the t.bone HD 150

Budget-Kopfhörer mit immensem Frequenzumfang nicht nur für Schlagzeuger

Großer Frequenzumfang, ultratiefe Bässe, hoher Tragekomfort und das alles für gerade mal 24 Euro – der the t.bone HD 150 soll Drummern gezielt Sound auf die Ohren geben.

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Wenn ein Kopfhörer wie der the t.bone HD 150 für einen ganz bestimmten Zweck und eine enge Zielgruppe ausgelegt ist, kann es bei einem Test auf Herz und Nieren schnell kritisch werden. Häufig bleibt dann für diese Art von Spezialisten kaum Spielraum für weitere Einsatzzwecke übrig. Im Fall des HD 150 möchten the t.bone mit dem geschlossenen Kopfhörer gezielt Schlagzeuger ansprechen. Im Review checken wir für Euch deshalb, wie er sich in der Praxis schlägt.

Lieferumfang

Der the t.bone HD 150 wird mit dem Nötigsten ausgeliefert. Neben dem Kopfhörer selbst ist ein knapp 3 m langes gerades Kabel im Lieferumfang enthalten. Seine Stecker sind zum Korrosionsschutz vergoldet und ausreichend große Knickschutze verhindern Kabelbruch an den kritischen Stellen. Der beiliegende Adapter ist ebenfalls vergoldet und wird sicher per Schraubgewinde mit dem Kabel verbunden.

Material, Aufbau und Technik des the t.bone HD 150

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Beim the t.bone HD 150 haben wir es mit einem geschlossenen Kopfhörer zu tun, dessen Ohrpolster die Ohren komplett umschließen. Der ganz in Schwarz gehaltene Kopfhörer ist schlicht aufgebaut und sein Äußeres besteht zum Großteil aus Plastik. Im Inneren seines Kopfbügels findet sich jedoch eine metallene Strebe für die Größenverstellung. Das spricht für Stabilität.

In den Hörschalen des Kopfhörers arbeiten 45-mm-Treiber, die Audio in einem Frequenzbereich von 10 Hz bis 26 kHz wiedergeben. Damit sollte der HD 150 sowohl offene Höhen bieten als auch tiefe Bässe gut wiedergeben können. Gerade für Band-Schlagzeuger ist das beim Monitoring ein nicht zu unterschätzender Frequenzbereich. Schließlich hat nicht jeder Bass-Sound des Tieftöner-Mitstreiters auch ausreichend mittige oder hohe Sound-Anteile. Seine Impedanz von 32 Ohm sollte ihn auch an solchen Kopfhörerausgängen laut genug klingen lassen, die nur eine relativ geringe Spannung aufbringen.

Handling

Beim Handling des the t.bone HD 150 fällt als erstes auf, dass er sehr leicht ist. Gerade einmal 225 Gramm bringt er ohne Kabel auf die Waage. Alle mattschwarzen Oberflächen sind minimal angeraut, dadurch bleiben keine Fingerabdrücke zurück. Die Größenverstellung des Kopfhörers geschieht stufenlos, ist allerdings recht schwergängig. Deshalb muss mit beiden Händen nachgeholfen werden. Einmal aufgesetzt ist der Anpressdruck des Kopfhörers kaum spürbar. Das ist besonders dann gut, wenn er über lange Zeit getragen werden soll.

Die Arme, die die Hörschalen halten, lassen sich seitlich drehen. Die Hörschalen selbst können um 180° gekippt werden. Dadurch kann sich der Kopfhörer zum einen gut der Kopfform anpassen, zum anderen heißt das, dass die Hörschalen auch nach außen gedreht werden können. Allerdings gelingt das nur bei der rechten Schale reibungslos. Denn am unteren Ende der linken Gondel wird das einseitig geführte Kabel eingesteckt, weshalb sich die Schale nicht vollständig umklappen lässt. Die aus Kunstleder gefertigten Ohrpolster liegen angenehm an, führen aber schon nach kurzer Zeit zu leichtem Schwitzen der Ohren. Insgesamt recke ich aber für den Tragekomfort des Testkandidaten einen Daumen hoch.

So klingt der the t.bone HD 150

Die ersten Töne, die aus dem the t.bone HD 150 herauskommen überraschen mich. Denn in der Tat entspricht das Gehörte dem angegeben Frequenzumfang. Das hätte ich bei einem Budget-Kopfhörer nicht erwartet. Erstaunlich offen klingt er sogar, denn die Höhen wirken relativ unbegrenzt. Und auch wenn in dieser Frequenzregion nicht jedes Detail wie bei einem High-End-Kopfhörer hörbar wird, so sorgen Hochton- und Superhochtonbereich doch für so viel Raum, dass man sich unter diesem Kopfhörer nicht wie zwischen zwei Blechdosen fühlt. Im Gegenteil: Die Wiedergabe „atmet“ regelrecht. Gerade für längere Sets und Sessions ist das ein wichtiger Punkt. Der Präsenzbereich von Gesangsstimmen setzt sich bei ihm gut durch. Dasselbe gilt für Rock- und Heavy-Gitarren. Und auch, wenn die entsprechenden Frequenzen hier schon sehr durchdringend klingen, sind sie dennoch nicht überbordend oder gar schrill.

Schlagzeuger behalten deshalb mit dem HD 150 die Gesangstimmen ihrer Band stets im Fokus und können sich so in Songs orientieren. Die sich ausreichend von den Vocal-Frequenzen absetzende Gitarrenwiedergabe unterstützt diese Orientierungsfunktion zusätzlich.

Wer nun denkt, dass ein Kopfhörer für unter 25 Euro im Bassbereich nur versagen kann, wird hier eines Besseren belehrt. Auch bei größeren Verstärkungen kann der HD 150 selbst tiefste Tiefbässe von Urban Music unverzerrt wiedergeben. Das ist dann der Moment, in dem sich der Tester am Kopf kratzt und sich staunend fragt: „Wie zum Henker machen die das?“

Letztlich kann es aber dem Nutzer egal sein, Hauptsache er kann an seinen Drums auch den Kollegen am Bass gut im Monitoringsignal hören. Und genau das ist hier der Fall.

Auch in Sachen Lautstärke hat der Kopfhörer mehr zu bieten, als er auf dem Papier verspricht. Ich wüsste nicht, wann ich einen Kopfhörer in dieser Preisklasse aufgesetzt hätte, der verzerrungsfrei für eine dermaßen hohe Lautstärke sorgen konnte. Und dabei ist die Dynamik noch immer intakt, sind Transienten ausreichend prägnant und wissen sogar bei Aspekten wie Stereo-Eindruck und Tiefenstaffelung zu gefallen.

Die Dämpfung von Außengeräuschen geht vollkommen in Ordnung. Und auch bei der akustischen Isolation nach außen gibt es nichts zu meckern. Selbstverständlich darf man hier nicht erwarten, dass der Kopfhörer mit Referenzmodellen der geschlossenen Bauart mithalten kann. Vor dem Hintergrund des aufgerufenen Kaufpreises und der leichten Bauweise des HD 150 ist seine akustische Abschirmung aber ordentlich.

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Carsten Kaiser
vor 3 Monaten von Carsten Kaiser
  • Bewertung: 4.38
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Der the t.bone HD 150 ist ein geschlossener, ohrumschließender Budget-Kopfhörer, der deutlich mehr bietet, als man sich von ihm beim ersten Hinsehen verspricht. Wer auf wohlklingende Markennamen, teure Materialien und ein pompöses Auftreten verzichten kann, wird mit diesem Kopfhörer nicht nur beim Schlagzeug-Monitoring Freude haben. Mit seinem großen Frequenzumfang, ultratiefen Bässen, umklappbaren Hörmuscheln und hohem Tragekomfort eignet er sich auch für DJs und FOH-Verantwortliche. Und dank des geringen Preises von gerade mal 24 Euro kann der HD 150 locker auch als Ersatz- oder Zweitkopfhörer angeschafft werden.

Wenn man bedenkt, dass es sich hier um einen wirklich kostengünstigen Kopfhörer mit tollem Sound handelt, haben wir es beim the t.bone HD 150 mit einem außergewöhnlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis und einem echten Geheimtipp zu tun!

Technische Daten

  • BauformOver-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)10 - 26.000 Hz
  • Impedanz32 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)97 dB
  • Gewicht ohne Kabel225 g
  • Kabellänge300 cm

Lieferumfang

  • Wechselkabel
  • Adapter auf 6,35 mm

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