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Sonos Play

Wie zwei Sonos Play im Alltag TV-Sound, Küche, Reisen und Schlafzimmer abdecken

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Kurz & knapp

Zwei Sonos Play ersetzen im Alltag gleich vier Geräte: TV-Lautsprecher, Küchen-Speaker, Reisebegleiter und Nachttisch-Box. AirPlay 2 ist unkompliziert eingerichtet, der Klang übertrifft TV-Lautsprecher und günstige Soundbars. IP67 sowie rund 24 Stunden Akkulaufzeit machen die Speaker auch unterwegs tauglich. Für 698 Euro im Paar lohnt sich der Sonos Play vor allem, wenn Ton flexibel durch mehrere Räume wandern soll.

Vorteile:
  • Flexibel einsetzbar, ersetzt mehrere Geräte
  • Unkomplizierte Einrichtung per AirPlay 2
  • Kräftiger, räumlicher Klang
  • Robust dank IP67
  • Lange Akkulaufzeit
  • Hochwertige Verarbeitung
Nachteile:
  • Kein Dolby Atmos
  • Vereinzelte Software-Kinderkrankheiten
  • Kleinere Haptik-Schwächen
  • App noch nicht ganz ausgereift
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Irgendwann fragt man sich, wie viele Lautsprecher man eigentlich braucht. Einen oder zwei fürs Wohnzimmer, einen für die Küche, einen fürs Bad, vielleicht noch einen fürs Schlafzimmer. Und dann noch etwas Tragbares für unterwegs. Das summiert sich schnell – an Geräten, an Kosten, an Kabeln und Ladegeräten. Seit einigen Monaten beantworte ich diese Frage in meinem Haushalt anders: mit zwei Sonos Play.

Das TV-Setup: AirPlay 2 als unterschätzter Trumpf

Auf den Punkt: Zwei Sonos Play ersetzen als AirPlay-2-Ausgang am Apple TV eine Soundbar mühelos, das Klangbild ist satt und räumlich breit. Kleinere Sync- und Bass-Aussetzer unter frühen iOS-26-Versionen sind mit aktuellen iOS-27-Betas behoben, wer AirPlay 2 intensiv nutzt, bleibt aber ein Stück weit von der iOS-Entwicklung abhängig.


Mein Ausgangspunkt war kein klassisches Bluetooth-Szenario, sondern ein 43-Zoll-Fernseher mit Apple TV 4K. Die TV-Lautsprecher waren schwach, eine günstige Amazon-Soundbar hatte ich bereits getestet und für meine Erwartungen an Klang für unzureichend befunden. Dann zog ein Sonos Play Paar bei mir ein. Und das änderte die Ausgangslage grundlegend.

Die Einrichtung über AirPlay 2 ist bemerkenswert unkompliziert. Im Apple TV lassen sich die beiden Play unter „Einstellungen → Video und Audio“ als fester Audioausgang hinterlegen. Sobald ich die Master-Steckdose drücke, fahren Fernseher, Apple TV und beide Speaker gemeinsam hoch. Die Play melden sich schnell im WLAN an, ohne dass ich etwas tun muss. Das ist genau die Art von Einrichtung, die man einmal macht und dann vergisst, weil sie einfach funktioniert.

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Der Klang als TV-Lautsprecher-Ersatz überzeugt mich nach wie vor. Im Stereo-Betrieb liefern die beiden Play ein sattes, räumlich breites Klangbild, das die internen TV-Lautsprecher deutlich übertrifft und auch die Soundbar in meinem Vergleich klar hinter sich lässt. Für ein 43-Zoll-Setup ist das Verhältnis aus Größe, Aufwand und Klang stimmig.

Tiefer Bass ist vorhanden, zwar kein Subwoofer-Erlebnis, aber durchaus rumpelig genug, dass man es bei Actionfilmen spürt. Dolby Atmos unterstützen die Sonos Play nicht, was ich im Alltag aber nicht vermisse. Wer mehr will, muss upgraden.

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Weniger reibungslos war zeitweise das Verhalten unter iOS 26. Nach etwa 35 Minuten lief der linke Sonos Play spürbar versetzt, der Lippensync stimmte nicht mehr. Abhilfe schaffte ein kurzer Programmwechsel oder das Drücken der Pause-Taste, was das Problem aber nur vorübergehend löste. Auch mit einer eigenen Medienstream-Software für den Heimserver gab es Probleme: Bei tiefen Bässen und Rumpeln war nur ein Krisseln zu hören. Beide Probleme haben sich mit späteren Beta-Versionen von iOS 27 gelöst, der letzte Release brachte die entscheidende Verbesserung. Das zeigt aber auch: Wer AirPlay 2 intensiv nutzt, ist in einem gewissen Maß von der iOS-Entwicklung abhängig. Das sollte man wissen, bevor man kauft.

Der Ablösemoment: Eine Box wandert

Auf den Punkt: Eine Box lässt sich einfach aus der Ladeschale nehmen und mitnehmen, der laufende Ton läuft dabei nahtlos weiter. Nur für einen aktiven Wechsel des Inhalts ist kurz die Sonos App nötig.


Was das Konzept von zwei Sonos Play für mich wirklich interessant macht, ist nicht der TV-Abend, es ist der Moment danach. Die Ladeschalen stehen neben dem Fernseher, die Speaker werden einfach rausgehoben. Kein Kabel, kein Umstöpseln, kein Umdenken. Ich nehme eine Box und gehe damit in die Küche. Der Ton läuft weiter: synchron, ohne Aussetzer, ohne dass ich etwas in der App umstellen müsste.

Wenn ich aktiv auf einen anderen Inhalt wechseln will, zum Beispiel von der laufenden Serie auf Musik über die Sonos App, dauert das ein paar Sekunden Navigation in der App. Das ist kein Problem, aber auch kein Selbstläufer, ich brauche nur kurz das Smartphone. Im reinen Weiterhören-Szenario, also TV-Ton einfach mitnehmen, funktioniert es dagegen ohne eine Interaktion mit der Sonos App.

Die vier Leben einer Box

Auf den Punkt: Vom TV-Lautsprecher über den Fahrradausflug bis zur Küche und zum Nachttisch übernehmen die beiden Sonos Play im Alltag die Rolle von vier verschiedenen Geräten. IP67-Schutz und automatischer Stand-by-Modus machen das flexible Wandern durch die Wohnung unkompliziert.


Was mich nach Monaten noch immer überrascht, ist die Bandbreite der Situationen, in denen ich die Play einsetze, ohne je das Gefühl zu haben, das falsche Gerät in der Hand zu haben.

Am Abend stehen beide als TV-Lautsprecher im Wohnzimmer. Wenn ich zum Fahrradausflug aufbreche, wandert einer davon in den Rucksack und wird unterwegs per Bluetooth bespielt. Ihre IP67-Zertifizierung bedeutet, dass Regen und Staub kein Thema sind. Beim Kochen steht eine Box in der Küche, die andere noch im Wohnzimmer oder schon wieder auf der Ladestation. Und wenn ich abends Podcasts oder eine Folge Die drei Fragezeichen höre, nehme ich eine Box einfach mit ins Schlafzimmer und stelle sie neben das Bett. Der Stand-by-Modus sorgt dafür, dass sich der Speaker nach einer definierten Zeit selbst schlafen legt (siehe unten) und ich muss nicht daran denken.

Und das ist eben (für mich) der Knackpunkt, der in keinem Datenblatt steht: Zwei Sonos Play haben in meinem Haushalt vier verschiedene Geräte ersetzt. Keinen einzelnen Lautsprecher, den ich fest verkabeln muss und an einen festen Ort stelle, sondern ein flexibles System, das mit mir wandert.

Akkulaufzeit: Herstellerangaben, die recht gut stimmen

Auf den Punkt: Die angegebenen 24 Stunden Laufzeit decken sich weitgehend mit der Praxis, selbst mit zusätzlichem Smartphone-Laden über USB-C hält der Akku eine sechsstündige Tour locker durch. Der automatische Batteriesparmodus schaltet den Speaker im Akkubetrieb nach 40 Minuten Inaktivität komplett ab.


Die angegebenen 24 Stunden Akkulaufzeit decken sich in meiner Alltagserfahrung ungefähr mit der Realität. Den größten Teil der Zeit stehen die Sonos Play ohnehin in ihren Ladeschalen neben dem Fernseher, Akkusorgen sind damit praktisch kein Thema. Interessanter wird es unterwegs: Auf einer sechsstündigen Fahrradtour habe ich zusätzlich mein Smartphone über den USB-C-Ausgang des Play aufgeladen, was natürlich am Akku zieht. Trotzdem machte der Speaker die Tour locker mit, ohne auch nur ansatzweise in die Knie zu gehen.

Praktisch ist der standardmäßig aktivierte Batteriesparmodus: Spielt der Sonos Play im Akkubetrieb keine Musik, wechselt er nach 30 Minuten automatisch in den Schlafmodus und schaltet sich nach weiteren zehn Minuten vollständig ab.

Verarbeitung: Sehr gut, mit kleinen Schwächen

Auf den Punkt: Nach Monaten intensiver Nutzung wirkt die Verarbeitung weiterhin hochwertig und die Ladestation sitzt zuverlässig. Kleinere Kritikpunkte bleiben ein fehlender Transportbeutel, staubanfälliges Obermaterial und eine recht schmale Trageschlaufe.


Nach Monaten intensiver Nutzung wirkt der Sonos Play so stabil wie am ersten Tag. Die Verarbeitung ist ganz Sonos-typisch auf hohem Niveau. Für den Preis eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber auch keine Überraschung. Die gummierte Unterseite sorgt für sicheren Stand, auch auf leicht schrägen oder glatten Oberflächen. Das ist im Alltag angenehmer als man zunächst denkt, besonders wenn die Box auf einem Badezimmerregal in der Dusche oder einer Küchenarbeitsplatte steht.

Allerdings sollte man aufpassen, dass das feine Gitter des Sonos Play nicht mit fiesem Dreck in Kontakt kommt. Leider fehlt ein Transportbeutel, für den Preis wäre das doch locker drin gewesen. Ich behelfe mich mit einem passenden Zip-Beutel.

Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es trotzdem. Die gummierte Oberseite zieht Staub regelrecht an. Ein Staubwedel hilft hier nicht sonderlich weiter, es braucht schon einen feuchten Lappen. Die Bedienelemente muss man bei fast völliger Dunkelheit erfühlen, die dezente Haptik zur Unterscheidung der Tasten hätte für meinen Geschmack ausgeprägter ausfallen können. Und die Schlaufe an der Rückseite ist zwar praktisch gedacht, fällt aber zu schmal aus, denn es passt gerade ein Finger hindurch. Für ein längeres Tragen wäre mehr Spielraum schön.

Die Ladestation sitzt sicher und sauber, das Rausnehmen und Reinstellen funktioniert im Alltag tadellos. Kein Wackeln, kein Gefummel.

App-Erfahrung: Stabil, aber noch nicht fertig

Auf den Punkt: Die Sonos App läuft im Alltag inzwischen stabil, die Bluetooth-Gruppierung von bis zu vier Speakern erweitert die Flexibilität unterwegs. Ein hartnäckiger Anzeigefehler im Bereich „Sonos Favoriten“ trübt den sonst positiven Eindruck.


Die Sonos App hatte eine turbulente Phase hinter sich, das ist kein Geheimnis. Auf iOS 26.6.1 läuft sie in meinem Alltag inzwischen stabil, ohne nennenswerte Abstürze oder Verbindungsprobleme. Die Funktion „Verbesserte Navigation aktivieren“ empfehle ich, die Oberfläche wirkt damit aufgeräumter, klassischer und die wichtigsten Funktionen fallen schneller ins Auge. Eine gewisse Eingewöhnungszeit sollte man aber einplanen, denn die App folgt mit ihren Gruppeneinteilungen und unterschiedlichen Einstellungsoptionen teils einer eigenen Logik.

Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, bis zu vier Play oder Move 2 auch per Bluetooth zu gruppieren, was die Flexibilität unterwegs spürbar erweitert. Weniger erfreulich ist ein hartnäckiger Fehler: Der Bereich „Sonos Favoriten“ lässt sich trotz gegenteiliger Versprechung in der App nicht von der Startseite entfernen und zeigt stattdessen dauerhaft „Inhalt konnte nicht geladen werden“ an. Das stört, weil es auf den ersten Blick wie ein Systemfehler wirkt. Das ist es nicht, aber es sollte längst behoben sein.

Fazit: Für wen lohnen sich 698 Euro?

Ein Sonos Play kostet 349 Euro (UVP), zwei also 698 Euro. Das ist kein Schnäppchen, und es ist auch nicht als solches gemeint. Wer eine dedizierte Soundbar mit Dolby Atmos sucht, ist hier falsch. Wer einen einzelnen tragbaren Speaker für unterwegs braucht, kauft besser einen Roam 2 oder Move 2.

Wer aber, wie ich, in einem Haushalt lebt, in dem Musik und Ton durch mehrere Räume wandern sollen, ohne dass dafür überall fest installierte Lautsprecher hängen müssen, und wer dazu ein Apple TV oder ein anderes AirPlay-2-fähiges Gerät im Wohnzimmer betreibt, für den rechnet sich das Paar schnell. Nicht weil es günstig ist, sondern weil es andere Geräte überflüssig macht.

Technische Daten Sonos Play (Herstellerangaben)

Typ Tragbarer Bluetooth/WLAN-Lautsprecher
Verstärker 3 × Class-H Digitalverstärker
Hochtöner 2 × angewinkelt (Stereo-Trennung)
Tieftöner 1 × Mitteltöner (Gesang & Bassfrequenzen)
Mikrofone Fernfeld-Array, abschaltbar per Hardware-Schalter
Akku 4.800 mAh, bis zu 24 Stunden Laufzeit, austauschbar
Schutzklasse IP67 (staub- und wasserdicht, 1 m / 30 min)
WLAN Wi-Fi 6 (802.11a/b/g/n/ac/ax), 2,4 / 5 GHz
Bluetooth Bluetooth 5.3
AirPlay AirPlay 2
USB-C Laden & Line-In (Adapter separat), Smartphone-Aufladung
CPU Quad-Core 4 × A55, 1,4 GHz
Abmessungen 192,3 × 112,5 × 76,7 mm
Gewicht 1,3 kg (inkl. Akku)
Farben Matt Schwarz, Matt Weiß, Sand
Lieferumfang Sonos Play, Ladestation mit 2 m USB-C-Kabel, Schnellstartanleitung (Netzteil nicht im Lieferumfang)
Preis 349 € (UVP) pro Stück

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vor 3 Stunden von Peter Schloßnagel
  • Bewertung: 4.5
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformLautsprecher
  • Bauweisemobil
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Gewicht ohne Kabel1.300 g
  • Kabellänge200 cm

Lieferumfang

  • Ladestation

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