Mit dem Modell Move Wireless hat Jabra einen On-Ear-Hörer mit modernem Look und leichter Bauweise für knapp 70 Euro Straßenpreis im Programm.

Haptik und Technik

Dank durchgängiger Polsterung und längenverstellbarer Bügel sitzt er bequem und weich am Ohr und bietet dabei eine durchaus passable Bedämpfung von Außengeräuschen.

Abseits eines passiven Betriebs über das mitgelieferte 3,5-mm-Klinkenkabel steht natürlich die Tonübertragung über Bluetooth (4.0, A2DP 1.2) mit Smartphone-Steuerung im täglichen Mobilbetrieb im Vordergrund. Hierzu offeriert der Kopfhörer an der linken Ohrmuschel einen Tastenblock. Geboten werden nach dem schnellen Pairing: Start/Stop, Track-Skipping und Lautstärkestärkesteuerung für die Musikwiedergabe sowie Annahme- und Beenden von Anrufen und Wahlwiederholung, bei guter Sprachverständlichkeit der Freisprecheinrichtung. Mit einer Ladezeit von zwei Stunden ist Jabras Move für etwa acht Stunden Musikbetrieb gerüstet, dazu bis zu zwölf Tage in Standby – keine schlechten Werte.

Klang

Im ersten Höreindruck über die Funkstrecke zeigt sich der neue Jabra eher unauffällig. Er ist weder besonders laut oder mit einer vordergründigen Bassbetonung versehen. Unterwegs im öffentlichen Nahverkehr erscheinen da Bass und Druck fast schon etwas unterrepräsentiert. An diese eher neutrale Abstimmung gewöhnt man sich jedoch zügig und lernt sie sogar zu schätzen, sobald man zur Ruhe kommt. Hört man nun mit mittleren Pegel, überzeugt der Kopfhörer durch ein ansprechend detailreiches Klangbild mit guter Dynamikumsetzung, das Stärken und Schwächen unterschiedlicher Produktionen gut ausleuchtet.

Überzeugt hat mich vor allem der ausgewogene Mittenbereich, der Stimmen und akustische Instrumente präsent und realistisch abbildet. In ruhigen Passagen entsteht dazu eine Intimität, die in dieser Preisklasse keinesfalls selbstverständlich ist. Umgekehrt habe ich, insbesondere bei Rock-Nummern, dennoch stellenweise den Druck vermisst, den manche Mitbewerber einfach besser umsetzen.

Gleichwohl wird der Bass straff, stimmig und auch tonal nachvollziehbar reproduziert. Erst im Tiefbass gelangen die 40-mm-Treiber pegelseitig, und bezüglich einer sauberen Reproduktion, an ihre Grenzen. Im Höhenbereich agiert der Move dagegen stets luftig, sauber und schnell, ohne störende Härte. Auch die Auflösung des Stereopanoramas ist dank dieser Klarheit exakt, wenn auch nicht explizit räumlich. Die Abbildung der Raumtiefe gelingt in einer der Preisklasse angemessenen Weise.

Fazit: Jabra Move Wireless
von Ulf Kaiser

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Wer beim Hören eine eher neutrale Linie bevorzugt, für den ist der herrlich leichte und bequeme Jabra Move eine gute Wahl. Er ist kein Kopfhörer, der aktuelle Hip-Hop-, EDM- oder R’n’B-Produktionen im Bassbereich nochmals aufpeppt. Im Gegenteil: Der in Rot, Blau und Schwarz erhältliche Hörer überzeugt eher, wenn man sich Zuhause oder im Zug sitzend auf den Musikgenuss fokussiert, dann sogar genreübergreifend von Klassik über Jazz bis hin zum Pop.

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Messdaten

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Technische Daten

Bauform
On-Ear
Bauweise
geschlossen
Wandlerprinzip
dynamisch
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
20 - 20.000 Hz
Impedanz
33,8 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
95,53 dB
Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf
391 g
Gewicht mit Kabel
170 g
Gewicht ohne Kabel
162 g
Kabellänge
120 cm

Lieferumfang

  • 3,5-mm-Klinkenkabel
  • USB-Ladekabel

Besonderheiten

  • in Rot, Blau und Schwarz erhältlich

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