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Sennheiser Accentum Clip

Klangstarker Open-Ear im Clip Design

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Kurz & knapp

Der Sennheiser Accentum Clip kommt mit festem Sitz, solider Ausstattung, LDAC, bassreichem Sound und natürlichem Klangeindruck dank offener Bauweise. Allerdings ist die Remote-Steuerung nicht optimal bedienbar, Windgeräusche schmälern das luftige Hörvergnügen und irgendetwas an den Hörern zieht an den Ohrhaaren.

Vorteile:
  • Offener und natürlicher Klang
  • Hoher Tragekomfort
  • Multipoint
  • Gute App-Funktionen
Nachteile:
  • Sensible Remote
  • „Ziepen“ im Ohr
  • Windempfindlich
  • Etwas wuchtig
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Besser spät als nie möchte man beim Sennheiser Accentum Clip sagen. Die Hannoveraner folgen dem Trend, Kopfhörer am und nicht mehr im Ohr zu tragen. Das hat nämlich viele Vorteile und mittlerweile kaum noch Nachteile. Sennheiser erweitert den Markt dieser jungen Gattung um einen großen Namen, auch wenn noch Luft nach oben ist, wie der Test zeigt.

Hardware

Auf den Punkt: Gute Verarbeitung und fester Sitz, aber etwas wuchtig geraten.


Der Sennheiser Accentum Clip kommt im plastikfreien Karton in Creme oder Schwarz zusammen mit einem USB-C-Ladekabel und Anleitung. In der dunklen Ausführung ist die C-Bridge – das hochflexible Verbindungselement zwischen Akku und Hörer – mit mattem Silikon ummantelt, während die anderen Elemente glänzen. Das nimmt den recht großen und mit 6,8 Gramm pro Hörer auch recht schweren Open-Ears etwas von ihrer Wuchtigkeit. Filigran wirken die Sennheiser Accentum Clip dennoch nicht.

Ans Ohr geclipt sitzen die Open-Ears fest und angenehm und können dank Schutzklasse IP54 auch schweißtreibende Sporteinheiten sowie normalen Regen aushalten. Diese Schutzklasse gilt nicht für das schön geformte Case, welches über USB-C geladen wird und die Clips für insgesamt 36 Stunden am Laufen hält.

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Was die weitere Verarbeitung angeht, so fällt mir bzw. meinen Ohren auf, dass irgendetwas an den Ohrhaaren zieht, wenn man den Clip vor dem Gehörgang bewegt. Das scheint von den nach vorne gerichteten Gittern zu kommen, die nicht bündig in das Treibergehäuse eingelassen und auch viel rauer als das glatte Plastik drumherum sind. Deutlich spüren kann man das, wenn man mit dem Finger drüberstreicht.

Ausstattung und Funktionen

Auf den Punkt: Bluetooth 6.0 mit Multipoint, LDAC und starker App – die Touch-Remote reagiert jedoch zu sensibel.

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Die dynamischen Treiber des Sennheiser Accentum Clip messen 12 Millimeter und liefern einen kräftigen Sound, der sich auch in lauterer Umgebung behaupten kann. Bauartbedingt lassen Open-Ears die Umgebungsgeräusche ja vollumfänglich passieren, was einerseits für den luftig-natürlichen Klangeindruck sorgt, andererseits an der Stadtautobahn den Podcast im Straßenlärm schon mal untergehen lässt.

Mit Bluetooth 6.0 ausgestattet gelingt die Kopplung mit bis zu zwei Zuspielern gleichzeitig (Multipoint) schnell und einfach. Es werden sowohl SBC und AAC als auch der hochwertigere LDAC-Codec unterstützt. Im Zusammenspiel mit der App „Smart Sound Control Plus“ erfährt man neben dem Ladestand von Clips und Case auch, welcher Codec gerade genutzt wird. Dazu gibt es einen Equalizer, der acht Presets und einen 5-Band-EQ zur individuellen Gestaltung bereithält. Mit der Funktion „Sound Check“ findet Sennheiser das richtige Klang-Setup über eine Multiple-Choice-Abfrage.

Die Touch-Remote ist an den Hörern, also vorne am Ohr, integriert und dabei äußerst sensibel. Schon beim Ansetzen der Clips erfolgen ungewollte Reaktionen, wenn man die Sennheiser Accentum Clip nicht richtig greift. Als erste Maßnahme empfiehlt es sich daher, die einfache Tipp-Geste für beide Seiten in der App zu deaktivieren. Zusätzlich zur Update-Verwaltung bietet die App auch eine Finden-Funktion. Dabei wird der letzte Standort gespeichert, sobald die Open-Ears abgenommen wurden und dort vielleicht in der Sofaritze verschwunden sind.

Sound

Auf den Punkt: Kraftvoller, natürlicher Open-Ear-Sound, bei komplexer Musik fehlt etwas Tiefe.


Der Sennheiser Accentum Clip bietet einen kraftvollen Bass bei schön ausgestalteten Mitten und Höhen, was für den typischen Open-Ear-Sound sorgt. Luftig und leicht führt der Sound zu einer innigen Verbindung mit der Außenwelt und in den Ohren zu einem natürlichen Höreindruck, der ohne Druck- und Abschottungsgefühl wirkt. Ohne Probleme lassen sich Gespräche führen, während im Hintergrund ganz leise die Musik oder der Podcast weiterspielt – so als stünde noch ein Radio im Raum oben im Regal.

Mit dem EQ-Setup, den mir das „Sound Check“-Feature eingestellt hat, kommt Elektronisches von Parra for Cuva klar und impulsiv rüber. Das neue Album der Stones hämmert richtig los und auch komplexere Neo-Klassik bietet eine ordentliche Vorstellung, wenn auch nicht in seiner ganzen Tiefe und Breite. Beim Klang hat Sennheiser insgesamt gute Arbeit bei Abstimmung und Kraftentfaltung geleistet. Darüber hinaus ist es den Ingenieuren auch gelungen, die ungewollte Beschallung der Außenwelt so weit zu reduzieren, dass niemand dazu gezwungen ist, das laufende Programm oder – noch schlimmer – den dumpfen Bass in Bus oder Bahn mitzuhören.

Akkulaufzeit und Telefonate

Der Sennheiser Accentum Clip läuft ohne Pause bei mittlerer Lautstärke bis zu neun Stunden, was ihn für längere Reisen und das dicke Hörbuch zum guten Begleiter macht. Anrufe bleiben auch in lauterer Umgebung dank guter Unterdrückungsalgorithmen klar und verständlich – allerdings nur für die Gegenstelle. Ist es drumherum viel zu laut, versteht man sein eigenes Wort nicht mehr und das des Anrufers dann halt auch nicht.

Fazit

Der Sennheiser Accentum Clip hinterlässt einen runden und modernen Eindruck, der zahlreiche musikalische Genres, aber auch den Podcast und das Hörbuch gut zu präsentieren weiß. Sie klingen gut bis sehr gut und haben alle Features, die man in dieser Geräteklasse erwarten darf: Verarbeitung und Ausführung der Clips sind so weit gut, bleiben meines Erachtens aber in Sachen Größe, Wuchtigkeit und Ausstrahlung etwas hinter den Möglichkeiten zurück. In erster Linie sei die sensible Remote zu nennen und das Ziepen im Ohr von dem feinen Gitter.


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FAQ: Häufige Fragen zum Sennheiser Accentum Clip

Ist der Sennheiser Accentum Clip wasserdicht?
Die Ohrhörer sind nach IP54 gegen Schweiß und normalen Regen geschützt, das Ladecase besitzt diesen Schutz nicht.

Wie lange hält der Akku des Sennheiser Accentum Clip?
Die Ohrhörer laufen bis zu 9 Stunden am Stück, mit dem Ladecase kommen insgesamt bis zu 36 Stunden Wiedergabe zusammen.

Unterstützt der Sennheiser Accentum Clip LDAC?
Ja, neben SBC und AAC wird auch der hochwertigere LDAC-Codec unterstützt.

Wie viele Geräte lassen sich gleichzeitig mit dem Sennheiser Accentum Clip verbinden?
Dank Bluetooth 6.0 mit Multipoint lassen sich zwei Zuspieler gleichzeitig koppeln.

Lässt sich die Touch-Steuerung des Accentum Clip anpassen?
Ja, über die App „Smart Sound Control Plus“ lässt sich unter anderem die sensible Tipp-Geste deaktivieren.

Was ist „Sound Check“ beim Accentum Clip?
Eine Funktion, die über eine Multiple-Choice-Abfrage automatisch ein passendes EQ-Setup ermittelt.

Technische Daten

Wandlerprinzip
Dynamisch
Lautsprechergröße
12 mm Durchmesser
Frequenzbereich
20 Hz bis 40 kHz
Schalldruckpegel (SPL)
128 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
Verbindungen
Bluetooth 6.0
Unterstützte Profile
A2DP, AVRCP, HFP
Unterstützte Codecs
SBC, AAC, LDAC
Akkulaufzeit
bis zu 9 Std. Musikwiedergabe mit Ohrhörern, bis zu 36 Std. Gesamtwiedergabe mit Ladecase
Ladezeit
Ohrhörer 1 Std.; 10 Min. Laden = 2 Std. Wiedergabe; Aufladung über USB-C-Buchse am Ladecase
Wetterfestigkeit
IP54, spritzwassergeschützt (nur Earbuds)
Produktgewicht
6,8 g (einzelner Ohrhörer), 43 g (Ladecase)
Produktabmessung
65,5 x 48,0 x 31,2 mm (Ohrhörer und Ladecase)

vor 3 Minuten von Sven Opitz
  • Bewertung: 4.25
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformOpen-Ear
  • Bauweiseoffen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 Hz - 40.000 Hz
  • Schalldruckpegel (SPL)(1 kHz / 1 mW) 128 dB
  • Gewicht ohne Kabelje 6,8 g, Case 43 g

Lieferumfang

  • USB-C-Ladekabel
  • Ladecase

Schlagworte

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