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Marshall Acton IV

Kompakter Home-Speaker mit großem Sound

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Kurz & knapp

Der Marshall Acton IV ist die konsequente Fortführung der Acton-Reihe mit zahlreichen Neuerungen. LDAC, M-Taste, RCA-Anschluss, Auracast-Fähigkeiten – wenn auch in eigenwilliger Umsetzung –, mehr Bass, mehr Leistung, Dynamic Loudness – alles zum gleichen Preis wie beim Vorgänger. Nur bei der Farbauswahl wird es magerer: Lediglich Schwarz und Cream stehen zur Auswahl.

Vorteile:
  • Sattelfester Klang
  • Analoges Feeling
  • Gute Bedienbarkeit
  • RCA-Anschluss
  • Dynamic Loudness
  • Gleicher Preis wie Vorgänger
Nachteile:
  • Kein digitaler Eingang
  • Auracast-Funktionen nur mit zusätzlicher Hardware
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Der Marshall Acton IV in vierter Generation bringt viele Verbesserungen sowohl unter der Haube als auch im Detail. Dabei ist und bleibt der Acton IV ein echter Marshall.

Hardware

Auf den Punkt: Äußerlich fast unverändert, aber unter der Haube generalüberholt: etwas leichter, mit nach unten abstrahlender Bassreflexöffnung für wandnahe Aufstellung und neuer M-Taste.


Auf den ersten Blick gleicht der Marshall Acton IV seinem Vorgänger wie ein Ei dem anderen. Das Gewicht sinkt auf 2,65 Kilogramm (200 Gramm weniger als beim Vorgänger), die Maße bleiben mit 17 x 15 x 26 Zentimeter identisch. Akustikstoff auf der Front, großer Marshall-Schriftzug mittig gesetzt, Tolex-Bezug rundum für den typischen Grip.

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Die Bassreflexöffnung ist von der Rückseite auf die Unterseite gewandert, wo sich auch der RCA- und Stromanschluss in einer Vertiefung befinden. Der Marshall Acton IV ruht dabei auf vier dicken Gummifüßen.

Auf der Oberseite ist das messingunterlegte Bedienfeld eingelassen. Sofort ins Auge fallen die drei markanten Drehregler mit ihren LED-Kränzen und der Powerswitch, der als laut schnalzender Kippschalter ausgeführt ist. Dazu kommen die Drei-Wege-Mediensteuerung, der Quellentaster, die neue M-Taste sowie der Mini-Klinken-AUX-Eingang.

Der 4-Zoll-Basslautsprecher und zwei verbesserte 0,75-Zoll-Hochtöner mit Waveguides sollen im Zusammenspiel mit der jetzt nach unten abstrahlenden Bassreflexöffnung ein verbessertes Stereobild und kräftigeren Bass bieten. Durch den Wegfall der hinteren Öffnung kann man den Marshall Acton IV nun direkt vor eine Wand stellen. Die drei Class-D-Endstufen versorgen das System mit 60 Watt plus zweimal 25 Watt Leistung.

Funktion und Bedienung

Auf den Punkt: Bluetooth 5.3 dazu LDAC, Auracast, Multipoint und einen neuen RCA-Anschluss für Plattenspieler & Co. – nur der Multi-Speaker-Partymodus kostet mit dem HEDDON-Zubehör extra.


Mit Bluetooth 5.3 ziehen Auracast, LE-Audio und LDAC zum üblichen SBC und AAC mit ins Haus. Auch Multipoint – die gleichzeitige Verbindung mit zwei Quellen – ist mit an Bord. Die Auracast-Fähigkeit ist zunächst auf das Empfangen von Programminhalten über die App beschränkt.

Musik synchron mit anderen Marshall-Lautsprechern zu teilen (Partymodus), ist bei den Briten nur möglich, wenn man dafür zusätzliche Hardware erwirbt. Der HEDDON für 199 Euro erledigt das – und etwas mehr –, was bei anderen Herstellern mit ihren jeweiligen Speakern quasi ab Werk möglich ist.

Ansonsten gilt nach wie vor das Werbeversprechen von Marshall: Koppeln, Abspielen und Aufdrehen. Gerade das Aufdrehen und die Soundanpassung über die drei Endlosregler am Speaker vermitteln genau dieses authentische Gefühl von Wertigkeit, Kontrolle und Spaß. Etwas, das nur Marshall mit seiner Philosophie und Produktpflege kann.

Auf analogem Weg lässt sich jetzt auch ein kompatibler Plattenspieler oder ein Tapedeck per Cinch-Stecker über den RCA-Anschluss auf der Unterseite anschließen. Die Quellenauswahl geschieht über den Tipptaster im Bedienfeld oder in der App, deren Installation automatisch empfohlen wird, wenn man den Marshall Acton IV zum ersten Mal koppelt.

Dort gibt es in der EQ-Sektion fünf Presets und einen 5-Band-EQ zur individuellen Anpassung des eigenen Klanggeschmacks. In drei Speicherplätzen lassen sich Voreinstellungen ablegen, die über die M-Taste an der Box nacheinander abgerufen werden können. Alternativ kann die M-Taste Spotify einschalten.

Die Placement-Compensation passt das Klangverhalten der Box an ihren Aufstellungsort an – etwa nah an der Wand oder am Regalrand. Es gibt einen Abschalttimer und die Möglichkeit, die Helligkeit der LED-Kränze und Lichter am Bedienfeld zu dimmen.

Zum Zeitpunkt des Tests war die deutsche Version der App noch nicht mit der neuen Hardware kompatibel.

 

Sound of Acton IV

Auf den Punkt: Kräftig, warm und bis in hohe Lautstärken stabil – der Marshall Acton IV verliert erst ganz oben etwas an Fülle.


Klanglich ist auch der Acton IV ganz Marshall-typisch: Die sehr kräftige Bassgrundlage und markante Mitten für Instrumente und Gesang werden von weichen Höhen – klar, aber nicht übermäßig spritzig – zu einem sehr angenehmen Gesamteindruck zusammengefügt.

Dabei wirkt die Dynamic Loudness genannte DSP-Funktion von Marshall über die gesamte Breite angenehm unaufgeregt auf die Komposition des Klangbilds ein. Der Bass bleibt in leisen Passagen stabil und wahrnehmbar.

Auch bei größerer Lautstärke fällt nichts auseinander oder gerät ins Trudeln – nur ganz laut wird der Klang etwas dünner. Für das aktuelle Album der Rolling Stones ist der Marshall Acton IV genau richtig: warm, kräftig und trotzdem durchzugsstark, dabei breit gefächert mit guter Tiefe. Bei „Lover“ von Richard Ashcroft kommt die pumpende Bassline richtig gut zur Geltung.

Aber auch elektronische Musik entfaltet sich schön direkt über diesen Speaker – von leise rieselnd bis brachial brodelnd. Der Marshall Acton IV entpuppt sich als klangstabiler Begleiter, ob im schmalen Rückzugsraum mit der wertvollen Plattensammlung oder im größeren Wohnzimmer – und macht, was bei Marshall schon immer zusammengehörte: eine gute Figur mit sehr gutem Sound.

Fazit

Das Update ist beim Marshall Acton IV mehr als gelungen. Die modernere Ausstattung und die verbesserten Klangeigenschaften sind spürbar und hinterlassen einen guten Eindruck. Dabei erweitert der RCA-Anschluss die Möglichkeiten der Box noch einmal deutlich. Dadurch stellt sich allerdings auch die Frage, weshalb Marshall auf einen digitalen Eingang über USB-C oder S/PDIF verzichtet. Haptik und Bedienbarkeit haben durch die neue M-Taste auf dem Bedienpanel keine Revolution ausgelöst, aber da man einen Marshall sowieso schon immer am liebsten am Gerät steuert, tut man es jetzt noch lieber.

Einziger Wermutstropfen ist die Implementierung der Auracast-Funktionen, die die Verkopplung mehrerer Speaker nur mit zusätzlicher Hardware ermöglichen.

FAQ

Hat der Marshall Acton IV einen Anschluss für einen Plattenspieler?
Ja, über den neuen RCA-Anschluss auf der Unterseite lässt sich ein kompatibler Plattenspieler oder ein Tapedeck per Cinch-Kabel anschließen.

Können mehrere Marshall Acton IV zu einem Multi-Room-Setup verbunden werden?
Ja, aber nur mit dem separat erhältlichen HEDDON-Zubehör für 199 Euro. Ohne diese zusätzliche Hardware ist der synchrone Partymodus mit mehreren Marshall-Lautsprechern nicht möglich.

Kann der Marshall Acton IV direkt an eine Wand gestellt werden?
Ja, da die Bassreflexöffnung von der Rück- auf die Unterseite gewandert ist, lässt sich der Acton IV jetzt problemlos wandnah aufstellen.

Was bringt die Dynamic-Loudness-Funktion beim Marshall Acton IV?
Die DSP-Funktion sorgt dafür, dass der Bass auch bei leiser Wiedergabe stabil und wahrnehmbar bleibt, ohne den Gesamtklang zu verfälschen.

Unterstützt der Marshall Acton IV LDAC und Auracast?
Ja, neben SBC und AAC unterstützt der Acton IV auch LDAC sowie Auracast, wobei Auracast zunächst auf den Empfang von Programminhalten über die App beschränkt ist.

Kostet der Marshall Acton IV mehr als sein Vorgänger?
Nein, der Marshall Acton IV ist trotz zahlreicher Neuerungen zum gleichen Preis wie das Vorgängermodell erhältlich.

Technische Daten

Gehäusesystem
Bassreflex
Treibertyp
Dynamisch
Frequenzbereich
37–38.000 Hz
Treiber
4-Zoll-Basslautsprecher, 2x 0,75-Zoll-Hochtöner mit Waveguides
Maximaler Schalldruckpegel
95 dB SPL @ 1 m
Verstärker
1x Class-D-Verstärker (60 W) für Basslautsprecher, 2x Class-D-Verstärker (25 W) für Hochtöner
Kabelloser Anschluss
Bluetooth 5.3, Auracast, Multipoint
Bluetooth-Reichweite
10 m
Codecs
SBC, AAC, LDAC, LC3
Analoge Anschlüsse
Aux 3,5 mm, RCA Cinch
Gewicht
2,65 kg
Maße (B x H x T)
171 x 150 x 260 mm
Farben
Black, Cream

vor 8 Stunden von Sven Opitz
  • Bewertung: 4.63
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformLautsprecher
  • BauweiseDesktop
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)37 – 38.000 Hz
  • Schalldruckpegel (SPL)@ 1 m: 95 dB
  • Gewicht ohne Kabel2.650 g

Lieferumfang

  • Netzkabel

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