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JBL L42ms Music System

Eine rundum sorglos Musikstation mit amtlichem Klang und umfassender Konnektivität.

Kurz & knapp

Für rund 1.000 Euro bietet das JBL L42ms Music System sehr viel: Kabelloses Streaming über Google Chromecast, Apple AirPlay 2 und Bluetooth oder direkt rein mit HDMI-ARC, RCA- und 3,5-mm-Miniklinken-Eingängen. Roon-ready ist das System auch. Dazu ein 24-Bit/96 kHz hochauflösender DAC. Sogar eine kleine Fernsteuerung ist mit dabei. Die dazugehörige App kann man im Prinzip vergessen, aber was vorne mit bis zu 200 Watt RMS rauskommt, entschädigt mehr als genug für diese kleine Unpässlichkeit bei der geschwungenen Klangmaschine aus dem Hause JBL.

Vorteile:
  • viele Anschlussmöglichkeiten
  • HDMI-ARC
  • 24-Bit/96 kHz DAC
  • ikonisches Design
  • warmer Klang
Nachteile:
  • unmoderne App
  • billige Remote
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Das JBL L42ms Music System bietet viel, kann viel und klingt supergut. Was genau das bedeutet, finden wir in diesem Test heraus.

Hardware aus gutem Hause

Ikonisches Design in Holzfurnier-Optik trifft auf moderne Ausstattung.

Elf Komma neun Kilogramm verteilen sich auf das 61 x 16 x 23,5 Zentimeter große Gehäuse des JBL L42ms Music System, welches mit zwei Echtholzfurnier-Finishes in schwarzer oder natürlicher Walnuss zur Auswahl im Kaufregal steht. Die waffelartige Schaumstoff-Abdeckung vorne nennt sich Quadrex-Grill und haftet magnetisch. Sie lässt sich leicht abnehmen, um die beiden abgewinkelt montierten 4-Zoll-Tiefmitteltöner und 0,75-Zoll-Aluminium-Hochtöner zu bewundern, die dahinter zum Vorschein kommen. Angetrieben werden die Lautsprecher mit vier Class-D-Endstufen, die im Bass jeweils 75 Watt und im Hochton je 25 Watt liefern. Macht summa summarum 200 Watt Gesamtleistung des Systems, das nach hinten raus noch über zwei Bassreflex-Öffnungen verfügt.

Hinten liegt dann auch das Anschlussbrett, welches neben den bereits genannten HDMI-ARC, RCA- und 3,5-mm-Miniklinkeneingängen auch noch eine Sub-Out-Buchse zur Verfügung stellt, woran sich ein entsprechender Subwoofer seinen Frequenzanteil abholen kann. Und wer sein WLAN entlasten will, kann den L42ms an den LAN-Port hängen, um Streaming-Daten zu empfangen.

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Dann gibt es noch einen Bass-Contour-Schalter zur Bassabsenkung, falls das Gerät zu nah an der Wand steht. Stromanschluss und Hauptschalter machen das Bild komplett.

Obenauf ist ein schmales Bedienpanel bündig im Furnier versenkt, welches zur Quellenauswahl und Lautstärkeregelung dient. Eine etwas ausführlichere Bedienung bekommt man mit der klassischen Fernsteuerung, die in Vollplastik ausgeführt ist und das mit Abstand am billigsten wirkende Stück dieses Setups ist.

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Verbindungsvielfalt

Es besteht eine gute Zugänglichkeit auf vielen Wegen in das System.

Wie man Kabel einsteckt, bedarf wohl keiner weiteren Beschreibung. Wenn man meckern will, dann darüber, dass HDMI-ARC die einzige digitale Kabelverbindung ins System ist. Eine S/PDIF-Schnittstelle fehlt. RCA und Miniklinke sind analoge Zuwege. Eine Verbindung über Bluetooth (Version 4.2) und die Einbindung ins heimische WLAN gelingt nach Anleitungseinsicht schnell und zuverlässig. Um Letzteres etwas zu vereinfachen, ist die Installation der App „JBL Premium Audio“ ratsam, die auch für spätere Aufgaben hilfreich ist – auch wenn ihre Oberfläche wie aus den Anfangszeiten des Internets aussieht.

Am Ende des Prozederes ist das JBL L42ms Music System bei mir über Airplay 2 connected und in mein Multiroom-Verbund klaglos integriert. Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz, Amazon Music, Internetradio und Podcasts werden darüber hinaus nativ unterstützt, ebenso lokale UPnP-Server. Auch über einen klassischen USB-Stick lässt sich das JBL L42ms Music System mit Musik füttern.

Die App „JBL Premium Audio“

Etwas lost vor dem unmodernen Frontend, tut die App dennoch, was sie soll.

Wie gesagt, das Frontend der App wirkt ein wenig aus der Zeit gefallen. Und einen EQ mit Presets oder individueller Bearbeitungsmöglichkeit des Klangs gibt es nicht. Selbst die Sound Field Expander (SFX) genannte Funktion, die eine DSP-gesteuerte Basisverbreiterung ermöglicht, lässt sich lediglich mit der Fernsteuerung aktivieren.

In Kacheln angeordnet gewährt die App Zugriff auf die einzelnen Dienste und Funktionen, so sie denn im eigenen Portfolio vorhanden sind. Bei mir wäre das unter anderem Amazon Music, was ich direkt in der App verwalten kann. Die Aufbereitung wirkt leider nicht mehr zeitgemäß. Durch Playlisten, Charts oder Empfehlungen stromern und sich von Neuheiten überraschen lassen geht da schonmal gar nicht. Nur wer viel Spaß mit klassischer Ordnerunterteilung hat, wird hier fündig. Allen anderen sei empfohlen, die jeweilige App nativ zu nutzen und von da aus das Musicsystem anzusprechen. Macht jedenfalls mehr Spaß und funktioniert tadellos.

Sound

Hygge-Klang, der sich nicht in den Vordergrund drängelt und trotzdem raumfüllend und vollmundig über die breite Mitte wirkt.

Im größeren Wohnzimmer aufgestellt, überzeugt das JBL L42ms Music System mit einem üppigen Klang, der sich weder zu sehr in den Bassbereich neigt noch übermäßige Spitzen erzeugt. Insgesamt erscheint das L42ms samtig, vollmundig und sehr angenehm, beinahe haptisch. Auf jeden Fall selbstsicher und durchgreifend auf viele Ebenen. Stimmen und Instrumente sind gut ins Bassfundament eingebettet und kommen klar und frisch aus den abgewinkelt angeordneten Treibersystemen, was eine recht breite Basis bespielt, aus der man im Raum nicht so schnell heraustritt.

Rund und warm bei gleichzeitiger Transparenz wäre eine gute Beschreibung dieses Hygge-Klangs, der sich nicht in den Vordergrund drängelt und trotzdem raumfüllend und vollmundig über die breite Mitte wirkt und so für eine offene Atmosphäre sorgt.

An die Lautstärke-Grenze sollte man das System allerdings nicht fahren, denn da löst sich der Bass auf und die Mitten dominieren zu sehr, was dann nicht mehr so gut klingt.

Fazit

Das JBL L42ms Music System ist eine sehr gut ausgestattete und zugängliche All-In-One-Lösung für den digitalen und analogen Alltag zuhause. Klanglich agiert das L42ms im vornehmen Wohlfühlbereich mit genügender, aber nicht überbordender Bassperformance und Lautstärke-Reserve für eine gepflegte Hausparty oder den intensiven Heimkinoabend.

Visuell setzt JBL ein Statement mit dem Blick zurück nach vorne und kleidet moderne Technik in einen ikonischen Look, der zurückhaltend und charaktervoll zugleich ist. Lediglich die App ist ein wenig zu retro ausgekleidet und wirkt etwas aus der Zeit gefallen.

FAQ: Häufige Fragen zum JBL L42ms Music System

Welche Streaming-Dienste unterstützt das JBL L42ms Music System nativ?

Das JBL L42ms unterstützt nativ Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz, Amazon Music, Internetradio und Podcasts. Darüber hinaus können lokale UPnP-Server eingebunden werden. Kabelloses Streaming ist auch über Google Chromecast, Apple AirPlay 2 und Bluetooth möglich.

Hat das JBL L42ms Music System einen Equalizer?

Nein, weder die App „JBL Premium Audio“ noch das Gerät selbst bieten einen EQ mit Presets oder individueller Klanganpassung. Die einzige klangliche Eingriffsmöglichkeit ist der Bass-Contour-Schalter auf der Rückseite zur Bassabsenkung bei wandnaher Aufstellung sowie die SFX-Funktion, die sich nur über die Fernsteuerung aktivieren lässt.

Welche kabelgebundenen Eingänge stehen zur Verfügung?

Das JBL L42ms bietet HDMI-ARC als einzige digitale Kabelverbindung sowie analoge Eingänge via RCA und 3,5-mm-Miniklinke. Eine S/PDIF-Schnittstelle ist nicht vorhanden. Zusätzlich gibt es einen Sub-Out-Ausgang für einen externen Subwoofer und einen LAN-Port für kabelgebundenes Netzwerk-Streaming.

Ist das JBL L42ms Roon-kompatibel?

Ja, das JBL L42ms Music System ist Roon-ready und kann damit in ein Roon-basiertes Audiosystem eingebunden werden.

Wie laut kann das JBL L42ms spielen und gibt es Einschränkungen?

Das System liefert bis zu 200 Watt RMS Gesamtleistung und erreicht laut Hersteller einen maximalen Schalldruck von 102 dB bei einem Meter. An der Lautstärkegrenze löst sich der Bass jedoch auf und die Mitten dominieren, was die Klangqualität merklich verschlechtert. Für normale Hör- und Partysituationen ist die Reserveleistung aber mehr als ausreichend.

vor 2 Monaten von Sven Opitz
  • Bewertung: 4.25
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformLautsprecher
  • BauweiseDesktop
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)55 Hz - 25 kHz (-6dB)
  • Schalldruckpegel (SPL)@ 1m: 102 dB

Lieferumfang

  • Lautsprecherabdeckung
  • HF-Fernbedienung
  • Netzkabel

Besonderheiten

  • Bluetooth: 4.2; Codecs: SBC, AAC; Profile: SPP, A2DP, AVRCP
  • Anschlüsse: Bluetooth, WiFi streaming, RJ-45 Ethernet, HDMI ARC

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