Was machte Beats-Kopfhörer einst so erfolgreich? Der stark betonte Bassbereich! Und dass dies inzwischen salonfähig ist, ja „zum guten Ton“ für viele Kopfhörerträger heutzutage dazugehört, beweist nicht zuletzt die britische Company Pump Audio, die ihre Crowdfunding-Kopfhörer als Bass-Wunder offensiv und frech vermarkten.

„Bass response like no other“

Das steht auf der Verpackung der Pump Audios und macht zusammen mit dem silbrig glänzenden Aufkleber mit der Aufschrift „Specially developed for lovers of Dance Music“ sofort klar: perfekt aufeinander neutral abgestimmte Frequenzbereiche muss man sich woanders suchen. Und das ist auch gut so, denn wer auf Bässe steht – egal ob deepe Subs im Drum’n’Bass oder lieber Knochentrockenes im House, der könnte mit der Mix-Serie glücklich werden. Wobei der hier getestete Mix seinem kabellosen Pendant Mix Wireless (einen ausführlichen Test findet ihr hier), in nichts nachsteht. Meine EDM-Playlist, von Klassikern bis zu modernen Tracks, arbeitet der In-Ear in Sachen „Bass“ gut ab und pumpt ordentlich Tiefton in den Gehörgang, wobei besonders Klassiker der Dance-Musik davon enorm profitieren. Was allerdings auch hier auffällt: Knackige Höhen, Glanz sowie eine breite Bühne samt sauberer Staffelung der Instrumente sind nicht so sein Ding. Manchmal klingt der Mix sehr intim, was einigen Titeln durchaus gut steht, große weite (Hall-)Räume mag er aber nicht zufriedenstellend abbilden. Wer sich für einen Pump Audio entscheidet, der möge daher bitte seinen Fokus auf den unteren und nicht auf den oberen Frequenzbereich legen.

O(h)rdentliches Drumherum

Da In-Ears einen falschen Sitz im Ohr sofort mit Klangeinbußen quittieren, liegen dem Mix-Kopfhörer um genau das zu verhindern sechs Paar Ohrenstöpsel in unterschiedlichen Größen bei – drei Paar Silikon Earbuds in den Größen Small, Medium und Large und drei Paar Schaumstoffstöpsel gleicher Größe. Diese haben den Vorteil, dass sie extrem gut das Ohr abdichten und vor allem Bässe so wiedergegeben werden können, wie es der Hersteller auch vorgesehen hat. Übrigens können bei weiterem Bedarf oder Verlust neue Ohreinlagen im Pump Audio Webshop nachgekauft werden. Zum Support der Briten gehört auch ein Austauschservice, sollten die Kopfhörer mal durch Eigen- oder Fremdverschulden kaputtgehen, und eine Garantieverlängerung auf fünf Jahre.

Und sonst noch?

Die Mix In-Ears kommen mit stabilem Transportdöschen und Fernbedienung samt Mikrofon am griffigen und verknotungsfreien Flachbandkabel. Alle Standardfunktionen wie laut, leise, vor und zurück gehen problemlos, bei Anrufen lies die Qualität des Mikrofons allerdings zu wünschen übrig. Das Rascheln von Klamotten ist deutlich zu hören und lässt sich mit dem enthaltenen Kabelclip etwas lindern.

Fazit: Pump Audio Mix
von Pete Schloßnagel

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Pump Audio hat mit dem Mix einen selbstbewussten In-Ear im Programm, der für Freunde des gehobenen Basssegments genau der richtige Kopfhörer sein kann. Bassheads und alle Dance-Music-Fans sollten diesem frechen Briten also durchaus eine Chance geben.

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Technische Daten

Bauform
In-Ear
Bauweise
geschlossen
Wandlerprinzip
dynamisch
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
12 - 28.000 Hz
Impedanz
16,95 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
109,53 dB
Kabellänge
140 cm

Lieferumfang

  • 3 Paar Silikonstöpsel in den Grrößen S, M und L
  • 3 Paar Schaumstoffstöpsel in den Grrößen S, M und L
  • Hard Case
  • Kabel-Clip

Besonderheiten

  • auch in Orange erhältlich

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