Der AKG K 915 gehört zu der immer seltener werdenden Gattung der digitalen Funkkopfhörer. Solche Modelle kommunizieren nicht, wie viele aktuelle über Bluetooth, sondern via Docking-Station. Die wiederum ist mit dem Abspieler per Kabel verbunden. Solche Kopfhörer-Modelle sind also vor allen Dingen für den Einsatz an Fernsehern, Stereoanlagen oder stationären PCs gedacht.

Betonter, färbender Klang

Der erste Eindruck auf den Ohren ist nicht schlecht: Der K 915 sitzt gut und geizt nicht nur bei der Höhenwiedergabe, auch der Bass wird gut hörbar übertragen. Auf den zweiten, analytischeren Blick fällt auf: im Mittenbereich färbt der K 915 und verfälscht damit den Klang. Alle Signale klingen etwas höhenbetonter als sie sollten und auch Stimmen sind heller als gewohnt. Dieser extreme HiFi-Effekt ist bei manchen Leuten beliebt, nach meinem Eindruck aber nicht sonderlich realistisch. Wem das zu hell ist, kann aber natürlich mit einem EQ die Höhen nach eigenem Gusto wieder absenken.

Nur mittelmäßige Verarbeitung

Die optische Aufmachung des Kopfhörers ist unauffällig und man könnte meinen, dass er vielen (teureren) AKG-Modellen ähnelt. Leider nicht: Der K 915 ist komplett aus Plastik gefertigt, somit vermisse ich eine gewisse Wertigkeit und Stabilität. Beim Auspacken kamen mir die Ohrmuscheln entgegen, die ich mühsam wieder einpassen musste. Die verwendeten Bedienelemente für Lauter/Leiser und das Einschalten waren bei meinem Testmodell sehr wackelig. Die Ladestation ist ebenfalls aus Leichtplastik gefertigt und kein Garant für einen sicheren Stand, wenn der Kopfhörer zum Laden angedockt ist. Dieses Andocken kann auch schonmal zur Geduldsprobe werden. Audioseitig sind an der Docking-Station zwei Cinch-Buchsen verbaut, zusätzlich liegt ein Verbindungskabel bei, das am anderen Ende einen Minklinken-Anschluss besitzt.

Gute Funkleistung

Der K 915 überbrückt tatsächlich recht lange Funkstrecken, auch wenn die vom Hersteller versprochenen 30 Meter nur unter idealen Bedingungen erreichbar sind. Ich konnte mich aber in andere Räume begeben und über zehn Meter entfernen, ohne einen Abbruch der Funkverbindung. Erst nach dem Wechsel des Stockwerks und entsprechender Quer-Entfernung gab es kleine Aussetzer.

Fazit: AKG K 915
von Mark Ziebarth

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Seinen Job als Funk-Kopfhörer macht der K 915 gut! Sprachverständlichkeit hin oder her – der Sound durch die verbogene Mittenwiedergabe ist natürlich reine Geschmacksache – ich empfinde ihn als übertrieben. Die Verarbeitung ist leider nicht perfekt, aber immerhin ist Plastik ein recht leichtes Material; somit steht langen Fernsehnächten nichts im Wege.

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Technische Daten

Bauform
Over-Ear
Bauweise
geschlossen
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
18 - 16.000 kHz
Impedanz
32 Ohm
Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf
654 g
Gewicht mit Kabel
205 g
Gewicht ohne Kabel
205 g
Kabellänge
- cm

Lieferumfang

  • Kabel (Cinch auf Miniklinke)
  • Netzteil
  • Dockingstation

Besonderheiten

  • digitale 2,4 GHz Drahtlosverbindung
  • Batterielebensdauer von bis zu 8 Stunden

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