Agent AKG Y23 ist zur Stelle. Und er hat eine Mission: den besten Sound auf dem kleinsten Raum.

Der Y23 ist tatsächlich so winzig, dass man ihn kaum bemerkt. Bis man iPod oder iPhone aufdreht, dann wird er zur Knallerbse und macht Party – und wie!

Okay, In-Ear-Kopfhörer sind per se schon mal mini – klar. Aber der AKG Y23 ist wirklich der kleinste Kopfhörer einer namhaften Kopfhörer-Marke, den ich mir bis jetzt in den Gehörgang gedreht habe. Die Hörer haben mit etwa 5 mm gerade mal den Durchmesser einer Mini-Erbse und er wiegt so gut wie nichts. Trotzdem fühlen sich die kleinen AKG-Steckerl robust an. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist es schon, wenn man sich den Super-Mini-Hörer ins Ohr drillt. Sie sinken tiefer ein als gewöhnliche In-Ears, liegen dann aber angenehm im Gehörgang. Durch das extrem geringe Gewicht nistet sich der Y23 schwerelos ein. Kein störendes Material, kein weiterer Ballast: die 5,8-mm-AKG-Treiber wollen förmlich so nah wie möglich den Sound ans Trommelfell schieben.
Bei der Ausstattung ist alles dabei, was man so braucht, im smarten, lederartigen Säckchen findet man zusätzlich noch 3 verschiedene Ear-Tips-Größen zur Anpassung. Bei mir passte der Standardaufsatz gleich von Anfang an sehr gut und die passive Geräuschdämpfung war ordentlich. Das leicht gummierte Kabel fühlt sich widerstandsfähig an, der Miniklinken-Stecker ist abgewinkelt und bietet somit eine Zugentlastung. Der Hörer sieht schick aus in der schwarzen Ausführung. Wer mehr auffallen möchte, kann sein Ohr in weiß und mit 2 weiteren funky Farben aufpimpen. Das ist vielleicht auch ganz gut, so kann man die kleinen Dinger auch besser in der Tasche finden.

Q-Tip-Boogie

Klein aber oho, der Y23 ist ein richtiges Party-Tierchen. Aus den Q-Tip-großen AKG-Treibern pumpt der Bass sofort mutig und satt entgegen. Der Bass ist sehr impulstreu und super-sauber. Er beschlagnahmt den Gehörgang zur Partyzone für EDM, HipHop, Dubstep, Pop – alles schiebt. Die Höhen und oberen Mitten sind exzellent und thronen seidig auf dem Frequenzgang-Podest: HipHop-Snares schnalzen fein, Stimmen brillieren und verspielte Funk-HiHats shuffeln sich seidig in bester Auflösung ans Ohr. Einzig die Mitten gehen in der sehr HiFi-lastigen Abstimmung ein klein wenig unter. Insgesamt überzeugt der Y23 aber mit einem linearen Frequenzbild. Das Stereobild ist für einen In-Ear-Kopfhörer klasse, man hört Hallräume richtig atmen, ob es nun der monumentale 80er-Platten-Hall, das 90er-Rave-Loft oder dreckige Kellermixe mit spektralen Loopings sind. Stereo-Spielchen hat er drauf.
Mit 16 Ohm ist der Y23 gut an jedem Miniklinken-Ausgang zu gebrauchen und hat Wumms an iPhone und Co. Und selbst bei Vollaussteuerung bleibt er klangtreu.

Kleiner Hörer, riesiges Potential

Der AKG Y23 ist der mobilste In-Ear-Kopfhörer, den ich bis jetzt hören durfte. AKG hat es wirklich geschafft den besten Sound auf kleinsten Raum zu verwirklichen – ein kleines Wunder. Und der Preis ist auch nicht groß! Mir persönlich gefällt der Mikro-Style sehr, denn die kleinen Ohrwürmer sitzen tief, fest aber man spürt sie fast nicht. So kommen sie mit ihrem klasse Sound so nah wie möglich ans Trommelfell.

Fazit: AKG Y23
von Jan Bruhnke

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Die gut abgeschmeckte HiFi-Ästhetik klingt edel und das gute Stereobild überzeugt. Die Bässe sind satt und schlagen so manchen On-Ear-Kollegen. Der AKG Y23 ist der perfekte On-the-Road-Kopfhörer in XXS.

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Technische Daten

Bauform
In-Ear
Bauweise
geschlossen
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
20 - 20.000 Hz
Impedanz
14,95 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
106,3 dB
Kabellänge
100 cm

Lieferumfang

  • 4 verschiedene Ohraufsätze
  • Transporttasche

Besonderheiten

  • auch in Weiß, Blau und Rot erhältlich

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