Ex-AKG Mitarbeiter gründen neue Firma „Austrian Audio“

Nachdem Harman bereits im letzten Jahr die Schließung des AKG Werks in Wien angekündigt hatte (wir berichteten), folgten in den letzten Monaten Taten und so mussten nicht nur in Österreich, sondern auch weltweit (über 650) Angestellte entlassen werden.

Dieser Schritt sei nötig gewesen, so Harman, da die Ausrichtung auf die Bereiche „Infotainment“ und „Automotive“ stärker fokussiert werden sollten.

Aus dieser Entscheidung heraus gründete das Engineering-Team des Wiener AKG-Werks ein neues Unternehmen mit dem Namen „Austrian Audio“.

„Es ist unser entschlossenes Bestreben, die 70-jährige Tradition der überragenden Wiener Audio-Expertise und -Produkte fortzusetzen und neu zu beleben“, teilt Thomas Gmeiner, Chief Technology Officer, dem Online-Magazin PSNEurope mit. „Wir haben das Team, das sich für einige der beliebtesten […] Mikrofone und Kopfhörer im Pro-Audio-Bereich verantwortlich zeigt. Das gleiche Team ist auch für Patente und proprietäre Technologien in den Bereichen Audio-, Akustik-, Luftfahrt-, Transducer-, Telekommunikations-, Lärmschutz- und Messgeräte verantwortlich, die weltweit und in vielen Marktsektoren verwendet werden.“

Nachdem in den letzten Monaten ein passendes Gebäude gesucht und schließlich auch in unmittelbarer Nähe des alten AKG-Werkes gefunden wurde, werde bereits an Einrichtungen und Ausrüstung gearbeitet, damit Austrian Audio nach eigenen Angaben bald mit der Entwicklung hochwertiger Audio-Tools für ein noch breiteres Spektrum von Kunden beginnen kann. Zudem soll die neue Firma Vereinbarungen zur Zusammenarbeit mit anderen bekannten Audiomarken getroffen haben.

Das neue Team soll derzeit aus 17 Ingenieuren und einem sechsköpfigen Admin-/Management-Team ehemaliger AKG-Mitarbeiter bestehen.

Weiter Infos unter: https://www.austrian.audio

YouTube Top 25: Das sind die Sommerhits 2017

Der Sommer scheint vorbei zu sein und auch wenn das Wetter momentan nicht mitmacht, gibt’s zum Wochenende von uns nochmal richtiges Sommer-Feeling.

Das YouTube-Team hat eine Liste der Top-25-Sommerhits zusammengestellt ‒ basierend auf weltweiten Views.

Wenig überraschend: Der Megahit ‘Despacito’ landet auf Platz 1 – und hat insgesamt sogar schon über 3,6 Milliarden Aufrufe. Luis Fonsi und Daddy Yankee sind aber nicht die einzigen Latino-Künstler, die in diesem Sommer ziemlich angesagt sind. Insgesamt 16 der diesjährigen 25 globalen Sommerhits kommen von oder featuren lateinamerikanische Künstler.

Methodik: Das Ranking basiert auf Aufrufzahlen von Musikvideos, die weltweit zwischen dem 29. Mai und dem 4. September 2017 die meisten Views verzeichnen konnten.

  1. Luis Fonsi – Despacito ft. Daddy Yankee
  2. Ed Sheeran – Shape of You
  3. Maluma – Felices los 4
  4. J. Balvin, Willy William – Mi Gente
  5. Clean Bandit – Rockabye ft. Sean Paul, Anne-Marie
  6. Jason Derulo – Swalla ft. Nicki Minaj, Ty Dolla $ign
  7. Shakira – Chantaje ft. Maluma
  8. Chris Jeday – Ahora Dice ft. J. Balvin, Ozuna, Arcángel
  9. Wisin – Escápate Conmigo ft. Ozuna
  10. DJ Khaled – I’m the One ft. Justin Bieber, Quavo, Chance the Rapper, Lil Wayne
  11. Bruno Mars – That’s What I Like
  12. Enrique Iglesias – Súbeme La Radio ft. Descemer Bueno, Zion & Lennox
  13. DJ Khaled – Wild Thoughts ft. Rihanna, Bryson Tiller
  14. Charlie Puth – Attention
  15. BLACKPINK – As If It’s Your Last
  16. CNCO – Reggaetón Lento
  17. J Balvin – Si Tu Novio Te Deja Sola ft. Bad Bunny
  18. Nicky Jam – El Amante
  19. The Chainsmokers & Coldplay – Something Just Like This
  20. Danny Ocean – Me Rehúso
  21. Daddy Yankee – La Rompe Corazones ft. Ozuna
  22. Major Lazer – Sua Cara ft. Anitta, Pabllo Vittar
  23. Ozuna – Tu Foto
  24. Shakira – Me Enamoré
  25. French Montana – Unforgettable ft. Swae Lee

Kabellose Kopfhörer weiterhin auf Erfolgskurs

Eines kann man bereits jetzt festhalten: 2017 gehört zu den bemerkenswertesten und erfolgreichsten Jahren in Sachen „Kopfhörer“.

Vor allem für den US-amerikanischen Markt, wie jüngst das Marktanalyse-Unternehmen NPD Group mitteilte. So stiegen im Juli die Umsätze (in US-Dollar) um satte 22 Prozent und die Durchschnittspreise um ganze 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Kabellose Kopfhörer weiterhin auf Erfolgskurs

Einen besonders hohen Anteil an diesem Wachstum haben dabei Bluetooth-Kopfhörer, vor allem von Branchengrößen wie Beats, Bose und Sony, aber auch innovative Konzepte, die so genannten „True-Wireless-Kopfhörer“ (komplett kabellose Hörer), tragen ihren Teil dazu bei. Während in diesem Segment unter anderem das Münchner Start-up Bragi mit The Dash als Vorreiter gilt, sorgten aber gerade die Tech-Giganten Apple mit ihren AirPods (zum Test) und Samsung mit dem Gear Icon X für eine deutliche Absatzsteigerung. Laut dem NPD Group Retail Tracking Service sollen in den USA seit Januar 2017 mehr als 900.000 True-Wireless-Kopfhörer verkauft worden sein. Und wie sollte es auch anders sein: Seit Apple den Verkaufsstart seiner AirPods im Dezember 2016 eingeläutet hat, zeigt sich das Unternehmen für 85 Prozent der Umsätze in dieser Kategorie verantwortlich. Besonders die einfache Einbindung in das bestehende Apple-Ökosystem mit dem hauseigenen W1-Chip oder die nahtlose Integration des Sprachassistenten Siri machen die AirPods zur idealen Erweiterung des iPhones.

Und auch die letzte Internationale Funkausstellung in Berlin zeigte deutlich: Der Markt der komplett kabellosen Kopfhörer boomt. Alles was Rang und Namen hat, zeigte neue Modelle aus dieser Kategorie: Samsungs Neuauflage der Gear Icon X merzt Kinderkrankheiten der ersten Generation aus, kommen Ende des Jahres auf den Markt und verbinden Fitness Tracker mit Stand-alone-Musik-Player. Sonys neuer WF-1000X besitzt eine intelligente Geräuschminimierung und JBL setzt mit dem Free ebenfalls auf (kabellose) Freiheit.

Hier merkt man also schnell: Die meisten dieser Produkte gehen über das reine Abspielen von Musik weit hinaus und verfolgen quasi ein „höheres Ziel“. Apple arbeitet mit Siri, Bragi mit IBM Watson und alle haben gemein, dass Audioqualität zwar enorm wichtig ist, aber nicht das Wichtigste. Vielmehr sollen Kopfhörer intelligente Wearables sein und die Einbindung von Sprachassistenten, Fitness Trackern oder anderen IoT-Diensten der nächste logische Schritt.

Dieser Markt wird also rasant wachsen und es scheint so, dass diese Art von Kopfhörern eine zentrale Rolle in der Interaktion mit unseren digitalen Endgeräten werden wird. Und – wie oben bereits erwähnt – durch Apples sehr frühe Dominanz in dieser noch sehr jungen Produktkategorie wird eben diese in den nächsten Jahren von konkurrierenden Marken extrem befeuert werden.

Goodbye MP3: Fraunhofer Institut beendet Lizenzprogramm und was das für uns bedeutet

Der überwiegende Teil der Deutschen hat in den letzten Dekaden immer wieder mit dem wohl bekanntesten Audioformat zu tun gehabt.

Nur ein weitaus geringerer Teil weiß allerdings, dass dieses Format Anfang der Achtziger von Wissenschaftlern des Fraunhofer Instituts bei uns in Deutschland entwickelt wurde.

Diese Technologie der Audiokompression wurde schnell zu einem Phänomen und zu einer Erfolgsgeschichte. Im Vergleich zu einem unkomprimierten Musikstück benötigt eine MP3-Datei nur rund 10 Prozent des Speicherplatzes.

Der Rest ist Geschichte

Das Fraunhofer Institut begann damals mit der Vermarktung, Stichwort „Virales Marketing“, und bot eine kostenpflichtige Software zum Umwandeln ins MP3-Format an. Diese Software wurde allerdings von einem australischen Studenten mit gefälschten Kreditkartendaten gekauft und das Programm anschließend öffentlich verfügbar gemacht. MP3s verbreiteten sich wie ein Lauffeuer, der Traum vom großen Software-Geschäft platzte wie eine Seifenblase.

Das tat dem Erfolg keinen Abbruch, ganz im Gegenteil

Als Weltstandard etabliert, summieren sich die durch MP3 induzierten Steuereinnahmen für Bund und Länder auf jährlich mindestens 300 Millionen Euro. Und so sind, so das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS weiter, mindestens 9.000 Arbeitsplätze in Deutschland direkt durch MP3 bedingt, zum Beispiel im Handel oder bei Herstellern von MP3-Playern.

Fraunhofer Institut beendete am 23. April 2017 das Lizenzmodell

Ende April, mit dem Ablauf einiger MP3-Patente, wurde das Lizenzprogramm von Technicolor und dem Fraunhofer IIS offiziell beendet. Aber was heißt das für uns? Zunächst einmal nur: Das Format wird nicht mehr weiterentwickelt und die Forschung verlegt ihre Prioritäten auf andere Technologien. MP3s lassen sich aber nach wie vor erstellen, anhören und speichern.

Allerdings ergänzen Matthias Rose vom Fraunhofer IIS, Leiter Marketing und Kommunikation, Audio und Medientechnologien und seine Kollegen:

„Heutige Medien wie Streaming, Fernsehen oder Radio nutzen jedoch modernere ISO MPEG-Verfahren der AAC-Familie oder in Zukunft auch MPEG-H Audio. Diese bieten erweiterte Einstellungsmöglichkeiten und eine bessere Audioqualität bei viel geringeren Bitraten im Vergleich zum MP3-Format.“

[Update] Bose-App überträgt Nutzerdaten: Konzern reagiert erneut auf Kritik

 

[Update] Das am 3.5.2017 veröffentlichte Update der Bose Connect Anwendung erlaubt es euch nun die Erfassung der Daten abzulehnen.

Somit reagiert Bose zum Glück kundenfreundlich und meint dazu sinngemäß:

„… Wir erfassen mit der App Diagnose- und Nutzungsdaten, um unsere Produkte und Services ständig verbessern zu können. Wenn Sie diese Erfassung nicht wünschen, können Sie in der App unter ‚Datenschutz‘ nun die entsprechende Einstellung vornehmen.“

Der Audio-Spezialist Bose hat erneut auf die laut gewordenen Vorwürfe von letzter Woche reagiert.

Bose wird vorgeworfen seine Connect-App sammle „alle verfügbaren Medieninformationen“ und leite diese an Drittanbieter wie das Analyseunternehmen Segment.io weiter.

Angeblich telefoniere die App beispielsweise bei jeder Aktion der Spotify-App nach Hause und sende beim Wechseln von Songs oder beim Ändern der Lautstärke nicht nur sämtliche Songs-Infos, sondern auch Seriennummern, Geräte- sowie Herstellernamen, WLAN- und LTE-Status inklusive Netzbetreibernamen an entfernte Server.

Die Nachrichtenagentur Reuters sorgte mit einem Bericht über eine entsprechende Klage für Aufsehen.

Bose selbst reagierte letzte Woche mit einem ersten Statement auf seiner (amerikanischen) Webseite:

[…] Nichts ist uns wichtiger als Ihr Vertrauen. Wir arbeiten seit 50 Jahren unermüdlich daran dieses zu verdienen und zu behalten. […] Die Bose Connect App zeichnet weder Ihre Kommunikation auf, noch verkaufen wir diese Informationen. Alle Daten, die wir von Ihnen sammeln, werden nicht dazu genutzt, um Sie zu identifizieren. Wenn es etwas anderes gibt, dass Sie wissen sollten, erfahren Sie es direkt von uns.

Das ging vielen Kunden nicht weit genug und der Konzern erntete erneut Kritik. Nun ergänzte das US-amerikanische Unternehmen mit einem neuen Kommentar die oben genannte, recht unverbindliche Aussage:

[…] Wir haben Ihre Fragen beantwortet, aber wenn Nachrichtenmagazine irreführende Informationen aus einer Klage wiederholen, müssen wir unsere Antwort wiederholen, um Missverständnisse aufzuklären.[…] Unsere Datenschutzerklärung findet jeder in unserer Connect App. Sie werden feststellen, dass die Connect App Standard-Informationen sammelt, um Ihr Nutzererlebnis und unsere Produkte zu verbessern. Wir sammeln Daten wie Geräteinformationen, über die App-Performance sowie über die Benutzung von Apps und Produkten. Dazu gehören auch Informationen über die auf Ihrem Gerät abgespielten Songs, die Lautstärke und andere Nutzungsdaten. Sie müssen aber die Connect App mit einem Bose-Produkt verwenden, damit dies auch geschieht. Wollen Sie das nicht, können jedes Bose Bluetooth-Produkt auch ohne Connect App verwenden.

Dass Daten über das Nutzungsverhalten bei der Verwendung eines Smartphones oder bestimmter Apps / Dienste gesammelt werden, ist inzwischen normal. Dies lässt sich meist in den entsprechenden Datenschutzbestimmungen nachlesen und man akzeptiert diese selbst auch, wenn man sie nicht durchliest, das entsprechende Produkt aber benutzt.

Ob Bose gesammelte Daten allerdings wirklich an einen externen Dienstleister verkauft, ist noch unklar. Viele erhoffen sich nun ein weitaus klareres Statement von Bose. So oder so scheint bei vielen aber ein enormer Vertrauensbruch stattgefunden zu haben.

Sennheiser mit neuem Corporate Design und neuer Bildsprache

Die visuelle Neugestaltung umfasse sowohl die Wortmarke als auch das S-förmige Logo, so der Hersteller.

Der Rollout des neuen Designs soll im Laufe des Jahres 2017 stattfinden, das erste Sennheiser-Produkt mit dem neuen Logo soll der HE 1 sein.

 Die Neuerfindung eines ikonischen Logos

Die offensichtlichste Veränderung ist die Weiterentwicklung des Sennheiser Logos und der Wortmarke, die als alleinstehendes Markenzeichen nun noch symbolischer für den Audiospezialisten stehen soll.

„Wir haben das charakteristische ‚S‘ sorgsam angepasst, um es noch prägnanter und ansprechender zu gestalten“, erklärt Oliver Berger, Head of Global Design Management bei Sennheiser. „Der äußere Rahmen ist nun weniger präsent – das bietet dem Buchstaben deutlich mehr Platz zur Entfaltung. Gemeinsam bilden die Elemente eine harmonische Einheit, die für einen klareren und geradlinigeren Gesamteindruck sorgt. Auf die gleiche Weise passen wir unsere Wortmarke an und setzen auf einen schmaleren Schriftschnitt, der zur besseren Lesbarkeit beiträgt. Mit all diesen behutsamen und doch wesentlichen Anpassungen bleiben wir den Wurzeln unseres Unternehmens treu und erschaffen gleichzeitig ein modernes Logo, das Eleganz und Selbstbewusstsein ausstrahlt.“

Der Sennheiser HE 1 soll das erste Produkt sein, das das neue Logo trägt: Als bester Kopfhörer der Welt (laut Hersteller) und Nachfolger des legendären Orpheus verkörpere der HE 1 die Innovationskraft des Audiospezialisten wie kein zweites Produkt und sei damit der perfekte „Markenbotschafter“ für die Einführung des neuen Logos.

Neue Bildsprache „Magic“ und „Logic“

Genau wie das Logo soll auch die neue Bildsprache der Marke zwei sich ergänzende Pole widerspiegeln: Sie soll eine harmonische Dialektik zwischen „Magic“ und „Logic“ zeigen, die den Kopf und das Herz ansprechen soll.

„In unserer neuen Bildsprache setzen wir auf Bilder, die die Technologie der Sennheiser Produkte mit Motiven kombinieren, die für die Begeisterung und die positiven Emotionen durch außergewöhnliche Hörerlebnisse stehen. Denn genau das ist unser Ziel: mithilfe innovativer Technologie Gefühle zu erzeugen“, erklärt Oliver Berger.

Weitere Infos unter: www.sennheiser.com

Was bringt der neue Standard Bluetooth 5?

Bluetooth-Kopfhörer sind, nicht zuletzt dank Apples neuester Drahtloskopfhörer wie den AirPods, der letzte Schrei.

Verständlich, denn gebrochene Kabel samt Verknotungen waren doch schon immer uncool, und wegrationalisierte Kopfhörerbuchsen bei Smartphones sprechen ja schließlich auch eine eindeutige Sprache.

Kabellose Kopfhörer bieten eine Menge Vorteile, auch wenn Audiophile die Nase rümpfen. Und auch wir haben schon einige kabellose Kopfhörer auf unseren Testohren gehabt, die trotz neuesten Bluetooth-Standards hörbare Artefakte wiedergaben, stark rauschten oder selbst bei einer Entfernung von nur wenigen Zentimetern dank Drop-outs uns das kabellose Hörvergnügen gründlich vermiesten.

Aber was wäre die Welt ohne Verbesserungen? Richtig, auch bei uns im Kopfhörersektor tut sich Spannendes auf, denn mit Bluetooth 5 steht uns ein überarbeiteter Übertragungsstandard ins Haus. Die große Frage lautet: Hat er das Zeug dazu, endlich unkomprimierte Audio-Qualität drahtlos zu liefern?

Anfang Dezember 2016 hat die Bluetooth-Interessengruppe (SIG) den neuen Standard Bluetooth 5 offiziell verabschiedet. Neben vielen neuen Funktionen, wie beispielsweise die Einbeziehung des Internets der Dinge (IoT), können wir Kopfhörerfans uns auf einige Verbesserungen freuen:

  1. Schnelleres Pairing: Kopfhörer und Smart Devices sollen sich nun viel schneller verbinden.
  1. Erhöhung der Reichweite: Durch die Vervierfachung auf bis zu 200 Meter können Kopfhörer und Abspielgeräte noch weiter entfernt voneinander sein.
  1. Gesteigerter Datendurchsatz: Dieser wird um Faktor 8 gesteigert, somit können Bluetooth-Kopfhörer weitaus mehr Funktionen wie Herzfrequenzanalyse, Schrittzählung oder Noise Cancelling übernehmen.
  1. Höhere Datenübertragungsraten: Die Geschwindigkeit wird mit 50 Mbit/s im Vergleich zu Bluetooth 4.2 verdoppelt. Dieser Punkt ist sicherlich der kritischste Faktor und für eine stabile Audioverbindung mit echter „verlustfreier“ unkomprimierter Qualität unerlässlich. Allerdings reden wir hier von (theoretischen) 6,25 Megabyte pro Sekunde. Da kann fast jede Kabelverbindung, egal ob analog oder digital, um einiges mehr. Hinzukommt, dass das Bluetooth-Protokoll nach wie vor auf das verlustbehaftete A2DP-Format setzt: Um eben möglichst effizient arbeiten zu können, muss die begrenzte Übertragungsbandbreite mit komprimierten Dateigrößen gefüttert werden.

Bluetooth 5 steht seit Anfang 2017 offiziell zur Verfügung, und noch finden sich keine Kopfhörerhersteller, die den neuen Standard verwenden. Warum auch? Deckt dieser doch vor allem Smart-Home-Anwendungen, Stichwort „Internet der Dinge“, ab. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand werden sich also dessen Neuerungen bei kabellosen Kopfhörern weit weniger positiv bemerkbar machen, als wir uns das gewünscht hätten.

Alles halb so wild? Ja und nein. Denn ein Klang-Upgrade hätte Bluetooth unserer Meinung nach dringend nötig, auch wenn viele von uns komprimierte Lieder streamen und Klangqualität zweitrangig ist. Jetzt wo die großen Streaming-Anbieter wie Spotify oder Apple Hi-Res-Streams bereits aktiv planen, wäre eine Wahlmöglichkeit zwischen unkomprimierter und komprimierter Musik wünschenswert. Für die Künstler und Labels, um deren Musik es ja schließlich geht, ebenso.

Das heißt allerdings nicht, dass Bluetooth-Kopfhörer per se schlecht klingen. Was technisch derzeit machbar ist, hat eine Kopfhörer-Studie von Beyerdynamic und Astell&Kern bereits auf der IFA 2016 eindrucksvoll bewiesen. Beide zeigten einen Tesla-Kopfhörer, der mit dem sogenannten aptX-HD-Verfahren von Qualcomm arbeitet und sogar 24-Bit-Signale übertragen kann.

Soweit muss man aber als Otto-Normal-Hörer gar nicht gehen. Wir haben bereits einige Bluetooth-4-Kopfhörer getestet, die wir als Kopfhörer-Testmagazin ruhigen Gewissens empfehlen können. Damit euch die Auswahl leichter fällt, haben wir hier die besten Bluetooth-Kopfhörer in einer schicken, übersichtlichen Liste für euch aufbereitet:

Die besten Bluetooth-Kopfhörer bei kopfhoerer.de

→ Ein Klick auf das Bild oder auf hier bringt euch direkt zur Bestenliste.

Musik für deine Kopfhörer: Unsere Spotify-Playlist

Wie klingt eigentlich ein Kopfhörer?

Abseits unserer ganzen Messungen, die wir durchführen, ist das Wichtigste bei einem Kopfhörertest das Hören. Und zwar mit Referenzmusik. Was aber ist Referenzmusik? Das ist vor allem Musik, die man selbst sehr gerne hört und daher genau weiß, wie sie klingt. Zudem gibt es Musikstücke, die besondere Merkmale aufweisen (beispielsweise besondere Hallräume oder bestimmte Anschlaggeräusche von Saiten) und sich daher gut zum Testen eignen.

Schließlich haben wir unsere Autoren gefragt: „Welche Musik hört ihr besonders gerne, um Kopfhörer zu testen?“ Die Antworten ließen nicht lange auf sich warten.
Hier sind sie nun: 115 ausgewählte Tracks, die euch beim Testen von Kopfhörern helfen sollen. Neben euren Lieblings-Songs, die ihr immer dabei haben solltet, wenn ihr euch unterschiedliche Kopfhörer anhört, findet ihr hier von Klassik bis hin zu Electronica Stücke, die euch ebenfalls beim Beurteilen des Klangs von Kopfhörern unterstützen wollen.

„MUSIK FÜR DEINE KOPFHÖRER – unsere Spotify Playlist“

Und wer bereits seinen Traumkopfhörer gefunden hat, bekommt hier einfach eine traumhafte Playlist mit allerlei Stars, aber auch weniger bekannten Künstlern.

Und wer weiß: vielleicht entdeckt ihr hier sogar neue Lieblinge!

P.S.: Bitte vergesst nicht in den Spotify-Einstellungen die Streaming- und Download-Qualität auf „Hoch“ zu setzen.

Malware macht aus Kopfhörern Abhörmikrofone

 

Vorsichtig sind wir Computer-Nutzer ja.

Wir kleben zum Beispiel ein Stückchen Klebeband über unsere Webcams am Laptop, so dass keiner uns sehen kann. Oder wir kaufen uns spezielle Programme, um potenzielle Spionage-Software ausfindig zu machen.

Vielen von uns reicht das und wir wägen uns in Sicherheit.

Die Chance dadurch nicht ausspioniert und / oder sogar abgehört zu werden wird aber leider nicht geringer. Wie Forscher an der Ben-Gurion-Universität in Israel nun eindrucksvoll beweisen, reicht inzwischen ein an den Computer angeschlossener Kopfhörer. Die Forschergruppe hat nämlich eine Malware geschrieben, die Kopfhörer und manche Lautsprecher einfach in Mikrofone umwandelt. (Wir erinnern uns: Kopfhörer bzw. Lautsprecher sind eigentlich nichts anderes als umgedrehte Mikrofone.)

Die Jungs aus Israel machen sich mit dem Proof-of-Concept-Code, den sie „Speake(a)r“ nennen, genau dieses Prinzip zunutze. In dem Video stecken sie das Mikrofon ab, die Audio-Software zeigt aber nach wie vor Wellenformen an, da der Kopfhörer der links im Bild zu sehen ist, immer noch angeschlossen ist.

„Wir alle denken nicht über dieses Sicherheitsleck nach“, sagt Mordechai Guri, Forschungsleiter der Cyber Security Research Labs von Ben Gurion, sinngemäß. „Auch wenn man das Mikrofon des Computers entfernt, kann man mit Kopfhörern aufgenommen werden.“

Zum Glück gibt es eine einfache Lösung für dieses Problem: das Kabel des Kopfhörers rausziehen.

Quelle: https://arxiv.org/abs/1611.07350

Online-Handel – das sind die beliebtesten Marken

 

Eine Wirtschafts-News auf kopfhoerer.de – kann das sein? Ja es kann! Denn machmal wollen auch wir ein kleinwenig für unseren Tellerrand bzw. Kopfhörerbügel kucken, denn die freudige Meldung betrifft uns eben auch.

Denn wie die Wirtschaftswoche berichtet sind die drei stärksten Marken im deutschen Online-Handel laut einer Studie Paypal, Amazon und das auf Instrumente und Musikerbedarf spezialisierte Online-Versandhaus Thomann.

Wir gratulieren herzlich!