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Anders als bisherige Systeme sollte der Kopfhörer mehrere Faktoren miteinbeziehen. Verschiedene Sensoren im Ossic X sollten die Ohren sowie Kopfgröße (Head-Related Transfer Function oder kurz HRTF) scannen und diese Daten an den verbauten Chip weitergeben. Dessen Algorithmen sollten dann daraus berechnen, wie das wiedergegebene Klangmaterial moduliert werden muss, um ein möglichst dreidimensionales Hörerlebnis zu erzeugen. Zusätzlich sollte auch die Umgebung miteinbezogen werden und ein Bewegungs-Tracking (x-, y- und z-Achse) ständig die Position im Hörfeld messen.
Das kalifornische Start-up Ossic schaffte es tatsächlich über 22.000 Vorbestellungen via Kickstarter sowie Indiegogo zu erhalten und sammelte somit auf beiden Plattformen rund 3,2 Millionen Dollar ein. On top konnte man sich mit Hilfe eines „Angle Investments“ zusätzliches Kapital verschaffen. So sollen nach eigenen Angaben über sechs Millionen Dollar zusammengekommen sein. Das klingt nach viel Kohle und das ist es auch. Dennoch begründet Ossic ihr Scheitern damit, dass sich Virtual Reality einfach zu langsam verbreite und in den wichtigen Bereichen Gaming, Film und Musik unterschiedliche Standards gelten.
Zwar konnte Ossic Anfang des Jahres erste Kopfhörer ausliefern. Diese auf unter 90 Stückzahlen limitierte Entwicklerversionen kosteten pro Stück aber auch 999 Dollar. Insgesamt wurden laut eigenen Angaben lediglich 250 Kopfhörer hergestellt. Um aber alle Vorbestellungen produzieren zu können, seien weitere zwei Millionen Dollar nötig, heißt es weiter. Trotz Bemühungen um weiteres Kapital und massiver Sparmaßnahmen scheint das aber nicht gelungen zu sein.
In den letzten 18 Monaten haben wir eine Vielzahl von Finanzierungsoptionen erkundet, aber angesichts des langsamen Starts von VR und einiger herben Rückschläge in der Hardware-Produktion, waren wir nicht in der Lage, die erforderlichen Investitionen zu sichern.
Wie bei Crowdfunding-Projekten üblich, werden allen Anschein nach auch die Ossic-Unterstützer, bzw. Vorbesteller leer ausgehen. Verständlich, dass diese sich aber wehren wollen. Inzwischen sammeln sich Betroffene in einer Facebook-Gruppe, die inzwischen knapp 2.500 Mitglieder zählt, um gemeinsam eine Sammelklage einzureichen.
Wenn ihr ebenfalls betroffen seid, lohnt es sich, der Facebook-Gruppe beizutreten, um auf dem Laufenden zu bleiben. Oder ihr informiert euch bei uns, wir werden diese Entwicklung ebenfalls genau beobachten.
Eine Antwort zu “Ossic ist pleite – Sammelklage droht”
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