Sennheiser RS 127

Funkkopfhörer für’s Wohnzimmer

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Kurz & knapp

Die Ausstattung des RS 127 passt zum Straßenpreis von zirka 100 Euro. Wer ordentlichen Sound im Wohnzimmer benötigt, wird hier nicht enttäuscht.

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Das norddeutsche Unternehmen Sennheiser ist für Schallwandler in beide Richtungen bekannt, denn neben den vielfach ausgezeichneten Mikrofonen stellt das Unternehmen auch seit vielen Jahren Kopfhörer her. Das Modell RS 127 ist als Funkkopfhörer mit eigenem Empfänger ein Vertreter einer mittlerweile immer seltener werdenden Spezies.

Klanglich in Ordnung

Funkkopfhörer, die nicht mit dem Bluetooth-Funkprotokoll arbeiten, waren bis vor einigen Jahren der Regelfall, mittlerweile sind sie die Ausnahme. Das Empfangsteil wird möglichst nah an der Klangquelle aufgestellt und mit dieser per Audiokabel verbunden. Im Normalfall wird die Verbindung mit einem Fernsehgerät oder einer klassischen Stereoanlage erfolgen. Für einen 100-Euro-Kopfhörer klingen die RS 127 ganz ordentlich, auch wenn der Bassbereich mir nicht so gut gefallen hat. Das Klangbild wirkt eher dem klassischen HiFi-Klang als modernen Musikstilen verpflichtet: Die Mitten lösen ganz ordentlich auf und auch die Höhen gefallen mit wohltuender Klangtreue. Den Bässen fehlt es einerseits ein wenig an Tiefe, aber auch an Lautstärke im Vergleich zu den beiden anderen Frequenzbereichen.

Ausschließlich für stabile Anwendungen

Die Reichweite des Kopfhörers gibt Sennheiser mit bis zu 150 Metern an. Das klappt sicherlich nur auf dem freien Feld, wenn keine störenden Wände oder andere Reichweiten-reduzierende Umgebungseinflüsse eine Rolle spielen. Im Vergleich zu Bluetooth-Kopfhörern, bei denen man sich in der Regel nicht weiter als fünf Meter von der Klangquelle entfernen sollte, ist die Reichweite erheblich größer. Bei mir zuhause konnte ich auch das Stockwerk wechseln, ohne die Verbindung zu verlieren. Durch den Empfänger, der per Kabel mit der Schallquelle verbunden wird, ist klar, dass dieser Kopfhörer ein Wohnzimmergerät und nicht für den mobilen Betrieb geeignet ist. Im Kopfhörer stecken zwei AAA-Akkus, die sich über den Bügel am Empfänger ganz leicht aufladen lassen. Die Ladedauer ist mit bis zu 23 Stunden allerdings sehr lang, die Wiedergabezeit mit etwa 20 Stunden aber auch sehr lang. Die Lautstärke und den Empfangskanal regelt man direkt am Kopfhörer.

Klassisches Konzept

Der RS 127 saß bei mir sehr bequem, auch über mehrere Stunden. Als Zielgruppe sehe vor allen Dingen den typischen Wohnzimmer-Hörer, der seinen klassischen Standard-Abspielern kabellos lauschen möchte. Besonders gut eignet sich dieses Modell auch zum Anschluss an einen Fernseher, um Mitbewohnern oder Nachbarn den Klang aus den Lautsprechern zu ersparen. Neben den vielen Kopfhörern für mobilen Audiogenuss ist es wohltuend, dass sich zumindest einige klassische Anbieter auch noch um das Wohnzimmer-Klientel kümmert.

Fazit

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Über den Autor:

Von Mark Ziebarth
Redakteur

Mark Ziebarth arbeitet als Komponist, Toningenieur und Fachautor in Hamburg. Er schreibt für einige Fachzeitschriften und Portale, mit der Firma advertunes produziert er vorrangig Musik zum Bild (für TV-Werbung, Serien und Spielfilme) und macht Audio-Postproduction. Vorher hat er Jura studiert und trägt den Titel Diplom Jurist.

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