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AKG N9 Hybrid

Vielseitige, laufstarke Bluetooth Over-Ears mit adaptivem ANC und 2,4-GHz-Dongle

Kurz & knapp

Mit den AKG N9 Hybrid lässt sich im mobilen Einsatz eine hochwertige Klangwiedergabe mit einer latenzarmen Funkverbindung via USB-C-Dongle kombinieren. Neben dem drahtlosen Betrieb per Bluetooth und Dongle können die Over-Ears auch kabelgebunden eingesetzt werden, und zwar sowohl rein passiv als auch bei eingeschalteter Elektronik. Hierdurch besteht auch per Kabel Zugriff auf die Umgebungsgeräuschkontrolle mit ANC-, Be-Aware- und TalkThru-Modus, was ein breites Einsatzspektrum ermöglicht. Abstriche müssen jedoch beim Telefonieren in einer lauteren Umgebung und bei der App gemacht werden.

Vorteile:
  • Klang
  • Akkulaufzeit & Schnellladefunktion
  • latenzarm, hochauflösend via Funk-Dongle
  • Sprachverständlichkeit (außer beim Telefonieren in lauteren Umgebungen)
  • Multipoint-Verbindungen
  • optionale Gehörschutzfunktion
  • 3,5-mm-Audioeingang
  • unterstützen AAC und LDAC
  • Ohrpolster und Kopfband austauschbar
Nachteile:
  • recht unübersichtliche und fehlerhafte App
  • LDAC nicht mit Hörprofil und Spatial Audio kombinierbar
  • etwas umständliches Umschalten bei dualen Verbindungen
  • stärkeres Grundrauschen im TalkThru-Modus
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Das bieten die AKG N9 Hybrid

Das Ausstattungspaket der AKG N9 Hybrid umfasst neben Bluetooth 5.3 und LDAC sowohl eine adaptive Geräuschunterdrückung als auch einen regelbaren ANC- und Umgebungsmodus. Eine Klangpersonalisierung steht zudem mit Personi-Fi 2.0 zur Option. Zoom zertifiziert ist darüber hinaus die Sprachübertragung der Hörer, wobei vier KI-gestützte Beamforming-Mikrofone für eine tadellose Sprachverständlichkeit sorgen sollen.

Design und Tragekomfort

Ausgeliefert werden die AKG N9 Hybrid in einem Transportcase, das auch Platz für Zubehör wie das Audio- und USB-Ladekabel bietet. Der USB-C-Dongle ist hingegen innerhalb der rechten Hörerschale untergebracht und somit jederzeit griffbereit, was clever umgesetzt wurde. Mitsamt Dongle bringt das schlichte, zeitlose Design 284 Gramm auf die Waage, wobei die Schalen kipp- und schwenkbar sind, aber nicht eingeklappt werden können.

Der Sitz fällt eher locker als stramm aus und erscheint auch bei längeren Einsätzen bequem. Dabei lässt sich die Größeneinstellung des Bügels feinstufig für filigrane bis zu großen Kopfumfängen justieren. Von Vorteil ist, dass Kopfband und Ohrpolster ausgetauscht werden können, wobei die Polsterung an den Ohren nicht eng anliegt, sodass trotz der geschlossenen Bauart etwas Luft zirkulieren kann.

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Akkulaufzeit

Im Bluetooth-Betrieb erreichen die AKG N9 Hybrid eine Laufzeit von mehr als 115 Stunden, wenn das AAC-Format bei gehobener Lautstärke zum Einsatz kommt. Ist die Geräuschunterdrückung in der Maximaleinstellung aktiv, stehen gute 65 Stunden zur Verfügung. Während eine zehnminütige Schnellladung Akkukapazität für bis zu zehn Stunden (ohne ANC) bereitstellt, sind die AKG N9 Hybrid nach zwei Stunden vollständig aufgeladen. Auch per Dongle soll den Herstellerangaben zufolge eine hohe Laufzeit von bis zu 85 Stunden im Standardbetrieb und 45 Stunden im ANC-Modus gewährleistet sein.

Alternativ ist eine kabelgebundene Nutzung über den 3,5-mm-Audioeingang möglich. Und zwar je nach Bedarf passiv oder bei eingeschalteter Elektronik, wodurch Zugriff auf die Geräuschunterdrückung, den Umgebungsmodus und die TalkThru-Funktion besteht. Auf die Bedienelemente zur Gerätesteuerung muss jedoch verzichtet werden.

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Bluetooth Specs

Die AKG N9 Hybrid unterstützen den Bluetooth-Standard 5.3, Multipoint-Verbindungen mit zwei Geräten gleichzeitig sowie Google Fast Pair und Microsoft Swift Pair. An Audiocodecs stehen SBC, AAC und LDAC zur Auswahl. Ergänzend zählt noch ein latenzreduzierter Video-Modus zur Ausstattung.

Die Bedienung der AKG N9 Hybrid

Ein einzelner Multifunktionstaster an der rechten Schalenseite dient zum Steuern der Wiedergabe, dem Abwickeln von Telefonaten, einem Vor- oder Zurückspringen bei der Titelnavigation und zum Aufrufen des Sprachassistenten. Auch eine Lautstärkeanpassung ist vorgesehen, die jedoch nicht über Taster, sondern durch einen Drehmechanismus geregelt wird. Hierzu kann die rechte Schalenoberfläche ein kleines Stück mit oder gegen den Uhrzeiger gedreht werden.

Weitere Einstellungen wie das Umschalten zwischen ANC- und Umgebungsmodus lassen sich über einen zweiten Taster an der linken Hörerschale realisieren, der auch die TalkThru-Funktion (de-)aktiviert. Ungewöhnlich erscheint, dass sich über die App-Anbindung nur konfigurieren lässt, ob auch ein Durchschalten in den Standardbetrieb erfolgen soll. Ansonsten ist die Steuerung fix vorgegeben und bietet keine Möglichkeit zur individuellen Anpassung. Allerdings sind die Hörer mit einer Trageerkennung ausgestattet, die sich wunschgemäß ab- oder zuschalten lässt.

AKG Headphones App

Die Umgebungsgeräuschkontrolle der App-Anbindung (Android und iOS) umfasst sowohl einen adaptiven als auch einen manuellen ANC-Modus mit sieben Intensitätsstufen, was ebenfalls auf den Be-Aware-Modus zutrifft. Speziell für Gespräche ist zudem die TalkThru-Funktion angedacht, indem die Wiedergabe automatisch pausiert, was sich wahlweise per Taster oder Sprache steuern lässt. Wer möchte, kann die Geräuschunterdrückung auch für ein stilles Nickerchen nutzen, indem für die SilentNow-Funktion ein Vorlauf und die gewünschte Schlafenszeit eingestellt wird, welche mit dem Klingeln eines Weckers endet.

Zur Klangregelung stehen mit „Studio“, „Bass“, „Club“, „Extreme Bass“, „Vocal“ sowie „Jazz“ sechs Voreinstellungen und ein 10-Band-EQ für eigene Einstellungen, die als Presets speicherbar sind, zur Auswahl. Darüber hinaus besteht die Option, einen Hörtest zu absolvieren, der das Hörvermögen spezifisch pro Ohr analysiert, um auch Disbalancen auszugleichen, was gut funktioniert.

Von großem Nachteil ist allerdings, dass die Klangpersonalisierung der AKG N9 Hybrid nicht mit LDAC kompatibel ist. Gleiches gilt leider für Spatial Audio. Ansonsten lässt sich noch ein dynamischer EQ für geringe Lautstärkeeinstellungen aktivieren oder die L/R-Balance in jeweils 16 Schritten justieren.

Begrüßenswert ist, dass ein Gehörschutz eingerichtet werden kann, der den maximalen Ausgabepegel auf unter 85 Dezibel begrenzt. Außerdem bestehen mehrere Optionen, um die Gesprächssituation beim Kommunizieren anzupassen. Hierzu zählen eine regelbare Mithörfunktion, ein automatischer Schallpegel-Optimierer und jeweils drei Spracheinstellungen für das Gegenüber und die eigene Stimme. Einstellbar ist auch das akustische Feedback und es lassen sich Firmware-Aktualisierungen für Hörer und Dongle vornehmen.

Insgesamt eine umfangreiche App-Ausstattung, die allerdings übersichtlicher strukturiert sein dürfte und teilweise ziemlich umständlich in der Handhabung ist. Die Klangpersonalisierung ist beispielsweise fehlerhaft eingebunden und stellt eine Art Sackgasse dar, wodurch unter „Meine Geräte“ zunächst wieder das Modell ausgewählt werden muss, um zu den App-Einstellungen zurückkehren zu können. Das ist insofern besonders ärgerlich, da das Hörprofil nicht dauerhaft gespeichert wird und mit jedem Einschalten der Hörer erneut generiert werden muss. Eine äußerst unglückliche Kombination, die viel Geduld erfordert!

Der 2,4-GHz-Dongle in der Praxis

Durch eine latenzarme Funkverbindung erhöht der USB-C-Dongle vor allem beim Gaming, aber auch bei Online-Meetings und Filmen die Synchronität von Bild und Ton. Darüber hinaus lassen sich Geräte, die keine hochwertigen Codecs unterstützen mit dem Dongle für eine hochauflösende Klangwiedergabe nutzen. Herstellerseitig werden sowohl Computer und Laptops als auch Smartphones und Tablets als kompatibel angegeben. Dabei wurde der Dongle unter macOS, iPadOS und Android einwandfrei erkannt. Auch an Apple-Geräten mit einem Lightning-Anschluss kann der Dongle mithilfe eines „Lightning auf USB 3 Kamera-Adapters“ betrieben werden.

Nicht optimal erscheint das Umschalten bei einer dualen Verbindung gelöst. Wenn am Laptop zum Serienschauen eine Funkverbindung per Dongle besteht und parallel eine Bluetooth-Verbindung auf dem Smartphone aufgebaut wird, um per App beispielsweise auf Spatial Audio zugreifen zu können, ist auf dem Laptop kein Ton mehr zu hören, obwohl die Serie weiterläuft. Erst wenn manuell wieder zurück auf den Dongle geschaltet wird, ist das Problem behoben. Auch ein zwischenzeitlicher Wechsel zum Telefonieren auf das Smartphone ist nicht nahtlos wie bei Multipoint-Verbindungen möglich, da die Tonausgabe von Hand umgestellt werden muss.

Sprachverständlichkeit beim Telefonieren

Den Herstellerangaben zufolge nutzen die AKG N9 Hybrid vier KI-gestützte Beamforming-Mikrofone, die für eine klare, deutliche und recht natürliche Sprachübertragung sorgen. Darüber hinaus werden Windgeräusche im Freien größtenteils ausgeblendet, was selbst bei stärkeren Böen gelingt, auch wenn sich eine intensive Filterung auf die Qualität der Stimmenübertragung auswirken kann.

Weniger überzeugend ist dagegen die Abschwächung von lauteren Hintergrundgeräuschen, da die Mikrofontechnik ungewöhnlich lange braucht, um Geräuschquellen zu erkennen. Bei einer belebten Kulisse mit unterschiedlichen Lärmquellen sind die Ergebnisse daher nicht konstant, sondern sehr schwankend, was für das Gegenüber mühsam ist und die Verständlichkeit der eigenen Stimme einschränkt. Bei Online-Meetings bestehen jedoch gute Rahmenbedingungen, da die jeweiligen Plattformen zusätzlich eigene Technologien zur Geräuschunterdrückung einsetzten.

Geräuschunterdrückung (ANC), Be-Aware-Modus und TalkThru-Funktion

Das Noise Cancelling ist beim Einschalten der Hörer automatisch aktiv und arbeitet sowohl im adaptiven als auch im manuellen Betrieb ziemlich rauscharm. Während der tieffrequente Bereich wirksam reduziert wird, erfolgt im mittleren und oberen Frequenzbereich eine mittelstarke Abschwächung. Gute Resultate lassen sich beispielsweise im Nahfeldbereich bei Tastaturgeräuschen erzielen, wohingegen Vogelgezwitscher in etwas abgedämpfter Form durchdringt, was auf beide Betriebsarten zutrifft.

Aufgefallen ist, dass sich die Umgebungsgeräuschkontrolle auf den Klang auswirkt, da der Bassbereich im Be-Aware-Modus leicht verstärkt erscheint, was sich beim Aktivieren der Geräuschunterdrückung intensiviert.

Im Umgebungsmodus erfolgt bereits ab der ersten Stufe eine erkennbare Verstärkung, die ein Kommunizieren im direkten Umfeld ermöglicht, wenn die Wiedergabe pausiert. Die höheren Einstellungen eignen sich hingegen, um die Außenwahrnehmung während der Medienwiedergabe zu verbessern. Eine noch intensivere Verstärkung bietet die TalkThru-Funktion, die eher als Hörhilfe fungiert, aber ein stärkeres Rauschen besitzt. Das Grundrauschen im Umgebungsmodus erreicht stattdessen maximal eine mittlere Stärke.

Spatial Audio

Mit „Film“, „Musik“ und „Gaming“ stehen drei Optionen für eine räumlichere Wiedergabe zur Auswahl. Die besten Ergebnisse lassen sich im Musik-Modus erzielen, der eine etwas breitere Darstellung bietet und bei Live-Alben mehr Konzertatmosphäre vermittelt. Im Gaming-Modus rückt die virtuelle Bühne erkennbar tiefer in den Raum hinein, was durchaus funktioniert und ein intensives Abtauchen in andere Galaxien begünstigen kann. Der noch weiter zurückgesetzte Film-Modus erscheint dagegen eher diffus und hallig, was sich bei Dialogen auf die Sprachverständlichkeit auswirkt.

Sound

Die AKG N9 Hybrid verfügen über dynamische 40-mm-Treiber mit LPC-Membranen (Liquid Crystal Polymer) und bieten eine präzise, weiträumige Klangwiedergabe, die eher schlank aufgestellt als füllig erscheint. Medienübergreifend vermitteln die Rauminformationen einen realistischen Eindruck, wobei für ein geschlossenes Over-Ear-System ein angenehm „offener“ Klangeindruck besteht.

Währen der obere und mittlere Bassbereich straff, aber kraftvoll wirken, ist im Tiefbass merklich Substanz vorhanden. Demzufolge werden moderne Musikstile oder actionreiche Film- und Spielekost durchaus spaßbezogen dargestellt, ohne dass eine übermäßige Bassverstärkung wie bei vielen Alternativen im Consumer-Bereich besteht.

Unverfälscht, konturiert und dabei sehr schön aufgeräumt erscheint der Mittenbereich, wodurch sich einzelne Signale mühelos orten und verfolgen lassen. Gesangsstimmen können sich ansprechend frei im Raum entfalten, wobei die Abbildung von Stimmen schnörkellos und unaufgeregt erfolgt, was auch bei Podcasts und Hörbüchern einen natürlichen Eindruck vermittelt.

Die oberen Lagen wirken frisch und ausgewogen, was das Gehör nicht fordert. Charakteristisch ist eine schnelle, leichtfüßige Höhenwiedergabe, die sich nicht aufdrängt und keineswegs energisch in Erscheinung tritt. Auch Zischlaute werden eher defensiv als prägnant abgebildet.

Fazit

Die AKG N9 Hybrid kombinieren eine hochwertige Klangwiedergabe mit vielfältigen Anschlussmöglichkeiten per Bluetooth, 2,4-GHz-Dongle und Kabel, wodurch ein breites Einsatzspektrum abgedeckt wird. Darüber hinaus punkten die kompakten Bluetooth Over-Ears mit einer umfangreichen Ausstattung und bieten eine hohe Akkulaufzeit. Allerdings ist auch viel Verbesserungspotenzial erkennbar, da die Handhabung des Öfteren umständlich erscheint. Das gilt vor allem für die recht unübersichtliche, fehlerhafte AKG Headphones App, was sich durch ein Update aber beheben ließe.

vor 3 Minuten von Maike Paeßens
  • Bewertung: 4.25
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformOver-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 Hz–40 kHz
  • Impedanz32 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)95 dB
  • Gewicht mit Kabel295 g
  • Gewicht ohne Kabel284 g

Lieferumfang

  • USB-C auf USB-A-Ladekabel
  • Miniklinkenkabel
  • Flugzeugadapter
  • USB-C-Dongle
  • USB-Adapter
  • Transportcase

Besonderheiten

  • in Schwarz und Weiß erhältlich
  • BT-Version: 5.3
  • BT-Codecs: SBC, AAC, LDAC
  • BT-Profile: A2DP V1.4, AVRCP V1.6.2, HFP V1.8

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