Ein Full-Range-DJ-Stick-Kopfhörer mit Telefonhörerhaptik, der das einohrige Monitoring im Griff hat.

Ich bin der Telefonmann

Der DJ-Stick-Mono-Kopfhörer Redphone von Numark setzt optisch mit seinem auffallenden roten Griff ein Statement. Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass man mit dem telefonhörerähnlichen One-Ear-Hörer samt seiner ohrumschließenden Muschel in seinen Einsatzmöglichkeiten beschränkt ist. Andererseits bietet er ein außergewöhnliches schnelles Handling. Der Griff zum Redphone geht bei weitem schneller und leichter von der Hand als mit herkömmlichen geschlossenen Kopfhörern. Dafür spricht allein sein niedriges Gewicht von unter 200 Gramm. Lediglich das drei Meter lange, robuste Spiralkabel, das über einen XLR-Anschluss an der Unterseite des Griffs angeschlossen wird, erschwert den Hörer etwas, insbesondere durch den robusten XLR-Stecker. Der mit Schaumstoff gepolsterte, ergonomisch geformte Griff sichert einen überraschend angenehmen Sitz des Redphone zwischen Ohr, Kinn, das als zusätzliche Stütze dient, und Schulter, ohne in einer unbequemen Körperhaltung zu verkrampfen. Die in einen silbernen Plastebügel gefasste Muschel passt sich zudem der Ohrposition horizontal an. Der atmungsaktive, angenehme Ohrhörer umschließt mit seiner Kunstlederpolsterung das Ohr knapp, aber vollständig. Dadurch lässt die Polsterung kaum weiteren Spielraum für größere Ohren.

Klang

Mit einer lauteren Geräuschkulisse kommt der Redphone nur bedingt zurecht. Einerseits hängt es von dem selbst auf das Ohr ausgeübten Druck ab. Zumal man auf eine zweite Muschel, um sich komplett von der Umgebung abschirmen zu können, konzeptionell verzichten muss. Andererseits fehlt es an einem hohen Output, der mit 100 Dezibel recht niedrig ausfällt.
Nicht nur vom Handling, sondern auch vom Klangbild spricht Numarks One-Ear-Headphone ausschließlich DJs an. Entsprechend heben der 50 Millimeter große Treiber mit Neodym-Magnet und die Schwingspule vor allem die tieferen Frequenzen für den Groove hervor. Laut Frequenzkurve dominieren der Tiefbass und vor allem der Bereich zwischen 80 und 250 Hz. Seine Mitten bleiben noch auf linearem Niveau. Dagegen schwächeln der Hoch- und Superhochton zunehmend, das allerdings seine Dämpfung von außen etwas kompensiert. Mit diesem Klangbild lässt sich Musik unterschiedlichster Stilrichtungen gut vorhören, wobei der Bass die ohnehin dezenten Höhen zum Teil übertönt.

Eignung

Elektronische, urbane und organische Musik hört sich damit noch entsprechend warm an. Hingegen gitarrenlastige Klänge mit einem hohen Kompressionsfaktor überfordern auf Dauer das Ohr. Letztlich ist aber der Redphone schon aus ergonomischen Gründen weder für eine längere Nutzung und den mobilen Gebrauch, noch für das Studio vorgesehen, sondern nur für den sporadischen Cueing-Einsatz in der DJ-Kanzel konzipiert.

Fazit: Numark Redphone
von Dirk Duske

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Numarks Redphone spricht mit seinem One-Ear-Monitoring den DJ an, der bisher den geschlossenen Kopfhörer mit einer Muschel unbequem zwischen Kopf und Schulter klemmte. Entsprechend überzeugt der leichte Redphone vor allem vom Handling, der sich mit seinem gepolsterten und geschwungenen Griff ergonomisch dem Sitz zwischen Schulter, Kinn und Ohr anpasst.

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Technische Daten

Bauform
Over-Ear
Bauweise
geschlossen
Impedanz
46,9 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
102,07 dB
Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf
#VALUE! g
Gewicht mit Kabel
298 g
Gewicht ohne Kabel
159 g
Kabellänge
110 cm

Lieferumfang

  • Transporttasche
  • 6,3-Millimeter-Stereoklinkenstecker-XLR-Kabel
  • Adapter auf 6,35 mm

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