Bluetooth ist die Rettung: Mit dieser Art von Kopfhörern stört vor allem beim Sport kein Kabel mehr. Der Reflect Fit wird von JBL extra als Sport-Kopfhörer angepriesen – dank Herzfrequenzmessung gibt’s auf Knopfdruck sogar Aktualisierungen in Echtzeit ins Ohr geflüstert.

Insgesamt guter Klang

Beim ersten Einsetzen der In-Ears fällt zunächst auf: Der Reflect Fit liefert wenig Bass. Egal, welche Ohrstöpsel ich verwendet habe, der untere Frequenzbereich war im Verhältnis zu den anderen Klangbereichen immer zu leise. Bis ich gemerkt habe, dass die Rotation der Ohrstöpsel im Ohr den Klang wesentlich beeinflusst. Nachdem ich damit ein wenig experimentiert habe, war der Bass okay, wenn auch immer noch dezent. Und auch die Mitten, Höhen und die erreichbare Lautstärke gehen völlig in Ordnung. So extrem ist mir die Rotations-Abhängigkeit noch bei keinem anderen Kopfhörer aufgefallen. Für einen Kopfhörer in der Preisklasse deutlich über 100 Euro finde ich den Klang insgesamt gut, aber nicht überragend.

Guter Tragekomfort und Herzfrequenzmesser

Bei den Bluetooth-Einstellungen des Smartphones findet man nicht nur „JBL Reflect Fit Audio“ als koppelbares Device, sondern auch „JBL Reflect Fit HRM“. Die Abkürzung „HRM“ steht für „Heart Rate Measure(ment)“. Der Kopfhörer kann also auch Herzfrequenzdaten drahtlos an das Smartphone übertragen. Ausgewertet werden diese Daten von Apps, die sich mit dem HRM koppeln lassen. Dazu sollen MapMyRun und Endomondo gehören. Apples Health App ließ sich bei mir nicht mit dem Sensor verbinden. Drückt man am Nackenbügel rechts den Knopf mit dem Herz-Symbol, sagt eine Stimme die aktuelle Herzfrequenz an, auch ohne gekoppeltes Smartphone. Im Test empfand ich es kompliziert und fummelig, die richtige Position des Ohrhörers zu finden, damit der Sensor funktioniert. Mit ein bisschen Übung klappt das nach etwas Übung sicherlich besser. Die JBL-Kopfhörer kommen mit drei verschieden großen Ohraufsätzen aus Silikon, die weich und angenehm zu tragen sind. Das USB-Kabel zum Aufladen des Akkus wird am Nackenbügel angeschlossen. Insgesamt liefert der vollgeladene Akku etwa 10 Stunden Spielzeit. In 15 Minuten ist er wieder so weit aufgeladen, dass es für eine Stunde Musikwiedergabe reicht.

Voll sporttauglich

Um für sicheren Halt beim Sport zu sorgen, gibt es pro Seite kleine Silikonstützen, die den Ohrhörer in der Ohrmuschel stabilisieren. Das Kabel zwischen den beiden Seiten und die integrierte Vier-Tasten-Fernbedienung machten im Test einen strapazierfähigen und damit sehr zu-verlässigen Eindruck, so dass ich dieses Modell beim Sport ohne Einschränkungen nutzen konnte. Clever: Dank Vibrationsalarm macht einen der JBL Reflect Fit auf Anrufe aufmerksam. Die Bluetooth-Verbindung blieb auch bei einigen Metern Abstand stabil.

Fazit: JBL Reflect Fit
von Mark Ziebarth

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Die JBL Reflect Fit machen rundum einen guten Eindruck, sind aber mit fast 150 Euro recht teuer. Wer gute Sportkopfhörer sucht und einen zusätzlichen Herzfrequenzmesser zu schätzen weiß, ist mit diesem Modell auf jeden Fall gut beraten.

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Technische Daten

Bauform
In-Ear
Bauweise
geschlossen
Wandlerprinzip
dynamisch
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
10 - 22.000 Hz
Gewicht mit Kabel
37 g

Lieferumfang

  • 3 Ohrstöpsel in den Größen (S, M, L)
  • 3 Ohrstützen in den Größen (S, M, L)
  • USB-Ladekabel
  • Transporttasche

Besonderheiten

  • in Schwarz und Rot erhältlich
  • Freisprechanrufe + Vibrationsalarm
  • Anzeige der Herzfrequenz in Echtzeit
  • Akkulaufzeit mit eingeschalteter Herzfrequenzmessung: bis zu 10 Stunden

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