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Oakley Meta HSTN

Lifestyle-Brille mit überraschend gutem Klang

Kurz & knapp

Die Oakley Meta HSTN kombiniert urbanes Design mit einem für Open-Ear sehr guten, klaren und räumlichen Klang. In ruhiger Umgebung überzeugt sie als smarte Alltagsbrille mit Audiofunktion, in lauter Umgebung stößt sie bauartbedingt an Grenzen. Wer eine stylische Smart Glasses mit solider Klangqualität sucht, findet hier eine der derzeit rundesten Lösungen am Markt.

Vorteile:
  • Modernes, unauffälliges Design
  • Integrierte Kamera
  • Solide Open-Ear-Kopfhörer
  • Viele Designs
Nachteile:
  • Schwacher Bass
  • Öffnung des Ladecase schwierig
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Gemeinsam mit der Ray-Ban Meta der zweiten Generation kündigte das Unternehmen hinter Facebook, WhatsApp und Instagram auch eine neue Partnerschaft an: Oakley. Der Hersteller für Sport- und Lifestyle-Brillen hat damit nun ebenfalls eine smarte Brille mit integrierten Lautsprechern im Angebot. Doch während die Vanguard (Test) klar auf Performance und Outdoor-Einsatz zielen, positioniert sich die Oakley Meta HSTN deutlich urbaner.


Oakley Meta Vanguard

Smarte KI-Sportbrille mit Fokus auf Klang.


Das Modell basiert optisch auf der bekannten HSTN-Reihe von Oakley und richtet sich weniger an Radfahrer oder Skifahrer, sondern eher an den Alltag zwischen Café, Büro und Spaziergang. Technik und Audio sind im Rahmen integriert, ohne dass die Brille sofort wie ein Gadget wirkt – genau das ist Metas Strategie: smarte Funktionen, verpackt in etablierte Designs.

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Die entscheidende Frage für uns bleibt jedoch: Wie gut ist der Klang? Kann die Oakley Meta HSTN mit klassischen Open-Ear-Kopfhörern (zur Bestenliste) mithalten – oder ist sie eher ein nettes Feature für nebenbei? Genau das klären wir im Test.

Design und Verarbeitung

Die Oakley Meta HSTN basiert auf einem bereits etablierten Modell aus dem Hause Oakley – und genau das merkt man sofort. Anders als die klar sportlich ausgerichtete Vanguard setzt die HSTN auf einen urbanen, markanteren Look mit leicht kantiger Front und breiterem Rahmen. Sie wirkt wie eine klassische Lifestyle-Sonnenbrille und nicht wie ein Technikprodukt. Das ist gewollt – und gelingt überzeugend.

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Erhältlich ist die Oakley Meta HSTN in mehreren Farbvarianten. Neben klassischen Ausführungen in Schwarz oder transparenten Rahmen gibt es Modelle mit unterschiedlich getönten Gläsern – von dunklen Sonnengläsern bis hin zu Varianten mit kontrastverstärkender Tönung. Teilweise kommen auch Oakleys bekannte Prizm-Gläser zum Einsatz, die Farben und Kontraste intensivieren sollen. Je nach Version verändert sich damit nicht nur die Optik, sondern auch der Einsatzzweck – von modischem Alltagsaccessoire bis hin zur funktionalen Sonnenbrille für helle Umgebungen.

Auch bei den Gläsern gibt es Optionen: Neben klassischen Sonnengläsern werden teilweise auch Versionen angeboten, die sich für den Einsatz mit Sehstärke eignen. Das erhöht die Alltagstauglichkeit deutlich und unterstreicht, dass die HSTN nicht nur als Gadget gedacht ist, sondern als vollwertige Brille. Laut Meta sind Gläser mit Stärken von -6,0 bis +4,0 Dioptrien verfügbar. Zudem gibt es auch die Option Transition-Gläser auszuwählen, die sich bei Sonnenlicht automatisch verdunkeln und in Räumen wieder aufhellen.

Technisch bedingt fallen die Bügel etwas kräftiger aus als bei einer normalen HSTN. Hier sitzen Lautsprecher, Mikrofone, Akku und Kamera. Trotzdem bleibt die Silhouette stimmig und wirkt nicht überdimensioniert. Die Kamera ist in der Front integriert und kaum auffällig – lediglich die Status-LED signalisiert sichtbar, wenn eine Aufnahme läuft. Im Bügel ist zudem eine Touch-Bedienung integriert.

Bedienung

Wie schon die Ray-Ban Meta verbindet die Oakley Meta HSTN ebenfalls klassisches Brillendesign mit einem smarten Bedienkonzept. Auch hier kommt die „Meta AI“-App zum Einsatz, die nach der Installation automatisch durch die Einrichtung führt. Die Kopplung mit dem Smartphone gelingt schnell, Updates werden direkt eingespielt und eine kurze Einführung erklärt die wichtigsten Gesten und Tasten.

An der Brille selbst konzentriert sich die Steuerung auf den rechten Bügel. Dort befindet sich eine Touchfläche, über die sich durch Tippen die Wiedergabe starten oder pausieren lässt. Wischgesten regeln die Lautstärke stufenlos – eine Lösung, die im Alltag erstaunlich intuitiv funktioniert und nach kurzer Eingewöhnung zuverlässig sitzt. Gerade unterwegs oder beim Gehen ist es angenehm, nicht zum Smartphone greifen zu müssen.

Zusätzlich gibt es eine physische Taste für Fotos und Videos. Ein kurzer Druck nimmt ein Bild auf, längeres Gedrückthalten startet die Videoaufnahme. Begleitet wird das stets von einer gut sichtbaren Status-LED an der Front – ein wichtiges Detail in Sachen Datenschutz. Verdeckt man diese LED, verweigert die Kamera aus Sicherheitsgründen die Aufnahme. Das kann übrigens auch passieren, wenn die eigenen Haare oder eine Mütze das Licht leicht verdecken.

Natürlich ist auch die Sprachsteuerung – Meta AI – an Bord. Mit einem Aktivierungsbefehl lassen sich Musik steuern, Anrufe annehmen, Nachrichten vorlesen oder diktieren und KI-Funktionen starten. In der Praxis reagiert die Brille zügig und versteht Befehle auch in leicht belebter Umgebung zuverlässig. Auf Wunsch kann die smarte Brille auch eingehende Nachrichten automatisch ankündigen und sogar direkt vorlesen.

Ausstattung und App

Wie schon bei anderen Meta-Modellen setzt auch die Oakley Meta HSTN auf die „Meta AI“-App als notwendige Anwendung. Ohne sie, muss man auf nahezu alle Funktionen verzichten. Aber die Einrichtung geht leicht von der Hand. Nach der Einrichtung dient sie nicht nur zur Verwaltung der Brille, sondern auch als Medienzentrale. Hier lassen sich Fotos und Videos direkt ansehen, speichern oder teilen. Die Übertragung funktioniert zuverlässig und zügig, Aufnahmen werden automatisch synchronisiert, sobald die Brille verbunden ist.

Für den Audiogenuss lässt sich die Oakley Meta HSTN auch mit verschiedenen Diensten wie Apple Music, Amazon Music, Audible, Shazam und auch Spotify verbinden, um schnell die Wiedergabe starten zu können. Außerdem ist eine Verknüpfung mit Apple Health, Garmin sowie Strava möglich.

In der App können zudem verschiedene Einstellungen angepasst werden: Lautstärke- und Touch-Optionen, Aktivierung der Sprachsteuerung, Datenschutzfunktionen oder Benachrichtigungen. Auch Firmware-Updates werden hier bereitgestellt. Positiv: Die Verbindung zum Smartphone blieb stets stabil, Abbrüche oder Verbindungsprobleme traten nicht auf.

Zur Ausstattung gehören neben Lautsprechern und Mikrofonen auch eine integrierte 12-Megapixel-Kamera für Fotos sowie Videoaufnahmen in bis zu 3K bei 30 Bildern pro Sekunde. Für Social Media oder kurze Clips reicht die Qualität absolut aus. Die Mikrofone sorgen zudem für eine gute Sprachaufnahme bei Telefonaten oder Sprachbefehlen.

Geladen wird die Oakley Meta HSTN über das mitgelieferte Etui, das bis zu 48 Stunden Akkuleistung bieten soll. In unserem Test bei moderater Nutzung (mehrere Stunden am Tag) kamen wir gut eine Woche ohne Nachladen aus. Das Case wird per USB-C mit Energie versorgt und kann die Brille unterwegs mehrfach nachladen. Nur das Öffnen sowie das Herausnehmen der Brille gestaltet sich im Gegensatz zur Ray-Ban-Variante als etwas frickelig.

Klangqualität

Klanglich bewegt sich die Oakley Meta HSTN auf dem Niveau der ersten Ray-Ban Meta, die wir bereits im Test hatten. Das bedeutet: Für ein Open-Ear-Design liefert sie eine überraschend klare, ausgewogene und angenehm räumliche Wiedergabe – ohne jedoch physikalische Wunder zu vollbringen.

Stimmen stehen deutlich im Vordergrund und wirken natürlich, was Podcasts, Telefonate oder Sprachnachrichten sehr angenehm macht. Auch Musik profitiert von einer sauberen Abstimmung in den Mitten und Höhen. Der Klang löst gut auf, ohne scharf zu wirken, und erzeugt eine für diese Bauform erstaunlich breite Bühne. Gerade bei akustischer Musik oder ruhigen Tracks entsteht ein schönes, luftiges Klangbild, das viel Räumlichkeit aufweist.

Der Bass ist – wie bei offenen Systemen üblich – eher zurückhaltend. Er ist leicht hörbar und strukturiert, aber keinesfalls druckvoll. Dadurch fehlt dem Klang leider auch viel Tiefe. Für entspannte Hörsessions im Alltag reicht das völlig aus, für basslastige Genres sind solche offenen Designs nicht geeignet.

Typisch für Open-Ear-Konzepte (Ratgeber) zeigt sich die HSTN empfindlich gegenüber lauten Umgebungen. In starkem Straßenlärm, in der U-Bahn oder bei viel Wind stößt das System schnell an seine Grenzen. Hier fehlt schlicht die akustische Abschirmung. In ruhiger bis moderat belebter Umgebung hingegen überzeugt die HSTN mit einem sehr klaren, angenehm räumlichen Klang, der für eine Brille dieser Art absolut auf der Höhe der Zeit ist.

Fazit

Die Oakley Meta HSTN ist keine Sportbrille mit Audiofunktion, sondern eine Lifestyle-Brille mit überraschend gutem Klang. Genau darin liegt ihre Stärke. Meta gelingt es gemeinsam mit Oakley, smarte Technik in ein etabliertes Design zu integrieren, ohne dass die Brille wie ein technisches Experiment wirkt. Verarbeitung, Variantenvielfalt und die Möglichkeit, Sehstärke- oder Transition-Gläser zu nutzen, machen sie alltagstauglicher als viele andere Smart Glasses.

Klanglich bewegt sich die HSTN auf einem für Open-Ear-Systeme sehr guten Niveau. Stimmen sind klar, Musik wirkt angenehm räumlich und luftig. Für entspannte Hörsessions im Café, beim Spaziergang oder im Büro reicht das völlig aus. In lauter Umgebung zeigt das offene Konzept jedoch seine Grenzen – hier fehlt die Abschirmung, um sich gegen Straßenlärm oder Wind durchzusetzen. Wer kräftigen Bass oder maximale Lautstärke sucht, wird bei klassischen Kopfhörern besser bedient.

Als Gesamtpaket überzeugt die Oakley Meta HSTN vor allem durch ihre unauffällige Integration von Audio, Kamera und KI-Funktionen in ein modisches Design. Sie ersetzt keine In-Ears für den Arbeitsweg in der U-Bahn, kann aber klassische Open-Ear-Kopfhörer im Alltag durchaus ersetzen – mit dem zusätzlichen Vorteil einer integrierten Kamera und smarter Sprachsteuerung.

FAQ: Häufige Fragen zur Oakley Meta HSTN

Kann die Oakley Meta HSTN mit Sehstärke bestellt werden?

Ja. Laut Meta sind Gläser mit Sehstärken von -6,0 bis +4,0 Dioptrien verfügbar. Auch selbsttönende Transition-Gläser sind optional erhältlich.

Wie gut ist der Klang im Vergleich zu echten Kopfhörern?

Für ein Open-Ear-System überraschend gut – Stimmen sind klar, Musik klingt räumlich. Bass fehlt jedoch, und in lauter Umgebung (U-Bahn, Straßenlärm) stößt das offene Design an seine Grenzen.

Wie lange hält der Akku?

Bei moderater Nutzung (mehrere Stunden täglich) hält die Brille etwa eine Woche. Das mitgelieferte Lade-Etui bietet zusätzlich bis zu 48 Stunden Laufzeit und lädt per USB-C.

Benötige ich die Meta AI-App zwingend?

Ja. Ohne die App sind nahezu alle Funktionen – Audio, Kamera, Einstellungen – nicht nutzbar. Die Einrichtung ist jedoch unkompliziert.

Ist die Kamera immer aktiv?

Nein. Die Kamera nimmt nur auf Knopfdruck auf. Eine sichtbare Status-LED signalisiert jede Aufnahme – wird sie verdeckt, verweigert die Kamera aus Datenschutzgründen die Funktion.

vor 22 Stunden von Benjamin Otterstein
  • Bewertung: 4.13
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformBrille
  • Bauweiseoffen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Gewicht ohne KabelBrille: 53 g, Case: 213 g

Lieferumfang

  • Ladecase
  • Reinigungstuch

Besonderheiten

  • Farben: Brown Smoke, Black, Warm Grey, Clear
  • Abmessungen: 147 x 43 x 49 mm, 158 mm (Bügellänge)
  • Konnektivität: WLAN 6, Bluetooth 5.3
  • Integrierter Speicher: 32 GB
  • Fotoauflösung: 12 Megapixel (100 Grad Sichtfeld)
  • Videoauflösung: 1.080p bei 60 fps oder 3K bei 30 fps
  • Akkulaufzeit: bis 48 Stunden mit Ladecase
  • Gesamte Ladezeit: 3,5 Stunden

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