Beyerdynamic DX 120 iE

In-Ear-Bassmonster

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Kurz & knapp

Diese InEars sind definitiv ihr Geld wert. Voraussetzung ist, dass man auf der Suche nach einem fetten Bass- und Subbass-Erlebnis ist. Ist das der Fall, können die DX 120 iE mit umfangreichem Zubehör wie Verlängerungskabel, Y-Adapter und Tragetäschchen punkten. Ein toller HiFi-Kopfhörer für den Pop- und Club-Genuss unterwegs.

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Geschlossener In-Ear-Kopfhörer für Freunde fetter Bässe.

In-Ear-Kopfhörer sind heute schon für kleines Geld zu haben. Hersteller hochwertiger HiFi-Ohrhörer müssen deshalb mittlerweile ordentlich etwas bieten, soll ihr Verkaufspreis gerechtfertigt sein. Ob Beyerdynamic mit den DX 120 iE diese Erwartungen erfüllen kann?

Klang

Der gemessene Schalldruckpegel von 82 dB ist ordentlich und die Wandler des DX sorgen für einen immensen Tiefbass sowie kraftvolle Bässe und untere Mitten. Hinter die versprochene Tiefbasswiedergabe der Neodym-Wandler können wir deshalb einen Haken machen. Allerdings wirken die Mitten und Höhen voluminöser Rock- und Pop-Produktionen bei diesen InEars dadurch zwangsläufig unterrepräsentiert. Außerdem verliert der Superhochton-Bereich somit die Anbindung und zischelt etwas. Transienten gehen demgemäß ein wenig unter und zwangsläufig leidet die Tiefenstaffelung darunter. Das Stereobild wirkt bei basslastigen Produktionen ein wenig mono-lastig/mittig. Freunde fetter Bässe werden aber ihre helle Freude haben: Denn wer auf Subbässe in Pop-Produktion und Clubsounds steht, ist mit den DX 120 iE bestens bedient. Alte Bar Jazz-Aufnahmen „verschmieren“ dagegen durch übertriebene Bassbetonung, ebenso wie Metal- und Rocksongs oder schnellere EDM-Tracks. Sie sind in der Regel zu geschäftig im überladenen Bassbereich dieser Kopfhörer. Ich kann die Beyerdynamic DX 120 iE deshalb in erster Linie als Outdoor-Tool für Fans aktueller Club- und Pop-Tracks empfehlen.

Aussehen & Haptik

Die 32 g leichten InEars treten im Metallgehäuse mit feiner Rillenführung auf und machen einen widerstandsfähigen Eindruck. Diese Führung sorgt für ausreichend Grip. Auf die mitgelieferte Revers-Klemme sollte man jedoch besser nicht versehentlich treten. Auch die Knickschutze der Kabelauslässe sind verbesserungswürdig.
Das kurze Hauptkabel eignet sich ausschließlich für den Anschluss an Geräte, die per Necklace am Hals getragen werden. Aber kein Problem, denn das knapp 1 m lange Verlängerungskabel kann sicher angesteckt werden. Es kommt mitsamt Revers-Clip. Sicherer Halt ist also garantiert. Sein Stecker ist zum besseren Eindrücken leicht abgewinkelt. Wird der Y-Adapter zwischengesteckt, können sogar Freunde mithören. Und dass sich Flachkabel kaum verheddern können, dürfte sich rumgesprochen haben. Einfach praktisch! Leider lässt sich nur bei genauem Hinsehen erkennen, welcher In-Ear-Stöpsel für welches Ohr gedacht ist. Schwarze Schriftvertiefung in schwarzer Gummierung? Das muss doch nicht sein.

Ein praktisches Stoff-Täschchen mit Klappschließe liegt den Kopfhörern bei. Darin können auch das beiliegende Verlängerungskabel und der Y-Adapter untergebracht werden. Stolze fünf Ersatzpaare Ohrpassstücke liegen bei. So passen die DX 120 iE in fast jeden Gehörgang.

Fazit

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Über den Autor:

Autor Dr. Carsten Kaiser

Von Carsten Kaiser
Redakteur

Dr. Carsten Kaiser, ist promovierter Musikwissenschaftler und Soziologe (MA). In seiner Doktorarbeit befasste er sich mit der digitalen Transformation von Musikequipment – von analog über digital bis hin zu Künstlicher Intelligenz. Er ist Autor des Standardwerks "Homerecording" und hat als Audioproduzent weit über 1.000 Tracks in den Handel gebracht. Kaiser absolvierte außerdem das Studium Jazzgesang der Glen Buschmann Jazzakademie in Dortmund und besuchte das Konservatorium der Hogeschool Enschede (NL).

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