House of Marley Chant Midnight

Öko-In-Ears mit dumpfem Klang

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Kurz & knapp

Die Chant Midnight klingen passabel für ihre Preisklasse, liefern aber zu wenig Höhen. Ob dieser Kopfhörer trotz der im Test genannten Mängel ein nachhaltiges Produkt ist, wage ich zu bezweifeln.

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Auffällig gestaltet sind die Kopfhörer aus dem Hause Marley immer. Ob sich die recht günstigen In-Ears Chant Midnight in der Praxis behaupten können, steht im Test.

Unter der Wolldecke

Die Chants sind mit aktuell etwa 29 Euro Straßenpreis recht günstig, deshalb sollte man klanglich auch keine Wunder erwarten. Und so war ich beim ersten Hören sehr positiv überrascht: Der Bass klang knackig und rund. In den höheren Frequenzregionen nimmt die Leistungsfähigkeit der Chants dann jedoch deutlich ab. Die Höhen waren mir viel zu leise, so dass es immer ein wenig wie unter einer Wolldecke klang. Der Einsatz des Equalizers im Smartphone konnte diesen Mangel zwar etwas kaschieren, aber nicht beheben. Im Ergebnis bleibt ein für die Preisklasse ordentlicher Sound.

Umweltfreundlich verarbeitet?

Die Kopfhörer aus dem Hause Marley sind mir ein wenig suspekt, weil man im Marketing extrem auf die Öko-Schiene setzt. Wenn es stimmen sollte, dass ein 30-Euro-Kopfhörer ein nachhaltiges Produkt aus umweltfreundlichen Materialien ist, würde es mich wundern. Ich kann es aber nicht ausschließen.
Abseits dieser Marketing-Masche machen die Chants einen soliden, aber extravaganten Eindruck. Anders als die meisten Anbieter liefert House of Marley die Chants nur mit zwei Paar Ohrstöpseln in verschiedenen Größen aus. Bei mir saßen die In-Ears mit den großen Stöpseln fest im Ohr, ohne zu drücken. Die am Kabel eingebaute Fernbedienung ist außergewöhnlich, denn sie bietet lediglich eine Taste. Mit iOS-Geräten kann sie zum Starten und Stoppen von Musik oder zum Annehmen von Telefonaten genutzt werden. Die sonst üblichen Tasten zum Regeln der Lautstärke gibt es leider nicht.

Äußerlichkeiten

Die Holz-Applikationen an den Ohrhörern und die eigenwillige Gestaltung des Kabels machen die Chants in jedem Fall zu einem Hingucker. Während der Holz-Look der Hörer noch als interessante modische Gestaltung durchgeht, ist das „Schnürsenkel“-ähnliche Kabel so dünn, dass es die Langlebigkeit des Kopfhörers aller Voraussicht nach verhindert. Die signalführenden Leitungen sind somit kaum geschützt, Kabelbruch ist vorprogrammiert. Wie sich dieses Kabel mit dem Marketing-Konzept „umweltfreundlicher Kopfhörer“ in Verbindung bringen lässt, ist mir ein Rätsel.

Fazit

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Über den Autor:

Von Mark Ziebarth
Redakteur

Mark Ziebarth arbeitet als Komponist, Toningenieur und Fachautor in Hamburg. Er schreibt für einige Fachzeitschriften und Portale, mit der Firma advertunes produziert er vorrangig Musik zum Bild (für TV-Werbung, Serien und Spielfilme) und macht Audio-Postproduction. Vorher hat er Jura studiert und trägt den Titel Diplom Jurist.

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