Allen & Heath Xone XD-40

Kompakter DJ-Kopfhörer

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Kurz & knapp

Empfehlen kann ich unseren Testkandidaten allen Anwendern, die auf der Suche nach einem kompakten Kopfhörer für unterwegs sind, der auch für gelegentliche, kleinere DJ-Gigs geeignet ist und dabei nicht ein allzu großes Loch in die Haushaltskasse reißt.

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Die englische Traditionsfirma Allen & Heath bietet nun seit beinahe vier Jahren mit dem Xone XD-40 einen kompakten DJ-Kopfhörer für unterwegs an.

Verarbeitung

Die Treiber des XD-40 haben jeweils lediglich einen Durchmesser von 40 mm und er ist sehr kompakt zusammenfaltbar. In diesem Zustand nimmt der Kopfhörer nur noch einen Platz von 12 cm x 17 cm x 0,44 cm (T x B x H) in Anspruch. Diese kompakten Maße sind für alle Anwender, die viel unterwegs sind, ein ganz klarer Pluspunkt. Vor Schmutz und Feuchtigkeit schützt den XD-40 „on the road“ ein strapazierfähiger, schwarzer Kunstlederbeutel.

Handling

Beide Ohrmuscheln lassen sich auf ihrer vertikalen Achse um jeweils 90 Grad nach vorne drehen. Obwohl bei dem getesteten Modell Kunststoff als „Material der Wahl“ ganz klar dominiert, wirkt der Kopfhörer erfreulich bruchsicher und widerstandsfähig. Der XD-40 ist ein Leichtgewicht, der nur circa 230 Gramm auf die Waage bringt. Und das trotz des Federstahlkerns im Kopfhörerbügel! Mit der in 10 Stufen gerasterten Höhenverstellung lässt sich der Kopfhörer problemlos an jede Kopfgröße anpassen. Die Polsterung der Ohrmuscheln, sowie die des Bügels haben eine gute Qualität und wirken lange haltbar. Unempfindlich präsent sich auch das fest in der linken Ohrmuschel montierte, 4 mm dicke und circa 1,3 Meter lange Spiralkabel. Voll ausgezogen erreicht die Strippe eine Länge von ungefähr 3 Metern. Weitere Pluspunkte des Kabels sind die guten Zugentlastungen sowie der vergoldete Stecker und Schraubadapter.

Tragekomfort

Das geringe Gewicht und sein relativ geringer Anpressdruck der Ohrmuscheln, sorgen dafür, dass man den XD-40 beim Tragen kaum wahrnimmt. Er fühlt sich angenehm auf dem Kopf an, obwohl die Polster der Ohrmuscheln recht hart sind. Dies wirkt sich aber glücklicherweise nicht negativ auf den Tragekomfort aus. Allerdings sorgen dieser Anpressdruck sowie die glatten Polster dafür, dass sich der Kopfhörer relativ leicht abschütteln lässt. Beim DJing will schließlich niemand bei schnelleren Bewegungen seinen Kopfhörer auf die Player oder den Mixer befördern. Die Polster der Ohrmuscheln liegen auf den „Lauschern“ auf, statt diese zu umschließen. Benutzt man diesen Kopfhörer z.B. zum Musikhören oder Filme schauen, zeigt sich der XD-40 als extrem komfortabel. Dieses Modell ist also für lange „Nonstop-Sessions“ bestens geeignet.

Klang

Meinem Referenzkopfhörer, dem HD-25 von Sennheiser, kann unser Testkandidat bezüglich seiner Isolation gegen Außenschall nicht das Wasser reichen. Fairerweise muss man dabei aber berücksichtigen, dass die beiden Modelle in völlig verschiedenen Preisklassen „zuhause sind“. Dennoch ist die Abschirmung des XD-40 gegen Schallereignisse von außen leider nur als mittelmäßig einzuordnen. Ursache dafür ist dabei der bereits erwähnte relativ geringe Anpressdruck sowie die nicht ganz sauber abschließenden Ohrpolster.

Beim ersten Hörtest fiel mir sofort auf, dass unser Testmodell im Vergleich zum HD-25 etwas leise ist. Doch in Zeiten allgemein leistungsstarker Kopfhörerverstärker sollte dies kein allzu großes Hindernis sein. Der Sound des XD-40 präsentiert sich vom Frequenzgang her angenehm linear, wobei die Räumlichkeit des Klangbildes nur mittelmäßig ausfällt. Der Mittenbereich zeigt sich sehr druckvoll, wobei der obere Abschnitt dieses Frequenzfeldes für meinen Geschmack ein wenig überbetont ist. Ein wenig mehr Transparenz hätte dem Bass des Kopfhörers gut getan. Außerdem fehlt mir beim Xone eine stärkere Betonung des unteren Bassbereichs, der „Sub-Frequenzen“. Nichts auszusetzen habe ich hingegen an der Wiedergabe der Höhen. Diese werden vom XD-40 sehr akkurat reproduziert und zeigen sich erfreulich „crisp“. Bei höheren Pegeln kommt es bei unserem Testkandidaten relativ schnell zu wahrnehmbaren Verzerrungen im oberen Mittenbereich, welche den Kopfhörer leider etwas scharf klingen lassen.

Zwischenfazit

Er ist sicher kein Referenz-Kopfhörer für’s Studio und auch im DJ-Bereich muss man um seine Einschränkungen wissen: Aufgrund der nur mittelmäßigen Isolations-Eigenschaften ist der XD-40 nur bedingt für lautere Abhörumgebungen, wie z.B. Konzertbühnen oder Clubs, geeignet. Außerdem sitzt er nicht ganz fest auf dem Kopf und lässt sich daher relativ leicht abschütteln.

Aber bei aller Kritik am Klang dieses Allen & Heath Kopfhörers sollte man stets dessen Preisklasse und das geringe Gewicht des XD-40 berücksichtigen. So betrachtet geht der Klang, den dieser Kopfhörer bietet, dann doch absolut in Ordnung.

Fazit

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Über den Autor:

Von Detlef Rick
Redakteur

Detlef Rick aka Rick Ski ist DJ, MC, Sound-Engineer und Musikproduzent. Bereits Ende der achtziger Jahre veröffentlichte er mit seiner Formation L.S.D. erste Rap-Songs und gilt als wichtiger Pionier der deutschen Hip Hop Szene. In Köln betreibt er die Produktionsfirma/das Tonstudio „Der Maschinenraum“ und arbeitet dort an verschiedenen Musikprojekten, Sound-Designs und Werbemusik. Und auch auf deutschen Bühnen, sowie denen des deutschsprachigen Auslandes, ist er nach wie vor als DJ, MC, oder auch mit Vorträgen über die deutsche Hip Hop Geschichte, etc., unterwegs. Hip Hop, you don`t stop!

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