Die Soundcore Space 2 bieten viel Klang, einen sehr bequemen Sitz und eine tolle Ausstattung fürs Geld, was in der Summe eine klare Kaufempfehlung ergibt. Auftrumpfen können die kompakten Over-Ears dabei mit einem individuellen Hörprofil und einer wirksamen Geräuschunterdrückung, die sich insbesondere beim Reisen und Pendeln bewährt. Gewisse Abstriche müssen beim Telefonieren in einer windigen Umgebung gemacht werden und auch das Grundrauschen im Transparenzmodus kann als Beeinträchtigung empfunden werden. Ansonsten wirkt das Gesamtpaket jedoch sehr stimmig.
- personalisierbarer Klang
- optionaler Gehörschutz
- Tragekomfort
- faltbares Design
- Sprachverständlichkeit beim Telefonieren (außer bei Wind)
- 3,5-mm-Audioeingang
- Grundrauschen im Transparenzmodus
- KI-Übersetzung erfordert Registrierung
Mit Ausstattungsmerkmalen wie einer umfangreichen Klangpersonalisierung, hochauflösendem LDAC Codec, 3D-Sound und einer adaptiven Geräuschunterdrückung müssen sich die Soundcore Space 2 auch vor hochpreisigeren Modellen nicht verstecken. Wer möchte, hat auf Reisen und im Urlaub zudem einen KI-Assistenten und -Dolmetscher im Gepäck. Was angesichts der Preisklasse alles möglich ist, zeigt dieser Test.
Tragekomfort
Das faltbare Design der Soundcore Space 2 kann für den Transport platzsparend zusammen geklappt werden, bringt 263 Gramm auf die Waage und bietet einen hohen Tragekomfort. Dabei ist der Sitz weder zu stramm noch zu locker beschaffen, wodurch die Over-Ears im Outdoor-Einsatz über Stabilität verfügen und auch bei einem Zwischenspurt nicht verrutschen.
Kennzeichnend sind recht starke Isolationseigenschaften, wodurch die Hörer deutlich von der Umwelt abschirmen und wenig Schall nach Außen lassen. Konstruktionsbedingt macht sich bei den geschlossen Over-Ears zwar eine gewisse Wärmeentwicklung an den Ohren bemerkbar, die aber nicht übermäßig intensiv ausfällt.
- Der Lieferumfang des Space 2: Kopfhörer, Tragebeutel, Miniklinken- und USB-C-Ladekabel.
Akkulaufzeit
Bei der Verwendung des AAC-Formats erreichen die Soundcore Space 2 den Herstellerangaben zufolge eine Laufzeit von 70 Stunden im Standardbetrieb und 50 Stunden im ANC-Modus, was realistisch erscheint. Darüber hinaus bietet eine fünfminütige Schnellladung bereits Kapazität für knappe sechs Stunden (ohne ANC), während der Akku nach 95 Minuten wieder vollständig aufgeladen ist.
Neben dem Bluetooth-Betrieb ist auch eine kabelgebundene Nutzung über den 3,5-mm-Eingang möglich, und zwar sowohl passiv bei leerem Akku als auch aktiv bei eingeschalteter Elektronik, wodurch die Geräuschunterdrückung und der Transparenzmodus nutzbar sind. Prima!Zudem liegen den Hörern ein Miniklinkenkabel und ein kurzes USB-C-Ladekabel bei.
Vergleich: Soundcore Space One und Soundcore Space 2
Die zweite Generation vermittelt einen hochwertigeren Eindruck, da bei beanspruchten Elementen wie den Scharnieren Metall statt Kunststoff zum Einsatz kommt. Neben einer längeren Akkulaufzeit verfügen die Space 2 zusätzlich über Surround Sound, KI-Assistenz und -Übersetzung sowie einen Ruhemodus. Außerdem besitzt das neue Modell mit der aktuellen Bluetooth-Version 6.1 eine merklich höhere Reichweite.
Soundcore Space One
Die erste Generation mit vielseitiger Umgebungsgeräuschkontrolle und Easy-Chat-Funktion. Noch ohne KI-Übersetzung, 3D-Sound und Bluetooth 6.1. Für alle, die auf neueste Features verzichten können ein Blick wert.
Übereinstimmungen stellen das faltbare Design, ein 3,5-mm-Audioeingang, eine Tastersteuerung und eine Trageerkennung mit Kalibrierungsfunktion dar. Auch die Ausstattung mit Hear ID, Multipoint-Verbindungen sowie den Audiocodecs SBC, AAC und LDAC ist identisch. Überraschend große Unterschiede bestehen bei der Umgebungsgeräuschkontrolle, die bei den Soundcore Space One (zum Test) vielseitige Anpassungsmöglichkeiten bietet, während beim Nachfolgemodell auf einen einfachen Transparenzmodus und eine verbesserte, adaptive Geräuschunterdrückung gesetzt wurde. Auch die Easy-Chat-Funktion ist nur bei den Space One vorzufinden.
Bedienung
Über das Dreiergespann an Tastern an der rechten Hörerseite kann das Steuern der Wiedergabe, das Abwickeln von Telefonaten, eine Titelnavigation und das Einstellen der Lautstärke erfolgen. Bei Bedarf lässt sich zudem die Mikrofontechnik stumm schalten. Diese Steuerungsmöglichkeiten sind fix vorgegeben, können aber um eine weitere Funktion ergänzt werden. Hierzu stehen über die App der Sprachassistent des gekoppelten Geräts, Anka als Pendant von Soundcore, eine KI-Übersetzung und ein sogenannter Ruhemodus, der Naturklänge bei eingeschalter Geräuschunterdrückung wiedergibt, zur Auswahl.
Außerdem dient ein zusätzlicher NC-Taster auf der linken Seite zum Umschalten zwischen ANC- und Transparenzmodus, was sich um den Standardbetrieb ergänzen lässt. Zweifaches Drücken kann darüber hinaus mit der BassUp-Funktion belegt werden. Aufgefallen ist jedoch, dass die Tastersteuerung ein wenig träge reagiert. Einen tadellosen Eindruck vermittelt dagegen die Trageerkennung, die sich wahlweise ab- oder zuschalten lässt.
Soundcore App
Umfangreich ist die Klangregelung der App-Anbindung (Android und iOS) ausgestattet. Zur Wahl stehen 21 vorkonfigurierte Settings oder ein EQ mit acht Bändern für eigene Einstellungen, die sich als Presets speichern lassen. Zusätzlich besteht die Option, eine persönliche Hear ID zu erstellen, indem das Hörvermögen getestet und Vorlieben über einen A/B-Vergleich abgefragt werden. Dieses Klangprofil kann noch mit dem EQ oder einer der 21 Voreinstellung angepasst werden, was klasse gemacht ist. Als weitere Alternative steht außerdem 3D-Sound zur Verfügung.
Vorbildlich ist, dass über die App ein Gehörschutz mit regelbarer Maximallautstärke eingerichtet werden kann, wobei unterstützend eine Dezibel-Skala zur Seite steht. Konfigurierbar sind darüber hinaus Multipoint-Verbindungen und Sprachansagen, zumal sich zwischen der adaptiven Geräuschunterdrückung, Transparenzmodus und Standardbetrieb wechseln lässt. Außerdem kann auf entsprechenden Android-Geräten LDAC eingerichtet werden, was jedoch eine Firmware-Aktualisierung voraussetzt.
KI-Assistent und -Übersetzungsfunktion
Soundcores KI-Sprachassistent heißt Anka und kann über die „KI-Chat-Einstellungen“ der App aktiviert werden, um auf „Hey Anka“ zu reagieren. Der KI-Dolmetscher setzt hingegen eine Registrierung voraus und unterteilt sich in eine Face-to-Face-Übersetzung für Gespräche und eine Echtzeit-Übersetzung, die einseitig ausgerichtet ist und sich beispielsweise für Vorträge eignen soll. Insgesamt werden über 100 Sprachen unterstützt, wobei das Dolmetschen bei Gesprächen während der Testphase nicht zur Verfügung stand.
Das Gesprochene wird mit einem gewissen Versatz in der Originalsprache transkribiert, dann in schriftlicher Form übersetzt und anschließend mit einer männlichen Stimme vorgelesen. Frei von Fehlern sind die Ergebnisse allerdings nicht und die Zeitverzögerung ist auch nicht zu unterschätzen, was bedacht werden sollte. Wenn die KI-Übersetzung zum Einsatz kommt, sind daher einfache, kurze Sätze zu empfehlen.
Sprachverständlichkeit beim Telefonieren
Drei KI-gestützte Mikrofone sollen bei den Soundcore Space 2 für eine klare, deutliche Stimmenübertragung sorgen, was größtenteils gelingt. Dabei werden laute Umgebungsgeräusche so weit abgeschwächt, dass die eigene Stimme deutlich im Vordergrund steht und für das Gegenüber verständlich bleibt. Bei Windgeräuschen im Freien erfolgt zwar eine fast vollständige Filterung, jedoch wirkt sich diese negativ auf die Sprachübertragung aus, die merklich distanzierter und verwaschener auf der Gegenseite ankommt.
Geräuschunterdrückung (ANC) und Transparenzmodus
Die adaptive Geräuschunterdrückung ist beim Einschalten automatisch aktiv, besitzt ein eher geringes Grundrauschen und erweist sich in Kombination mit der hohen Abschirmung zweifelsfrei als effektiv. Besonders intensiv werden tieffrequente Außengeräusche reduziert, was Flug- und Bahnlärm beim Reisen und Pendeln deutlich minimiert. Bei Stimmen fällt die Abschwächung geringer, aber gut erkennbar aus, da ihnen das Fundament genommen wird und sie in den Hintergrund rücken. Angesichts der Preisklasse lassen sich auch sehr gute Ergebnisse bei Tastaturgeräuschen, einem Rasenmäher oder Straßenlärm erzielen. Als störend kann allerdings empfunden werden, dass sich der Bassbereich im ANC- und Transparenzmodus spürbar verstärkt.
Im Transparenzmodus besteht zwar ein gut mittelstarkes Rauschen, jedoch ist es bei pausierender Wiedergabe problemlos möglich, Durchsagen zu verfolgen oder ein Gespräch zu führen. Während der Beschallung dürfte die Verstärkung von Außengeräuschen allerdings intensiver ausfallen, um den Isolationseigenschaften der Hörer besser entgegenwirken zu können. Insofern wäre ein regelbarer Transparenzmodus mit zwei, drei Intensitätsstufen durchaus wünschenswert.
Soundcore Space One Pro by Anker
Platzsparend faltbare Bluetooth Over-Ears mit adaptivem ANC und LDAC.
3D-Sound
Bei der räumlicheren Wiedergabeoption rückt die virtuelle Bühne ein gutes Stück tiefer in den Raum hinein. Während moderne Musikstile oftmals etwas hallig und blechern klingen, funktionieren ruhige Rockballaden oder sphärische Klänge häufig besser, sodass die Ergebnisse recht unterschiedlich ausfallen. Passable Resultate lassen sich zudem im Gaming- und Filmbereich erzielen, auch wenn Stimmen beim Grundklang mehr Natürlichkeit besitzen. Wissenswert ist darüber hinaus, dass sich der 3D-Sound nicht mit LDAC und der Klangregelung kombinieren lässt.
Sound
Die Soundcore Space 2 erscheinen etwas schlanker abgestimmt und mehr auf ein detailreiches, weiträumigeres Hörerlebnis ausgerichtet als die merklich wärmere und sattere Klangwiedergabe bei der ersten Generation. Auffällig ist jedoch, dass der Tiefbass etwas mächtig geraten ist, was nicht so recht ins Bild passt, da die stramme Basswiedergabe ansonsten wunderbar definiert klingt und Spaß macht.
Durchaus präsent und durchsetzungsfähig erscheint der ansprechend klare Mittenbereich, wobei Gesangsstimmen und Lead-Instrumente viel Raum zur Entfaltung besitzen. Ein aufdringlicher oder gar anstrengender Eindruck besteht jedoch nicht, da die Hörer nicht darauf bedacht sind, Stimmen und Instrumente besonders direkt und körperreich in den Fokus zu stellen. Hierdurch besteht Platz, der genutzt wird, um Details herauszuarbeiten, die sich beim bewussten Zuhören entdecken lassen.
Einen eher zurückhaltenderen Eindruck vermitteln die oberen Lagen. Die Höhenwiedergabe erscheint zwar nicht zaghaft, aber auch nicht unbedingt elanvoll, sondern selbst bei höheren Lautstärkepegeln recht entspannt und gutmütig. Härte und Schärfe sind daher nicht zu befürchten. Zischlaute werden sogar sehr defensiv abgebildet und sollten selbst bei empfindlichen Ohren keine Aufmerksamkeit erzeugen. Wer möchte, kann den Hochtonbereich etwas verstärken, um das Klangbild weiter zu öffnen. Auch das Hörprofil kann zu einem präsenteren Eindruck verhelfen.
Fazit
Die Soundcore Space 2 können sich durch einen komfortablen Sitz, eine wirksame Geräuschunterdrückung und eine personalisierbare Klangwiedergabe auszeichnen. Weitere Pluspunkte stellen der ausdauerstarke Akku, die Unterstützung von LDAC und der sowohl passiv als auch aktiv nutzbare 3,5-mm-Audioeingang dar, wodurch sich den portablen Over-Ears ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bescheinigen lässt. In Kauf genommen werden muss ein gut mittelkräftiges Grundrauschen im Transparenzmodus. Verbesserungspotenzial besteht darüber hinaus beim Telefonieren in einer windigen Umgebung.
FAQ: Häufige Fragen zu den Soundcore Space 2
Wie lange hält der Akku?
70 Stunden im Standardbetrieb, 50 Stunden im ANC-Modus mit AAC. Schnellladung: 5 Minuten für knappe 6 Stunden (ohne ANC). Vollladung nach 95 Minuten.
Sind die Soundcore Space 2 faltbar?
Ja, das faltbare Design sorgt für platzsparenden Transport, 263 Gramm Gewicht. Hoher Tragekomfort, weder zu stramm noch zu locker. Starke Isolationseigenschaften.
Welche Bluetooth-Codecs werden unterstützt?
Bluetooth 6.1 mit SBC, AAC und LDAC. Multipoint-Verbindungen, merklich höhere Reichweite als bei der ersten Generation. LDAC benötigt Firmware-Aktualisierung.
Was ist die KI-Übersetzung?
Face-to-Face-Übersetzung für Gespräche und Echtzeit-Übersetzung für Vorträge mit über 100 Sprachen. Zeitverzögerung nicht zu unterschätzen, Ergebnisse nicht fehlerfrei. Einfache, kurze Sätze empfohlen.
Kann man die Kopfhörer auch kabelgebunden nutzen?
Ja, per 3,5-mm-Audioeingang sowohl passiv (bei leerem Akku) als auch aktiv (mit Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus) nutzbar. Miniklinkenkabel im Lieferumfang.
- 129,99 € *Zum Angebot
Technische Daten
- BauformOver-Ear
- Bauweisegeschlossen
- Wandlerprinzipdynamisch
- Gewicht mit Kabel271 g
- Gewicht ohne Kabel263 g
Lieferumfang
- USB-C-Ladekabel
- Miniklinkenkabel
- Transportbeutel
Besonderheiten
- in Schwarz, Weiß oder Grün erhältlich
- Bluetooth 6.1
- Codecs: SBC, AAC LDAC























