fazit

Affiliate-links:

Mit "*" gekennzeichnete Preise sind Affiliate Links. Diese Werbelinks helfen uns bei der Finanzierung unserer Seite. Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision, der Preis bleibt für euch aber immer gleich. Vielen Dank für eure Unterstützung!

Artikel teilen:

Über den Autor:

Von Katrin Jäger
Redakteur

Am 28. April 1970 wurde ich in Münster als gesundes, schwarzhaariges, ziemlich propperes Mädchen mit ganz normalen, nicht abstehenden Ohren geboren. Was meine Mutter sehr freute. Denn ich hätte – was die Hörorgane angeht - auch nach meinem Vater geraten können. Seine Segelohren waren geradezu legendär. Wenn er sich vor eine Lampe stellte, glühten sie hellorange vor sich hin. Mein Bruder und ich konnten von diesem Anblick nie genug bekommen.

Dafür erbte ich von meiner Mutter die große Zahnlücke, in der kein Strohhalm klemmen blieb und durch die ich jedes Lied pfeifen konnte. Inzwischen reicht es leider nur noch zu einem schrillen Ton, mit dem ich allenfalls Hunde beeindrucken kann.

Als es aufs Abitur zuging, und Jedermann fragte, was wir werden wollten, konnte ich nichts sagen. Denn „Journalistin oder Autorin“ wäre mir nie über die Lippen gekommen. Zu unerreichbar, zu großartig, zu angeberisch. Man sagt ja auch nicht „ich will Hollywoodstar werden“.

Also zuckte ich mit den Schultern und begann im nahen Münster mein Publizistik-Studium. Meine Chance kam. Unsere Lokalzeitung suchte freie Mitarbeiter, ich meldete mich. Und so schickte man mich überall hin. Kegeljubiläen, Weihnachtsfeiern, Nikolausfeiern, Flohmärkte, Pfarrer-Einführungen und immer wieder zu Schützenfesten. Dort wartete ich mit den betrunkenen Schützenbrüdern unter der Vogelstange, machte das Jubelfoto und versuchte, möglichst wenige Schnäpse mitzutrinken. (Dass zwei Jahrzehnte später mein erster Krimi Schützenkönig heißen würde, ahnte ich damals nicht.)

Kurz vor Ende meines Studiums bewarb ich mich mit einer Reportage an der Berliner Journalistenschule. Bingo! Über Nacht war ich Großstädterin und eine von 16 streng ausgesuchten, hoffnungsvollen Jungschreibern. Ich ergatterte ein Praktikum beim Stern, war ein paar Wochen bei der Deutschen Welle TV und als letzte Station bei der Berliner B.Z., wo ich blieb. So besuchte ich kleine Provinzmaus die Familie von Big-Brother-Zlatko, ich flog nach Mosambik zur Flutkatastrophe, ich wohnte nach dem Türkei-Erdbeben in dem Zelt eines der Opfer. Ich suchte die besten Prediger Berlins, ich streichelte eine zahme Wölfin mit dem Namen Ingrid, meditierte in Österreich und schrieb über meinen Lieblingsonkel aus Kanada.

Doch es kamen neue Chefs, neue Aufgaben und ich war plötzlich selber eine Chefin. Ich redigierte die Texte meiner Mitarbeiter, statt selber zu schreiben. Irgendwann betrachtete ich ein paar ältere, kinderlose Kolleginnen in teuren Stiefeletten und wusste, dass es Zeit war, zu gehen.

Dann lernte ich meinen Mann kennen, der aus meinem Heimatdorf stammt. Ich kündigte und zog mit ihm zurück nach Hause. Wir wohnen mit unseren beiden Söhnen mitten auf einer Wiese im Münsterland.

Jetzt bin ich ein Hollywoodstar ... Ne, äh. Natürlich nicht. Ich bin Autorin. Und das ist viel besser.

Zum Anfang