Das kabellose Gaming-Headset Audeze Maxwell 2 bringt erneut High-End-Audio ins Gaming. Seine planar-magnetischen Treiber bieten volle Bässe und weite Höhen. 80 Stunden Akkulaufzeit, ein abnehmbarer Mikrofonarm und schnell wechselbare Ohrpolster sind weitere Pluspunkte.
- druckvolle, verzerrungsfreie Bässe
- besonders räumlicher Sound
- hoher Tragekomfort
- über 80 Stunden Akkulaufzeit
- Betrieb kabellos und kabelgebunden möglich
- Eigengewicht und Anpressdruck nicht optimal austariert
- kein Transportbeutel oder Case
Das Audeze Maxwell 2 Wireless-Headset bietet High-End-Sound mit sattem Bass und 80 Stunden Akkulaufzeit. Auch als Xbox-Variante erhältlich.
Das Audeze Maxwell 2 verbindet als Neuauflage des kabellosen Gaming-Headsets die Bereiche High-End-Audio und Gaming. Eine beeindruckende Akkulaufzeit von 80 Stunden macht das Headset ebenso spannend für Gamer wie die hohe Sprachverständlichkeit seines Mikrofons und seiner Wiedergabe. Was ihr mit dem Audeze Maxwell 2 bekommt und worauf ihr verzichten müsst, das erfahrt ihr in unserem Test.
Lieferumfang des Audeze Maxwell 2
Das Audeze Maxwell 2 wird mitsamt einem flexiblen Schwanenhals-Mikrofonarm ausgeliefert, der per vergoldetem Miniklinkenstecker an der linken Hörschale eingesteckt wird. Außerdem liegt ein USB-C-Ladekabel bei, das für Schnellladevorgänge optimiert ist. Ein USB-C-Dongle sorgt an Geräten ohne integrierte Bluetooth-Funktion für eine kabellose Verbindung mit geringer Latenz. Um das Headset auch kabelgebunden einsetzen zu können, liegt ein gerades Kabel mit vergoldeten 3,5-mm-Klinkensteckern bei. Ein USB-A- auf USB-C-Adapter stellt sicher, dass das Headset auch an älteren PCs zum Einsatz kommen kann.
- Der Lieferumfang des Audeze Maxwell 2
Als Beigabe gibt es einen Aufkleber mit dem Audeze-Emblem. Ergänzend liegt eine deutschsprachige Bedienungsanleitung bei. Sie bezieht sich (bei unserem Testmodell) allerdings auf die alte Ausgabe des Maxwell, der eine andere Anordnung der Bedienelemente hatte.
Was für den Maxwell 1 gilt, gilt für den Nachfolger auch: Wer primär auf einer Microsoft Xbox zockt, greift zum Maxwell 2 Xbox. PS5-Spieler zu dem hier von uns getestetem Modell.
Audeze Maxwell
Wireless Gaming Headset mit planar-magnetischen Treibern und Bluetooth LE.
Aufbau und Design praktisch weiterentwickelt
Man muss nicht zweimal hinschauen, um einige Neuerungen des Audeze Maxwell 2 zu entdecken. Das Kopfband ist nun deutlich breiter, um das Gewicht des Headsets besser verteilen zu können. Eine große Anzahl von Löchern sorgt in ihm für Belüftung.
Deutlich ist auch die neue Anordnung der Bedienelemente. Zusätzlich wurde die Beschriftung seiner Endlos-Drehregler geändert. Sie macht nun mit glänzendem Schwarz auf mattem Schwarz designmäßig einen Schritt nach vorne, ist dafür aber schlechter zu erkennen. Nichtsdestoweniger kommt die neue Anordnung dem Bedienkomfort entgegen. Ein Schiebeschalter dient bei Bedarf zum Stummschalten des Mikrofons. Die geschlossenen Hörschalen sind mit wechselbaren Ohrpolstern versehen, die die Ohren großzügig umfassen und nunmehr von einer Magnetverbindung gehalten werden.
Große Treiber – zeitgemäße Codecs – App-Steuerung
Die im Maxwell 2 verwendeten Treiber messen 90 mm im Durchmesser und werden planar-magnetisch angetrieben. Der Hersteller setzt mit Fluxor-Magneten und Fazor-Waveguides Technikelemente seiner Highend-HiFi-Kopfhörer ein. Sie sorgen für einen besonders differenzierten und räumlichen Klang. Außerdem kommt Audezes patentierte SLAM-Technologie zum Einsatz, die Verzerrungen im Bassbereich verringert. Das gelingt ihr durch eine bessere Kontrolle des Luftdrucks in den geschlossenen Hörschalen. So wird nicht nur die Basswiedergabe durch eine effiziente Membranauslenkung verbessert, sondern auch eine geringere Maskierung hoher Frequenzen bewirkt.
Der Frequenzbereich des Headsets reicht von tiefen 10 Hz bis zu sehr hohen 50 kHz. Obendrein gibt es laut Hersteller problemlos einen maximalen Schalldruck von 115 dB SPL aus. Seine Wireless-Verbindung erfolgt mit geringer Latenz über Bluetooth 5.3. Dabei stehen der zukunftssichere und latenzarme LE Audio-Standard (inkl. Auracast) sowie der hochauflösende LDAC-Codec zur Verfügung. Ergänzt werden sie von den bewährten Standards AAC und SBC.
Ein Extra ist die Anbindung des Headsets an die App Audeze HQ, die für PC, Mac, iOS und Android verfügbar ist. Mit ihrer Hilfe lassen sich Anpassungen beim EQ vornehmen und individuelle Klangprofile erstellen. Zu den weiteren App-Features zählen die Steuerung der Dauer bis zum Auto-Shutdown und eine Lautstärkeregelung für die Audio-Prompts.
Tragekomfort für lange Gaming-Sessions
Die Größenverstellung des Audeze Maxwell 2 geschieht mittels eines Stecksystems, das auf beiden Seiten lediglich drei Stufen bietet. Dennoch ist seine Anpassung an unterschiedliche Kopfgrößen unproblematisch, wenn auch schwer umzustecken. Beim Aufsetzen wird das Gewicht des Headsets deutlich. Inklusive Mikrofonarm bringt es 579 Gramm auf die Waage. Wer aber einen fest zupackenden Anpressdruck erwartet, wird überrascht. Infolgedessen kann der Kopfhörer bei schnellen Kopfbewegungen leicht verrutschen.
Bedienelemente und Audioprompts
Die Bedienelemente sind gut erreichbar. An den beiden Hörschalen ist jeweils ein Taster verbaut. Diese Taster könnten sich für meinen Geschmack haptisch ein wenig deutlicher von den Gehäusen abheben, denn hier steht Design über Funktionalität. Der Mikrofonarm lässt sich einfach in die gewünschte Form bringen, die er dann auch zuverlässig beibehält.
Das gesamte Handling ist nach einem Blick in die Schnellstartanleitung selbsterklärend. Wird die Bluetooth-Kopplung durchgeführt oder der Grad der KI-gesteuerten Geräuschunterdrückung geändert, sagt eine weibliche Stimme auf Englisch an, was gerade passiert oder wie der aktuelle Status ist. Ein wenig irritierend ist, dass die Klangqualität bei den verschiedenen Audioprompts unterschiedlich ist. Hier könnte vom Hersteller per Firmware-Update ohne großen Aufwand nachgebessert werden.
Stark gerichtetes Mikrofon und prägnante Mitten
Das Mikrofon des Audeze Maxwell 2 arbeitet mit einer Hypernierencharakteristik. Das heißt, dass es seitlich auftreffenden Schall deutlich geringer aufgreift. Das bedeutet aber auch, dass das Mikrofon mithilfe seines flexiblen Schwanenhalsarms passend ausgerichtet werden muss.
Das Mikrofon liefert einen fokussierten Sound mit hoher Sprachverständlichkeit, der Nebengeräusche deutlich minimiert. Ist das Sidetone-Feature aktiviert, wird die vom Mikrofon aufgegriffene Stimme über den Kopfhörer wiedergegeben. Das ermöglicht ein natürlicheres Sprechen. Das Lautstärkeverhältnis von Gamesound zu Audiochat kann per Drehregler und Audeze HQ-App justiert werden.
Beim Maxwell 2 stehen klanglich eindeutig die Mittenfrequenzen im Vordergrund. Das führt zu einer hohen Sprachverständlichkeit, aber auch zu einem sehr durchdringenden Sound. Bässe werden von ihm kraftvoll wiedergegeben. Tiefbässe gibt das Headset auch bei hohen Lautstärken ohne störende Verzerrungen wieder. Hiervon profitieren in Spielen etwa tiefes Rumpeln und Explosionen.
Die Höhen des Maxwell 2 sind detailliert und weit. Der Superhochtonbereich klingt für einen geschlossenen Kopfhörer weit und offen. Die Lokalisation von Schallquellen gelingt mit dem Maxwell 2 entsprechend gut.
Transienten, wie sie im Gaming etwa bei Schüssen vorkommen, gibt das Headset punktgenau aus. Die Stereobühne des Maxwell 2 ist weit und ergänzt seinen differenzierten Klang. Wer eine Dolby-Atmos-Lizenz für Windows besitzt, kann diese mit dem Maxwell 2 nutzen. Die von Sony bei der PS5 eingesetzten 3D-Audio-Engine Tempest 3D wird selbstverständlich unterstützt.
Audeze Maxwell 2 in der Praxis
Im Gaming-Alltag an der PS5 zeigt das Audeze Maxwell 2, wofür seine Planartreiber gebaut wurden. In Horizon Forbidden West werden Explosionen, tiefes Grollen und Dialoge mit einer Präzision und Tiefe wiedergegeben, die bei Gaming-Headsets selten sind. Die breite Stereobühne hilft bei der Ortung von Gegnern und Geräuschquellen zuverlässig – ein klarer Vorteil. Die Präzision zeigt aber auch Fehler in Sound-Designs weitaus plakativer. Wenn der Nachhall bei Dialogen im Freien beispielsweise nach mittelgroßem Zimmer klingt. Ein tiefes Eintauchen in storybasierte Spiele, wie hier im Test »God of War Ragnarök«, schafft der Audeze Maxwell 2 daher mühelos.
Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger (Xbox-Version) mit Eigenkompositionen und Hi-Res-Musik gefiel dem zweiten Tester des Maxwell 2, Peter Schloßnagel, die Klangsignatur des Maxwell 2 dann doch ein Stück besser. Dass der Maxwell 1 etwas durchzeichnender und druckvoller klingt, wie einige Nutzer auf Reddit berichten, konnte nicht festgestellt werden. Das zeigt aber, wie emotional der Maxwell damals aufgenommen wurde. Wer beide kennt, kennt möglicherweise klangliche Unterschiede, wer neu einsteigt, wird sowohl beim 1er als auch beim 2er nichts vermissen.
Die 80-Stunden-Akkulaufzeit ist im Praxisbetrieb einer der stärksten Trümpfe des Maxwell 2. Wer täglich mehrere Stunden spielt, muss das Headset nur selten ans Ladekabel. Der USB-C-Dongle stellt an PS5 und PC/Mac eine stabile Verbindung mit geringer Latenz sicher. Wer zwischendurch am Smartphone Musik hören möchte, muss jedoch umkoppeln – simultanes Bluetooth über Dongle und Mobilgerät gleichzeitig ist nicht möglich (siehe nächstes Kapitel).
Nach längeren Sessions macht sich das Gewicht von rund 580 Gramm wirklich bemerkbar. Zwar verteilt das breitere Kopfband des Maxwell 2 den Druck besser als beim Vorgänger, vollständig kompensiert wird das Gewicht dadurch aber nicht. Wer empfindlich auf schwere Kopfhörer reagiert, sollte das vor dem Kauf berücksichtigen.
Audeze Maxwell 2 – Upgraden oder nicht?
Lohnt sich als Besitzer der Maxwell 1 ein Upgrade? Wer das überlegt, sollte die Abwägung sehr bewusst treffen. Am deutlichsten fällt auf, dass das Gewicht gegenüber dem Maxwell 1 um rund 70 Gramm gestiegen ist. Das klingt zunächst nicht viel, aber bei deutlich über einem halben Kilo Gewicht auf dem Kopf ist jedes Gramm zu viel zu viel. Trotz des breiteren Kopfbands, das die Last besser verteilen soll.
Ebenfalls nicht gelöst ist das fehlende simultane Bluetooth. Wer den USB-C-Dongle an der Konsole oder am PC betreibt, kann nicht gleichzeitig eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone halten. Das ging schon beim Vorgänger nicht, was laut Hersteller an dem verbauten Chipset liegt. Das ist 2026 bei Konkurrenzprodukten deutlich unterhalb des Maxwell-Preispunkts durchaus auch schon Standard. Als reiner Konsolenspieler inklusive Discord-Nutzung mag das weniger relevant sein, schränkt mögliche Nutzungsszenarien am Gaming-PC aber dann doch ein.
Was aber sehr wohl geht, sind parallele Verbindungen wie USB-C und Bluetooth oder Analog und Bluetooth.
Um auf die Frage zurückzukommen: Wer Fan des Maxwell 1 ist, kann das auch bedenkenlos bleiben und muss nicht upgraden.
Fazit
Das Audeze Maxwell 2 ist ein kabelloses Gaming-Headset mit High-End-Anspruch, das mit Drahtlosverbindung, flexiblem Boom-Mikrofon, Geräuschunterdrückung und ultra-langer Akkulaufzeit gesuchte Features für Gaming-Fans bietet. Einfaches Handling, inklusive abnehmbarem Mikrofonarm und per Magneten befestigten Wechselohrpolstern machen den Testkandidaten zu einem flexiblen Gaming-Headset. Dazu gesellt sich ein hoher Tragekomfort. Sein Sitz könnte allerdings sicherer sein. So gut sein Lieferumfang in Sachen Kabel und Adapter auch aufgestellt ist, müssen Käufer auf einen Transportbeutel oder ein Case verzichten. Dafür bietet die App-Anbindung wiederum individuelle Steuerungsmöglichkeiten.
Das Audeze Maxwell 2 ist ein Headset für alle, die im Gaming beim Sprechen und Hören auf hohe Sprachverständlichkeit setzen. Auf die Dolby Atmos-Lizenz müssen Nutzer bei der PlayStation-Variante zwar verzichten, dafür wird aber Tempest 3D-Audio unterstützt. Neben der hier getesteten PlayStation-Variante ist auch eine Xbox-kompatible Ausführung erhältlich. Aus Lizenzierungsgründen ist diese allerdings geringfügig teurer als die PlayStation-Variante.
FAQ: Häufige Fragen zum Audeze Maxwell 2
Wie lange hält der Akku des Audeze Maxwell 2?
Bis zu 80 Stunden – eine der längsten Akkulaufzeiten bei Gaming-Headsets. Schnellladen ist per USB-C möglich.
Gibt es das Headset auch für Xbox?
Ja, neben der PlayStation-Variante existiert eine Xbox-kompatible Version. Diese ist aus Lizenzgründen etwas teurer.
Unterstützt das Maxwell 2 Dolby Atmos?
Ja, die Xbox-Variante. Die PlayStation-Variante nutzt stattdessen Sonys Tempest 3D-Audio.
Sind die Ohrpolster austauschbar?
Ja, die Ohrpolster sind magnetisch befestigt und können einfach gewechselt werden.
Welche Bluetooth-Codecs werden unterstützt?
Bluetooth 5.3 mit LE Audio, LDAC, AAC und SBC, inkl. Auracast. Damit ist das Headset zukunftssicher aufgestellt und bietet hohe Audioqualität auch kabellos.
Technische Daten
- BauformOver-Ear
- Bauweisegeschlossen
- Wandlerprinzipplanar-magentisch
- Audio-Übertragungsbereich (Hörer)10 Hz - 50 kHz
Lieferumfang
- abnehmbares Boom-Mikrofon mit Popfilter
- USB-C-Wireless-Dongle
- USB-C-zu-USB-C-Kabel (1,5 m)
- USB-C-zu-USB-A-Adapterkabel (0,3 m)
- 3,5-mm-TRRS-Analogkabel (1,2 m)
Besonderheiten
- Bluetooth: 5.3
- Unterstützt: Auracast, LE Audio, LC3, LC3plus, LDAC, AAC, SBC, Multipoint












